Aargauer Juranagelfluh

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Représentation et statut

Index
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Couleur CMYK
-
Couleur RGB
R: 240 G: 215 B: 165
Rang
Formation lithostratigraphique
Usage
Ce terme est en usage.
Statut
terme informel
SCS note
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SCS date
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Commentaire
Die Schüttung der Aargau-Juranagelfluh verzahnt sich in Richtung Süden (Bözberggebiet) mit der beckenaxialen Glimmersandschüttung der mittelländischen OSM.

Nomenclature

Allemand
Aargauer Juranagelfluh
Français
Gompholite d'Argovie
Italien
Gonfolite d'Argovia
Anglais
Aargau Juranagelfluh
Origine du nom

Kanton Aargau (AG)

Variantes historiques
Gompholithe d'Argovie (Rollier 1904c), Aargauer Juranagelfluh (Schaad 1908, Mühleberg 1908, Waibel & Burri 1961, Kälin 1993, Diebold et al. 2006), Gompholithe d'Argovie = Juranagelfluh (Rollier 1912a), «Aargauer Juranagelfluh» = Aargau Alluvial Fan (Kälin & Kempf 2009).
Remarques nomenclatoriales
-

Synonymie

Synonymes
Non synonymes
Risques de confusion

Description

Description

Nagelfluhhorizont der OSM, der durch Malm- (Villigen-Fm.) und Doggergerölle (Hauptrogenstein) charakterisiert ist. Im Gegensatz zur Basler Juranagelfluh fehlen aber Muschelkalk- und Buntsandsteingerölle. Der Nagelfluhhorizont besteht aus einem groben Konglomerat von Trümmern des mittlern und oberen Juras mit zwischengelagertem, aus demselben Gestein bestehenden, feinerem Material und wenig rötlichem Ton. Das feinere Material ist nicht ganz kompakt, sondern oft etwas feinporig. Die groben Gerölle bestehen aus dichtem hellem Kalk des unteren Malmes. Die feineren Gemengteile bestehen sowohl aus unterem als aus oberem Malm in Form von weissem dichtem Kalk, der durch alle Zwischenfarben von hellrot in ziegelrot, graulichrot und rötlichgrau in grauen dichten Kalk mit kleinen spätigen Einlagen (Trümmer von Echinodermenresten) übergeht.

Expression géomorphologique
-
Epaisseur
Bis 80 m, zusammen mit den Heliciden-Mergel.

Composants

Lithologies principales
  • poudingue
Minéraux particuliers
-
Fossiles principaux
-

Hiérarchie et succession

Unité hiérarchiquement supérieure
Unités hiérarchiquement subordonnées
Unités sus-jacentes
    -
Unités sous-jacentes
Équivalents latéraux
Limite supérieure
-
Limite inférieure
Marnes rouges à Helix
Discussion stratigraphique
-

Âge

Âge au sommet
Serravallien
Note sur le sommet
-
Âge à la base
Langhien
Note sur la base
-
Méthode de datation
-

Géographie

Extension géographique
Östlich des Wölfinswiler Baches. Westgrenze entlang der Linie Wölflinswil – Kienberg (AG).
Région-type
Localité-type
-
Coupe-type
-
Coupes de référence
-
Point of interest
  • Oberzeihen (AG)
    Particularités du site
    • typical facies
    Accessibilité du site
    • mountain ridge
    Coordonnées
    • (2649150 / 1257165)
    Note
    • Wildi 1983 S.82
  • Deckerhübel (AG)
    Particularités du site
    • lower boundary
    • typical facies
    Coordonnées
    • (2654500 / 1258625)
    Note
    • Diebold et al. 2006
  • Chalchderen (AG)
    Particularités du site
    • typical facies
    Coordonnées
    • (2652920 / 1257800)
    Note
    • Diebold et al. 2006

Paléogéographie et tectonique

Paléogéographie
-
Type de protolithe
  • sédimentaire
Conditions de formation
-
Séquence
-
Unité tectonique (resp. catégorie générique)
Molasse du Jura
  • bassin de Delémont
Métamorphisme
-
Faciès métamorphique
-
Remarque sur le métamorphisme
-

Références

Définition
Schaad E. (1908): Die Juranagelfluh. , Beitr. Geol. Karte Schweiz (N.F.) 22

Die Aargauer Juranagelfluh scheint nicht im Zusammenhang mit derjenigen des Basellandes gestanden zu haben, wofür auch die ganz andere Zusammensetzung spricht. Auf den Höllen um Anwil und Kienberg trifft man bei einer Meereshöhe von zirka 600 m., wo sonst weiter westlich die Juranagelfluh auftrat, ausgedehnte Süsswasserkalke an, die stellenweise häufig schlecht erhaltene Fossilien einschliessen, so Heliziten, Clausilien u.s.w. Dieser Süsswasserkalk könnte gleichzeitig oder nach der Juranagelfluh entstanden sein, etwa in einem See, der die beiden grossen Geröllbildungen des Basellandes und des Aargaus trennte.

Révision
Waibel A., Burri F. (1961): Jura et fossé rhénan - Juragebirge und Rheintalgraben , Internat. Strati. Lexikon - Lexique Strati. Internat. I/7a, 314

Aargauer Juranagelfluh (Miocän-Tortonien)

E. Schaad (1908): Die Juranagelfluh. Beitr. geol. Karte Schweiz, N.F. 22: 20-25.

F. Mühlberg (1908): Erläuterungen zur geologischen Karte der Umgebung von Aarau l: 25 000. Erläut. geol. Karte Schweiz 8: 24-26.

F. MÜHLBERG gibt folgende Beschreibung: «Es ist ein grobes Konglomerat von Trümmern des mittleren und oberen Juras mit zwischengelagertem, aus demselben Gestein bestehendem feinerem Material und wenig rötlichem Ton, der mit dem Ton der Helicitenmergel übereinzustimmen scheint. Das feinere Material ist nicht ganz kompakt, sondern oft etwas feinporig. Die groben Gerölle bestehen aus dichtem hellem Kalk des unteren Malmes, gleicher Facies wie er in der Nähe ansteht. Teils runde, teils oolitische, rundliche oder unregelmässig gestaltete und kantige Feuersteine sind hier ziemlich selten. Die feineren Gemengteile bestehen sowohl aus unterem als aus oberem Malm in Form von weissem dichtem Kalk, der durch alle Zwischenfarben von hellrot in ziegelrot, graulichrot und rötlichgrau in grauen dichten Kalk mit kleinen spätigen Einlagen (Trümmer von Echinodermenresten) übergeht. Die grauen Teile sind zum Teil kantengerundet, aussen zuweilen etwas dunkler als innen. Im Gestein selbst eingeschlossen erscheinen sie bei oberflächlicher Betrachtung durch Kontrast schwarz; das hat MOESCH verleitet, derartige Brocken am Bötzberg fälschlich für Alpenkalk anzusehen. Ganz vereinzelt finden sich darin harte dunkelbraune Kieselchen oder unregelmässig gerundete glänzende glatte Trümmer von Bohnerzkörnchen. Das Bindemittel ist ein roter toniger Kalk.» Das Konglomerat ist an verschiedenen Stellen höchstens 3 m mächtig, doch sind grössere Mächtigkeiten nicht selten; das Konglomerat nimmt aber oft auf kurze Entfernung rasch ab und geht lokal in Kalksandstein oder in Helicidenmergel über. Die Gerölle weisen oft Rutschflächen mit Rutschstreifen auf; viele besitzen Eindrücke, während MOESCH auch Gerölle mit geborstener Oberfläche erwähnt. Im Gegensatz zur Juranagelfluh (JN) des Basler Jura treffen wir hier also keine ältern Komponenten als Hauptrogenstein an, der an manchen Orten 60-65% der Gerölle liefert; es handelt sich vor allem um grobe Oolithe. Aus dem obern Dogger fanden sich (nach E. SCHAAD, 1908: 23) grünliche, sandigspatige Kalke mit Oppelia (Oxycerites) aspidoides OPP., rotbraune Kalke mit Rhynchonella varians SCHLOTH. (= Rh. alemanica ROLLIER) und braune Mergelkalke, zum Teil mit spärlichen Oolithen, die vielleicht den Macrocephalusschichten angehören. Der Malm tritt meistens in grossen (bis 0.6 m Durchmesser), oft noch ganz eckigen Stücken auf, die nicht von weit her stammen können; er bildet etwa 20-45% der Gerölle. Sie entfallen auf Birmensdorfer-, Effinger- und Geissbergschichten. Weitaus die meisten Malmgerölle bestehen aber aus gelblichweissen bis bräunlichen, dichten, splitterigen Kalken der Wangener- und Letzischichten. C. MOESCH (1867a: 242) erwähnt schwarzen Hochgebirgskalk, der auf dem Bötzberg l% der Gerölle ausmachen soll. Dies ist aber offenbar ein Irrtum, den F. MÜHLBERG bereits berichtigt hat. Tertiärgerölle haben einen Anteil von 0-12%. Es sind meist Süsswasserkalke, daneben Knollen und Konkretionen aus den Helicidenmergeln und als Seltenheit gerollte Stücke von Muschelsandstein. Nach E. SCHAAD (1908: 25) stammt das Material für die Aargauer Juranagelfluh vom Südabhang des Schwarzwaldes zwischen Rheinfelden und Laufenburg. Wo sich dachziegelartige Lagerung der Gerölle beobachten liess, wies diese immer nach Westen bis Norden; ebenso stimmt das Auskeilen der Sandsteinbänke und Geröllbänder mit einer Strömung aus dieser Richtung überein. Die Juranagelfluh liegt nach E. SCHAAD (1908: 24) im Aargauer Jura nirgends mehr auf Dogger, sondern überall auf Malm und zwar im Westen durchwegs auf Argovien, nach Osten hin allmählich übergreifend auf das Sequan bis zu den Wangenerschichten. Am Bötzbergplateau schiebt sich an manchen Stellen marine Molasse mit stark wechselnder Mächtigkeit dazwischen; hie und da bilden Bohnerztone, am Linnberg sogar untere Süss-wassermolasse das Liegende der Juranagelfluh; an einigen Orten konnte beobachtet werden, dass unter derselben 0.2 - 0.5 m der gleichen roten, fossilleeren Mergel entwickelt waren, wie dies im Basler Jura z.B. am Gisiberg und der Tennikerfluh der Fall ist und die zu den Helicidenmergeln (Helvétien) gerechnet werden. Am Linnberg (ca. 6 km WSW von Brugg) und bei Ursprung (3.5 km W Brugg) wird die JN von oberer Süsswassermolasse überlagert; bei Ursprung ist es ein graugrüner Sandstein mit einzelnen JN-Geröllen, der der JN aufliegt. Oestlich der Linie Umiken - Riniken findet sich keine JN mehr; an ihrer Stelle trifft man überall obere Süsswassermolasse des Ober-Miocän (Tortonien). Die stratigraphische Stellung der JN ist also hier genau fixiert. Zu erwähnen ist, dass E. BAUMBERGER (1934, Tabelle) die JN ins Mittel-Miocän (Helvétien) stellte, dies im Gegensatz zu den meisten andern Autoren. Eine eigentliche Typ-Lokalität für die Aargauer Juranagelfluh wurde nicht bezeichnet, es sei denn, dass das Bötzbergplateau W und NW von Brugg als solche betrachtet werde. Die Bezeichnung Aargauer Juranagelfluh wird auch heute noch verwendet. Die östliche Verbreitungsgrenze für diese Ablagerungen liegt an der Linie Umikon-Riniken direkt westlich von Brugg. Die Westgrenze verläuft über Oberhof-Wölfliswil (ca. 16 km W Brugg). Die südliche Begrenzung zieht sich von Villnacheren (3 km SW von Brugg) direkt westwärts über Ober-Zeihen gegen Oberhof. Die Begrenzung nach Norden folgt dem Nordhang des Bötzberges von Uebertal westwärts gegen Kästal und biegt zwischen Kästal und Effingen in südlicher Richtung ab, um dann von Gallenkirch an wieder westwärts zu verlaufen über Nieder -Zeihen und Ueken. C. MOESCH (1867a: 243) meldet, dass er in feinkörniger Nagelfluh bei Villnacheren (3 km SW Brugg) Zahnreste eines Mastodon, bestehend aus zwei Bruchstücken von gestreiften Stosszähnen, nebst zwei Backenzähnen gefunden habe; leider erlaubt der Erhaltungszustand keine nähere Bestimmungen. Literatur: E. BAUMBERGER (1934), J.J. FRÜH (1888), C. MOESCH (1867a, b), F. MÜHLBERG (1908), E. SCHAAD (1908).

Principales publications
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Matériel et divers

Utilisations
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  • Herznach-Juranagelfluh Vue détaillée

    Origine du nom

    Herznach (AG)

    Rang
    Banc lithostratigraphique
    Statut
    terme local (informel)
    Nom à utiliser
    En bref
    Basaler, diamiktischer Teil der Aargauer Juranagelfluh, der ausnahmsweise (und nur lokal) Buntsandstein- und Kristallingerölle enthält.
    Âge
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    Epaisseur
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    Extension géographique
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    Région-type
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    Commentaire
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