Juranagelfluh des Beckens von Laufen

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Representation and status

Index
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CMYK Color
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RGB color
R: 240 G: 215 B: 165
Rank
lithostratigraphic unit
Validity
Unit is in Use
Status
informal term
SCS note
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SCS date
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Comment
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Nomenclature

German
Juranagelfluh des Beckens von Laufen
French
Gompholite du bassin de Laufon
Italian
Gonfolite di bacino di Laufen
English
Laufen basin Juranagelfluh
Origin of the Name

Südöstlicher Teil des Laufen-Beckens (BL)

Historical Variants
Juranagelfluh des Laufenbeckens (Koch 1923, Waibel & Burri 1961), Juranagelfluh = Gompholite à galets jurassiens (Buxtorf & Christ 1936), «Juranagelfluh des Beckens von Laufen» = Laufen Alluvial Fan (Kälin & Kempf 2009).
Nomenclatorial Remarks
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Synonyms

Synonyms
Non-synonyms
Possible confusion

Description

Description
Die Juranagelfluh des Laufen-Beckens besteht nicht nur aus reinen Schotterablagerungen, sondern auch aus mehr oder weniger mächtigen Sandsteinen, Tonlinsen und im obersten Teil auch aus losen Sanden. Eine besondere Erwähnung verdient ein hydrobienführender, weisser Kalk aus der Synklinale Steffen-Kastelweid. Die Gerölle sind sehr variabel und die Lage der Gerölle weist auf eine Strömung von Norden nach Süden.
Geomorphology
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Thickness
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Components

Lithological content
  • sandstone (psammite, arenite) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • marlstone
  • puddingstone
  • sand : grains: 1/16 mm - 2 mm (granular feel under the hand ; rock = arenite : sandstone)
Mineral content
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Fossil content
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Hierarchy and succession

Units at roof
    -
Units at floor
Lateral equivalents
Upper boundary
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Lower boundary
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Stratigraphic discussion
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Age

Age at top
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Note about top
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Age at base
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Note about base
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Dating method
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Geography

Geographical extent
Als Hauptverbreitungsgebiet kommt das Laufenbecken östlich der Lüssel, sowie die Ostumrandung des Beckens in Frage; ferner zieht sich ein langgezogener Streifen als Kern der Mulde zwischen Eichberg — Homberggewölbe und dem Kienberg — Brand von Fehren bis NW Bretzwil. Westlich der Lüssel sind nur die kleinen Vorkommen südlich von Wahlen bekannt.
Type area
Type locality
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Type profile
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Reference profiles
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Point of interest

Paleogeography and tectonic

Paleogeography
North Alpine Foreland Basin,
Kind of protolith
  • sedimentary
Conditions of formation
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Sequence
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Tectonic Unit (resp. main category)
Molasse of the Jura
  • Delémont basin
Metamorphism
-
Metamorphic facies
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Note on metamorphism
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References

Definition
Koch R. (1923): Geologische Beschreibung des Beckens von Laufen im Berner Jura , Beitr. Geol. Karte Schweiz (N.F.) 48/2
Revision
Waibel A., Burri F. (1961): Jura et fossé rhénan - Juragebirge und Rheintalgraben , Internat. Strati. Lexikon - Lexique Strati. Internat. I/7a, 314

Juranagelfluh des Laufenbeckens (Miocän-Tortonien)

R. KOCH (1923): Geologische Beschreibung des Beckens von Laufen im Berner Jura. Beitr. geol. Karte Schweiz. N.F. 48, II. Abt 2:8-33.

Die Juranagelfluh (JN) des Beckens von Laufen und seines Ostrandes besteht nicht nur, wie man aus den Beschreibungen von A. GUTZWILLER (1910) schliessen könnte, aus reinen Schotterablagerungen, sondern es treten in und mit ihr stellenweise mehr oder weniger mächtige Sandsteine, Tonlinsen und im obersten Teile lose Sande auf; besondere Erwähnung verdient endlich ein hydrobienführender, weisser Kalk. a. Synklinale Steffen-Kastelweid. Hier tritt die JN nur als dünne Decke auf; besonders beim Hof Prinzi (Koord. 610.700 7252.250) ca. 6 km E von Laufen, an der Ostumrandung des Beckens, zählte R. KOCH: Buntsandstein 7%, Muschelkalk 42%, Feuersteine (Muschelkalk) 3%, Dogger 25%, Malm 20%, tertiäre Süsswasserkalke 3%, während kristallines Material fehlt. Die Grösse der Gerölle überschreitet nur ausnahmsweise Faustgrösse. Als Unterlage dient Ober-Sequan. b. Breitenbach - Oberes Kaltbrunnental - Fehren. Besonders instruktiv sind die Gruben von Karhollen, ca. l km E von Breitenbach. Wir finden hier Gerölle von Muschelkalk 40%, von Dogger 25%, von Malm 25%; die restlichen 10% verteilen sich der Häufigkeit nach auf Buntsandstein, Quarzite, Quarzporphyrbreccie, tertiären Süsswasserkalk, Granit und Porphyrit. In der tiefer gelegenen Grube fällt auf, dass der Anteil an kristallinen Geschieben bis 10% beträgt (Granit und Gneis), die noch recht gut erhalten sind. Nach A. GUTZWILLER (1910: 200) schwankt die Geröllgrösse zwischen Erbsen- und Kopfgrösse, im Mittel sind sie aber ei- bis faustgross. Grössere Gerölle mit 0.4 - 0.6 m als grösstem Durchmesser sind ebenfalls vorhanden, aber selten. Die Kalkgerölle zeigen häufig schöne Eindrücke. Die Lage der Gerölle weist deutlich auf eine Strömung von Norden nach Süden. Die Unterlage der JN bildet in der tieferen Grube die Molasse alsacienne (Chattien). c. Breitenbach-Fehren-Büsserach. Der beste Aufschluss liegt in der Muggmatt, ca. 1.750 km SE Breitenbach. Die Zusammensetzung der JN beträgt hier: Buntsandstein 15%, Feuersteine (Muschelkalk) 2%, Muschelkalk 35%, Lias 1%, Dogger 15%, Malm 40% und Kristallines 2%. d. Büsserach-Wahlen. Dies sind die einzigen Aufschlüsse westlich des Lüsseltales, das das Becken von Laufen in zwei Hälften teilt. In der Bachmatt, l km W von Büsserach, steht JN in derselben Ausbildung an wie östlich der Lüssel. Sandschmitzen und Sandsteine wechsellagern mit Geröllen. Die Unterlage wird hier durch die chattischen Delémontienmergel gebildet. Zu erwähnen ist noch ein Vorkommen von Süsswasserkalk mit Hydrobia trochulus SANDB. (siehe diesen), das R. KOCH (1923: 31) von der Schlismattägerten, 2 km ESE von Breitenbach beschrieben hat und das er in Verbindung mit der JN bringt. Das Alter wurde als Tortonien angegeben, sodass der JN des Laufenbeckens ein gleiches Alter zugeschrieben wird wie den aequivalenten Bildungen im Basler und Aargauer Jura. Als einziger Unterschied gegenüber dem Basler Jura wäre das allgemein reichlichere Auftreten von Muschelkalkgeröllen und lokal von kristallinen Gesteinen hervorzuheben. R. KOCH (1.c.: 32) schliesst aus dieser Differenz auf ein in der Nähe der Rheintalflexur, im badischen Oberland gelegenes Einzugsgebiet, wo infolge tektonischer Vorgänge bereits Muschelkalk in grösserer Fläche und seltener auch Buntsandstein, Rotliegendes und Kristallines der Erosion ausgesetzt waren. In Anbetracht der Vielfältigkeit der Ablagerungen der JN des Laufenbeckens kann eine Typ-Lokalität nicht angegeben werden. Als Hauptverbreitungsgebiet kommt das Laufenbecken östlich der Lüssel, sowie die Ostumrandung des Beckens in Betracht; ferner zieht sich ein langgezogener Streifen als Kern der Mulde zwischen Eichberg — Homberggewölbe und dem Kienberg — Brand von Fehren bis NW Bretzwil. Westlich der Lüssel sind nur die kleinen Vorkommen südlich von Wahlen bekannt. Im Gegensatz hiezu steht die Auffassung von E. SCHAAD (1908: 9), der die JN bei Reigoldswil aufhören lässt, während er die Ablagerungen weiter westlich, vor allem diejenigen des Laufenbeckens zur polygenen, also helvetischen Nagelfluh zählte. Literatur: A. GUTZWILLER (1910), R. KOCH (1923), E. LEHNER (1920), E. SCHAAD (1908).

Important publications
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Material and varia

Applications
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  • Nebelberg-Süsswasserkalk Show details

    Origin of the Name

    Hof Nebelberg (SO)

    Rank
    lithostratigraphic unit
    Status
    local name (informal)
    Valid name
    In Short
    Fossilreicher grauer Süsswasserkalk innerhalb der Juranagelfluh des Beckens von Laufen.
    Age
    Tortonian - Tortonian
    Thickness
    Ca. 50 m (Becker 2003).
    Geographical extent
    -
    Type area
    Solothurner Jura (SO)
    Comment
    -
  • Tonilöchli-Juranagelfluh Show details

    Origin of the Name

    Käselbach nördlich von Tonilöchli (SO)

    Rank
    lithostratigraphic unit
    Status
    local name (informal)
    Valid name
    In Short
    Lokales Vorkommen der Juranagelfluh des Beckens von Laufen. Gilt als Typlokalität.
    Age
    -
    Thickness
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    Geographical extent
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    Type area
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    Comment
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