Wehrenbach-Süsswasserkalk

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Representation and status

Index
LNW
CMYK Color
N/A
RGB color
R: 225 G: 250 B: 250
Rank
lithostratigraphic Bed
Validity
Unit is in Use
Status
local name (informal)
SCS note
-
SCS date
-
Comment
Weitere Leitniveaus ähnlichen Charakters sind über und unter dem Wehrenbach-Niveau vorhanden. Nicht alle ursprünglich als Wehrenbach-Niveau beschriebenen Vorkommen gehören diesem Niveau an.

Nomenclature

German
Wehrenbach-Süsswasserkalk
French
Calcaire d'eau douce du Wehrenbach
Italian
Calcare d'acqua dolce del Wehrenbach
English
Wehrenbach Freshwater Limestone
Origin of the Name

Wehrenbachtobel (ZH), Zollikon bzw. Höckler (ZH), Zürich.

Historical Variants
Limnisches Leitniveau der Zürcher Molasse (Pavoni 1956) = Wehrenbachniveau (Pavoni 1957), Wehrenbachkalk = Wehrenbach-Kalkniveau = Wehrenbach-Küsnachtertobel-Niveau )Büchi 1958c), Limnisches Niveau Wehrenbach-Höckler (Gubler 2009), limnisches Niveau Werenbach (Pavoni et al. 2015).
Nomenclatorial Remarks
-

Synonyms

Synonyms
Non-synonyms
Possible confusion

Description

Description
Regionales Leitniveau der OSM-II (ca. 140 - 150 bzw. 205 m über dem «Appenzellergranit»-Leitniveau), bestehend aus weissgrauem Knollenkalk, dunklem bituminösem Mergel und gelbbraunem Stinkkalk, stellenweise mit Kohle.
Geomorphology
-
Thickness
4,4 m an der Typlokalität (Habicht 1987)

Components

Lithological content
  • marlstone
  • freshwater limestone
Mineral content
-
Fossil content
  • gastropods

Hierarchy and succession

Superordinate unit
Subordinate units
Units at roof
    -
Units at floor
Lateral equivalents
Upper boundary
-
Lower boundary
-
Stratigraphic discussion
-

Age

Age at top
Langhian
Note about top
-
Age at base
Langhian
Note about base
-
Dating method

Säugerfundstelle Schwamendingen, Brandholz (205 m über dem «Appenzellergranit»-Leitniveau): mittleres MN6 (Bolliger 1998, Kälin & Kempf 2009).

Geography

Geographical extent
Im Küsnachter Tobel am Wulp-Hügel (ZH; 688175/241848), am Heslibach (ZH; 688394/240665), im nördlichen Sihltal (ZH). Die bekannte Ausdehnung dieses Süsswasserkalkhorizonts beträgt mindestens 150 km².
Type area
-
Type locality
  • Wehrenbachtobel (ZH)
    Site particularities
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Site accessibility
    • river bed
    Coordinates
    • (2686070 / 1245500)
    Note
    • Pavoni 1957
Type profile
  • Wehrenbachtobel (ZH)
    Site particularities
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Site accessibility
    • river bed
    Coordinates
    • (2686070 / 1245500)
    Note
    • Pavoni 1957
Reference profiles
  • Stöckentobel (ZH)
    Site particularities
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Site accessibility
    • river bed
    Coordinates
    • (2685800 / 1246000)
    Note
    • Pavoni 1957
Point of interest
-

Paleogeography and tectonic

Paleogeography
North Alpine Foreland Basin,
Kind of protolith
  • sedimentary
Conditions of formation
Knollenkalke: chemische Ausscheidungen in schwach bewegtem, kalkreichem Wasser, meist am Ende von Überschwemmungsperioden. Stinkkalke: rein organisch-chemische, limnische Kalkausfällung mit limnischen Mollusken (Planorben) und Chara-Algenreste. Fossile Trockenrisse und Wurmgänge deuten auf zeitweilige Trockenlegung der Flachseen (Pavoni).
Sequence
-
Tectonic Unit (resp. main category)
Plateau Molasse
Metamorphism
non metamorphic
Metamorphic facies
-
Note on metamorphism
-

References

Definition
Pavoni Nazario (1957): Geologie der Zürcher Molasse zwischen Albiskamm und Pfannenstiel. , Vjschr. natf. Ges. Zürich 102, 117

S.253: 2. Das limnische Leitniveau der Zürcher Molasse (Wehrenbachniveau) Typuslokalität: Wehrenbachtobel Kote 475 m (Koord. 686,07/245,50) evtl. Stöckentobel Kote 465 m (Koord. 685,80/246,00) Es entspricht einer ruhigen Periode in der Molassesedimentation und dürfte darum auch in der OSM der Ostschweiz eine weite Verbreitung besitzen. In grossen Flachseen und Flachmooren, die viele 100 km2 gross waren, wurden die verschiedenen Schichten des Niveaus abgelagert. Diese Seen waren nur wenige Dezimeter bis Meter tief. Sie entstanden dadurch, dass die weite Schwemmlandebene abgesenkt und in der Folge mit stehendem Wasser bedeckt wurde. Damit ist die erstaunliche Flachgründigkeit dieser Seen erklärt. Natürlich gab es gewisse Schwellenzonen, so im Gebiet von Egg—Maur—Erlenbach—Meilen, wo das Niveau reduziert erscheint. In gewissen Fällen sind auch die oberen Partien des Niveaus bereits primär durch die Erosion der Molasseflüsse wieder entfernt worden. Das Wehrenbachniveau liegt im Zürichseeraum stratigraphisch 140 bis 150 m über dem Meilener Kalk. Der Knollenkalk des limnischen Leitniveaus ist identisch mit dem Wetterkalk von Hombrechtikon. Seine Ausdehnung beträgt auf Grund der aus der Zürcher Molasse zusammenhängend bekanntgewordenen Fundpunkte 800 km2 (vgl. das Profil S. 218).

Revision
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

WEHRENBACH-NIVEAU (OSM ; «Tortonien») Pavoni, N. (1957): Geologie der Zürcher Molasse zwischen Albiskamm und Pfannenstiel. - Verh. natf. Ges. Zürich 102, p.218. Originalzitat: «... am Wehrenbach stossen wir ... auf Kote 475 m ... auf eine auffällige, sehr schön ausgebildete limnische Zone.» Synonyma: Wehrenbachkalk Büchi 1958c: 11, Wehrenbach-Kalkni-veau, Wehrenbach-Küsnachtertobel-Niveau Büchi 1958c: 13. Typlokalität und Typprofil: Wehrenbachtobel, LK-Blatt 1091 Zürich, Koord. 686.070/245.500. Typusprofil daselbst (Pavoni 1957: 218). Lithologie: Am Wehrenbach sind besonders hervorzuheben (von unten nach oben) weissgraue Knollenkalke, bituminöse, dunkle, oben z.T. kohlige Mergel und gelbbrauner Stinkkalk mit Planorben, letztere bei Kote 476 m. Mächtigkeit: Am Wehrenbach ca. 4.4 m, davon 70 cm Knollenkalk und 30 - 40 cm Stinkkalk. Stratigraphischer Verband: Das Wehrenbach-Niveau liegt im untersten Teil der >>> Zürich-Schichten Pavoni's. Das Wehrenbach-Niveau liegt nach Pavoni 1957: 233, 253, 140-150 m stratigraphisch über dem Hauptleitniveau der Zürcher Molasse (>>> Degersheimer Kalknagelfluh). Diese Schätzung beruht auf der Korrelation des Wehrenbach-Niveaus mit einem Vorkommen im Meilener Tobel bei 560 m und mit dem >>> Wetterkalk von Hombrechtikon, eine Korrelation, die keineswegs unangezweifelt ist (vgl. Büchi 1958c: 18). Die Verhältnisse in der Bohrung Küsnacht l, wo der >>> Küsnachter Bentonit etwas über 200 m über dem >>> Meilener Kalk liegt (Büchi et al. 1965: Tf. I) sprechen jedenfalls dafür, dass das Wehrenbach-Niveau im Gebiet von Meilen über 200 m über dem Niveau der >>> Degersheimer Kalknagelfluh zu liegen käme und dass es deshalb beträchtlich jünger ist als der >>>Wetterkalk von Hombrechtikon (vgl. >>>Gugger-Zone). Verbreitung, Fazies und Paläogeographie: Ursprünglich (Pavoni 1956: 26) wurde das Wehrenbach-Niveau als «limnisches Leitniveau der Zürcher Molasse» beschrieben. Weitere Untersuchungen (Büchi 1956: 20, Pavoni 1957: >>>Doldertobel-Zone, Büchi 1958c: 18, Pavoni 1960b: 38) bestätigen, dass es sich um einen wichtigen Leithorizont handelt, zeigten aber gleichzeitig, dass (a) weitere Leitniveaus ähnlichen Charakters über und unter dem Wehrenbach-Niveau vorhanden sind, und (b), dass nicht alle ursprünglich als Wehrenbach-Niveau beschriebenen Vorkommen diesem Niveau zugehören. Limnische Kalkbänkchen vom Charakter des Wehrenbach-Kalkes und in ähnlicher Stratigraphischer Stellung, sind besonders in den äusseren Teilen des Hörnli-Schuttfächers keine Seltenheit. Sie finden sich westlich der Reuss zwischen Lenzburg und dem Südteil des Lindenbergs in der >>> Öhninger Zone, ferner bei Lufingen und Oberembrach (LK-Blatt 1071 Bülach) und am Seerücken, an diesen Orten im oberen Teil des >>> Mittleren Komplexes der OSM (Bücni 1957b: 38, 39). Die meisten Knollenkalke sind nach Pavoni 1957: 165 chemische Ausscheidungen in schwach bewegtem kalkreichem Wasser, meist am Ende von Überschwemmungsperioden. Bei den Stinkkalken handelt es sich um eine reine, organisch-chemische, limnische Kalkausfällung, eine fossile Seekreide. Dies geht auch aus dem Fossilinhalt hervor: limnische Mollusken (Planorben) und Chara-Algenreste. Fossile Trockenrisse und Wurmgänge deuten auf zeitweilige Trockenlegung der Flachseen. Literatur: Büchi 1958c: 11, 13, 14, 16, 18-20; Büchi et al. 1965: Tf.I; Pavoni 1956: 26, 1957: 133, 177, 210, 253, 257, 1958a: 299, 300, 302, 304, 1960a: 478, 482.

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