Fedoz-Metagabbro

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Darstellung und Status

Index
gaF / G-gamma-alpha
Farbe CMYK
(53%,0%,7%,41%)
Farbe RGB
R: 70 G: 150 B: 140
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
Diskussion des Status

Nomenklatur

Deutsch
Fedoz-Metagabbro
Français
Métagabbro de Fedoz
Italiano
Metagabbro di Fedoz
English
Fedoz Metagabbro
Herkunft des Namens

Val Fedoz (GR), Oberengadin

Historische Varianten
Fedozer Gabbro (Staub 1921, Staub 1946, Rutsch et al. 1966, Spillmann 1993, Hansmann et al. 1996), Metagabbro "Typ Fedoz", Fedoz gabbro (Puschnig et al. 1996), Fedozer Metagabbro (Ulrich & Borsien 1996), Fedoz-Metagabbro (Spillmann & Trommsdorff 2007)

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit

Alter

Alter Top
  • Guadalupien (= Mittleres Perm)
Alter Basis
  • Guadalupien (= Mittleres Perm)
Datierungsmethode
Intrusionsalter von 270 +6/-4 Ma (U/Pb zircon: Hansmann et al. 1995)

Paläogeografie und Tektonik

Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Herkunftstyp
  • plutonisch

Referenzen

Erstdefinition
Staub R. (1921) : Geologische Karte der Val Bregaglia (Bergell ; 1:50'000). Geologische Spezialkarte 90

S.140
Neubearbeitung
Ulrich T., Borsien G.-R. (1996) : Fedozer Metagabbro und Forno-Metabasalt (Val Malenco, Norditalien): Vergleichende petrographische und geochemische Untersuchungen. Schweiz. Mineral. Petrogr. Mitt. 76/3, 521-535

Der Fedozer Metagabbro besteht aus grünschieferfaziell überprägten Gesteinen mit Intrusivkontakten zu ultramafischen und metapelitischen Gesteinen des Val Malenco. Die beobachteten Gabbro-Varietäten entsprechen einzelnen Gliedern einer Differentiationsserie. Geochemische Untersuchungen des Fedozer Metagabbros belegen eine tholeiitische Differentiation, deren Restschmelze in zwei unmischbare Teilschmelzen aufgetrennt wurde. Es wird eine Mischungslücke für die Entwicklung einer hochdifferenzierten TiO2-, P2O5- und Fe2O3-reichen (Apatit-Ilmenit-Ferrogabbro) und einer an SiO2 und Alkalien angereicherten (Quarzdiorit) Schmelze angenommen. Diese Trennung führt zu Differentiationsprodukten, die in einigen Haupt- und Spurenelementen komplementäre Werte aufweisen.
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