Wiesental-Formation (Zechstein)

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Representation and status

Color CMYK
10 / 65 / 75 / 0
Color RGB
R: 215 G: 110 B: 70
Rank
lithostratigraphic Formation
Validity
Unit is in Use
Scs Note
Anwendbarkeit in der Schweiz muss noch geprüft werden.
Scs Date
22.10.2014
Status discussion

Nomenclature

Deutsch
Wiesental-Formation (Zechstein)
Français
Formation du Wiesental
Italiano
Formazione del Wiesental
English
Wiesental Formation
Origin of the Name

Wiesental (Südschwarzwald, Deutschland), NW Basel ; siehe auch Lithostratigraphisches Lexikon Deutschlands (LithoLex)

Historical Variants
Zechstein auct., Wiesental-Formation (Nitsch & Zedler 2009, Jordan & Deplazes 2018, Pfirter et al. 2019)
Nomenclatorial Remarks
Rotliegend [sic], Unterer Buntsandstein [sic]

Description

Description
Graue, nahe der Basis auch grauviolette oder rotbraune, fein- bis mittelkörnige Sandsteine und Arkosesandsteine mit wechselndem Grobsand- und Feinkiesgehalt, lokal mit dunklen Wadflecken. Gelegentlich umgelagerte Windkanter. Im hangenden Abschnitt lokal Karneolgerölle. Die Gesteine sind lokal verkieselt, sonst dolomitisch und anhydritisch zementiert und dann im Ausstrich mürbe und absandend. Sandsteine dünnschichtig bis bankig, teilweise schräggeschichtet, jedoch überwiegend massiv erscheinend.
Geomorphology
40 m in die Weitenauer Vorberge ; < 5 m im Bodenseegebiet < 5 m ; lückenhaft verbreitet
Thickness
0-50 m

Components

Lithologic Content
Geringe Einlagerungen von Anhydrit, sowie Verkeiselungen.
Mineral Content
  • dolomite
  • anhydrite
Karneol (Chalcedon)

Hierarchy and sequence

Subordinate units
Upper boundary
Dinkelberg-Fm.: Farbwechsel (grau zu rotbraun) und erosive Basis
Lower boundary
Weitenau-Fm.: Farbwechsel (von rotbraun zu grau) und Paläoboden

Age

Age at top
  • Lopingian (= Late Permian)

Age at base
  • Lopingian (= Late Permian)

Geography

Geographical extent
Weitenauer Vorberge, Dinkelberg, im Hochrheingebiet gebietsweise unter mittlerem Buntsandstein diskordant fehlend.
Type locality
Reference profiles
  • Luchskopf (Deutschland)
    Site particularities
    • typische Fazies
    Site accessibility
    • Grat
    Coordinates
    • (2620575 / 1279750)
    Note
    • NW Hägelberg/Steinen (Nitsch & Zedler 2009)

Palaenography and tectonic

  • Permo-Carboniferous
Tectonic unit (resp. main category)
Kind of protolith
  • sedimentary
Conditions of formation
Terrestrisch: fluvial.
Metamorphism
non metamorphic

References

Definition
Nitsch E. & Zedler H. (2009) : Oberkarbon und Perm in Baden-Württemberg. LGRB-Informationen (Freiburg i.Br.) 22, 7–102
Definition
Pfirter Urs, Jordan Peter., Graf H. R ., Burger H., Pietsch J., Huber M., Kiefer S., Grezet C., Maise C. & Burkhalter R. (2019) : Blatt 1068 Sissach, mit Südteil von Blatt 1048 Rheinfelden. Geol. Atlas Schweiz 1:25'000, Erläut. 161

S. 21: Wiesental-Formation [im Kartengebiet nicht vorhanden] (Lopingien) Die von Nitsch & Zedler (2009) definierte Wiesental-Formation umfasst blassgraue bis weisse und rotbraune, schlecht sortierte grobsandige bis siltige Arkose (Feldspat 5–20%, Karneol < 2%) mit kantengerundetem bis kantigem Korn sowie Quarz-, Feldspat- und wenig Gesteinskomponenten in der Fein- bis Mittelkiesfraktion (Nitsch et al. 2017). Das Gestein wird lithologisch mit der Tigersandstein- und Kirnbach-Formation des mittleren und nördlichen Schwarzwalds korreliert und somit in den Zechstein gestellt, was chronostratigraphisch dem Lopingien (Spätes Perm) entspricht (s. a. Nitsch & Zedler 2009, Abb. 15). Die Wiesental-Formation wird von den Autoren als Äquivalent des «Unteren Buntsandsteins» im Sinne von Wilser (1913) verstanden. Hier ist anzumerken, dass der «Untere Buntsandstein» Wilsers (1913) nicht identisch ist mit dem «Unteren Buntsandstein» von Schm assmann & Bayramg il (1946), Wiener (1975) und Ryf (1984) (der heute als «Oberer Schuttfächer» in die Weitenau-Formation gestellt wird, s.o.). Vielmehr sind die von Wilser (1913) beschriebenen Vorkommen und somit die Wiesental-Formation auf die Weitenauer Berge nördlich von Schopfheim und ein kleineres Vorkommen südlich von Maulburg beschränkt (nördlich ausserhalb des Kartengebiets). Nitsch et al. (2017) betrachten diese Vorkommen als Relikt der jüngsten Ablagerungen einer asymmetrischen, nach Norden fallenden Grabenfüllung. Im Gebiet von Blatt Sissach-Rheinfelden fehlen die spätpermischen Sedimente aufgrund der grossflächigen Erosion an der Wende vom Perm zur Trias.

Material and varia

grau, violett, rot, braun

15200157
  • Karneol-Anhydrit-Horizont

    Rank
    lithostratigraphic Bed
    Status
    incorrect name (though informally used)
    In short

     

    Paläoboden-Horizont an der Basis der Wiesental-Fm.: Dolomitstein-Krusten mit Karneolführung, in Tiefbohrungen teilweise mit Anhydrit.

     

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