Jes-Formation

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Darstellung und Status

Index
M, FJ, i8-c1
Farbe CMYK
(23%,0%,7%,16%)
Farbe RGB
R: 165 G: 215 B: 200
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
unbekannter Status

Nomenklatur

Deutsch
Jes-Formation
Français
Formation de Jes
Italiano
Formazione di Jes
English
Jes Formation
Herkunft des Namens

Alp Jes = Ijes (GR), S Naafkopf

Historische Varianten
Tithon (Trümpy 1916, Gees 1954), Calpionellenkalk-Serie (Allemann 1957), Jes-Formation (Gruner 1979, Gruner 1981, Gürler 1995 S.24, Allemann 2002, Löpfe et al. 2018)
Nomenklatorische Bemerkungen
Tithon (Trümpy 1916, Gees 1955), Malmkalk / Tithonkalk (Cadisch et al. 1919), Oberer Malm (Tithon) (Häfner 1926), obertithone Calpionellenkalke = Obertithonekalke (Allemann & Blaser 1951), Calpionellenkalk-Serie (Allemann 1957)

Beschreibung

Beschreibung
Des calcaires fins à silex, riches en Calpionellidés, représentent le Jurassique terminal et le Crétacé basal. (Trümpy 1970 p.26)
Mächtigkeit
120-150 im westlichen Rätikon, ca. 40-50 m im östlichen Rätikon, 60-100 m im Mittelbünden (Gruner 1981) und ca. 100 m im Gurgaletschgebiet (Allemann 2002).

Komponenten

Fossilien
Calpionella alpina Lorenz

Hierarchie und Abfolge

Obergrenze
«Neokom» bzw. basale Transgressionsbrekzie des Flyschs

Alter

Alter Top
  • Frühes Berriasien

Bermerkungen zu Top
Elliptica-Zone (ober B)
Alter Basis
  • Spätes Tithonien

Bermerkungen zu Basis
Unterhalb der Crassicollaria-Zone (A)
Datierungsmethode
Calpionelliden (Lorenz 1901, Gruner 1981, Allemann 2002): mit noch offene Frage der Jura/Kreide-Grenze.

Geografie

Typusregion
Westlicher Rätikon (GR): Falknis - Tschingel.
Typusprofil
Referenzprofile

Paläogeografie und Tektonik

  • Malm
Paläogeografie
Briançonnais-Schwelle :
microcontinent briançonnais
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
Zoophycos

Referenzen

Erstdefinition
Gruner Ueli (1981) : Die jurassischen Breccien der Falknis-Decke und altersäquivalente Einheiten in Graubünden. Beitr. Geol. Karte Schweiz N.F. 154, 136 S.

2.8 Jes-Formation 2.8.1 Definition der Formation Synonyma: «Tithon» (D. Trümpy 1916); «Calpionellenkalk-Serie» (Allemann 1957). Name: Die Formation wird nach der Alp Ijes (1942 m) benannt, die sich südlich des Naafkopfs (Westrätikon, Grenze Österreich/Schweiz/Liechtenstein) befindet. Da der Name «Ijes» schwierig zu schreiben und auszusprechen ist, wird die alte Schreibweise «Jes» verwendet. Typus-Profil: Das Typus-Profil liegt gerade südlich der Alp Ijes, neben dem Wasserfall des Ijesbaches, in der Falknis-Schuppe (Koord.: 765.200/212.850/1810 m bis 765.200/212.900/1900 m, vgl. Fig. 2 1). Referenz-Profil: Ein schönes Profil befindet sich in der Glegghorn-Schuppe SW der Falknis, in den Wänden, die als «Falknistürme» bezeichnet werden. Koord.: 761.000/212.380/ca. 1900 m (Basis). Mächtigkeit: 120-150 m im Westrätikon, ca. 40-45 m im Osträtikon und 60-100 m in Mittelbünden. Lithologie: vgl. Beschreibung unten. Grenzen: Die Untergrenze der Formation wird direkt über der letzten mächtigen Falknisbreccien-Bank gezogen. Das Dach der Jes-Formation ist durch einen kontinuierlichen, ca. 10 m mächtigen Übergangsbereich in die Neokomflysch-Serie gekennzeichnet, welche mit einer Folge von mehreren «Grenzbreccien» sowie mit einer typischen, tonreichen Flysch-Fazies beginnt. Alter: Oberes Tithon bis unterstes Berriasien. Verbreitung: Die Jes-Formation ist in allen grösseren Aufschlüssen der Falknis-Decke gut abtrennbar und überall in ähnlicher Lithologie verbreitet.
Neubearbeitung
Allemann Franz (2002) : Erläuterungen zur geologischen Karte des Fürstentums Liechtenstein 1:25 000. Regierung des Fürstentums Liechtenstein (Vaduz), 129 S.
Wichtige Publikationen
Allemann Franz (2002) : Erläuterungen zur geologischen Karte des Fürstentums Liechtenstein 1:25 000. Regierung des Fürstentums Liechtenstein (Vaduz), 129 S.
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