Marbach-Schichten

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Representation and status

Index
-
CMYK Color
-
RGB color
R: 235 G: 205 B: 195
Rank
lithostratigraphic Formation
Validity
Unit is in Use
Status
unknown status
SCS note
-
SCS date
-
Comment
-

Nomenclature

German
Marbach-Schichten
French
Couches de Marbach
Italian
Strati di Marbach
English
Marbach Beds
Origin of the Name

Marbach (LU) [non Marbachgraben am Osthang des Belpbergs = OMM-II]

Historical Variants
Marbach-Schichten (Haldemann et al. 1980, Habicht 1987, Jordi 2012)
Nomenclatorial Remarks
-

Synonyms

Synonyms
Non-synonyms
Possible confusion

Description

Description

„Die Hauptmasse der Marbach-Schichten östlich der Talung Marbach–Wiggen (Triangelzone) und bei Schwarzenegg (Zulg-Schuppe) besteht aus grünlichem, blaugrauem und hell rötlichem muskovitreichem «granitischem» Sandstein (Holliger 1953), der porös ist und oft knauerig verwittert. Die mittlere Korngrösse variiert zwischen Fein- und Grobsand. Kompakte Nagelfluhbänke treten selten auf und sind nicht niveaubeständig, hingegen sind Geröllschnüre und vereinzelte Geröllnester als Begleiter des Sandsteins in der gesamten Abfolge verteilt. Von den Konglomeraten älterer Schuppen unterscheidet sich die polymikte Nagelfluh der Marbach-Schichten durch einen hohen Gehalt an kristallinen Komponenten, geringe Packungsdichte, hohe Porosität und rostig gelb verwitterndes Bindemittel. Rote, rotbraune und intensiv bunte Tonsteinlagen treten in der ganzen Abfolge auf und sind an kein bestimmtes Niveau gebunden, während gelbbraune Mergellagen, häufig mit Kalkkonkretionen, als geringmächtige Zwischenlagen in Sandsteinabfolgen zu finden sind. Recht häufig sind zudem bis 25 cm dicke Bänke aus gelbbraunem mergeligem Süsswasserkalk.“ [Jordi 2012 S.30]

„Der meist schwach verfestigte, oft massige, selten geschichtete «granitische» Sandstein ist von grünlicher, blaugrauer und hell rötlicher Farbe. Er zeigt alle möglichen Übergänge zu rotem und buntem Tonstein und Mergel. Polymikte, kristallinreiche Nagelfluh tritt mengenmässig zurück; sie liegt als Geröllschnüre und bis einige Meter dicke Bänke und Linsen vor. Ebenfalls eher selten, aber bezeichnend für die Schichtfolge sind Süsswasserkalkbänke von einigen Zentimetern bis wenigen Dezimetern Mächtigkeit.“ [Jordi 2012 S.34]

Geomorphology
-
Thickness
Bis über 1000 m (Holliger 1955, Fröhlicher 1933).

Components

Lithological content
  • sandstone (psammite, arenite) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • marlstone
  • Polymikte Nagelfluh
  • freshwater limestone
  • claystone : karbonatfrei
Mineral content
  • muscovite
Fossil content
-

Hierarchy and succession

Superordinate unit
Subordinate units
Units at roof
    -
Units at floor
Lateral equivalents
Upper boundary
-
Lower boundary
-
Stratigraphic discussion
Die Marbach-Schichten wurden in einem fluviatil-limnischen Milieu abgelagert.

Age

Age at top
Aquitanian
Note about top
-
Age at base
Aquitanian
Note about base
-
Dating method

Die Zuteilung der Marbach-Schichten zum Aquitanien beruht ausschliesslich auf ihrer lithologischen Ähnlichkeit mit Sedimentgesteinen weiter nördlich, deren Aquitanalter als erwiesen gilt.

Geography

Geographical extent
Östlich und westlich der Talung Marbach (LU) – Wiggen (LU), bei Schwarzenegg (BE).
Type area
-
Type locality
-
Type profile
-
Reference profiles
-
Point of interest
-

Paleogeography and tectonic

Paleogeography
North Alpine Foreland Basin,
Kind of protolith
  • sedimentary
Conditions of formation
fluviatil-limnisch
Sequence
Von den Konglomeraten älterer Schuppen unterscheidet sich die polymikte Nagelfluh der Marbach-Schichten durch einen hohen Gehalt an kristallinen Komponenten, geringe Packungsdichte, hohe Porosität und rostig gelb verwitterndes Bindemittel. Die zur mittelländischen Molasse gestellten Marbach-Schichten tauchen mit 20–30° nach Westen unter die konglomeratischen Wachthubel-Schichten.
Tectonic Unit (resp. main category)
Subalpine Molasse
Metamorphism
-
Metamorphic facies
-
Note on metamorphism
-

References

Definition
Haldemann E. G., Haus H. A., Holliger A., Liechti W. Rutsch R. F., della Valle G. (1980): Blatt 1188 Eggiwil. , Geol. Atlas Schweiz 1: 25'000, Karte 75

Marbach-Schichten (m1): vorw. granitische Sandsteine und bunte Mergel, «Granitische Molasse» (im Norden der Antiklinalzone).

Revision
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

MARBACH-SCHICHTEN (USM ; «Aquitanien») Haldemann, E. G. et al. (1980): Geologischer Atlas der Schweiz 1:25‘000, Blatt 1188 Eggiwil (Nr. 75). - Schweiz, geol. Komm. Die Bezeichnung «Marbachschichten», vorgeschlagen von H. Haus, einem der Bearbeiter des Atlasblattes, bezieht sich auf die Gesamtheit der auf der Karte als Aquitanien ausgeschiedenen Schichten des Emme-Ilflsgebietes. Es handelt sich um die von Fröhlicher (1933), Haus (1937) und Holliger (1955) als Aquitanien oder unter «Aquitanzone», von Gasser (1966) als Granitische Molasse beschriebenen Schichten der Antiklinalzone der subalpinen Molasse. Liechti's >>> Rote Molasse liegt im aufgerichteten Westflügel dieser Zone, Kaufmann's >>> Rothe Molasse bildet einen Streifen in der Kernpartie dieser Zone, seiner nördlichen Antiklinalzone. Die Hauptmasse dieser nach Holliger (1955) und Fröhlicher (1933) über 1000 m mächtigen Sedimente besteht aus feldspatreichen Sandsteinen (>>> Granitische Molasse) mit Übergängen zu konglomeratischen, mergeligen und tonigen Schichtgliedern. Die eingeschalteten Mergel sind bunt («Rote Molasse»), die Nagelfluh ist sehr bunt mit viel Kristallin und erscheint in unregelmässigen Lagern in enger Verknüpfung mit granitischem Sandstein. Im anschliessenden LK-Bl.1169 Schüpfheim durchgeführte Schwermineralstudien (Füchtbauer 1964, Gasser 1966) erlauben eine Zweiteilung der dort als Granitische Molasse beschriebenen Marbach-Schichten in eine jüngere Epidot-Fazies uznd eine ältere Granat-Zirkon-Apatitfazies. Literatur: Fröhlicher 1933: 5-9, Tf.I; Füchtbauer 1964: 195, 276; Gasser 1966: 744-755; Haldemann et al. 1980: Karte; Haus 1937: 39, Tf. I; Holliger 1955: 80,83, 84; Kaufmann 1860: Karte, Profile VIII-X, 1872: 209, 340; Liechti 1928: 7-12, Tf.I.

Important publications
  • Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b
  • Haldemann E. G., Haus H. A., Holliger A., Liechti W. Rutsch R. F., della Valle G. (1980): Blatt 1188 Eggiwil. , Geol. Atlas Schweiz 1: 25'000, Karte 75
  • Jordi H. A. (2012): Blatt 1188 Eggiwil. , Geologischer Atlas der Schweiz 1:25000, Erläuterungen 75.

Material and varia

Applications
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