• Lechtal-Decke

    Origin of the Name

    Lechtal (Österreich), Vorarlberg

    Rank
    nappe
    Status
    valid
    Age
    Late Carboniferous (= Pennsylvanian) - Late Cretaceous
    In short
    Hochbajuvarische Decke der Nördliche Kalkalpen (Oberostalpin), die durch Schollen- und Schuppenbau mit Bruchtektonik gekennzeichnet ist. Die stratigraphische Abfolge ist charakterisiert durch mächtig entwickelte und weit verbreitete, jurassische und kretazische Beckensedimente, sowie Schwellensedimente («Zürser Schwelle»).
    Nomenclatorial Remarks
    "Lechtaler Hauptmulde" sensu Tollmann (1970a, 1976b), "Zürser Synklinorium" sensu May & Eisbacher (1999)
  • Gosau von Stanz

    Rank
    lithostratigraphic unit
    Status
    local name (informal)
    In short
    Lokale Ausbildung der Gosau-Gruppe im Dach der Lechtal-Decke (Nördliche Kalkalpen).
  • Lech-Formation

    Origin of the Name

    Lech (Österreich)

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Early Cretaceous - Cenomanian
    In short
    Klastische synorogene Sedimente der Kreide.
  • Ammergau-Formation

    Origin of the Name

    Ammergebirge (bayerische Kalkalpen)

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Late Jurassic - Early Cretaceous
    In short

    Dünnbankige, im Gesamtbild aber massig wirkende Aptychenkalke von weißlich-gelblicher Farbe, scharfkantigem, muscheligem Bruch und sparitischer Internstruktur.

    Nomenclatorial Remarks

    Wetzstein (Flurl 1792)

  • Blais-Formation

    Origin of the Name

    Munt Blais (GR) bei S-chanf

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Callovian - Tithonian
    In short
    Auffällig bunte Serie aus meist regelmässig dünnbankigem Chert, Radiolarit, kieseligem Tonstein, und radiolarien- und aptychenführendem Kalk und Mergel. Unten in der Formation treten grüne, graugrüne bis schwarze Radiolarite und Cherts sowie rote und braunrote Radiolarite und Kalke auf. Oben kommen rote, verschieferte, mikritische Kalkbänke und Mergelbänke vor, stellenweise voller Aptychen (Plattas-Kalk). Eine teils beobachtbare Feinschichtung wird durch wechsellagerndes Ton-, Kalk- und Kieselmaterial verursacht.
    Nomenclatorial Remarks
    Unterer Horizont von Malm und Tithon (Zoeppritz 1906), Radiolarit und Hornsteinkalk (Hegwein 1926), Radiolarit (Mader 1987), Radiolarite Formation (Manatschal & Nievergelt 1997), Radiolarian Chert Fm. (Incerpi et al. 2017), Radiolarit = Silt- und Kieselschiefer (Bl. Savognin)
    • Plattas-Member

      Name Origin

      Kleines abflussloses Becken von Plattas (GR) NNE Piz dal Corvs

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      unknown status
      In short
      Bunter, aptychenführender Kalk des oberen Teils der Blais-Formation, mit Chert und Knollen, sowie Eisen- und Mangankrusten. Neben Aptychen treten Belemniten und Crinoide häufig auf.
      Age
      Tithonian
  • Ruhpolding-Formation

    Origin of the Name
    Zellerber e Ruhpolding
    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Oxfordian - Tithonian
    In short
    Intensiv rote, kalkige Tonsteine.
  • Allgäu-Formation

    Origin of the Name

    Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen, Deutschland)

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    early Hettangian - Callovian
    In short

    Braune bis dunkelgelbliche Wechsellagerung von bioturbierten Fleckenmergeln und tonigen Kalken, mit eingelagerten karbonatischen, turbiditischen Resedimenten (Kalkbrekzien, Echinodermen-Spatkalke, Kieselkalke). Ammoniten und Belemniten treten relativ häufig auf.

    Nomenclatorial Remarks

    Liasschiefer (Spitz & Dyhrenfurth 1914, Cornelius 1935), Formazione del Mte. Motto (Pozzi 1959), Calcare di Valle del Monte (Gelati in Bonsignore et al. 1969), Mezzaun-Formation (Schüpbach 1974), Padella-Serie (Finger 1978)

    • Mezzaun-Member

      Name Origin

      Piz Mezzaun (GR), Madulain

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short

      Wechsellagerung von blau- bis hellgrau anwitterndem kieseligem Kalk und Mergel im oberen Teil der Allgäu-Formation. Die Kalkturbidite (Resedimente) enthalten zentimeterdicken Hornsteinknollen und -bändern und sind grobkörniger im unteren Teil der Einheit.

      Age
      mittleres Toarcien
    • Blaisun-Member

      Name Origin

      Piz Blaisun (GR), La Punt-Chamues-ch

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short
      Ziegelrote Mergelkalke und dunkle, zimtbraune Manganschiefer, mit Ammoniten und Posidonien.
      Age
      frühestes Toarcien
    • Trupchun-Member

      Name Origin

      Val Trupchun (GR), S-chanf

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short

      Dickbankige, kalkreiche Resedimente (Fukoidenkalk, Kieselkalk, Kalkbrekzie).

      Age
      frühes Sinémurien
    • Spadlatscha-Kalk

      Name Origin

      Piz Spadlatscha (GR)

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      local name (informal)
      Nomenclatorial Remarks
      <p>Fleckenmergel-Fazies auct.</p>
      In short

      Regelmässige Wechsellagerung von dünn- bis mittelbankigen Kalken und gelbbraun anwitternden Mergeln (in typischer Fleckenmergel-Fazies) in der unteren Teil der Allgäu-Fm. der Ela-Decke. Die Kalke und Mergel führen fein verteilten oder in Konkretionen und Ammonitensteinkernen angereicherten Pyrit, der oberflächlich meist in rostroten Limonit umgewandelt ist. Neben vielen Fressbauten treten häufig Cephalopoden wie Ammoniten, Nautiliden, Aulacoceratiden und Belemniten auf. Im mikritischen oft etwas knolligen Kalk können zudem noch weitere Fossilien beobachtet werden.

      Age
      spätes Sinémurien
    • Stidier-Kalk

      Name Origin

      Grat Fil da Stidier (GR)

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      local name (informal)
      In short

      Abfolge von mittel- bis dickbankigen, kieseligen und spätigen Kalken mit dichtstehenden, unregelmässigen Knollen und Lagen von braunem Chert an der Basis der Allgäu-Fm. der Ela-Decke. Die Basis bildet ein 0.5−3 m mächtiger, dünn- bis mittelbankiger, graubrauner Echinodermenkalk. Dieser führt oft max. 2 mm grosse Intraklasten aus gelb anwitterndem, kalkigem Dolomit. Es konnten kleine Belemniten, Knochenreste und ein Haizahn gefunden werden. Im oberen Teil des Echinodermenkalks treten Chertknollen auf, die zum eigentlichen Chertkalk überleiten.

      Age
      frühes Sinémurien
    • Naira-Kalk

      Name Origin

      Pizza Naira (GR)

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      local name (informal)
      In short

      Monotone Abfolge von dünn- bis mittelbankigen, blaugrauen Kalken im mittleren Teil der Allgäu-Fm. der Ortler-Decke und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten), die nur selten von dünnen Mergellagen unterbrochen werden. Sie führen einzelne unregelmässige Verkieselungen und seltene Fossilien (u.a. unvollständig verkieselte Gastropoden und Ammoniten).

      Age
      spätes Hettangien
    • Alpisella-Schichten

      Name Origin

      Valle Alpisella (Italia), Livignio

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      local name (informal)
      In short

      Basaler Teil der Allgäu-Formation der Ortler-Decke und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten), bestehend aus einer regelmässigen Wechsellagerung von dünn- bis mittelbankigen, dunkelgrauen bis schwarzen, kieseligen Kalken und Mergeln, die oft viele isolierte Kieselschwammnadeln enthalten und teils als Spikulite ausgebildet sein können. Lokal wird die Wechsellagerung von Resedimenten (dam-mächtige Megabrekzien, geringmächtige Turbidite) unterbrochen und kann im oberen Teil durch Mangan braun gefärbt sein. Zudem tritt eine reiche Fauna von u.a. Radiolarien, Kieselschwämmen, Korallen, Ammoniten und Decapoden (unvollständig verkieselt) auf.

      Age
      early Hettangian
      • Chaschauna-Megabrekzie

        Name Origin

        Piz Chaschauna (GR), S-chanf

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        local name (informal)
        In short
        Verschiedene chaotische Megabrekzien und Konglomerate, die bank- oder linsenartig in die untere Allgäu-Formation der Ortler-Decke eingelagert sind oder auch direkt auf schichtparallel oder diskordant abgeschnittenen Gesteinen der Kössen-Formation und Hauptdolomit-Gruppe liegen. In der meist grauen, crinoidführenden Matrix liegen unsortiert mm- bis dam-grosse, eckige bis gerundete Komponenten verschiedenster Lithologien, die vorwiegend aus der Kössen-Formation stammen dürften. Komponenten und deren Fossilien sind randlich verkieselt.
        Age
        Früher Jura
    • Culmet-Kalk

      Name Origin

      Piz Culmet (GR), bei Alp Ramoz

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      local name (informal)
      In short
      Dickbankige bis massige, bunte (rote, gelbe, beige und hellgraue) Kalke mit sehr wenigen Fossilien (Bivalven, Ostracoden, Echinoderme, Peloide) an der Basis der Allgäu-Fm. der Ortler- und Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten). Vereinzelt treten Adern oder Knollen aus dunklem Chert auf.
      Age
      Hettangien
    • Schattwald-Schichten

      Name Origin

      Schattwald (Tirol, Österreich)

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      local name (informal)
      Nomenclatorial Remarks
      <p>„Herbstlaubfarbene" Schiefer (Paulcke ----, Eggenberger 1925)</p>
      In short

      Wechsellagerung von bunten, siltführenden Tonsteinen, Siltsteinen, Mergeln und Kalken an der Basis der Allgäu-Fm. des Rätikons (Lechtal-Decke) und der Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke). Die Gesteine sind häufig laminiert, selten normal gradiert, und enthalten oft viele Intraklasten und wenige Zentimeter grosse, fladenförmige, vielfach von Bivalven angebohrte Gerölle aus aufgearbeitetem grauem Zirmenkopf-Kalk. Daneben können auch grossflächig ausgebildete Trockenrisse auftreten. Fossilien sind nicht selten. Kalkbänke führen oft reichlich Foraminiferen, Brachiopoden, Bivalven und Echinidenstacheln.

      Age
      Rhaetian
  • Adnet-Kalk

    Origin of the Name

    Adnet bei Hallein (Salzburg, Österreich)

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Superordinate unit
    Status
    valid formal name
    Age
    Sinemurian - early Toarcian
    In short
    Heterochrone, rote Knollenkalke mit dünnen, mergeligen Einschaltungen und Ammoniten in Steinkernerhaltung (Ammonitico Rosso-Typ). Oftmals treten auch braunschwarze Fe-Mn-Krusten auf.
    Nomenclatorial Remarks
    Teil des “Steinsberger Kalks“ (Theobald 1864), “Rote Liaskalke“ (Böse 1896)
  • Kössen-Formation

    Origin of the Name

    Kössen in Tirol (Nördliche Kalkalpen)

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Superordinate unit
    Status
    valid formal name
    Age
    Late Norian - Rhaetian
    In short

    Wechsellagerung schwarzer Tone mit dunklen bis ebenso schwarzen, geringmächtigen, oft fossilreichen Kalkbänken. Charakteristisch ist die braunrote Anwitterungsfarbe der im frischen Zustand dunklen Gesteine (Pyrite) sowie die spezifische Fauna der Invertebraten (Avicula contorta), Fische, Reptilien und Spurenfossilien.

    Nomenclatorial Remarks

    Hauptlithodendronkalk und Oberrhätische Kalke (Eugster 1923), Rhaet (Cornelius 1932), Rhät (Cornelius 1935, Stöcklin 1949), Norisch-rhätische Grenzschiefer = Quartenschiefer (Staub 1946), Rhaet = Lumachellenkalke (Gees 1954), Formazione di Fraele (Pozzi 1959), Calcare del Leverone (Gelati in Bonsignore et al. 1969)

    • Zirmenkopf-Kalk

      Name Origin

      Kleiner Zirmenkopf, WNW Schesaplana

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short

      Dickbankige bis massige Riffkalke sowie Riffschuttkalke und lagunäre Kalke im Dach der Kössen-Fm. Dünne, dunkelgraue bis olive Tonhäute oder Mergellagen markieren die Bankung.

      Age
      Late Norian
    • Mitgel-Member

      Name Origin

      Piz Mitgel (GR), Filisur

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short
      Mittelbankige bis massige, hellgraue Kalke und gelbe, kalkige Dolomite im oberen Teil der Kössen-Fm. Wechsellagerungen von dünnbankigen Kalken und gelben, kalkigen Dolomiten sowie geringmächtige Einschaltungen von teilweise siltführenden, dunkelgrauen und oliven Mergeln. Fossile sind relativ selten.
      Age
      Late Norian
    • Ramoz-Member

      Name Origin

      Alp Ramoz (GR), Alvaneu

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short
      Heterogene Wechsellagerung von dunkelgrauen bis oliven Mergeln und dunkelgrauen, dünn- bis mittelbankigen Kalken, die wiederholt von mehreren Metern mächtigen Einschaltungen von dickbankigen bis massigen, hellgrauen Kalken unterbrochen werden. Daneben treten auch braune Siltsteine, Korallenkalke, oolithische Kalke und gelb anwitternde, kalkige Dolomite auf. Fossilien (z.T. Kalkschwämme, Echiniden, Wirbeltierreste, Kotpillen, Wohn- und Fressbauten) sind im unteren Teil recht häufig, werden aber gegen oben seltener.
      Age
      Late Norian
    • Schesaplana-Member

      Name Origin

      Schesaplana (GR), Seewis im Prättigau

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short

      Gelblich anwitternder, tonreicher, schiefriger Brachipodenkalk (unten) und heller, massiger, schlecht gebankter Korallenkalk (oben) («Karpatische Fazies») im unteren Teil der Kössen-Fm.

      Age
      Late Norian
    • Alplihorn-Member

      Name Origin

      Älplihorn (GR), 10 km S Davos (fälschlicherweise ohne Umlaut auf die Landeskarte geschrieben zur Zeit der Definition der Einheit)

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short

      Basales, toniges Member der Kössen-Formation mit charakteristischen schwarzen, bunt anwitternden Schiefertone: hellgelb anwitterndem, im Bruch dunkelblauem, tonigem Kalkschiefer (unten) und dünnbankigem, knolligem, dunklem Kalk mit rotgefärbten Schichtflächen (oben ; massigere Korallen- und Brachiopodenkalke fehlen). Fossilreich, mit typischer schwäbischer Bivalvenfauna.

      Age
      Late Norian
  • Hauptdolomit-Gruppe (Ostalpin)

    Rank
    lithostratigraphic Group
    Status
    informal term
    Age
    Norian
    In short

    Heller, grauer bis weißlicher Dolomit mit regelmäßiger Bankung im Bereich weniger Dezimeter bis Meter. Er kann stark geklüftet und calcitgeädert sein und zeigt häufig Intrabrekzien.

    • Murtèr-Plattenkalk

      Name Origin

      Piz Murtèr (GR), 5 km SW Zernez

      Rank
      lithostratigraphic Formation
      Status
      informal term
      In short
      Gut und regelmässig gebankte, hellgraue, mikritische Kalke mit Lumachellen im Dach der Hauptdolomit-Gr., mit Chertkonkretionen (teilweise verkieselte Lumachellen) und seltene Dolomitlagen. Im oberen Teil treten Einlagerungen von Mergelkalken und meist dunklen Tonlagen auf.
      Age
      Late Norian
      • «Oberer Plattenkalk»

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        incorrect name (though informally used)
        In short

        Dünngebankte, dunkle Kalke und Kalkschiefer, mit Tonschieferlagen. Lumachellenkalke und Oolithe treten auch vor.

        Age
        Norian
      • «Unterer Plattenkalk»

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        incorrect name (though informally used)
        In short

        Gut gebankte Kalke mit Dolomitlagen.

        Age
        Norian
    • Murteret-Dolomit

      Name Origin

      Murteret (GR), Zernez

      Rank
      lithostratigraphic Formation
      Status
      informal term
      In short
      Regelmässige Wechsellagerung von dünn- bis dickgebanktem Dolomit im oberen Teil der Hauptdolomit-Gruppe, mit sparitischen Pseudomorphen von Anhydritknollen.
      Age
      Norian
    • Diavel-Formation

      Name Origin

      Piz dal Diavel (GR) bzw. Üerts dal Diavel

      Rank
      lithostratigraphic Formation
      Status
      informal term
      In short
      Wechsellagerung von dünnplattigen Kalken und grauen, grobgebankten Kalken (mit Zahlreichen sedimentären Strukturen), sowie Mergelzwischenlagen. Seltene Chertbildungen treten meist als Kieselschnüre und kieselige Adern auf.
      Age
      Norian
    • Quattervals-Formation

      Name Origin

      Piz Quattervals (GR), Zernez

      Rank
      lithostratigraphic Formation
      Status
      informal term
      Nomenclatorial Remarks
      Rhät in Quattervals-Fazies p.p. (Spitz und Dyhrenfurth 1914), Rhät p.p. (Hegwein 1927)
      In short
      Dunkelgraue, dünnbankige, teilweise verkieselte, mergelige Kalke im unteren Teil der Hauptdolomit-Gr. Die Bänke zeigen homogene oder im mm-Bereich laminierte Gefüge. Dolomit ist äusserst selten. Häufiges Auftreten von Brekzien (Komponenten oft mit rechteckiger Form im Querschnitt), Lumachellen, Dolomitisierungserscheinungen und Chertbildungen. Fossilien treten vereinzelt oder angehäuft in Lumachellen auf. Chert findet man sowohl diffus verteilt als auch konzentriert in Chertbändern, Quarzsphärolithen und silifizierten Fossilien.
      Age
      Norian
      • Crappa-Mala-Mergel

        Name Origin

        Crappa Mala = «schlechte Wand» (GR), Val Cluozza, Zernez

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        informal term
        In short
        Wechsellagerung von graubraunen Mergeln, schwarzen Tonsteinen, tonigen braunschwarzen dünnplattigen Kalken und hellgrauen, teils knolligen Kalken, im oberen Teil der Quattervals-Fm. Die Crappa-Mala-Mergeln sind überall tektonisiert. Es treten zudem reichlich Foraminiferen, Ostracoden sowie Limonitkonkretionen auf.
        Age
        Norian
      • «Quattervals-Kalk» s.s.

        Name Origin

        Piz Quattervals (GR), Zernez

        Rank
        regional facies
        Status
        incorrect name (though informally used)
        In short

        Charakteristische kalkige Fazies des mittleren Teils (und Hauptmasse) der Quattervals-Fm.: Wechsellagerung von schwarzen Kalkschiefer und härteren, hell anwitternden Kalkbänken.

        Age
        Norian
      • Pra-Grata-Member

        Name Origin

        Cima di Prà Grata (Italia), in der M.-del-Ferro-Gruppe

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        informal term
        In short

        Auffallend regelmässige Wechsellagerung von hell angewitterten, dickbankigen, mikrosparitischen Kalken und Dolomiten mit dünnbankigen, dunkelgrauen Kalken im unteren Teil der Quattervals-Fm. Die Kalke entsprechen mehr oder weniger denjenigen der Rest der Formation, mit denselben Brekzien und Verkieselungen. Die Dolomite gleichen denjenigen der Hauptdolomit-Fm., sind aber oft dünner gebankt. Häufig überwiegen in den tieferen Teilen des Pra-Grata-Mb. die Kalke und in den höheren Teilen die Dolomite.

        Age
        Mittleres Norien
    • Müschauns-Dolomit

      Name Origin

      Val Müschauns (GR) - S-chanf

      Rank
      lithostratigraphic Formation
      Status
      informal term
      In short
      Massig gebankter, mikrosparitischer (zuckerkörniger) Dolomit im basalen Teil der Hauptdolomit-Gr., mit dünnbankigen, teils kalkigen Einschaltungen.
      Age
      Frühes Norien
  • Raibl-Gruppe

    Origin of the Name

    Raibl = Cave del Predil (Seebachtal = Val del Rio del Lago, Friul, Italia)

    Rank
    lithostratigraphic Group
    Status
    informal term
    Age
    Late Ladinian - Carnian
    In short

    Heterogene Einheit bestehend aus: gelblich braunen, seltener grünlichen oder roten Tonsteinen und Feinsandsteinen (besonders im unteren Teil), Dolomiten, Kalken, sowie - im oberen Teil - Gips, Rauhwacken und Brekzien.

    • Fanez-Formation

      Name Origin

      Fanezfurgga (GR), SE Davos Monstein

      Rank
      lithostratigraphic Formation
      Status
      valid formal name
      Nomenclatorial Remarks
      «Oberkarnische Dolomite» auct., Torer Schichten (Hess 1953), Teil der Mingèr-Schichten (Dössegger & Müller 1976)
      In short
      Obere Einheit der Raibl-Gruppe, bestehend aus einer Abfolge von rotem Sandstein, Tonschiefer, orangem Dolomit und polymikter Dolomit-Brekzie.
      Age
      Carnian
      • Valbella-Member

        Name Origin
        Valbella (GR), Val Müstair ?
        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        informal term
        Nomenclatorial Remarks
        Hauptdolomitbreccie (Eugster 1923), Hauptdolomitbasaltbreccie (Leupold 1934), Raibler-Brekzie (Katz 1948), obercarnische Riesenbrekzie (Hess 1953, Somm 1965), obercarnische Breccien (Somm 1965), norische Basisbreccie (Kellerhals 1965), Plaun da l'Aua-Brekzie (Müller 1970), Dolomitbrekzien am Übergang Raibler Schichten-Hauptdolomit (Schmid 1973), rote, subaerisch entstandene Breccien (Trümpy et al. 1997)
        In short
        Oberes Member der Fanez-Fm., bestehend aus polymikten Dolomit-Brekzien mit bunter, dolomitischer Matrix.
        Age
        Carnian
      • «Fanez-Dolomit»

        Name Origin

        Fanezfurgga (GR), Davos

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        incorrect name (though informally used)
        In short

        Hellgraue, dünnbankige, stromatolithische Dolomite (ähnlich wie in der Mingèr-Fm.) im mittleren Teil der Fanez-Fm. Lokal treten auch Evaporite auf.

        Age
        Carnian
        • Stugl-Gips

          Name Origin

          Val da Stugl (GR)

          Rank
          lithostratigraphic Member (Subformation)
          Status
          informal term
          In short
          Lokales Gipsvorkommen im Dach des «Fanez-Dolomit».
          Age
          Carnian
        • Innerchrachen-Schicht

          Rank
          lithostratigraphic Bed
          Status
          local name (informal)
          In short
          Knolliger Emersionshorizont im mittleren bis oberen Teil der Fanez-Fm.
      • Mezdi-Member

        Name Origin

        Piz Mezdi (GR), Val Müstair

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        valid formal name
        In short
        Bunte, dichte Tonstein-Sequenz mit zwischengeschalteten, dunklen, oolithischen Muschelkalken sowie orangen, verwitterten Dolomiten im mittleren Teil der Fanez-Fm. Echinoderme sind verbreitet.
        Age
        Carnian
      • Cluozza-Member

        Name Origin

        Val Cluozza (GR), S Zernez

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        valid formal name
        Nomenclatorial Remarks
        Sandsteinbank (Bearth et al. 1935, Leupold et al. 1935)
        In short
        Leithorizont (unteres Member) der Fanez-Fm., bestehend aus linsenartigen meist roten, seltener grünen oder grauen, Sand- und Siltsteinbänken (Arkose). Gegen oben zunehmend gröber werdende Siliziklastika mit einer dolomitischen, fossilreichen Bank an der Basis und starker Oxidation von oben her (Rotfärbung). Siliziklastika weisen zudem kleinräumige Kreuzschichtungen mit flacher Schrägschichtung auf.
        Age
        Carnian
    • Mingèr-Formation

      Name Origin

      Val Mingèr (GR), Scuol

      Rank
      lithostratigraphic Formation
      Status
      valid formal name
      Nomenclatorial Remarks
      Teil der Obercarnische Dolomite (Eugster 1923), Mittelkarnische Schiefer und Rauhwacke (obere Rauhwacke) (Bearth et al. 1935, Leupold et al. 1935), Raibler Schichten s. str. (Hess 1953), unteres Carn (Somm 1965)
      In short
      Untere Einheit der Raibl-Gruppe: an der Basis, Rauhwacken mit mehreren Einschaltungen aus dünnen, feinkörnigen Dolomitbänken (sowie lokal alkali-basaltische Intrusionen und Gipskörper) ; darüber dünnbankige, stromatolithische Dolomite.
      Age
      Latest Ladinian
      • «Mingèr-Dolomit» s.s.

        Name Origin

        Val Mingèr (GR), Scuol

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        incorrect name (though informally used)
        Nomenclatorial Remarks
        <p>Oberkarnische Dolomite</p>
        In short

        Oberes Member der Mingèr-Fm., bestehend aus hellem, dünnbankigem, stromatolithischem Dolomit. Einschaltungen von dunklen Tonsteinen und mergeligen gelben Dolomiten mit feiner Bankung treten im unteren Teil auf.

        Age
        Late Ladinian
      • Mora-Member

        Name Origin

        Val Mora (GR)

        Rank
        lithostratigraphic Member (Subformation)
        Status
        informal term
        Nomenclatorial Remarks
        Mittelkarnische Schiefer und Rauhwacke, obere Rauhwacke auct., evaporitische Einlagerung in den tieferen Raibler Schichten = Obere Rauhwacke (Schmid 1973)
        In short
        Unteres Member der Mingèr-Formation, bestehend aus Rauhwacken und bunten Tonschiefern, mit mehreren Einschaltungen aus dünnen feinkörnigen Dolomitbänken, die teils sehr ähnlich sind wie im liegenden Parai-Alba-Mb. (Altein-Fm.). Alkali-basaltische Intrusionen in Form von Sills und Dykes treten am Piz dal Döss Radond auf. Lokal kommen Gipskörper vor (Alp da Munt).
        Age
        Late Ladinian
  • Arlberg-Formation

    Origin of the Name

    Arlbergpass (Österreich), zwischen Vorarlberg und Tirol

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Middle Ladinian - Early Carnian
    In short

    Unten Tonstein und dunkler gebankter Kalk, darüber dunkler grobbankiger Kalk, gegen oben vermehrt dolomitisch. Manchmal auch im Rifffazies.

    • «Obere Arlberg-Schichten»

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      incorrect name (though informally used)
      In short

      Oberes Member der Arlberg-Fm., bestehend aus einer zyklische dolomitische Abfolge.

      Age
      Late Ladinian
    • «Arlbergdolomit»

      Name Origin

      Arlbergpass , zwischen Vorarlberg und Tirol (Österreich)

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      incorrect name (though informally used)
      Valid term
      Vallatscha-Formation
      In short

      Massiver Dolomit, der lateral der oberen Teil des Arlberg-Kalkes ersetzt.

      Age
      Middle Ladinian
    • «Mittelladinienniveau»

      Rank
      lithostratigraphic unit
      Status
      obsolete term (disused)
      In short

      Trennhorizont zwischen Arlberg-Kalk (unten) und Arlberg-Dolomit (oben), bestehend aus einer heller, grober Dolomitbrekzie. gefolgt von dunklem und grauem Dolomit.

      Age
      Middle Ladinian
    • «Arlbergkalk»

      Name Origin

      Arlbergpass, zwischen Vorarlberg und Tirol (Österreich)

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      incorrect name (though informally used)
      Valid term
      S-charl-Formation
      In short

      Dunkelblauer, grau anwitternder, korallogener, aber dennoch gutgebankter Kalk, der durch weisse Kalzit- und Dolomitkonkretionen oft geflecktes Aussehen bekommt.

      Age
      Middle Ladinian
  • Partnach-Formation

    Origin of the Name
    Partnachklamm = Schlucht der Partnach (Deutschland), Bayern
    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Ladinian
    In short
    Unterer, mergeliger Teil des «alpinen Keupers», bestehend aus schwarzem, feinsplittrigem und häufig als Griffelschiefer ausgebildetem Ton mit lokal eingestreuten, hellbraun bis gelblich verwitternden, zum Teil kalkigen Hornsteinkonkretionen.
    Nomenclatorial Remarks
    Lettenkohle
  • Reifling-Formation

    Origin of the Name

    Grossreifling (Steiermark, Österreich), im Ennstal (lateinisch: Anisus)

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Late Anisian - Early Ladinian
    In short
    Oberer Teil des «Alpiner Muschelkalks» der Nördliche Kalkalpen: mikritischer graubrauner Crinoidenkalk, darüber Wechsellagerung von Tuffit- und Knollenkalklagen, oben dolomitischer Knollenkalk.
    Nomenclatorial Remarks
    Wurstelkalk auct.
    • «Pietra Verde»

      Rank
      lithostratigraphic unit
      Status
      incorrect name (though informally used)
      In short

      Cinérites acides de la limite Anisien-Ladinien, souvent décrites comme grès fin ou comme quartzite verdâtre.

      Age
      Late Anisian
    • «Daonella-Schichten»

      Rank
      lithostratigraphic unit
      Status
      incorrect name (though informally used)
      In short

      Knollige Kalke mit Daonella und Protrachyceras reitzi die im oberen Teil der Reifling-Fm. mit die Partnach-Mergeln wechsellagern.

    • «Encrinitenbank»

      Rank
      lithostratigraphic unit
      Status
      incorrect name (though informally used)
      In short

      Vollständig dolomitisierter Trochitenkalk im unteren Teil der Reiflingen-Formation.

  • Gutenstein-Formation

    Origin of the Name
    Gutenstein (Österreich)
    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Anisian - Early Ladinian
    In short
    Unterer Teil des «alpinen Muschelkalkes», bestehend aus grauem gewürmeltem Kalk, oben mit spätigen gebänderten Dolomitlagen.
    Nomenclatorial Remarks
    Anisien (Boesch 1935), Unter-Anis (Karagounis 1962), Bürs-Dolomit (Bernauer 1933), Wurstelkalke auct.
  • Reichenhall-Formation

    Origin of the Name

    Bad Reichenhall (Deutschland), Oberbayern

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Olenekian - Anisian
    In short

    Gelblich-braune sandige und mürbe Rauhwacken, sowie Dolomit, Dolomitbrekzie und evaporitischer Tonstein, an der Grenze zwischen dem «Buntsandstein» (Fuorn-Fm.) und dem «Muschelkalk».

  • Fuorn-Formation

    Origin of the Name

    Il Fuorn (GR)

    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Early Triassic - Early Anisian
    In short

    Heterogene Abfolge aus grünen, roten oder hellgrauen, quarzreichen Sand- und Siltsteinen, braunen, karbonatischen Sandsteinen und gelbem, sandigem Dolomit. Lokal mit Evaporitlagen (Val di Gess).

    • Punt-la-Drossa-Member

      Name Origin

      Punt la Drossa (GR), Val dal Fuorn

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      informal term
      In short

      Gelbbraune, gutgebankte, karbonatreiche Sandsteine im oberen Teil der Fuorn-Fm. Sandige Kalke und Dolomite, Rauwacken («untere Rauhwacke») und Siltschiefer treten auch auf.

      Age
      Early Triassic
      • Evaporiti dei Gessi

        Name Origin

        Gess = I Gessi (GR)

        Rank
        lithostratigraphic unit
        Status
        local name (informal)
        Valid term
        Punt-la-Drossa-Member
        In short
        Lokale evaporitische Ablagerungen im Dach der Fuorn-Fm. der südlichen Bernina-Decke (Stretta).
      • «Untere Rauhwacke»

        Rank
        lithostratigraphic unit
        Status
        incorrect name (though informally used)
        Valid term
        Punt-la-Drossa-Member
        In short

        Helle bis gelbe Rauwacke mit dünne mikritische Dolomitlagen an der Grenze zwischen detritischer und karbonatischer Triassedimente des Ostalpins in der Region Albulapass-Livignio.

        Age
        Late Anisian
    • «Pflanzen-Quarzit»

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      incorrect name (though informally used)
      Nomenclatorial Remarks
      <p>Member wurde noch nicht benannt.</p>
      In short

      Zyklische Abfolge von gradierten, lauchgrünen, nahezu karbonatfreien Sandsteinen, im mittleren Teil der Fuorn-Fm. («alpiner Buntsandstein»). Lokal mit Pflanzenresten im Dach.

      Age
      Early Triassic
    • Unteres Member (Fuorn-Fm.)

      Rank
      lithostratigraphic Member (Subformation)
      Status
      incorrect name (though informally used)
      Nomenclatorial Remarks
      Member wurde noch nicht benannt.
      In short
      Braune, karbonatreiche Sandsteine und Siltlagen der Basis der Fuorn-Fm., teils vergleichbar mit der liegenden Chazforà-Formation.
      Age
      Early Triassic
  • Präbichl-Formation

    Origin of the Name
    Präbichl (Österreich)
    Rank
    lithostratigraphic Formation
    Status
    valid formal name
    Age
    Permian - Early Triassic
  • Kristberg-Schichten

    Origin of the Name

    Kristberg (Österreich)

    Rank
    lithostratigraphic unit
    Status
    local name (informal)
    Age
    Late Pennsylvanian - Asselian
    In short

    Lokales Vorkommen von spätkarbonische Ablagerungen (transgressive, grobklastische Sedimente) am Südrand der Lechtal-Decke bzw. am nordwestlichen Rand der Silvretta-Decke.

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