Tösswald-Schichten

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Darstellung, Status

Index
m3T, m4K
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 250 G: 225 B: 190
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Tösswald-Schichten
Französisch
Couches du Tösswald
Italienisch
Strati del Tösswald
Englisch
Tösswald Beds
Herkunft des Namens

Tösswald (ZH), SE Fischenthal

Historische Varianten
Konglomeratstufe (Büchi 1958 und 1960), Tösswald-Schichten (Hottinger et al. 1970), Konglomeratstufe = Tösswald-Schichten (Hofmann 1993).
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Kristallinführende Dolomit/Kalknagelfluh mit trennenden Mergel- und Sandsteinhorizonten im zentralen Hörnli-Schuttfächer. Unterer Teil: höherer Anteil von zwischengeschalteten Mergeln und gegen Nordwesten geht die Nagelfluh-Abfolge in eine sandig-mergelige Fazies mit wenigen Konglomeratbänken über. Oberer Teil: kompakte Nagelfluhmasse, die durch wenige Meter mächtige Mergelhorizonte treppenartig gegliedert ist.

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
200 - 300 m (Büchi 1960), 210 - 320 m (Hottinger et al. 1970).

Komponenten

Lithologien
  • Kalknagelfluh
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • Mergelstein
Mineralien
-
Fossilien
  • Gastropoden
  • Blätter
  • Pflanzen : Plantae

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Ophiolithe, Öhninger Zone
Stratigraphische Diskussion
OSM-II

Alter

Alter Top
Serravallien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Langhien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
Mammalia, Gastropoda (Heliciden, Planorben), Blätterabdrücke: Sarmatien (Büchi 1960).

Geografie

Paläogeografie
Hörnli-Schuttfächer (d.h. proximaler, hauptsächlich konglomeratischer Teil der Hörnli-Schüttung).
Typusregion
-
Typlokalität
  • Tösswald (ZH)
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2714380 / 1241760)
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
-
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Hottinger L., Matter A., Nabholz W., Schindler C. (1970): Erläuterungen zu Blatt 1093 Hörnli. , Geologischer Atlas der Schweiz 1:25'000, 57

Die Tösswald-Schichten, so benannt nach dem Tösswald SE Fischenthal, wo sie in den Tobein besonders gut aufgeschlossen sind, entsprechen der Konglomeratstufe von Büchi (1958).

Neubearbeitung
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

TÖSSWALD-SCHICHTEN (OSM ; «Tortonien»)

Hottinger, L., Matter, A., Nabholz, W. & Schindler, C. (1970b): Erläuterungen: Geologischer Atlas der Schweiz l :25000, LK-Bl.1093 Hörnli (Nr. 57), p.12.

Originalzitat: «Die Tösswald-Schichten, so benannt nach dem Tösswald SE Fischenthal, wo sie in den Tobein besonders gut aufgeschlossen sind, entsprechen der Konglomeratstufe von Büchi (1958).»

Synonyma: Konglomeratstufe Büchi 1957b: 40, >>> Pfannenstiel-Schichten pro parte Pavoni 1963:134, >>> Mittlere Stufe der OSM pro parte Tanner 1944: 36. Typlokalität und Typprofil: Tösswald (LK-Blatt 1093 Hörnli und LK-Blatt 1113 Ricken). Lithologie: Ausgesprochene Nagelfluh-Abfolge. Im unteren Teil höherer Anteil zwischengeschalteter Mergel, nach NW hin unterer Teil in sandig-mergelige Fazies mit wenigen Konglomeratbänken übergehend. Lokal treten Süsswasserkalke und dünne Kohlenlager mit Pflanzen und Land- und Süsswasserschnecken auf. Oberer Teil: kompakte Nagelfluhmasse, durch wenige m mächtige Mergelhorizonte treppenartig gegliedert. Nach ihrem Geröllbestand unterscheidet sich die Nagelfluh nicht wesentlich von den übrigen Nagelfluhen des zentralen Hörnli-Schuttfachers (vgl. >>> Hörnli-Nagelfluh). Es handelt sich um eine Kalknagelfluh mit Kristallingeröllen, darunter Ophiolithen. Mächtigkeit: 210 - 320 m. Stratigraphischer Verband: Liegendes: >>> Öhninger Zone. Hangendes: >>> Hörnligubel-Zone. Verbreitung, Fazies und Paläogeographie: Die Bezeichnung «Tösswald-Schichten» ist der Lokalname für den Hauptteil der Konglomerat-Stufe im zentralen Hörnli-Schuttfächer auf dem Gebiet des LK-Blattes 1093 Hörnli. Das Ablagerungsmilieu ist fluvioterrestrisch bis limnoterrestrisch. Fossilinhalt und Alter: Fragment eines Molaren, Knochenfragmente von Säugern (Koord. 711.250/242.700), Heliciden, Planorben, Blattabdrücke. Aufgrund der bereits von Tanner (1944) aus der >>> Hörnligubel-Zone und dem unteren Teil der >>> Hörnligipfel-Schichten beschriebenen Gastropodenfauna wurden die Tösswald-Schichten ins «Tortonien» gestellt. Ein «Sarmatien»-Alter ist durch Fossilien nicht bewiesen, wird aber aufgrund stratigraphischer Vergleiche mit der süddeutschen Molasse von Büchi (1960) für den Hauptteil der Folge postuliert. Literatur: Hofmann 1973b: Karte; hottinger et al. 1970: 12-15.

Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Sagentobel-Süsswasserkalk Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Sagentobel (ZH)

    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Fossilhorizont Sagentobel Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Sagentobel (ZH)

      Rang
      biostratigraphischer Horizont
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Der Fossilhorizont tritt 9 - 12 m unter dem Doldertobel-Süsswasserkalk (Habicht 1987) in den Zürich-Schichten vor, jedoch 30 m über der Basis der Konglomeratstufe.
      Alter
      Langhien - Langhien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Nach Pavoni (1957) liegt dieser Horizont im mittleren Abschnitt der Zürich-Schichten.
  • Fossilhorizont Chatzenstrebel Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Chatzenstrebel (SG)

    Rang
    biostratigraphischer Horizont
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    Langhien - Langhien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    ca. 10-15 m über der Basis der «Konglomeratstufe»