Bütschelbach-Quarzitnagelfluh

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Représentation et statut

Index
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Couleur CMYK
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Couleur RGB
R: 215 G: 200 B: 135
Rang
Banc lithostratigraphique
Usage
Ce terme est en usage.
Statut
terme local (informel)
SCS note
-
SCS date
-
Commentaire
Im Gegensatz zu anderen Horizonten verläuft die Bütschelbach-Nagelfluh isochron und stellt deshalb einen besonders bedeutenden Grenzhorizont dar.

Nomenclature

Allemand
Bütschelbach-Quarzitnagelfluh
Français
Poudingue quartzitique du Bütschelbach
Italien
Conglomerato quarzoso del Bütschelbach
Anglais
Bütschelbach Quartzitic Conglomerate
Origine du nom

Bütschelbach (BE), Rüeggisberg

Variantes historiques
Quarzitnagelfluh p.p. (Rutsch 1925), Bütschelbachnagelfluh (Rutsch 1967a), Bütschelbach-Nagelfluh (Habicht 1987)
Remarques nomenclatoriales
-

Synonymie

Synonymes
Non synonymes
Risques de confusion

Description

Description

„Die Bütschelbach-Nagelfluh (Typlokalität: Koord. 597.325/188.550) ist eine typische Quarzitnagelfluh. Ihre Mächtigkeit kann lateral auf kurze Distanz zwischen maximal 4 m und einer blos­­sen «Geröllschnur» variieren (Rutsch 1947).“ [Gruner 2001 S.15]

Expression géomorphologique
-
Epaisseur
0 - 3 m (Ruscth & Schlüchter 1973). Bis zu 4 m.

Composants

Lithologies principales
  • poudingue à éléments quartzitiques
Minéraux particuliers
-
Fossiles principaux
  • ostréidés
  • pectinidés
  • bivalves

Hiérarchie et succession

Unité hiérarchiquement supérieure
Unités hiérarchiquement subordonnées
Unités sus-jacentes
    -
Unités sous-jacentes
Équivalents latéraux
Limite supérieure
-
Limite inférieure
-
Discussion stratigraphique
-

Âge

Âge au sommet
Burdigalien
Note sur le sommet
-
Âge à la base
Burdigalien
Note sur la base
-
Méthode de datation

Schoepfer (1989) kam aufgrund sequenzstratigraphischer Untersuchungen südwestlich von Bern zum Schluss, dass die Bütschel­bach-Nagelfluhlage, im Gegensatz zu anderen Horizonten, isochron verläuft und deshalb einen besonders bedeutenden Grenzhorizont darstellt.

Géographie

Extension géographique
Vom Gebiet zwischen Schwarzwasser und Bütschelbach bis in die Gegend von Oberscherli (BE) bzw. bis zum SE-Fuss des Ulmizbergs (BE) verfolgbar. Fehlt jedoch meist am Ulmizberg (BE) und am Gurten (BE). Südöstlich von Kehrsatz beim Falkenhus (BE), westlich unterhalb von Vorder Märchligen (BE), auf der Ostseite des Gümligentals (BE), im Gebiet nördlich des Bantigers (BE).
Région-type
-
Localité-type
  • Bütschelbach (BE), Rüeggisberg
    Particularités du site
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Accessibilité du site
    • river bed
    Coordonnées
    • (2597325 / 1188550)
Coupe-type
-
Coupes de référence
-
Point of interest
-

Paléogéographie et tectonique

Paléogéographie
Bassin d'avant-pays nord-alpin,
Type de protolithe
  • sédimentaire
Conditions de formation
-
Séquence
Die Bütschelbach-Nagelfluh bildet die Basis der Belpberg-Schichten und verläuft rund 100 – 130 m tiefer als die Ulmiz-Nagelfluh innerhalb der Belpberg-Schichten. Im Gümligental (BE) lässt sich eine laterale Verzahnung von Nagelfluh- und Muschelsandsteinfazies (Bütschelbach-Nagelfluh und «Untere Muschelsandstein») beobachten (Gerber 1982).
Unité tectonique (resp. catégorie générique)
Molasse du Plateau Bassin molassique
  • fossé du Haut-Rhin
    • bassin de Laufen
  • Molasse du Jura
    • bassin de Delémont
  • Molasse du Plateau
  • Molasse subalpine
  • Épandages molassiques
Métamorphisme
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Faciès métamorphique
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Remarque sur le métamorphisme
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Références

Définition
Rutsch, R.F. (1967): Blatt 1186 Schwarzenburg (SA 332–335, Neuenegg–Oberbalm–Schwar¬zenburg–Rüeggisberg) , Geol. Atlas Schweiz 1:25000, Erläut. 26.

Als Grenzhorizont zwischen Senseschichten und Belpbergschichten wurde der tiefste Konglomerathorizont gewählt, der nach der Typuslokalität im Bütschelbachprofil (Koord. 597325/188550) als Bütschelbachnagelfluh bezeichnet sei. Der Verlauf dieses Nagelfluhhorizontes ist in Rutsch (1947: 14; hier noch als Ulmiznagelfluh bezeichnet) eingehend beschrieben. Es handelt sich um eine Quarzitnagefluh mit ähnlichen Sedimentationserscheinungen, wie die Scherlinagelfluh aufweist. Der Horizont kann mehrere Meter Mächitgkeit erreichen, sich auf kurze Distanzen in einzelne Geröllschnüre auflösen oder auch ganz auskeilen, um nach wenigen Metern wieder stark anzuschwellen. Diskordante Auflagerung ist häufig, ebenso rinnenförmige Einlagerung in die liegenden Sandsteine und Mergel (vgl. Rutsch 1947: 13).

Révision
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

BÜTSCHELBACH-NAGELFLUH OMM («Helvétien») Rutsch, R.F. (1967c): Erläuterungen: Geologischer Atlas der Schweiz 1: 25000, Bl. 332-335 Neuenegg-Oberbalm-Schwarzenburg-Rüeggisberg (Nr. 26), p.13. - Schweiz, geol. Komm. Originalzitat: «Als Grenzhorizont zwischen Senseschichten und Belpbergschichten wurde der tiefste Konglomerathorizont gewählt, der nach der Typuslokalität im Bütschelbachprofil (Koord. 597.325/188.550) als Bütschelbachnagelfluh bezeichnet sei...» Synonyma: Die Bütschelbach-Nagelfluh wurde von Rutsch (1947:13, Tf. III) als >>> Ulmiz-Nagelfluh interpretiert. Die nachher erfolgte Detailkartierung (Rutsch & Frasson 1953) ergab eine Korrektur dieser Ansicht. Danach liegt die Bütschelbach-Nagelfluh im Scherlibachtobel ca. 130 m unter der Ulmiz-Nagelfluh. Dies kommt der ursprünglichen Ansicht von Rutsch (1933) nahe, nach welcher die später als Bütschelbach-Nagelfluh bezeichnete Bank im Bütschelbachtobel etwa 170 m unter der Ulmiz-Nagelfluh liegt. Typlokalität: Bütschelbach, ca. 6 km NE Schwarzenburg, LK-Bl.1186 Schwarzenburg, Koord. 597.325/188.550. Lithologie: Typische Quarzitnagelfluh, in welcher milchige Quarzite häufig den grösseren Teil des Geröllbestandes ausmachen (Rutsch 1947: 13). Mächtigkeit: Stark wechselnd innerhalb weniger Meter von maximal 3 - 4 m bis hinunter zur blossen «Geröllschnur». Stratigraphischer Verband: Nach Rutsch 1947: 13 handelt es sich um ein Rinnensediment. Offenbar werden dabei die mächtigeren Partien als Füllungen erosiver Rinnen, durch marine Strömungen entstanden, interpretiert («distributary ehannels»). Rutsch (1947) betrachtet das Ablagerungsmilieu als brackisch. Die Häufigkeit der Gangquarzitgerölle weist nach diesem Autor daraufhin, dass dieser Nagelfluhtyp durch mechanische Auslese während des relativ langen Transportweges vom zentralen Emmental (Napf>Schuttfächer sowie durch anschliessende Verdriftung und Aufarbeitung im Flachmeer entstanden ist. Die von Rutsch 1947 noch als «Ulmiznagelfluh» interpretierte Bütschelbach-Nagelfluh lässt sich nur im engeren Schwarzwassergebiet mit Sicherheit feststellen, d.h. nach S bis in den ca. 5 km entfernten Lindengraben. Nach W, gegen die Sense zu, scheint sie auszu-keilen; nach Frasson (1947: 21) kann dort eine quarzitreiche Geröllage vielleicht als ihr letzter Ausläufer aufgefasst werden. Alter: Von Rutsch & Frasson 1953 wird für das Schwarzwassergebiet die Bütschelbach-Nagelfluh als Grenze Burdigalien/Helvetien aufgefasst (vgl. auch Rutsch 1967p und Rutsch & Schlüchter 1973). Wahrscheinlich ungefähr im Niveau der Bütschelbach-Nagelfluh bestimmte Oertli Ostrakoden, die möglicherweise ins Helvétien gehören (Schmid 1970:25), vgl. Artikel >>> Sense-Schichten und >>> Basiskonglomerat Schmid. Eine wirklich befriedigende Grenzziehung «Burdigalien»>>> Helvétien» entzieht sich allerdings (?vorläufig) einer Kartierung (vgl. >>>Ulmiz-Nagelfluh). Literatur: Frasson 1947: 21; Gerber 1923: 248; Rutsch 1933: 2, 4, 5, Tf I- 13 14 Tf.III, 1967c: 12, 13,15; Rutsch & Frasson 1953: Karte; Rutsch & Schlüchter 1973-Tab.; Schmid 1970: 25.

Principales publications
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Matériel et divers

Utilisations
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Die Bütschelbach-Nagelfluh (Basis der Belpberg-Schichten) mit liegende Sense-Schichten (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
Die Bütschelbach-Nagelfluh (Basis der Belpberg-Schichten) mit liegende Sense-Schichten (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
Die Bütschelbach-Nagelfluh mit erosive Basis und flachliegende feinere Ablagerungen im Dach (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
Die Bütschelbach-Nagelfluh mit erosive Basis und flachliegende feinere Ablagerungen im Dach (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
Gerölle der Bütschelbach-Nagelfluh (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
Gerölle der Bütschelbach-Nagelfluh (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).