Belpberg-Formation

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Darstellung, Status

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Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
lokaler Begriff (informell)
SKS-Notiz
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SKS-Datum
-
Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch
Belpberg-Formation
Französisch
Formation du Belpberg
Italienisch
Formazione del Belpberg
Englisch
Belpberg Formation
Herkunft des Namens

Belpberg (BE)

Historische Varianten
«Helvétien» auct., Gruppe des Belpbergs (Studer 1825), Belpbergschichten (Rutsch 1926, Beck & Rutsch 1958, Rustch & Schlüchter 1973), Bausandsteinzone (für den mittleren Teil der Belpberg-Schichten; Gerber 1923, Rutsch 1967), Belpbergschichten = oberer Teil der OMM (Pfister & Wegmüller 1994), Belpberg-Schichten (Wegmüller & Pfister 2013)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

„Die Belpberg-Schichten s.l. (gemäss Rutsch 1926, 1928) können dreigeteilt werden, und zwar in einen Nagelfluh- bzw. Muschelsandsteinhorizont an der Basis (Bütschelbach-Nagelfluh gemäss Rutsch 1967a bzw. «Unterer Muschelsandstein» gemäss Ger­ber 1926b), in die mächtige Abfolge der Belpberg-Schich­ten sensu stricto (gemäss Rutsch & Schlüchter 1973) und in die Luterbach-Nagel­fluh (Gerber 1926b, 1927) im oberen Abschnitt. Eine Unterteilung in Untere und Obere Belpberg-Schichten, wie sie Rutsch & Schlüchter (1973) vornahmen, ist im Gebiet von Blatt Worb aus faziellen Gründen nicht möglich: Das «Petrefaktenlager» und der Muschelsandstein – am Belpberg von diesen Auto­ren als Obere Belpberg-Schichten bezeichnet – finden zwar im Gebiet von Blatt Worb ver­­mutlich ihre Äquivalente in den Utzigen-Schichten (Fig.1), in Fos­­silien führenden Schichten bei Biembach («Leithorizont 4» von Gerber 1950, vgl. Gerber 1929) und in fossilreichen Schichten bei Enggistein, Wikarts­wil und beim Metzgerhüsi (della Valle 1965), doch erlauben die raschen faziellen Wechsel dieser Horizonte keine einheitliche, kartierbare Ausscheidung.“ [Gruner 2001 S.13]

„Die Belpberg-Schichten s.str. bestehen aus plattigen, z.T. auch massi­gen, glim­merreichen Fein- bis Mittelsandsteinen, denen Konglomeratbänke und Mer­gellagen bzw. Mergel-Sandstein-Wechsellagerungen zwischengeschaltet sind. Typisch sind rasche laterale Fazieswechsel. Im Lindental kann eine zyklische Abfolge von massigen Sandsteinen beobachtet werden, die stellenweise mit mergeligen Sandsteinen wechsellagern (s. Profil Cholgraben in Fig.2). An der Ba­sis dieser Sand­­steinzyklen ist meist eine geringmächtige Konglomeratlage aus­gebildet. ... In Figur 3 sind die räumliche Anordnung und die gegenseitigen Beziehungen dieser Horizonte schematisch dargestellt.

Die Austernnagelfluh am Langurain (Koord. 608.390/202.560/730) kann mit dem «Oberen Muschelsandstein» (Ger­ber 1926b, 1927) parallelisiert wer­den, der z.B. auf der Nordwestseite des Luterbachs und oberhalb der Schwändi (südöstlich des Thorbergs) ansteht. Es handelt sich jeweils um eine Fossilien führende Nagelfluh (auf der Karte als polymikte Nagelfluh ausgeschieden). Dieser Horizont liegt beiderorts ca. 70 - 80 m über der Basis der Belpberg-Schichten s.str.

Der Muschelsandsteinhorizont, der beim Chatzenstyg (Koord. 606.710/ 202.480/850) und beim Mülistei (Koord. 608.120/203.950/845, und rund 400 m südwestlich davon) aufgeschlossen ist, wurde von Schmalz (1985) eingehend beschrieben. Er tritt nur lokal auf und ist in andern Profilen nicht mehr nachzuweisen.

Bei den in der Literatur wiederholt erwähnten Utzigen-Schichten (u.a. Ger­ber 1926b, 1927) handelt es sich um fossilreiche Muschelsandsteine und Mer­gel. Sie sind im Radelfingengraben südöstlich von Utzigen aufgeschlossen. Die Fauna dieser Schichten entspricht derjenigen des «Petrefaktenlagers» und des Muschelsandsteins am Belpberg (= Obere Belpberg-Schich­ten nach Rutsch & Schlüchter 1973). Gegen Westen kann keine direkte Fortsetzung beobachtet werden. Aufgrund ihrer Position innerhalb der Belp­berg-Schichten ist es jedoch denkbar, dass die Utzigen-Schichten gegen Süd­wes­ten ihre Fortsetzung in der Ulmiz-Nagelfluh finden (Fig.1), eine Ansicht, die bereits Gerber (1932) geäussert hatte. Einen Hinweis auf diesen lithologischen Wechsel zeigen die Verhältnisse auf der Nordseite des Belp­bergs, wo der Muschelsandstein gemäss Rutsch (1928) in eine polymikte Nagelfluh über­geht.“ [Gruner 2001 S.18 & 19]

„Die im Hangenden der Sense-Schichten auftretenden Molasseschichten werden den Belpberg-Schichten sensu Rutsch (1967) zugeordnet. Am Ulmizberg und am Gurten können sie in einen unteren, mergeligen und einen obe­ren, sandi­gen Teil gegliedert werden, die durch die Ulmiz-Nagelfluh voneinander getrennt sind.“ [Isler 2005 S.13]

„Unterer Teil der Belpberg-Schichten: Dieser Abschnitt besteht zur Hauptsache aus bankig-plattigen Sandsteinen, siltigen Sandsteinen, Mergelsandsteinen und mehr oder weniger sandi­gen und tonigen Mergeln sowie untergeordneten Nagelfluhhorizonten. Die Mergel sind je nach Verwitterungsgrad blaugrau oder gelbgrau gefärbt. Sie sind in frisch ausgespülten To­beln gut, im bewachsenen Gelände jedoch nur schwer zu erkennen. Lokal finden sich bräunliche Lagen und Linsen mit kohligem Material sowie schlecht erhaltene Stein­kerne von Muscheln. Bei diesen Ablagerungen handelt es sich um Brackwasserbildungen (Rutsch 1967).

Ulmiz-Nagelfluh: Typuslokalität am Ulmizberg bei Koord. 599.770/193.950 (Atlasblatt 26 Schwarzenburg). Es handelt sich um eine bis mehrere Meter mächtige Quarzitnagelfluh mit Gangquarzen, Quarziten, Horn­steinen u.a. und meist weniger als 10% Kalk- und Sandsteingeröllen.

Mittlerer Teil der Belpberg-Schichten: Er umfasst hauptsächlich mittel- bis grobkörnige Sandsteine ohne prägnante Mergeleinschaltungen. Diese Zone, die u.a. den Gurten-Kulm aufbaut, wurde von Gerber (1923) und Rutsch (1967) als Bausandsteinzone bezeichnet. Ihre höheren Teile sind im Gebiet von Blatt Bern moränenbedeckt.

Der obere Teil der Belpberg-Schichten fehlt im Gebiet von Blatt Bern durch Erosion.“ [Isler 2005 S.14]

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
250 - 300 m (ohne Miteinbezug der Grenzhorizonte), wobei tendenziell eine Mächtigkeitsabnahme gegen Nordosten hin stattfindet. Die gesamte Abfolge der Belpberg-Schichten (inkl. Grenzhorizonte) ist am Gurten bis ca. 150 m, am Ulmizberg ca. 180 m, am Belpberg ca. 200 m mächtig. (Pfister & Wegmüller 1994: 465-500 m)

Komponenten

Lithologien
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • Mergelstein
Mineralien
-
Fossilien
  • Korallen
  • Holz
  • Gastropoden
  • Ostreideen
  • Fische
  • Foraminiferen
  • Brachiopoden
  • Echinoideen
  • Pflanzen : Plantae
  • Haizähne
  • Säugetiere
  • Pectiniden
  • Bivalven
  • Bryozoan
  • Arthropoden

Hierarchie und Abfolge

Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Die Untergrenze der Belpberg-Schichten wird an der jeweiligen Basis der folgenden Horizonte bzw. Abfolgen gezogen: «Unterer Muschelsandstein» (Gerber 1926) am Dentenberg und östlich des Lindentals, Bütschelbach-Nagelfluh (Rutsch 1967) und entsprechende Nagelfluhhorizonte im Bantigergebiet, und massige Sandsteinabfolge der Belpberg-Schichten auf der Westseite des Lindentals. Am Ulmizberg und am Gurten, wo mehr oder weniger kompakte Sandsteine im Liegenden (Sense-Schichten, OMM I) von einer Sandstein-Mergel-Serie im Hangenden (Belpberg-Schichten, OMM II) abgelöst werden, ist meist kein konglomeratischer Trennhorizont (hier: Bütschelbach-Nagelfluh) ausgebildet und der Kontakt nur anhand des Einsetzens von Mergeln lokalisiert.
Stratigraphische Diskussion
Die Belpberg-Schichten enthalten zahlreiche Fossilhorizonte («Petrefaktenlager») mit sehr vielfältigen brackisch-marinen Faunen. Bei den Ablagerungen des unteren, mergeligen Abschnitts der Belpberg-Schichten handelt es sich um Brackwasserbildungen (Rutsch 1967). Die Fazies des untersten Abschnittes der Belpberg-Schichten bei einer Baugrube auf der Ostseite des Aaretals (an der Sunnhalden in Worb), wo Ansammlungen von fossilem Holz eingeregelt in der stellenweise synsedimentär deformierten Füllung einer Rinne vorkommen und marine Fossilien fehlen, lässt auf die unmittelbare Nähe einer Flussmündung schliessen, was bedeutet, dass zur Zeit der Ablagerung der unteren Belpberg-Schichten der Übergang zum fluvioterrestrischen Ablagerungsraum des Napf-Schuttfächers vorübergehend bei Worb lag (s.a. Rutsch 1955 und Rutsch et al. 1958 zur Verzahnung von marinem und terrestrischem Milieu im «Helvétien» des östlichen Aaretals).

Alter

Alter Top
Burdigalien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Burdigalien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode

Die Belpberg-Schichten werden ins mittlere Burdigalien gestellt. Biostratigraphische Daten zu den Belpberg-Schichten sind ziemlich spär­lich, da nur wenige Leitformen gefunden wurden und diese etwas widersprüchliche Altersangaben liefern (Schoepfer 1989, Pfister & Wegmüller 1994). Für die Basis der überlagernden OSM im Gebiet des westlichen Napfschuttfächers («Basismergelzone») wurde anhand von Kleinsäugerzähnen und magnetostratigraphischen Untersuchungen (Kälin 1997, Kempf et al. 1997) ein Alter von 17 Ma (Burdigalien) ermittelt. Das von Fischer (1985) anhand des 87Sr/86Sr-Verhältnisses in Pectinidenschalen bestimmte Alter von 15,5 ± 1 Ma (Langhien) für die Belpberg-Schichten ist somit wahrscheinlich zu jung, obwohl zweifelsfrei belegt ist, dass der Übergang der OMM in die OSM örtlich zu verschiedenen Zeiten geschah.

Geografie

Paläogeografie
Zwischen Sense und Emme (Rutsch 1928a). Subalpine Molasse: Giebelegg-Schuppe südlich Riggisberg.
Typusregion
Typlokalität
Typusprofil
Referenzprofile
-
Point of interest
  • Hohburggraben (BE)
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    • fossil site
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2605980 / 1192275)
    Notizen
    • Pfister & Wegmüller 1994 Fig.2A, Pfister et al. 2011 Fig.3

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Rutsch Rolf F. (1926): Zur Stratigraphie und Tektonik der Molasse südlich von Bern. , Eclogae geol. Helv. 19/3, 673–678.

Die für Imi, Belpberg, Häutligen etc. bisher übliche Lokalbezeichnung «Bernerschichten» Kaufmann's muss leider fallen gelassen werden, da gerade die bei Bern vorkommenden Schichten (Bantiger usw.) nach der Gliederung Depéret's nicht Helvétien, sondern Burdigalien sind. Wir schlagen deshalb für die Schichten 1-4 des obigen Profils die Lokalbezeichnung Belpbergschichten vor und nennen als Typus den Belpberg.

Neubearbeitung
Schoepfer Pascal (1989): Sédimentologie et stratigraphie de la Molasse marine supérieure entre le Gibloux et l'Aar. , Thèse No.965 , Université de Fribourg, 211 pages
Wichtige Publikationen

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Sädel-Kalknagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Weiler Sädel (BE) auf dem Belpberg

    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Schlecht sortierte, Kristallingeröll-führende Kalknagelfluh im Dach der Belpberg-Formation, durch grobe Gerölle aus Flyschsandkalk charakterisiert (Guggisberg-Schüttung).
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    Min. 30 m am Belpberg (Beck & Rutsch 1958), ca. 20 m am Bütschelegg (Rutsch 1947).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • «Obere Belpbergschichten»

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    Burdigalien - Burdigalien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • «Belpberg-Muschelsandstein» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Belpberg (BE)

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      "Grobkörniger, an Muscheltrümmern reicher, zuweilen durch zahlreiche kleine Lücken kavernös aussehender, geröllführender Kalksandstein." (Rutsch 1928)
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      6 - 10 m (Rutsch 1928).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Lateral geht der Muschelsandstein in eine polygene Nagelfluhfazies bzw. in einen fossilführenden Schiefermergel über.
    • «Sandstein- und Mergelfolge» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Abfolge von blaugrauen Schiefermergeln und mergeligem Sandstein im oberen Teil der Belpberg-Schichten mit mehreren Fossilhorizonten im Dach.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      65 - 95 m (Rutsch 1928)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • «Petrefaktenlager» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Muschelreiche Horizonte im oberen Teil der Belpberg-Formation.
        Alter
        Burdigalien - Langhien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Imihubel, Bütschelegg, Lisiberg. Rüschegg, Längenberg, Belpberg, Lochenberg, Hürnberg, Worb, Schwendlengraben, Bärbachgraben, Siglisbachgraben.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
  • «Untere Belpbergschichten»

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    "Wiederholter Wechsel von bunter Nagelfluh mit Sandsteinen und Mergeln, Schichten die rasche fazielle Wechsel durchmachen." (Rutsch 1928)
    Alter
    Burdigalien - Burdigalien
    Mächtigkeit
    Über 150 m (Rutsch 1928).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Utzigen-Muschelsandstein Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Utzigen (BE), Vechingen

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      unbekannter Status
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Horizont aus fossilreichem Muschelsandstein und Mergel innerhalb der Belpberg-Schichten, der gegen Südwesten seine Fortsetzung in einer polymikten Nagelfluh (Ulmiz-Nagelfluh) findet, bzw. faziell in diese übergeht.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      6 - 7 m (Gerber 1926)
      Geografische Verbreitung
      Im Radelfingengraben (BE) südöstlich von Utzigen
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Ulmiz-Quarzitnagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Ulmiz (BE), Köniz

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      unbekannter Status
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Über weite Strecken durchgehend verfolgbarer Quarzitnagelfluhhorizont, der rund 100 - 130 m über der Basis der Belpberg-Schichten liegt und u.a. Gangquarz-, Quarzit- sowie Hornsteingerölle enthält. Meist führt diese Quarzitnagelfluh weniger als 10% Kalk- und Sandsteingerölle. Lateral findet sie ihre Fortsetzung in einem Fossilien-führenden Muschelsandstein (Utzigen-Schichten), bzw. geht faziell in diesen über.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      Bis 5 - 8 m mächtig.
      Geografische Verbreitung
      Die eigentliche Ulmiz-Nagelfluh lässt sich von der Typlokalität am Ulmizberg bis in die Südabdachung des Liesbergs verfolgen. Im Gummersloch (BE), auf der Nordseite des Gurtentäli (BE), in der Gegend von Oberbalm (BE) – Borisried (BE).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Bütschelbach-Quarzitnagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Bütschelbach (BE), Rüeggisberg

    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Typische Quarzitnagelfluh an der Basis der Belpberg-Schichten, die sich lateral auf kurze Distanz in einzelne dünne Gerölllagen («Geröllschnüre») auflösen und gar ganz auskeilen kann, oder auch in eine Muschelsandsteinfazies («Unterer Muschelsandstein») übergehen kann.
    Alter
    Burdigalien - Burdigalien
    Mächtigkeit
    0 - 3 m (Ruscth & Schlüchter 1973). Bis zu 4 m.
    Die Bütschelbach-Nagelfluh (Basis der Belpberg-Schichten) mit liegende Sense-Schichten (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
    Die Bütschelbach-Nagelfluh (Basis der Belpberg-Schichten) mit liegende Sense-Schichten (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
    Die Bütschelbach-Nagelfluh mit erosive Basis und flachliegende feinere Ablagerungen im Dach (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
    Die Bütschelbach-Nagelfluh mit erosive Basis und flachliegende feinere Ablagerungen im Dach (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
    Gerölle der Bütschelbach-Nagelfluh (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
    Gerölle der Bütschelbach-Nagelfluh (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
    Geografische Verbreitung
    Vom Gebiet zwischen Schwarzwasser und Bütschelbach bis in die Gegend von Oberscherli (BE) bzw. bis zum SE-Fuss des Ulmizbergs (BE) verfolgbar. Fehlt jedoch meist am Ulmizberg (BE) und am Gurten (BE). Südöstlich von Kehrsatz beim Falkenhus (BE), westlich unterhalb von Vorder Märchligen (BE), auf der Ostseite des Gümligentals (BE), im Gebiet nördlich des Bantigers (BE).
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Im Gegensatz zu anderen Horizonten verläuft die Bütschelbach-Nagelfluh isochron und stellt deshalb einen besonders bedeutenden Grenzhorizont dar.
  • «Unterer Muschelsandstein» Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    unbekannter Status
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Grobkörniger, Glaukonit-führender, feinkonglomerathaltiger Sandstein mit Muschelschalentrümmern an der Basis der Belpberg-Schichten. Dieser grobsandige Grenzhorizont wittert z.T. plattig und mit rauer, löcheriger Oberfläche an und bildet im Gelände häufig eine markante Rippe. Lokal liegt er auch als steil schräg geschichteter, Geröll- und wenig Fossilien-führender Grobsandstein vor.
    Alter
    Burdigalien - Burdigalien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Am Dentenberg (BE; Osthang des Gümligetals, nördlich von Utzleberg), auf der Ostseite des Lindentals (BE; vom Stämpach östlich von Boll bis zum Muelerewald nördlich von Lindental, östlich Matte, im Cholgraben SE Lindental) und in der Umgebung des Thorbergs (BE; Undere Geisme, Muelerewald, Oberhalb Strasse Thorberg–Schwändi, NNE Schwändi, Wysstanne). Auf der Westseite des Lindentals nicht nachweisbar, da faziell ausgekeilt.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -