Burghorn-Formation

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Darstellung, Status

Index
i7
CMYK-Farbe
25 / 5 / 0 / 0
RGB-Farbe
R: 200 G: 225 B: 250
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
Beschluss 2006
SKS-Datum
-
Kommentar
Fazielles Äquivalent zur Etiollets-Formation des südlichen Juras.

Nomenklatur

Deutsch

Burghorn-Formation

Französisch

Formation du Burghorn

Italienisch

Formazione del Burghorn

Englisch

Burghorn Formation

Herkunft des Namens

Burghorn (ZH), Gipfel auf dem Lägerengrat

Historische Varianten
Burghorn-Formation = Östliche Fazies der Reuchenette-Formation (Bitterli et al. 2007)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Über ca. 3 m Mergel und mergeligen Kalksteinen des Baden-Members (häufig mit Ammoniten) liegen bis 45 m Kalkstein. Dieser ist im unteren Teil ein dunkel-gelblich-grauer, grobgebankter Kalkstein, darüber ist er ein massiger, Kieselknollen führender, heller Kalkstein.

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
bis 48 m

Komponenten

Lithologien
  • Kalkstein
  • Mergelstein
  • Mergelkalk
Mineralien
-
Fossilien
  • Ammoniten

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Mittleres Kimméridgien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Frühes Kimméridgien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode

Biostratigraphie: Ammoniten der Platinota- bis Divisum-Zone

Geografie

Paläogeografie
Östlicher Kanton Aargau. Gegen Westen bis zur Aareklus.
Typusregion
Typlokalität
  • Burghorn (ZH)
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • mountain ridge
    Koordinaten
    • (2669700 / 1259315)
    Notizen
    • auf dem Lägerengrat (Bitterli et al. 2007 S.52)
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Aargauisches Becken,
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Jura
  • Süddeutschland
  • Schwarzwald
  • Jura méridional
  • Vogesen
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Bitterli-Dreher P., Graf, Naef, Diebold, Matousek, Burger, Pauli-Gabi (2007): Blatt 1070 Baden. , Geol. Atlas Schweiz 1:25'000 Erl. 120, 152 S.

S.52: Das Baden- und das Wettingen-Member (GYGI 2000a), die obersten Schichten des Malms, treten in ihrer typischen Ausbildung vor allem im Gebiet Westlägeren – unteres Aaretal – Chestenberg auf. Den beiden Members, die im Massstab 1:25 000 zu einer Kartiereinheit zusammengefasst werden, fehlte bis anhin eine übergeordnete Formation. Auf Beschluss des Schweizerischen Komitees für Stratigraphie (SKS) im Jahr 2006 wurden sie zur Burghorn-Formation zusammengefasst. Das Burghorn liegt auf dem Lägerengrat bei Koord. 669.700/259.315 (Pt. 859,0m). Am Hang südlich dieser Stelle und am Grat westlich davon stehen die beiden Members verbreitet an, insbesondere am Fahrweg, der, von Ostsüdosten kommend, bei Pt. 802 m (W Lägerensattel) den Grat erreicht. Das Baden-Member steht hier, etwas untypisch, in Form eines graubeigen mergeligen Kalks an. Eine Beschreibung des Typusprofils ist in Vorbereitung. Das Baden-Member geht gegen die Ostlägeren allmählich in die untere Schwarzbach-Formation über, das Wettingen-Member in die obere Schwarzbach- und die Felsenkalk-Formation.
Neubearbeitung
-
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Wettingen-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Wettingen (AG)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Oberer Teil der Burghorn-Formation bestehend aus braungelbem, grobgebanktem, mikritischem Kalk (unten) und massigem, Kieselknollen führendem, hellem Kalk (oben), mit Schwämmen.
    Alter
    Kimméridgien - Mittleres Kimméridgien
    Mächtigkeit
    über 10 m (ursprüngliche Mächtigkeit unbekannt) ; 25-30 m (Waibel & Burri 1961)
    Geografische Verbreitung
    Aargauer Jura, inkl. Lägern.
    Typusregion
    Lägern
    Kommentar
    -
  • Baden-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Baden (AG)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Leithorizont im unteren Teil der Burghorn-Formation bestehend aus hellbeigem, oft knauerig gebanktem, mikritischem Kalk mit charakteristischen, grünlichen Glaukonitnestern, sowie zahlreichen Ammoniten (Perisphinctiden) und Kieselschwämmen. Grauer Mergel tritt auch gegen oben auf.
    Alter
    Frühes Kimméridgien - Frühes Kimméridgien
    Mächtigkeit
    Ca. 1-3 m, bis max. 6-10 m ; 1,80 m bei der Ruine Bessersetein (Gygi 2000c)
    Geografische Verbreitung
    Aargauer Jura, südlich und nördlich des Rheins, Gegend von Baden, Möriken, Villigen, Mellikon (und Weiach).
    Typusregion
    Ostaargau, Unteres Aaretal
    Kommentar
    Äquivalent zum Couvaloup-Member des südlichen Juras.