Metagabbro der Platta-Decke
Representation and status
- Color RGB
- R: 70 G: 150 B: 140
- Rank
- petrographic facies
- Validity
- Unit is not in Use
- Status
- local name (informal)
Nomenclature
- Deutsch
- Metagabbro der Platta-Decke
- Français
- Métagabbro de la Nappe du Platta
- Italiano
- Metagabbro della Falda del Platta
- English
- Metagabbro of the Platta Nappe
- Historical Variants
-
Metagabbro (Peters & Dietrich 2008)
Hierarchy and sequence
- Subordinate units
Palaenography and tectonic
- Paleogeography
- Piemont Basin
- Tectonic unit (resp. main category)
- Kind of protolith
-
- ophiolitic
- Metamorphism
- non metamorphic
References
- Definition
-
(2008) :
Blatt 1256 Bivio. Geol. Atlas Schweiz 1:25'000, Erläut. 124
S.30: Die Metagabbros sind mengenmässig im Vergleich zu den Serpentiniten und basaltischen Effusiva in der Platta-Ophiolithen untergeordnet. Die grössten Vorkommen (zu 400 m Länge) trifft man im Val da Natons und in der Mitte zwischen Mazzaspitz und Piz Surparé. Ihre Intrusivkontakte zu Serpentiniten und Metabasalten sind meistens tektonisch überprägt, wobei die massigen isotropen Gabbrokörper in einem tektonischen Mélange von Serpentiniten, Metabasalten und Sedimenten schwimmen. Kleinere Vorkommen treten vorwiegend als diskordante Gänge und Sills im serpentinisierten Lherzolith auf. Die Korngrösse der Gabbros ist sehr variabel, wobei in einigen Fällen eine Korngrössenabnahme zum Rand der Gabbrokörper zum Innern beobachtet wurde. Daneben erkennt man in den Aufschlüssen eine starke Durchmischung verschiedener Generationen von Gabbros mit unterschiedlichen Korngrössen, was mehrfache magmatische Intrusionen vermuten lässt. Zusätzlich treten in den «normalen» Gabbros (Mg-Gabbros nach DESMURS 2002) differenzierte Fe-Gabbros als Schlieren und Gänge auf, was aufgrund ihrer Grösse nicht auf der Karte dargestellt werden kann. Die Verbandsverhältnisse dieser Typen ähneln den Montgenèvre-Gabbrovorkommen in den Westalpen (BERTRAND et al. 1987).