Aabach-Mergel

Darstellung und Status

Farbe CMYK
(0%,13%,17%,10%)
Farbe RGB
R: 230 G: 200 B: 190
Rang
lithostratigraphisches Member (Subformation)
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
lokaler Begriff (informell)

Nomenklatur

Deutsch
Aabach-Mergel
Français
Marne de l'Aabach
Italiano
Marna del Aabach
English
Aabach Marl
Herkunft des Namens

Aabachtobel (SG), 2 km NW von Uznach

Historische Varianten
Aabach-Mergelzone (Habicht 1987)
Nomenklatorische Bemerkungen
Mergelzone mit Einlagerung von glaukonit- und chloritreichen Sandsteinen [im Aabachtobel] (Tanner 1944), nagelfluhfreien Oberaquitanien (Büchi 1950)

Alter

Alter Top
  • Burdigalien

Alter Basis
  • spätes Aquitanien

Geografie

Geographische Verbreitung
Aabachtobel - Ranzachtobel (SG)
Typlokalität
  • Aabachtobel (SG)
    Merkmale des Ortes
    • Obergrenze
    • Untergrenze
    • typische Fazies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • Bachprofil
    Koordinaten
    • (2715000 / 1233150)
    Notizen
    • Tanner 1944
Point of interest
  • Ranzachtobel (SG)
    Merkmale des Ortes
    • Obergrenze
    • Untergrenze
    • typische Fazies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • Bachprofil
    Koordinaten
    • (2717620 / 1234310)
    Notizen
    • Tanner 1944

Paläogeografie und Tektonik

  • USM-II
Herkunftstyp
  • sedimentär
Metamorphose
unmetamorph

Referenzen

Erstdefinition
Tanner Hans (1944) : Beitrag zur Geologie der Molasse zwischen Ricken und Hörnli. Mitt. thurg. natf. Ges. 33, 6-108

S.17: Betrachten wir nun die Verhältnisse im Aabachtobel: Auf Seite 14 haben wir eine 1. Zone des granitischen Sandsteins und eine 2. Zone der roten Mergelzwischenlagen unterschieden. Folgen wir nun dem Bach weiter tobelaufwärts, so gelangen wir in eine Mergelzone mit grauen und violetten Mergeln und Einlagerung von glaukonit- und chloritreichen Sandsteinbänken. Granitischer Sandstein fehlt vollständig. Wir sehen also auch hier eine Faziesänderung, die zwar nicht so scharf markiert ist wie beim Nagelfluheinsatz von Au, die mir aber doch eine Grenzziehung zu rechtfertigen scheint. Ich lege deshalb die Grenze zwischen USM und OMM an die Basis dieser „Mergelzone mit Einlagerung von glaukonit- und chloritreichen Sandsteinen". Sie quert zwischen Punkt 490.1 und Bauwil das Aabachtobel. Im Ranzachtobel können wir eine ähnliche Faziesänderung ungefähr bei der Einmündung des Baches, der von Gebertingen her kommt, beobachten.
Neubearbeitung
Habicht J. K. A. (1987) : Schweizerisches Mittelland (Molasse). Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

Tanner (1944:17) unterschied im Aabachtobel (LK-Bl. 1113 Ricken, 2 km NW von Uznach) eine Mergelzone mit Einlagerung von glaukonit- und chloritreichen Sandsteinen, die er als den basalen Teil der OMM betrachtet. Die Zone wird von der «Zone der roten Mergelzwischenlagen», einer vorwiegend aus feinförmigem granitischem Sandstein und Kalksandstein bestehenden Folge, unterlagert. Nach Büchi & Welti (1951: 187-189) ist die Aabach-Mergelzone in die USM zu stellen; sie entspricht dem nagelfluhfreien Oberaquitanien von Buchi (1950: 14) und damit der >>> Oberaquitanen Mergelzone und wird vom nagelfluhführenden Oberaquitanien überlagert (vgl. Artikel >>> Basisnagelfluh Büchi 1950).

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