«Taspegn-Brekzie»

Darstellung und Status

Farbe CMYK
N/A
Farbe RGB
R: 125 G: 125 B: 125
Rang
lithostratigraphische Einheit
Gebrauch
Element ist nicht in Gebrauch
Status
obsoleter Begriff (nicht mehr verwendet)

Nomenklatur

Deutsch
«Taspegn-Brekzie»
Français
«Brèche de Taspegn»
Italiano
«Breccia di Taspegn»
English
«Taspegn Breccia»
Herkunft des Namens

Alp Taspin = Alp Taspegn (GR)

Historische Varianten

N.N. (Heim 1891), Taspinitbreccie (Wilhelm 1932), Taspinit-Konglomerat (Staub 1937a), brèches de Taspin (Trümpy 1970), Taspinit-(Vizan-)Breccie (Streiff in Streiff et al. 1976)

Nomenklatorische Bemerkungen

Zone der untern Breccie (Meyer 1909)

Alter

Alter Top
  • Kreide

Alter Basis
  • Jura

Geografie

Geographische Verbreitung
Ostschams, von Alp Cess / Alp Taspin bis zum Piz la Tschera.
Typusregion
Ostschams (GR)

Referenzen

Erstdefinition
Wilhelm O. (1933) : Geologie der Landschaft Schams (Graubünden). Beitr. geol. Karte der Schweiz (N.F.) 64, 32 S.
Neubearbeitung
Rutsch R. F., ... (1966) : Alpes suisses et Tessin méridional. Lexique stratigraphique international, vol. 1 Europe, fasc. 7c

TASPINIT-BREKZIE ((? Jura -) Kreide ; Ob. Penninikum)

Originalliteratur: Wilhelm O. (1932): Geologie der Landschaft Schams (Graubünden). Beitr. Geol. K. Schweiz, NF 64.

Originalbeschreibung: Meist sedimentäre Kalk-Dolomit-Brekzien, transgressiv auf Lias und Trias der Gelbhorn-Decke. Zement meist kalkig-sandig. Wilhelm nennt nur die polygenen und kristallinen Brekzien Taspinit-Brekzien. Alter evtl. kretazisch. (Wilhelm 1932: 9).

Die Brekzie ist schon von mehreren altern Autoren beschrieben worden, so von Escher & Studer (1839), welche hierin bereits ein Basiskonglomerat des Flyschs vermuten, das sie mit ähnlichen Vorkommen im Niesenflysch vergleichen.

Von Heim (1891) stammt eine erste genauere Beschreibung des Gesteins: Polygene Konglomerate, wechsellagernd mit Kalk und Marmor; Typen:

A. Konglomerate und Brekzien mit vorwiegend kalkigem Bindemittel, grau, gelblich anwitternd, seltener rauhwackig. Trümmer: Kalk, Dolomit, Marmor, Taspinit in wechselndem Verhältnis. Oft fast reiner Taspinit mit Marmoradern.

B. Taspinit als Bindemittel. Trümmer vorwiegend Kalk. Oft grauweisser Marmor mit Nestern von grünen sericitischen Schiefern. Trümmergrösse: Sandkorngrösse bis über 1 Meter. Konglomerate häufig gequetscht mit flaseriger Grundmasse (Heim 1891:388).

Steinmann (1897): sieht im Gestein eine hochgradig dynamometamorphe polygene Brekzie, ähnlich dem Juliergranit.

Freudenberg (1913) beschreibt das Gestein als sedimentäre Brekzie mit Geröllen von Roffna-Gneis, Roffna-Porphyr (auf den die Brekzie meist transgrediert) und Sedimentkomponenten. Er sieht grosse Aehnlichkeiten mit liasischen Crinoiden-Brekzien von Abers-Crot.

Siehe auch unter: Chablais-Brekzie, Dolin-Brekzie, Vizan-Brekzie.

Typuslokalität: Taspin-Alp (Taspegn) (Schams). 756500/ 166 000.

Geogr. Verbreitung: Schams.

Tekton. Stellung: Gelbhorn-Decke (Schamser Decken, ob. Penninikum).

Wichtige Literatur: Escher & Studer (1839: 99), Theobald (1864: 159), Heim (1891: 388), Rothpletz (1895: 24), Steinmann (1897: 232), Rüetschi (1903: 42), Zyndel (1912: 4), Freudenberg (1913: 307), Wilhelm (1932: 9), Staub (1937a: 74 u. 76), Staub (1958: 17 u. 24).

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