Blegi-Eisenoolith

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Darstellung und Status

Farbe CMYK
(0%,15%,33%,10%)
Farbe RGB
R: 230 G: 195 B: 155
Rang
lithostratigraphisches Member (Subformation)
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz

Bewilligt. Name erstmals in den Tagebüchern von Escher.

SKS-Datum
17.05.2002

Nomenklatur

Deutsch
Blegi-Eisenoolith
Français
Oolite ferrugineuse de la Blegi
Italiano
Oolite di ferro della Blegi
English
Blegi Iron Oolite
Herkunft des Namens

Alp Oberblegi (GL) am Ostfuss des Glärnisch [ethymologisch: Blegi, Bläje, Blaje = Mittelalterischer Blasofen zur Roheisenherstellung]

Historische Varianten

Blegioolith (Escher 1840 - Tagebücher, Paulcke 1906), Blegischichten (Escher in: Studer 1872 S.32), Blegi-Eisenoolith (Heim 1878 S.61), oolithe ferrugineuse du Glaernisch (Bleggi-Eisenoolith (Rollier & de Tribolet 1899), Callovien-Eisenoolith = Blegioolith (Schindler 1959), Blegi-Oolith (Hänni 1999), Oolite de Blegi (Föllmi et al. 2011) Oberblegi-Schichten

Nomenklatorische Bemerkungen

Callovien auct., Callovien-Parkinsoni Eisenoolith (Seeber 1911), Eisenoolith-Kalk (Heim 1917), Callovien-Eisenoolith (Scabell 1926), Eisenoolith des Callovien (Furrer 1938)

Beschreibung

Beschreibung

Es handelt sich dabei um Mikrite mit Protoglobigerinen, Tiefwasserstromatolithen, Eisenoolithen und phosphoritischen Konkretionen, sowie aufgearbeiteten Bruchstücken der liegenden Einheit.

Kalkmatrix mit Hämatit- oder/und Chamosit-Ooiden.

"Der Blegi-Oolith, ein rotes, eisenoolithreiches Kalkband von 0,5 - 3m Mächtigkeit, bildet mit grosser Konstanz das Dach des Helvetischen Doggers." [Heim 1878]

Mächtigkeit
Meist zwischen 50 cm und 3 m, oft nur fleckenhaft mit wenigen cm vorhanden.

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit

Alter

Alter Top
  • mittleres Callovien
Alter Basis
  • spätes Bajocien
Datierungsmethode

Biostratigraphie: Ammoniten des Bathonians, neben Formen des späten Bajocians und frühen Callovians (Dollfus 1961 und 1965).

Geografie

Geographische Verbreitung
Ostschweiz (insb. St. Galler Oberland), sowie Berner Oberland (Randkette, Bundstock-Element und an der Front der Axen-Decke bei Interlaken).
Typusregion
Glärnisch-Gruppe (GL)
Typusprofil
  • Oberblegisee (GL)
    Merkmale des Ortes
    • typische Fazies
    Koordinaten
    • (2719500 / 1204400)
    Notizen
    • Schindler 1959 (200 m W des Sees)

Paläogeografie und Tektonik

  • Jura
  • Dogger
Paläogeografie
North Tethyan Shelf (Helv.) :
marge continentale européenne
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen

Nach Kugler (1987) bildete sich der Blegi-Eisenoolith auf pelagischen Schwellen als strömungsbedingtes Kondensationssediment, was die pelagische Fauna zeigt; Kugler schliesst festländische Erosion aus.

Metamorphose
unmetamorph

Referenzen

Neubearbeitung
Hänni R. (1999) : Der geologische Bau des Helvetikums im Berner Oberland. Diss. Univ. Bern, 148 S.

Die Typuslokalität befindet sich in der Glärnisch-Gruppe 200 m nordwestlich des

Oberblegisees (Schindler 1959). Als Blegi-Oolith wird der meist geringmächtige,

kondensierte Eisenoolith bezeichnet, welcher in der Randkette, im Bundstock-Element und an der Front der Axen-Decke bei Interlaken (N der Aabeberg-Störung, Pilloud 1990) das zeitliche Äquivalent der Erzegg-Fm. darstellt. Es handelt sich dabei um Mikrite mit Protoglobigerinen, Tiefwasserstromatolithen, Eisenoolithen und phosphoritischen Konkretionen. Es können darin aufgearbeitete Bruchstücke der liegenden Hochstollen- oder Glockhaus-Fm. auftreten. Das Alter dieses Kondensationshorizontes reicht aufgrund von Ammoniten vom jüngeren Bajocian bis ins ältere Callovian.

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