«Chnebelburg-Schichten»

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Representation and status

Index
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CMYK Color
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RGB color
R: 200 G: 205 B: 135
Rank
lithostratigraphic Formation
Validity
Unit is in Use
Status
local name (informal)
SCS note
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SCS date
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Comment
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Nomenclature

German
«Chnebelburg-Schichten»
French
«Couches de la Chnebelburg»
Italian
-
English
«Chnebelburg Beds»
Origin of the Name

Knebelburg = Chnebelburg (BE) am Jäissberg, S Biel

Historical Variants
Molasse grise (Gerber 1913), Graue Molasse (Antenen 1936, Burri 1951), Burdigalien-Sande (Oertli 1951), Serie massiger, grauer Sandsteine (Schwab 1960), Chnebelburg-Schichten (Schär 1967b, Rutsch & Schlüchter 1973, Gruner et al. 2013), «Burdigalien» (Kellerhals & Tröhler 1981)
Nomenclatorial Remarks
-

Synonyms

Synonyms
Non-synonyms
Possible confusion

Description

Description

 „Die graugrünen, zum Teil glaukonitischen Sandsteine sind auf den Höhenzügen des Frienisbergs, des Jäissbergs und am südlichen Bucheggberg nördlich des Limpachtals zu finden; sie sind auf der Nebenkarte «Geologisch-tektonische Übersicht 1:200000» von Blatt Lyss als «Burdigalien» bezeichnet.“ [Gruner 2012 S.16]

Es handelt sich um eine Abfolge aus hell­grauem bis graugelbem, z.T. nur schwach verfestigtem Sandstein, der keine oder eine nur sehr undeutliche Bankung, oft jedoch schöne Schrägschichtung zeigt. Gelegentlich treten Einlagerungen von Mergelschnüren von 2 bis 10 cm Mäch­tigkeit auf; Knauerbil­dungen sind eher selten. Der Sandstein besteht aus angerun­deten Quarzen, Feld­späten, dunkelgrünem Glaukonit, Gesteinstrümmern und z.T. ge­häuft auftretenden Glimmerblättchen. Eigentliche Nagelfluhbänke fehlen innerhalb die­ser Abfolge; hingegen treten, vor allem gegen Süden, vereinzelt Geröll­schnüre oder -nester sowie gut gerundete Einzelgerölle auf. Im Südosten des Jäissber­gs ist eine Fossilien führende Sandsteinbank aufgeschlossen (Koord. 589.230/ 217.490, vgl. Burri 1951).“ [Gruner 2012 S.18]

Geomorphology
-
Thickness
Ca. 80 m am Büttenberg, 150 m am Jäissberg, Bucheggberg und Frienisberg (Gruner et al. 2013). 65 bis 170 m (Rutsch & Schlüchter 1973).

Components

Lithological content
-
Mineral content
  • mica
  • feldspar
  • quartz
  • glauconite
Der Sandstein der Chnebelburg-Schichten besteht aus angerundeten Quarzen, Feldspäten, dunkelgrünem Glaukonit, Gesteinstrümmern und z.T. gehäuft auftretenden Glimmerblättchen.
Fossil content
  • echinoids
  • pectinids
  • bivalves

Hierarchy and succession

Lateral equivalents
Upper boundary
-
Lower boundary
An der Basis der Brüttelen-Muschelnagelfluh (= «unterer Sandstein»/«Konglomeratbank») oder mit dem Aussetzen des bunten Mergels der liegenden Zinshölzli-/Gümmenen-Schichten bzw. dem Einsetzen von Glaukonit-führendem Sandstein.
Stratigraphic discussion
Mariner Sandsteinkomplex: Glaukonit ist ein Indiz für marine Ablagerungsbedingungen.

Age

Age at top
Burdigalian
Note about top
-
Age at base
Burdigalian
Note about base
-
Dating method
Sphyrna prisca Agassiz im Dach (Burri 1951)

Geography

Geographical extent
Berner Mittelland und Seeland: Bellmundrain, Willerberg, Kräjenberg, Brittenberg, Vully, Dotzigenberg, Jäissberg (BE), nördlichen Teil des Bucheggbergs (SO), südlichen Teil des Büttenbergs, Frienisberg (BE), Surenhorn, Brüttelen-Fluh.
Type area
Type locality
  • Chnebelburg (BE) am Jäissberg
    Site particularities
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Coordinates
    • (2587400 / 1217335)
    Note
    • Gerber 1913, Schuppli 1950, Burri 1951, Schaer 1967b, Gruner et al. 2013
Type profile
-
Reference profiles
-
Point of interest
-

Paleogeography and tectonic

Paleogeography
-
Kind of protolith
  • sedimentary
Conditions of formation
Marin bis brackisch.
Sequence
-
Tectonic Unit (resp. main category)
Plateau Molasse
Metamorphism
non metamorphic
Metamorphic facies
-
Note on metamorphism
-

References

Definition
Schär Ulrich (1967): Geologische und sedimentpetrographische Untersuchungen im Mesozoikum und Tertiär des Bielerseegebiets (Kt. Bern) , Beitr. Geol. Karte Schweiz N.F. 133, 87

Chnebelburg-Schichten ("Burdigalien") Burdigalien (GERBER 1913: 453), Burdigalien (BAUMBERGER 1915: 118), Burdigalien (BuRRI 1951: 43), Burdigalien (SCHWAB 1960: 27) Typuslokalität: Chnebelburg (Jensberg) (vgl. BURRI 1951: 43). Untergrenze: Basisfläche der Konglomeratbank (Jensberg), Koord. siehe oben. Obergrenze: Dach des Muschelsandsteins( Chnebelburg, Koord. 587.400/217.335). Lithologie: Konglomerate, graue und gelbliche Sandsteine und Sande, Muschelsandstein. Altersfrage: Nach BURRI (1951: 37) ist das Alter des Muschelsandsteins (Dachhorizont der Chnebelburg-Schichten) durch ein burdigales Leitfossil (Sph yrna prisca AGASSIz) bestimmt. Andere Datierungen fehlen, so dass über die chronostratigraphische Stellung dieses Horizontes keine absolute Sicherheit besteht. Vermutlich repräsentieren die Chnebelburg-Schichten in ihrem ganzen Umfang Burdigalien.
Revision
Gruner Ueli, Aufranc Jürg, Antenen M., Schürch R. (2013): Blatt 1126 Büren a.A. , Geologischer Atlas der Schweiz 1:25000, Erläuterungen 109

Obere Meeresmolasse (OMM) m2 Chnebelburg-Schichten - Burdigalien Für die ganze Abfolge des unteren Teils der Oberen Meeresmolasse («Burdigalien» auct., OMM I ) wird auf Blatt Büren a. A. die Bezeichnung Chnebelburg -Schichten verwendet. Der von SCHÄR (1967) eingeführte informelle, prinzipiell aber korrekte Begriff entspricht den Sense-Schichten (Luzern -Formation), welche für den mächtigen, marinen Sandsteinkomplex in der weiteren Umgebung von Bern stehen. Der Name geht zurück auf die Chnebelburg auf dem Jäissberg, unmittelbar südlich des Gebiets von Blatt Büren a. A. (Koord. ca. 2587.000/1217.330). In der Literatur erhielt diese Sandsteinabfolge im Gebiet von Blatt Büren a. A. unterschiedliche Namen, so zum Beispiel Molasse grise (GERBER 1913), Graue Molasse (ANTENEN 1936, BURRI 1951), Burdigalien-Sande (OERTLI 1951) oder Serie massiger, grauer Sandsteine (SCHWAB 1960). Die mächtige Sandsteinabfolge der Chnebelburg-Schichten bildet im Gebiet von Blatt Büren a. A. unter anderem den Dotzigenberg, den südlichen Teil des Büttenbergs sowie die nördliche Partie des Bucheggbergs. Eine Gliederung der Sandsteinabfolge ist, im Gegensatz beispielsweise zum Gebiet von Blatt Burgdorf (GERBER 1950 b), nicht möglich. Die Untergrenze wird durch die Basis der Brüttelen-Muschelnagelfluh («unterer Muschelsandstein» sensu GERBER 1913) beziehungsweise durch das Aussetzen von buntem Mergel der Zinshölzli-Schichten gebildet (s. o.). Die Obergrenze der Chnebelburg-Schichten wird im Dach des Meinisberg-Muschelsandsteins (R.F. Rutsch in HABICHT 1987; «oberer Muschelsandstein» sensu GERBER 1913) gezogen. Die Chnebelburg-Schichten weisen eine Mächtigkeit zwischen ca. 80 m am Büttenberg und 170 m am Jäissberg und am Bucheggberg auf.
Important publications
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Material and varia

Applications
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  • Meinisberg-Muschelsandstein Show details

    Origin of the Name

    Meinisberg (BE), am Südfuss des Bütterberges

    Rank
    lithostratigraphic Member
    Status
    valid formal name
    Valid name
    In Short
    Leithorizont im Dach der Sandsteinabfolge der Chnebelburg-Schichten (bzw. der Sense-Formation), bestehend aus (hell)grünlichem glaukonithaltigem Kalksandstein mit vielen Schalentrümmern. Die Muscheltrümmer sind an einzelnen Stellen nestartig im Muschelsandstein angereichert. Gelegentlich beginnt der Meinisberg-Muschelsandstein unten mit einer ca. 0.5 m mächtigen Muschelbank.
    Age
    Burdigalian - Burdigalian
    Thickness
    5-15 m (Rutsch & Schlüchter 1973, Gruner et al. 2013)
    Geographical extent
    Bei der Chnebelburg am Jäissberg (BE), auf dem Bucheggberg (SO) zwischen Balm b. Messen und Biezwil.
    Type area
    Berner Seeland (BE)
    Comment
    -
  • Brüttelen-Muschelnagelfluh Show details

    Origin of the Name

    Brüttelen (BE), ca. 10 km westlich Aarberg

    Rank
    lithostratigraphic Member
    Status
    valid formal name
    Valid name
    In Short
    Leithorizont an der Basis der Sandsteinabfolge der Chnebelburg-Schichten (bzw. der Sense-Formation), bestehend aus Geröll-führendem Kalksandstein mit Schalentrümmern und Steinkernen von Mollusken. Die Gerölle bestehen hauptsächlich aus verschiedenfarbigen Quarziten, Graniten, Gneisen und Hornsteinen, während Kalkgerölle eher selten auftreten.
    Age
    Burdigalian - Burdigalian
    Thickness
    1 - 10 m (Rutsch & Schlüchter 1973): 1,5 m am Jäissberg, ca. 10 m an der Strasse Balm-Lüterswil (Gruner et al. 2013).
    Geographical extent
    Berner Seeland: Brüttelen (BE), am Jäissberg (BE), an der Strasse Balm b. Messen (SO) – Lüterswil (SO), am Frienisberg (BE), Saurenhorn (BE), Schnottwil (SO), westlich von Säriswil (BE), im Weidhusgrabe bei Innerberg (BE), Frieswil (BE) + Chräjeberg (Madretsch).
    Type area
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    Comment
    -