Steinbalmen-Sandstein

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Darstellung und Status

Farbe CMYK
(0%,10%,24%,2%)
Farbe RGB
R: 250 G: 225 B: 190
Rang
lithostratigraphische Einheit
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
Diskussion des Status

Nomenklatur

Deutsch
Steinbalmen-Sandstein
Herkunft des Namens
Steinbalm = geschützter Raum unter einem Felsvorsprung
Historische Varianten
Steinbalmensande (Schmiedle 1918, Rutte 1956, Giersch 2004, Zaugg et al. 2008), Steinbalmensandschichten = Steinbalmensande (Hofmann 1951)

Beschreibung

Mächtigkeit
Ca. 290 m in Bohrungen (Zaugg et al. 2008).

Komponenten

Fossilien
  • Pflanzen : Plantae
  • Reptilien
  • Säugetiere
Pflanzen, Klein- und Gross-Säuger, Krokodiliern, Wirbellosen (Griesch 2004)

Hierarchie und Abfolge

Obergrenze
Grobsandstufe (Schreiner 1989) bzw. Brand-Herrentisch-Deckentuff (Zaugg et al. 2008)
Untergrenze
Haldenhof-Mergel

Alter

Alter Top
  • Langhien

Alter Basis
  • Langhien

Datierungsmethode
mittlere bis obere MN6 = unteres Astaracium = Langhien

Geografie

Geographische Verbreitung
Bodensee, Untersee, Hegau. Gegen Westen mit Mergel und/oder Nagelfluh.
Typusregion
Bodenseegebiet.
Point of interest
  • Bohlinger Schlucht (Baden-Württemberg, DE)
    Merkmale des Ortes
    • Fossilfundstelle
    Zugänglichkeit des Ortes
    • Bachprofil
    Koordinaten
    • (2709250 / 1284700)
    Notizen
    • Hantke 1954, Nötzold 1957, Tobien 1971, Giersch 2004, Zaugg et al. 2008

Paläogeografie und Tektonik

  • OSM-II
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
Fluviatile Ablagerung (Schrägschichtung)
Metamorphose
unmetamorph

Referenzen

Erstdefinition
Hofmann Franz (1951) : Zur Stratigraphie und Tektonik des st.gallisch-thurgauischen Miozäns (Obere Süsswassermolasse) und zur Bodenseegeologie. Inaugural-Dissertation Univ. Zürich, 88 S.
  • Brand–Herrentisch-Tuffit

    Name Origin

    Brand und Herrentisch an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland

     

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Kurzbeschreibung

     

    Tuffit-Bank im Dach des Steinbalmen-Sandsteins. Feinkörnig, geschichtet und gradiert.

     

    Age
    Langhien
  • Öhningen-Mergel

    Name Origin

    Öhningen (Deutschland)

     

    Rang
    regionale Fazies
    Status
    inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
    Kurzbeschreibung

     

    Hauptfazies der Öhningen-Formation, bestehend aus gelblich- bis grünlichgrauem Mergel mit einer reichen Flora.

     

    Age
    spätes Langhien
  • Krokodilschichten

    Name Origin

    Fossilschicht mit Krokodilienreste.

    Rang
    regionale Fazies
    Status
    inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
    Gültiger Begriff
    Graupensand-Formation
    Kurzbeschreibung

     

    Lagige bis linsenförmige Aufarbeitungshorizonte innerhalb der «Steinbalmensande», die intraformationelle Mergelgallen und -bruchstücke, oft auch Schalen- und Knochenreste führen.

     

    Age
    Langhien
  • Appenzellergranit-Leitniveau

    Name Origin

    Appenzell (AI)

    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    informeller Begriff
    Nomenclatorial Remarks
    <p>Der ältere, etwas irreführende und trotzdem eingebürgerte Name des «Appenzellergranit»-Leitniveaus bezieht sich auf dessen hohe Festigkeit und somit auf die Eignung des Gesteins als Baustein.</p>
    Kurzbeschreibung

     

    Wichtigster Leithorizont der OSM im Gebiet des Hörnli-Schuttfächers, bestehend aus einer einzigartigen Murgang-Ablagerung (Debris-Flow). Regional kann das Leitniveau als Konglomerat (Abtwil-, Degersheim-, Hüllistein-Konglomerat) oder Kalksandstein/–siltstein (Meilen-Kalk) auftreten.

     

    Age
    Langhien
    • Degersheim-Konglomerat

      Name Origin

      Degersheim (SG)

       

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Begriff
      Appenzellergranit-Leitniveau
      Kurzbeschreibung

       

      Konglomeratische Ausbildung des «Appenzellergranit»-Leitniveaus im Hörnli-Schuttfächer: Nagelfluh und grobe bis feine Brekzie mit weisslichem, hartem, kalkigem Bindemittel, sowie Kalk mit eingestreuten, feinbrekziösen, dunklen Komponenten.

       

      Age
      Langhien
    • Abtwil-Konglomerat

      Name Origin

      Abtwil (SG)

       

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Kurzbeschreibung

       

      Konglomeratische Ausbildung des «Appenzellergranit»-Leitniveaus (Basisbank der OSM-II).

       

      Age
      Langhien
    • Meilen-Kalk

      Name Origin

      Meilen (ZH)

       

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Kurzbeschreibung

       

      Gebankte Schicht bestehend aus graubeigem Kalksiltstein bis siltigem Kalksandstein bzw. hellgrauem, laminiertem Kalk (Kalkarenit/-lutit).

       

      Age
      Langhien
    • Hüllistein-Konglomerat

      Name Origin

      Hüllistein bei Rüti (ZH)

       

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Begriff
      Appenzellergranit-Leitniveau
      Kurzbeschreibung

       

      Konglomeratische Ausbildung des «Appenzellergranit»-Leitniveaus bestehend aus einer dunkelgrauen, zähen, schwarzen, im allgemeinen feinkörnigen Kalk-Dolomit-Nagelfluh, welche in Stromrinnen vorkommt. Lokal mit Brekzien-Vorkommen im zentralen Teil des Hörnlifächers.

       

      Age
      Langhien
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