Schelmenloch-Member

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 225 G: 195 B: 155
Rang
lithostratigraphisches Member
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Schelmenloch-Member
Französisch
Membre du Schelmenloch
Italienisch
Membro del Schelmenloch
Englisch
Schelmenloch Member
Herkunft des Namens

Schelmenloch (BL), Graben südlich Reigoldswil

Historische Varianten
Schelmenloch-Member (Bitterli-Dreher 2012 S.98)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Graue, beige-braun anwitternde Mergel und Mergelkalke (seltener auch spätige Kalke) bilden die Beckenfazies. Mikrofaziell handelt es sich um Wacke- bis Packstones (Biomikrite oder Biopelmikrite) und in den spätigen Kalklagen tritt auch Grainstone-Textur auf (Biosparite). Die Schwellenfazies besteht aus grauen oder violettroten Mergeln und Mergelkalken, in welche eisenoolithische Horizonte eingestreut sind. Die Schwellenfazies ist geringmächtiger als die Beckenfazies. (Bitterli-Dreher 2012b)
Geomorphologischer Ausdruck
Bildet im Gelände oft Mulden.
Mächtigkeit
5-15 m, gegen NW nimmt sie zu, gegen SE reduziert sie sich (0.7 m im Profil Mandacher Egg ; Bitterli-Dreher et al. 2007, Bitterli-Dreher 2012).

Komponenten

Lithologien
  • Mergelstein
  • Mergelkalk
Mineralien
-
Fossilien
  • Brachiopoden
  • Echinoideen
  • Bivalven

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Ifenthal-Formation
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Dach der Hauptrogenstein-Formation (Oberer Hauptrogenstein, Spatkalk, bzw. Ferrugineus-Oolith), das meist in Form eines Hartgrunds mit Bohrlöchern (Pholaden) und mit Limonitkrusten ansteht.
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
frühes Callovian
Bermerkungen zu Top
Herveyi- und Koenigi-Zone
Alter Basis
spätes Bathonien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
Biostratigraphie: Ammoniten (Mühlberg 1900, Gygi 1998).

Geografie

Paläogeografie
Östlicher Jura
Typusregion
-
Typlokalität
  • Schelmenloch (BL), S Reigoldswil
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2619600 / 1247670)
    Notizen
    • Bitterli-Dreher 2012 Fig.2
Typusprofil
  • Schelmenloch (BL), S Reigoldswil
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2619600 / 1247670)
    Notizen
    • Beckenfazies (Bitterli-Dreher 2012 Fig.2).
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Northern Tethyan Carbonate Platform (Jura > Helv.) :
Plateforme de Bourgogne, ... = Northern Tethyan Carbonate Platform (NTCP) ,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Beckenfazies
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Jura
  • Süddeutschland
  • Schwarzwald
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Bitterli-Dreher P. (2012): Die Ifenthal-Formation im nördlichen Jura. , Swiss Bull. angew. Geol. 17/2, 93-117

S.98: Die Basis der Ifenthal-Formation bilden meist dunkle Mergel oder Mergelkalke, die hellgrau bis beige oder gelbbraun anwittern. Diese Mergel und Mergelkalke wurden traditionell als Varians-Schichten und die gegen das Dach der Abfolge auftretenden härteren Kalkbänke als Macrocephalenkalke bezeichnet. Die namengebenden Fossilien sind jedoch nicht auf diese Schichten beschränkt. So gehören die Rhynchonellen der «Varians-Schicht» zur Art Rhynchonelloidella alemanica (Rollier 1911), die nicht auf die Varians-Schichten beschränkt ist. Historisch wurde die Schicht zuerst in Anlehnung an den schwäbischen Jura «Discoideenmergel» (Discoidea depressa = Holectypus depressa) genannt (Moesch 1856). Da der Seeigel aber auch im Oberen Hauptrogenstein auftritt, zog Moesch (1867) die Bezeichnung «Variansschichten» vor, die seitdem verwendet wird. Moesch zählte allerdings zu seinen Varians-Schichten anfänglich auch den Spatkalk, der heute als Spatkalk-Member zur Hauptrogenstein-Formation gehört (Gonzalez & Wetzel 1996).

Neubearbeitung
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Material und Varia

Anwendungen
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  • Anwil-Bank Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Anwil (BL)

    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Violettroter Eisenoolith im Dach des Schelmenloch-Members mit reicher Ammoniten-, Gastropoden- und Bivalvenfauna.
    Alter
    spätes Bathonien - frühes Callovian
    Mächtigkeit
    0 – 0,55 m (Bitterli-Dreher 2012).
    Grabung im Anwil-Bank
    Grabung im Anwil-Bank
    Anwil-Bank
    Anwil-Bank
    Fossilien der Anwil-Bank
    Fossilien der Anwil-Bank
    Geografische Verbreitung
    Aargauer und Baselbieter Tafeljura (Anwil, Oltingen, Wenslingen, Kilchberg).
    Typusregion
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    Kommentar
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