• falda della Sella Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Sella (GR)/(Italia)

    Rang
    Decke
    Status
    gültig
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Keilt bei Torre di Santa Maria (Valmalenco), in der Steilzone nördlich der Tonale-Linie, zwischen Bernina- und Margna-Decke aus (Venzo et al. 1971).
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Coaz-Mulde Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Chamanna Coaz CAS (GR), Val Rosegg/Samedan

    Rang
    tektonisch-begrenzte lithostratigrafische Einheit
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Geringmächtige, normal gelagerte Sedimentbedeckung des Sella-Kristallins (an der Grenze zur Corvatsch-Schuppe).
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    Ca. 20 m an der Fuorcla da la Sella, ca. 5 m beim Rifugio Parravicini, 1 m Rauwacke beim Rifugio Marinelli (Spillmann 1993)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • zona del Tremoggia Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Tremoggia (GR)/(Italia)

    Rang
    tektonisch-begrenzte lithostratigrafische Einheit
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Kontinuierliche, isoklinale Sedimentsynklinale zwischen Margna- und Sella-Decke.
    Alter
    Frühe Trias - Frühe Kreide
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Bernina-Massiv (Pizzo Canciano), Valle Poschiavo (La Prese, Piz Scalino). Taucht nördlich des Pizzo Painale steil nach Süden ab.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Bildet die südliche Fortsetzung der kompliziert aufgebautern Fexer Schuppenzone.
    • Emmat-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Emmat (GR), Bivio

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Frühe Kreide der Err-Decke (Unterostalpin), bestehend aus einer Wechsellagerung von dunklen, kieseligen Tonsteinen und Mergeln und mikritischen Kalken. Daneben treten Einschaltungen aus Kalkareniten sowie Brekzien mit karbonatischen Klasten auf. Anoxische Bedingungen (OAE-1) treten auch als Black Shales vor.
      Alter
      Aptien - Albien
      Mächtigkeit
      20-120 m in der Err-Decke, max. 30 m in der Platta-Decke (Manatschal & Nievergelt 1997).
      Geografische Verbreitung
      Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke, Samedan-Zone).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Die Emmat-Formation stellt ein laterales Äquivalent der Palombini- und Lavagna-Formationen der Arosa-Decke dar.
    • Russenna-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Westlicher Rand des Munt Russenna, u.a. bei Russenna Pitschna (GR)

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Feingeschichtete, helle (hellgrau, grünlich, rötlich, gelblich) mikritische Kalke. Daneben können vereinzelte Einschaltungen aus roten und grünen Tonsteinen, Echinodermenkalken, kieseligen Kalken, Chertknollen und Brekzien beobachtet werden. Vor allem die feinkörnigen Kalke sind häufig duktil verformt. Calpionelliden, Radiolarien, Foraminiferen und Echinodermen sind häufig, Aptychen selten.
      Alter
      Tithonien - Frühes Aptien
      Mächtigkeit
      40-100 m (Dössegger et al. 1982) ; ca. 30 m (Trümpy et al. 1997)
      Geografische Verbreitung
      S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Nach Dössegger et al. (1982) stammen die reichen Aptychenfunde eher aus dem oberen Teil der Blais-Formation. Hingegen sind die Aptychen seltener in der Russenna-Formation.
    • Blais-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Munt Blais (GR) bei S-chanf

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Auffällig bunte Serie aus meist regelmässig dünnbankigem Chert, Radiolarit, kieseligem Tonstein, und radiolarien- und aptychenführendem Kalk und Mergel. Unten in der Formation treten grüne, graugrüne bis schwarze Radiolarite und Cherts sowie rote und braunrote Radiolarite und Kalke auf. Oben kommen rote, verschieferte, mikritische Kalkbänke und Mergelbänke vor, stellenweise voller Aptychen (Plattas-Kalk). Eine teils beobachtbare Feinschichtung wird durch wechsellagerndes Ton-, Kalk- und Kieselmaterial verursacht.
      Alter
      Callovien - Tithonien
      Mächtigkeit
      15-30 m, bis max. 40 m ; ca. 20 m (Trümpy et al. 1997)
      Geografische Verbreitung
      S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
      Typusregion
      Val Trupchun (GR)
      Kommentar
      Aptychenkalke treten im oberen Teil der Einheit häufig auf.
      • Plattas-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Kleines abflussloses Becken von Plattas (GR) NNE Piz dal Corvs

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        unbekannter Status
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Bunter, aptychenführender Kalk des oberen Teils der Blais-Formation, mit Chert und Knollen, sowie Eisen- und Mangankrusten. Neben Aptychen treten Belemniten und Crinoide häufig auf.
        Alter
        Tithonien - Tithonien
        Mächtigkeit
        1-5 m
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Allgäu-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen, Deutschland)

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Braune bis dunkelgelbliche Wechsellagerung von bioturbierten Fleckenmergeln und tonigen Kalken, mit eingelagerten karbonatischen, turbiditischen Resedimenten (Kalkbrekzien, Echinodermen-Spatkalke, Kieselkalke). Ammoniten und Belemniten treten relativ häufig auf.
      Alter
      frühes Hettangien - Callovien
      Mächtigkeit
      200-500 m, ca. 300 m im Val Trupchun (Trümpy et al. 1997), max. 300 m (Ibele & Behrmann 2007)
      Geografische Verbreitung
      Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Stammerspitze
      Typusregion
      Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen).
      Kommentar
      -
      • Mezzaun-Member

        Herkunft des Namens

        Piz Mezzaun (GR), Madulain

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Wechsellagerung von blau- bis hellgrau anwitterndem kieseligem Kalk und Mergel im oberen Teil der Allgäu-Formation. Die Kalkturbidite (Resedimente) enthalten zentimeterdicken Hornsteinknollen und -bändern und sind grobkörniger im unteren Teil der Einheit.
        Alter
        Aalénien - Callovien
        Mächtigkeit
        10-350 m, 150 m der Typlokalität (Furrer et al. 2015).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Blaisun-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Blaisun (GR), La Punt-Chamues-ch

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Ziegelrote Mergelkalke und dunkle, zimtbraune Manganschiefer, mit Ammoniten und Posidonien.
        Alter
        frühestes Toarcien - mittleres Toarcien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Trupchun-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Trupchun = Punta Tropione (GR)/(Italia), S-chanf

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Dickbankige, kalkreiche Resedimente (Fukoidenkalk, Kieselkalk, Kalkbrekzie).
        Alter
        spätes Hettangien - frühestes Pliensbachien
        Mächtigkeit
        150-500 m
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        (Ortler-Decke)
        Kommentar
        -
      • Culmet-Kalk Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Culmet (GR), bei Alp Ramoz

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Dickbankige bis massige, hellgraue Kalke mit sehr wenigen Fossilien (Bivalven, Ostracoden, Echinoderme, Peloide) an der Basis der Allgäu-Fm. der Ortler- und Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten). Vereinzelt treten Adern oder Knollen aus dunklem Chert auf.
        Alter
        Hettangien - Hettangien
        Mächtigkeit
        7-10 m (Furrer et al. 1985)
        Geografische Verbreitung
        Leitbank der zentralen Ortler-Decke und der Aroser Dolomiten.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Der Culmet-Kalk bildet eine Leitbank über der typischen Kössen-Formation.
      • Schattwald-Schichten Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Schattwald (Tirol, Österreich)

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Wechsellagerung von bunten, siltführenden Tonsteinen, Siltsteinen, Mergeln und Kalken an der Basis der Allgäu-Fm. des Rätikons und der Aroser Dolomiten. Die Gesteine sind häufig laminiert, selten normal gradiert, und enthalten oft viele Intraklasten und wenige Zentimeter grosse, fladenförmige, vielfach von Bivalven angebohrte Gerölle aus aufgearbeitetem grauem Zirmenkopf-Kalk. Daneben können auch grossflächig ausgebildete Trockenrisse auftreten. Fossilien sind nicht selten. Kalkbänke führen oft reichlich Foraminiferen, Brachiopoden, Bivalven und Echinidenstacheln.
        Alter
        Rhät - Hettangien
        Mächtigkeit
        6-10 m (Furrer et al. 1985)
        Geografische Verbreitung
        Lechtal-Decke des Rätikons und Montafons (typische bunte Ausbildung), sowie Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke ; braune und graue Mergel und Siltsteine).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Die Unterlage der Schattwald-Schichten wird meist vom Zirmenkopf-Kalk der Kössen-Formation gebildet.
    • Hauptdolomit-Gruppe (Ostalpin) Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Gruppe
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Heller, grauer bis weißlicher Dolomit mit regelmäßiger Bankung im Bereich weniger Dezimeter bis Meter. Er kann stark geklüftet und calcitgeädert sein und zeigt häufig Intrabrekzien.
      Alter
      Norien - Norien
      Mächtigkeit
      10-700 m (Leupold et al. 1935)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Bayerische Alpen (Deutschland)
      Kommentar
      -
      • Murtèr-Plattenkalk Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Murtèr (GR), 5 km SW Zernez

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Gut und regelmässig gebankte, hellgraue, mikritische Kalke mit Lumachellen im Dach der Hauptdolomit-Gr., mit Chertkonkretionen (teilweise verkieselte Lumachellen) und seltene Dolomitlagen. Im oberen Teil treten Einlagerungen von Mergelkalken und meist dunklen Tonlagen auf.
        Alter
        Spätes Norien - Spätes Norien
        Mächtigkeit
        120 m (Furrer et al. 1985) ; 100-150 m (Trümpy 1997)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Engadiner Dolomiten (GR)
        Kommentar
        -
        • «Oberer Plattenkalk»

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Dünngebankte, dunkle Kalke und Kalkschiefer, mit Tonschieferlagen. Lumachellenkalke und Oolithe treten auch vor.
          Alter
          Norien - Norien
          Mächtigkeit
          80-200 m (Dössegger et al. 1982)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • «Unterer Plattenkalk»

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Gut gebankte Kalke mit Dolomitlagen.
          Alter
          Norien - Norien
          Mächtigkeit
          50-140 m (Dössegger et al. 1982)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
      • Murteret-Dolomit Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Murteret (GR), Zernez

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Regelmässige Wechsellagerung von dünn- bis dickgebanktem Dolomit im oberen Teil der Hauptdolomit-Gruppe, mit sparitischen Pseudomorphen von Anhydritknollen.
        Alter
        Norien - Norien
        Mächtigkeit
        50-300 m (Furrer et al. 1985) ; 100-200 m im Gebiet der Kalkfazies bis 900 m gegen Norden (Trümpy et al. 1997)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Engadiner Dolomiten (GR)
        Kommentar
        -
      • Diavel-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz dal Diavel (GR) bzw. Üerts dal Diavel

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Wechsellagerung von dünnplattigen Kalken und grauen, grobgebankten Kalken (mit Zahlreichen sedimentären Strukturen), sowie Mergelzwischenlagen. Seltene Chertbildungen treten meist als Kieselschnüre und kieselige Adern auf.
        Alter
        Norien - Norien
        Mächtigkeit
        20-180 m (Furrer et al. 1985) ; Max. 180 m (Dössegger et al. 1982, Trümpy et al. 1997)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Engadiner Dolomiten (GR)
        Kommentar
        -
      • Quattervals-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Quattervals (GR), Zernez

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Dunkelgraue, dünnbankige, teilweise verkieselte, mergelige Kalke im unteren Teil der Hauptdolomit-Gr. Die Bänke zeigen homogene oder im mm-Bereich laminierte Gefüge. Dolomit ist äusserst selten. Häufiges Auftreten von Brekzien (Komponenten oft mit rechteckiger Form im Querschnitt), Lumachellen, Dolomitisierungserscheinungen und Chertbildungen. Fossilien treten vereinzelt oder angehäuft in Lumachellen auf. Chert findet man sowohl diffus verteilt als auch konzentriert in Chertbändern, Quarzsphärolithen und silifizierten Fossilien.
        Alter
        Norien - Norien
        Mächtigkeit
        Bis zu 400 m (Hess 1953, Furrer et al. 1985, Trümpy et al. 1997) für die «Quattervalsschichten» ; möglicherweise bis 700-800 m für die gesamte Formation.
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Engadiner Dolomiten (GR)
        Kommentar
        Ursprünglich wurden die Quattervals- und Pra-Gratà-Schichten als zwei eigenständige Formationen betrachtet.
        • Crappa-Mala-Mergel Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Crappa Mala = «schlechte Wand» (GR), Val Cluozza, Zernez

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Wechsellagerung von graubraunen Mergeln, schwarzen Tonsteinen, tonigen braunschwarzen dünnplattigen Kalken und hellgrauen, teils knolligen Kalken, im oberen Teil der Quattervals-Fm. Die Crappa-Mala-Mergeln sind überall tektonisiert. Es treten zudem reichlich Foraminiferen, Ostracoden sowie Limonitkonkretionen auf.
          Alter
          Norien - Norien
          Mächtigkeit
          10-60 m ; 30-50 m (Somm 1965) ; ca. 50 m (Trümpy et al. 1997)
          Geografische Verbreitung
          Quattervals-Gebiet und nördliche Engadiner Dolomite (S-charl-Decke).
          Typusregion
          Engadiner Dolomiten (GR)
          Kommentar
          Der Crappa-Mala-Mergel kann stellenweise noch als einziger Vertreter der Quattervals-Formation innerhalb der ungegliederten Hauptdolomit-Formation erkannt werden und gilt also als wichtiger Leithorizont.
        • «Quattervals-Kalk» s.s. Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Piz Quattervals (GR), Zernez

          Rang
          regionale Fazies
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Charakteristische kalkige Fazies des mittleren Teils (und Hauptmasse) der Quattervals-Fm.: Wechsellagerung von schwarzen Kalkschiefer und härteren, hell anwitternden Kalkbänken.
          Alter
          Norien - Norien
          Mächtigkeit
          Bis zu 400 m (Hess 1953, Dössegger et al. 1982, Furrer et al. 1985, Trümpy et al. 1987)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          Engadiner Dolomiten (GR)
          Kommentar
          -
        • Pra-Grata-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Cima di Prà Grata (Italia), in der M.-del-Ferro-Gruppe

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Auffallend regelmässige Wechsellagerung von hell angewitterten, dickbankigen, mikrosparitischen Kalken und Dolomiten mit dünnbankigen, dunkelgrauen Kalken im unteren Teil der Quattervals-Fm. Die Kalke entsprechen mehr oder weniger denjenigen der Rest der Formation, mit denselben Brekzien und Verkieselungen. Die Dolomite gleichen denjenigen der Hauptdolomit-Fm., sind aber oft dünner gebankt. Häufig überwiegen in den tieferen Teilen des Pra-Grata-Mb. die Kalke und in den höheren Teilen die Dolomite.
          Alter
          Norien - Norien
          Mächtigkeit
          200-500 m (Hess 1953, Dössegger et al. 1982, Furrer et al. 1985)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          Monte del Ferro / Stelvio (Italia) (Quattervals-Decke)
          Kommentar
          Früher als eigenständige Formation betrachtet.
      • Müschauns-Dolomit Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Val Müschauns (GR) - S-chanf

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Massig gebankter, mikrosparitischer (zuckerkörniger) Dolomit im basalen Teil der Hauptdolomit-Gr., mit dünnbankigen, teils kalkigen Einschaltungen.
        Alter
        Frühes Norien - Frühes Norien
        Mächtigkeit
        300-400 m (Hess 1953), 400 m (Furrer et al. 1985), bis 500 m (Trümpy et al. 1997
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Engadiner Dolomiten (GR)
        Kommentar
        -
    • Vallatscha-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Südgrat des Piz Vallatscha (GR), nördlich Ofenpass

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Mittel- bis dickbankige, sparitische, hell- bis mittelgraue Dolomitgesteine mit Stromatolithen und Pseudmorphen nach Sulfatmineralen, oft mit Kalkalgen (Diploporen) und Gastropoden-führenden Bänken. Häufig Internalbrekzien.
      Alter
      Ladinien - Ladinien
      Mächtigkeit
      60-250 m (Furrer et al. 1985) ; bis 250 m in die Engadiner Dolomite
      Geografische Verbreitung
      Ofenpassgebiet (S-charl-Decke), Valle die Fraele (Ortler-Decke), Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
      Typusregion
      Ofenpassgebiet (GR)
      Kommentar
      Die Vallatscha-Fm. im heutigen Sinn (= sensu Eichenberger 1986) beinhaltet beides, die Turettas-Formation und die Vallatscha-Formation von Dössegger & Müller 1976. Die erste Einheit wird nun als Member der revidierten Vallatscha-Fm. betrachtet.
      • Tiaun-Brekzie Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Tiaun (GR), Schmitten

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberstes Member der Vallatscha-Fm. im Ducan-Landwassergebiet, bestehend aus Dolomitbrekzien mit typischem weissem, grobkörnigem Zement. Durchschneiden oft mehrere Bänke oder folgen ehemaligen Sulfatgesteinen.
        Alter
        Ladinien - Ladinien
        Mächtigkeit
        2−30 m (Furrer et al. 1985)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Landwassergebiet (GR)
        Kommentar
        Oberstes Member im Ducan-Landwassergebiet
      • «Vallatscha-Dolomit» s.s. Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Vallatscha (GR), nördlich Ofenpass

        Rang
        regionale Fazies
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Charakteristische Fazies der Vallatscha-Fm. aus dickbankigem, aschgrauem, sparitischem Diploporen-Dolomit.
        Alter
        Ladinien - Ladinien
        Mächtigkeit
        60-100 m im S-charl-Unterbau (Dössegger & Müller 1976), ca. 200 m im Ortler-Element (Dössegger et al. 1982) ; Zuckerkörniger/Grobspätiger Dolomit ist an der Typlokalität auf 15 m reduziert.
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Ofenpassgebiet (GR)
        Kommentar
        -
      • Turettas-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Turettas (GR), Val Müstair

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Unteres Member der Vallatscha-Fm. in der S-charl-Decke, bestehend aus dunklem, dünnbankigem, laminiertem Dolomit. Manchmal bituminös („Stinkdolomit“) oder konglomeratisch in hellgrauen, oolithischen, Dolomite-führenden Bänken mit Mächtigkeiten im Zentimeterbereich.
        Alter
        Ladinien - Ladinien
        Mächtigkeit
        60−70 m (Furrer et al. 1985) ; 20-70 m (Trümpy et al. 1997)
        Geografische Verbreitung
        Münstertalgebiet (Piz Turettas, Piz d'Aint, Piz d'Astras, S-charlpass).
        Typusregion
        Turettas-Kette (GR)
        Kommentar
        Unteres Member in der S-charl-Decke.
        • «Lad-Schichten» Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Münstertaler Piz Lad (GR) [non: Unterengadiner Piz Lad]

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          -
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Graue Netzrauhwacken und Wechsellagerungen von Gips/Anhydrit mit Dolomit im [?] oberen Teil des Turettas-Members.
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          Ca. 60 m (Dössegger & Müller 1976)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          Stratigraphische Stellung unsicher: zwischen Turettas- und Vallatscha-Dolomit (wie aus Dössegger & Müller 1976 scheint) oder eher der Garone-Fm. bzw. den Ravais-ch-Mb. entsprechend?
      • Landwasser-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Fluss Landwasser (GR)

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Feinkörnige, mittelbankige Dolomite mit stromatolitischen Lagen und seltenen Kalkalgen (Dasycladaceen) im unteren Teil der Vallatscha-Fm.
        Alter
        Ladinien - Ladinien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Landwassergebiet (GR)
        Kommentar
        Im N und W Landwassergebiet ist das Landwasser-Mb. der Vallatscha-Fm. mit dem Sertig-Mb. der S-charl-Fm. lateral verzahnt.
      • Lavinèr-Brekzie Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Laviner (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Dolomitbrekzie die senkrechte und schichtparallele Spalten der S-charl-Formation füllt.
        Alter
        Trias - Trias
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Piz Bial, Piz d'Alp Val, Piz Lavinèr, Piz Jenatsch.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Fuorn-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Il Fuorn (GR)

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Heterogene Abfolge aus grünen, roten oder hellgrauen, quarzreichen Sand- und Siltsteinen, braunen, karbonatischen Sandsteinen und gelbem, sandigem Dolomit. Lokal mit Evaporitlagen (Val di Gess).
      Alter
      Frühe Trias - Frühes Anisien
      Mächtigkeit
      Max. 70-75 m in den Engadiner Dolomiten. Sehr reduziert im Unterostalpin.
      Geografische Verbreitung
      Alle ober- und unterostalpine Einheiten in Graubünden. Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
      Typusregion
      Turettas-Kette in der Val Müstair (GR) (S-charl-Decke)
      Kommentar
      Entspricht dem (Alpiner bzw. Tiroler) «Buntsandstein» der Früheren Autoren.
      • Punt-la-Drossa-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Punt la Drossa (GR), Val dal Fuorn

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Gelbbraune, gutgebankte, karbonatreiche Sandsteine im oberen Teil der Fuorn-Fm. Sandige Kalke und Dolomite, Rauwacken («untere Rauhwacke») und Siltschiefer treten auch auf.
        Alter
        Frühe Trias - Frühes Anisien
        Mächtigkeit
        Bei Punt la Drossa 27 m mächtig (Furrer et al. 1985). 20-25 m (Leupold et al. 1935). Mittelwert: ca. 10-12 m.
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Früher als Member des «alpinen Muschelkalkes» betrachtet (Hirsch 1966).
        • Evaporiti dei Gessi Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Gess = I Gessi (GR)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Lokale evaporitische Ablagerungen im Dach der Fuorn-Fm. der südlichen Bernina-Decke (Stretta).
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          Ca. 30 m (Furrer et al. 1985).
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • «Untere Rauhwacke»

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Helle bis gelbe Rauwacke mit dünne mikritische Dolomitlagen an der Grenze zwischen detritischer und karbonatischer Triassedimente des Ostalpins in der Region Albulapass-Livignio.
          Alter
          Spätes Anisien - Frühes Ladinien
          Mächtigkeit
          20-25 m (Leupold et al. 1935).
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          Ersetzt die S-charl-Fm. in der Bernina-Decke und südliche Err-Decke.
      • «Pflanzen-Quarzit» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Zyklische Abfolge von gradierten, lauchgrünen, nahezu karbonatfreien Sandsteinen, im mittleren Teil der Fuorn-Fm. («alpiner Buntsandstein»). Lokal mit Pflanzenresten im Dach.
        Alter
        Frühe Trias - Frühes Anisien
        Mächtigkeit
        20 m in der Ducankette, bis 40 m im Landwasser (Leupold et al. 1935).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Unteres Member» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Braune, karbonatreiche Sandsteine und Siltlagen der Basis der Fuorn-Fm., teils vergleichbar mit der liegenden Chazforà-Formation.
        Alter
        Frühe Trias - Frühe Trias
        Mächtigkeit
        Ca. 27 m
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Unteres Member
  • Granito di Musella Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Cime di Musella (Italia)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Grobkörniger, grauweisser bis blaugrauer, porphyrischer Hornblende-Biotitgranit der Sella-Decke.
    Alter
    Karbon - Karbon
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Metagranodiorite della Sella Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Sella (GR)/(Italia)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Hornblende-Biotit-Granodiorit der Sella-Teildecke, z.T. vergneist und mylonitisiert.
    Alter
    Karbon - Karbon
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Sella-Gruppe zwischen Il Chapütschin und Cima di Fellaria.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Formazione del Rifugio Marinelli Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Rif. Marinelli-Bombardieri CAI, Valle di Scerscen (Italia)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Hellgrau bis grünlich oder dunkel rostrot anwitternde, gebänderte, inhomogene Chlorit-Hellglimmerschiefer bis -phyllite (vorwiegend pelitisch-psammitische Metasedimente mit vereinzelten karbonathaltigen Lagen) des Altkristallins der Sella-Decke. Lokaler erheblicher Graphitgehalt zeigt sich in Form schwarzer, spiegeliger Schieferungsflächen.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -