Pygurus-Member

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Darstellung und Status

Farbe CMYK
siehe Betlis-Fm.
Farbe RGB
R: 155 G: 205 B: 115
Rang
lithostratigraphisches Member (Subformation)
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
SKS-Notiz

Informell, da mit Fossilname belegt.

Diskussion des Status

Nomenklatur

Deutsch
Pygurus-Member
Français
Membre à Pygurus
Italiano
Membro a Pygurus
English
Pygurus Member
Herkunft des Namens

Namengebendes Fossil: Echinoidengattung Pygurus (insb. P. rostratus Agassiz).

Historische Varianten

Valangien mit Pygurus rostratus und Janira atava (Escher 1878), Pygurus rostratus-Schichten (Moesch 1881), Rostratuskalk (Rothpletz 1898), Pygurusschichten (Heim & Heim 1905, Schindler 1959, Funk 1971), Couche à Pygurus (Rollier 1917, Plancherel 1998), Pygurus-Schichten (Haldimann 1977, Ischi

1978), Pygurusschichten = Pygurussande (Mojon 1982), Pygurus-Schicht (Linder 2002), «Pygurus-Äquivalent», Pygurus-Member

Links

Nich-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Grobsandreiche, helle Kalke z.T. gelblich-braun anwitternd und grobspätig, Pygurus rostratus-führend. Durch Aufnahme von Grobsand aus dem Betliskalk hervorgehend.

Mächtigkeit
15 - 30 m

Komponenten

Fossilien
  • Crinoideen
  • Echinoideen

Pygurus rostratus

Hierarchie und Abfolge

Alter

Alter Top
  • Frühes Valanginien

Bermerkungen zu Top

?

Alter Basis
  • Frühes Valanginien

Datierungsmethode

Biostratigraphie: Fossilhorizonte im Hangenden

Geografie

Geographische Verbreitung
WSW-ENE-streichende Längszone in einem relativ externen Schelfbereich beschränkt; regional gehäuft vorkommend und kann dazwischen auch ganz fehlen. Entlang der nördlichen Begrenzung dieser Zone werden durch das Auftreten von intraformationellen Brekzien synsedimentäre, tektonische Bewegungen angezeigt.
Typusregion
Alpstein (AI/AR/AG)
Typusprofil
  • Muschelenberg (AI) im Alpstein
    Merkmale des Ortes
    • typische Fazies
    Koordinaten
    • (2745300 / 1236170)
    Notizen
    • Profil bei Arn. Heim 1916 S.417, bei Hantke 1966 als Typusprofil gewählt.

Paläogeografie und Tektonik

  • «Neokom»
  • Kreide des Helvetikums
Paläogeografie
North Tethyan Shelf (Helv.) :
marge continentale européenne
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen

Flachneritisch. Östlich der Linie Bärenstock-Urmiberg aus E-NE eingeschwemmt (Mojon 1982).

Referenzen

Erstdefinition
Heim Alb., Heim Arn. (1905) : Das Säntisgebirge. Beitr. geol. Karte Schweiz (N.F.) 16

Gelbbraun anwitternder Kalkstein voll grosser Quarzkörner, rauh an verwitterter Oberfläche vorragend, verkieselte Petrefakten... Pygurus rostratus AG., Neithea atava (Roemer), Holectypus macropygus AG. S.32

Neubearbeitung
Funk Hanspeter (1971) : Zur Stratigraphie und Lithologie des Helvetischen Kieselkalkes und der Altmannschichten in der Säntis-Churfirsten- Gruppe (Nordostschweiz). Eclogae geol. Helv. 64/2, 345-433

Der Name Pygurusschichten wurde 1905 von Arn. Heim in die Literatur eingeführt, für die grobsandigen Kalkbänke im Liegenden des Helvetischen Kieselkalkes. Der Name wurde gewählt nach Pygurus rostratus Agassiz, der schon Mitte letzten Jahrhunderts von Escher (Tagebücher) in diesen Schichten gefunden wurde. Hantke wählte 1966 das von Arn.Heim (1916, S.417) beschriebene Profil am Muschelenberg als Typusprofil. In dieser Arbeit möchte ich die Pygurusschichten als Formationsglied (Member) einer noch zu definierenden Betliskalk-Formation behandeln. Betliskalk (Heim 1933) anstelle von «Valanginiankalk» wird, auf mündlichen Vorschlag von Prof. Trümpy hin, wieder aufgegriffen, um einer Formation nicht ein Alter zu implizieren. Der Name wird nur im N- und Mittelhelvetikum benutzt. Im S wird der Betliskalk durch den Diphyoideskalk (Arn. Heim 1907) ersetzt.

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