Flühli-Nagelfluh

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Représentation et statut

Index
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Couleur CMYK
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Couleur RGB
R: 240 G: 210 B: 100
Rang
Banc lithostratigraphique
Usage
Ce terme est en usage.
Statut
terme local (informel)
SCS note
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SCS date
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Commentaire
Konglomeratische Lagen in vermutlich ähnlichem stratigraphischem Niveau finden sich in den Deutenhausener Schichten des Vorarlbergs (Resch 1963: 56), sowie in den Grès du Val d'Illiez (Vuagnat 1952: 49).

Nomenclature

Allemand
Flühli-Nagelfluh
Français
Poudingue de Flühli
Italien
Conglomerato di Flühli
Anglais
Flühli Conglomerate
Origine du nom

Flühli (LU)

Variantes historiques
Flühlinagelfluh (Fröhlicher 1933 S.29, Diem 1986 S.511), Flüeli-Nagelfluh (Büchi & Trümpy 1976), Flühli-Nagelfluh (Habicht 1987)
Remarques nomenclatoriales
-

Synonymie

Synonymes
Non synonymes
Risques de confusion

Description

Description

Nagelfluh (konglomeratisch) mit Mergel-, Sandstein- und Kalkgeröllen in sandiger Matrix. Weiter enthält die Nagelfluh eine beträchtliche Menge (ca. 10%) an bunten Komponenten wie Granite, Gneise, Porphyre, Aplite, Quarzite, Kalke, Flyschsandsteine und mylonitische Granite.

Expression géomorphologique
Tritt als Rippe im Gelände vor.
Epaisseur
ca. 2 m

Composants

Lithologies principales
  • poudingue
Minéraux particuliers
-
Fossiles principaux
-

Hiérarchie et succession

Unité hiérarchiquement supérieure
Unités hiérarchiquement subordonnées
Unités sus-jacentes
    -
Unités sous-jacentes
Équivalents latéraux
Limite supérieure
-
Limite inférieure
-
Discussion stratigraphique
-

Âge

Âge au sommet
Rupélien
Note sur le sommet
-
Âge à la base
Rupélien
Note sur la base
-
Méthode de datation
-

Géographie

Extension géographique
Diese Nagelfluhbank lässt sich vom Spirberg (LK-Bl.1189 Sörenberg) nach NE hin bis zum Steinibach (LK-Bl.1169 Schüpfheim) verfolgen. Keilt nach SW aus.
Région-type
Localité-type
-
Coupe-type
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Coupes de référence
-
Point of interest
-

Paléogéographie et tectonique

Paléogéographie
Bassin d'avant-pays nord-alpin,
Type de protolithe
  • sédimentaire
Conditions de formation
-
Séquence
-
Unité tectonique (resp. catégorie générique)
Molasse subalpine
Métamorphisme
non métamorphique
Faciès métamorphique
-
Remarque sur le métamorphisme
-

Références

Définition
Fröhlicher H. (1933): Geologische Beschreibung der Gegend von Escholzmatt im Entlebuch (Kt. Luzern). , Beitr. geol. Karte Schweiz N.F. 67, 63 S.

Nagelfluh beobachtete ich in dieser Zone nur in einer einzigen, ca. 2 m mächtigen Bank, die NE, von Flühli als Rippe im Gelände hervortritt und daher kurz als «Flühlinagelfluh» bezeichnet sei. Diese Nagelfluhbank streicht von der Kirche Flühli (vgl. 166, Karte Schider) gegen NE über Stoss-Glashütten nach dem Steinibach; sie zeigt sich ins Seitenbach, der von Salzbühl herkommt (ca. Kote 1030) und im Steinibach selbst (ca. Kote 1040), sonst ist sie durch Moräne verdeckt. Der Gehalt an bunten Komponenten ist beträchtlich (ca. 10 %, Quarzite nicht mitgerechnet). Zur Hauptsache erkennt man Granite, Gneise, Porphyre, Aplite, viele Quarzite, ferner Kalke, Flyschsandsteine, stampische Sandsteine (? ) ; eine bezeichnende Komponente bilden mylonitische Granite. Besonders bemerkenswert ist das Auftreten von einzelnen grossen Geröllen (Kristallin und Sediment) bis 0,6 m Länge. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass H. Mollet (1921, p. 49) in der diese Hilfernschichten zum Teil vertretenden Nagelfluh von Ober Schwand und Tagweid (E des Kartengebietes) bis 1 m lange, vorwiegend aus Flyschsandsteinen bestehende Komponenten beobachtet hat. S.29

Révision
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

FLÜHLI-NAGELFLUH UMM (?Rupélien) Fröhlicher, H. (1933): Geologische Beschreibung der Gegend von Escholzmatt im Entlebuch (Kt. Luzern). - Beitr. geol. Karte Schweiz [N.F.] 67, p.29. Die Flühli-Nagelfluh ist die oberste, mächtigste und im Streichen nach NE am weitesten aushaltende konglomeratische Einschaltung der >>> Spirberg-Serie. Sie lässt sich vom Spirberg (LK-Bl.1189 Sörenberg) nach NE hin bis zum Steinibach (LK-Bl.1169 Schüpfheim) verfolgen (>>> Steinibach-Serie). Eine Spezialuntersuchung der vielleicht mit den Deutenhausener Schichten Bayerns und Vorarlbergs zu korrelierenden Konglomerate der Spirberg-Serie steht noch aus. Nach Holliger (1955: 90) führt die Flühli-Nagelfluh 20-30% kristalline Gerölle; die meisten bestimmbaren Gerölle weisen auf eine Abkunft aus dem südhelvetischen Flysch; darin zeigt sich eine Verwandtschaft mit der jüngeren >>> Heuboden-Aeschitannen-Regenflüeli-Nagelfluh. Bezeichnend für die Konglomerate der Spirberg-Serie ist nach Holliger die ungewöhnlich schlechte Sortierung, nach Gasser 1968 das Fehlen der zyklischen Gliederung und geringe laterale Aushaltevermögen der einzelnen Geröllbänke und die starken Schwankungen in der Geröllführung, sowie häufige sehr grosse Tongallen aus obereozänen Flyschmergeln. Gasser schliesst daraus auf ein marines Ablagerungs-Regime. Nach Holliger würde es sich um umgelagerte Konglomerate aus einer nahegelegenen, ins UMM-Meer mündenden Deltaschüttung handeln, nach Gasser (1968: 235) um die erste Delta-Schüttung einer Ur-Aare. Konglomeratische Lagen in vermutlich ähnlichem stratigraphischem Niveau finden sich in den Deutenhausener Schichten des Vorarlbergs (Resch 1963: 56), sowie in den Grès du Val d'Illiez (Vuagnat 1952: 49). Literatur: Fröhlicher 1933:29, 33; Fröhlicher & Weiler 1952:4, 5; Gasser 1968: 235, 259, 286, 301; Haus 1937: 7; Holliger 1955: 90, 92, 93; Kaufmann 1860: 46, 1886: 389; Kopp 1947: 236; Renz 1937a: 109,176; Siegenthaler 1974: 62, 63.

Principales publications
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Matériel et divers

Utilisations
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Die Flühli-Nagelfluh an der Typlokalität (Koord. 2643970 / 1192840 ; 14.08.2019 – A. Morard)
Die Flühli-Nagelfluh an der Typlokalität (Koord. 2643970 / 1192840 ; 14.08.2019 – A. Morard)
Die Geländerippe der Flühli-Nagelfluh an der Typlokalität (2643970 / 1192840 ; 14.08.2019 – A. Morard).
Die Geländerippe der Flühli-Nagelfluh an der Typlokalität (2643970 / 1192840 ; 14.08.2019 – A. Morard).
Geröllpetrographie der Flühli-Nagelfluh (2643970 / 1192840 ; 14.08.2019 – A. Morard).
Geröllpetrographie der Flühli-Nagelfluh (2643970 / 1192840 ; 14.08.2019 – A. Morard).