Scherli-Nagelfluh

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Representation and status

Index
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CMYK Color
-
RGB color
R: 195 G: 200 B: 130
Rank
lithostratigraphic Bed
Validity
Unit is in Use
Status
local name (informal)
SCS note
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SCS date
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Comment
Der Scherlibach quert zwei unterschiedliche Quarzitnagelfluhe durch: bei Niederscherli wurde die Scherli-Nagelfluh (Basis der Sense-Schichten) definiert, während es sich bei Oberscherli um die Bütschelbach-Nagelfluh (Basis der Belpberg-Schichten) handelt.

Nomenclature

German
Scherli-Nagelfluh
French
Poudingue de Scherli
Italian
Conglomerato di Scherli
English
Scherli Conglomerate
Origin of the Name

Scherligrabe (BE), bei Niederscherli

Historical Variants
Scherli-Nagelfluh (Rutsch 1933), Scherlinagelfluh (Rutsch & Schlüchter 1973, Gerber 1982)
Nomenclatorial Remarks
-

Synonyms

Synonyms
Non-synonyms
Possible confusion

Description

Description

„Die Scherli-Nagelfluh, eine mehrere Meter mächtige quarzitreiche Nagelfluhbank, setzt sich vom Scherligrabe bis 500 m südlich von Mengestorf fort und lässt sich – in Form von Geröllschnüren – östlich und nördlich davon bis in die Südflanke des Mängistorfbergs weiter verfolgen.“ [Isler 2005 S.11]

„Häufig füllt dieses Konglomerat Erosionsrinnen in der Unterlage auf. Details zur Lithologie und Sedimentologie finden sich in Frasson (1947) und Van der Linden (1963).“ [Isler 2005 S.12]

Geomorphology
-
Thickness
0,5 - 2 m (Becker 1972) ; max. bis ca. 7 - 8 m.

Components

Lithological content
  • conglomerate (psephite, rudite) : grain > 2 mm (psephite / rudite: elements = gravel, boulder, block)
  • puddingstone
Mineral content
-
Fossil content
  • plants : Plantae
  • shark teeth

Hierarchy and succession

Superordinate unit
Subordinate units
Units at roof
    -
Units at floor
Lateral equivalents
Upper boundary
-
Lower boundary
-
Stratigraphic discussion
Bei der Dalmazibrücke (BE) sollen Haizähne (Studer 1825) gefunden worden sein, später auch Reste von Landpflanzen (Bachmann 1882), was für einen starken Landeinfluss spricht bzw. den Übergang vom terrestrischen zum brackisch-marinen Ablagerungsmilieu belegt.

Age

Age at top
Burdigalian
Note about top
-
Age at base
Burdigalian
Note about base
-
Dating method
-

Geography

Geographical extent
Setzt sich vom Scherligrabe (BE) bis 500 m südlich von Mengestorf (BE) fort und lässt sich in Form von Geröllschnüren östlich und nördlich davon bis in die Südflanke des Mängistorfbergs (BE) weiter verfolgen. Am Ostende der Dalmazibrücke (BE) als Geröll-führende Sandsteine (laterale Ausläufer).
Type area
Type locality
Type profile
-
Reference profiles
-
Point of interest
-

Paleogeography and tectonic

Paleogeography
North Alpine Foreland Basin,
Kind of protolith
  • sedimentary
Conditions of formation
-
Sequence
-
Tectonic Unit (resp. main category)
Plateau Molasse Molasse Basin
  • Oberrhein-Graben
    • Laufen basin
  • Molasse of the Jura
    • Delémont basin
  • Plateau Molasse
  • Subalpine Molasse
  • Molasse alluvial fans
Metamorphism
-
Metamorphic facies
-
Note on metamorphism
-

References

Definition
Rutsch R. F. (1933): Beiträge zur Geologie der Umgebung von Bern. , Beitr. Geol. Karte Schweiz (N.F.) 66

Die Basis des unteren Teiles [des Burdigaliens] wird durch einen Nagelfluhhorizont gebildet, der als «Schierli-Nagelfluh» bezeichnet sei. Das polygene, an Quarziten reiche Konglomerat zeigt auffällige Mächtigkeitsschwankungen. Der Horizont kann auf längere Strecken nur durch einzelne Geröllschnüre angedeutet sein, um stellenweise auf mehrere Meter anzuschwellen. Ausser Pflanzenhäcksel auf den Schichtflächen der sandigen Partien fehlen Fossilien. Wichtige Aufschlüsse der Schierli-Nagelfluh im Blattgebiet Oherbalm: SW Birchern (660 m), Birchernwald (660 - 650 m), Scherligraben (615 m), N Salisweg (645 - 650 m), N Brauchern (630 - 640 m), Sensecañon SW Schwarzwassenbrücke, Legibifit (ca. 670 m). Die Schicht fällt 4°/137 SE. Ich betrachte dieses Konglomerat als Grenzhorizont Aquitanien-Burdigalien, da stratigraphisch höher keine bunten Mergel mehr vorhanden sind, wohl aber sehr bald stark glaukonitische Sandsteine einsetzen. Am benachbarten Mengistorfberg wird die direkte Fortsetzung der Scherli-Nagelfluh von Ed. Gerber (1925, S. 51) ebenfalls als Grenze Aquitanien-Burdigalien aufgefasst. Auch im Berner Stadtgebiet (Beundenfeld) und am Nordfuss des Grauholzes scheinen Geröllagen diese Grenze zu charakterisieren. I) Der Horizont ist aueli am \'estufer der Sense feststellbar und diirfte sich im Gebiet des Blattes Neuenegg ebenfalls als Leithorizont bew, iltren. Fossilien, die über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit dieser lithologischen Grenzziehung im Gebiet des Blattes Oberbalm entscheiden könnten, wurden bis jetzt nicht gefunden.

Revision
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Important publications
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Material and varia

Applications
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