• Arosa-Decke Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Arosa (GR)

    Rang
    tektonische Zone
    Status
    gültig
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Tektonisch stark beanspruchte, schiefrig-mergelige brekziöse Abfolge mit Olistholithen der überlagernden Gesteinenserien (Unterostalpin: insb. cenomanne Schiefer und Brekzien sowie Arlberg-Riffkalk). Enthält Schichtpakete einer ophiolitischen Abfolge.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    Ca. 700 m maximale Mächtigkeit bei Arosa und bis 10 km breit (Lüdin 1987).
    Geografische Verbreitung
    Zwischen Tiefencasstel (Albulatal) und Lünersee (Rätikon), sowie am NW-Rand des Engadiner Fensters (Fimber-Zone). Fürstentum Liechtenstein.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Weissfluh-Scholle Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Cotschna = Gotschna (GR) (-boden, -wang, -grat)

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      -
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Schuppe(n) ostalpiner Herkunft im Dach der Arosa-Decke.
      Alter
      Mesozoikum - Mesozoikum
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Cotschna (Profil Feisstes Loch - Griesle - Gipskilche - Cotschnagrat), Kälbertschuggen, Parsennermäder, Dürrwald.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • Russenna-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Westlicher Rand des Munt Russenna, u.a. bei Russenna Pitschna (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Feingeschichtete, helle (hellgrau, grünlich, rötlich, gelblich) mikritische Kalke. Daneben können vereinzelte Einschaltungen aus roten und grünen Tonsteinen, Echinodermenkalken, kieseligen Kalken, Chertknollen und Brekzien beobachtet werden. Vor allem die feinkörnigen Kalke sind häufig duktil verformt. Calpionelliden, Radiolarien, Foraminiferen und Echinodermen sind häufig, Aptychen selten.
        Alter
        Tithonien - Frühes Aptien
        Mächtigkeit
        40-100 m (Dössegger et al. 1982)
        Geografische Verbreitung
        S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Nach Dössegger et al. (1982) stammen die reichen Aptychenfunde eher aus dem oberen Teil der Blais-Formation. Hingegen sind die Aptychen seltener in der Russenna-Formation.
      • Blais-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Munt Blais (GR) bei S-chanf

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Auffällig bunte Serie aus meist regelmässig dünnbankigem Chert, Radiolarit, kieseligem Tonstein, und radiolarien- und aptychenführendem Kalk und Mergel. Unten in der Formation treten grüne, graugrüne bis schwarze Radiolarite und Cherts sowie rote und braunrote Radiolarite und Kalke auf. Oben kommen rote, verschieferte, mikritische Kalkbänke und Mergelbänke vor, stellenweise voller Aptychen (Plattas-Kalk). Eine teils beobachtbare Feinschichtung wird durch wechsellagerndes Ton-, Kalk- und Kieselmaterial verursacht.
        Alter
        Callovien - Tithonien
        Mächtigkeit
        15-30 m, bis max. 40 m.
        Geografische Verbreitung
        S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Aptychenkalke treten im oberen Teil der Einheit häufig auf.
        • Plattas-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Kleines abflussloses Becken von Plattas (GR) NNE Piz dal Corvs

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          unbekannter Status
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Bunter, aptychenführender Kalk des oberen Teils der Blais-Formation, mit Chert und Knollen, sowie Eisen- und Mangankrusten. Neben Aptychen treten Belemniten und Crinoide häufig auf.
          Alter
          Tithonien - Tithonien
          Mächtigkeit
          1-5 m
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
      • «Weissfluh-Serie» Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Davoser Weissfluh (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Monomikte Dolomitbrekzie, Sandsteine und Schiefer.
        Alter
        Früher Jura - Mittlerer Jura
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Weissfluh-Haupterhorn, sowie lokal im Rätikon (Verajöchle, Rätschenjoch) und in der Gegend von Arosa (Hörnliflanke, Grat zwischen Urdenfürggli und Parpaner Schwarzhorn).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
        • Weissfluh-Brekzie Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Davoser Weissfluh (GR)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          -
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          ganzen Rätikon
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
      • Allgäu-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen, Deutschland)

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Braune bis dunkelgelbliche Wechsellagerung von bioturbierten Fleckenmergeln und tonigen Kalken, mit eingelagerten karbonatischen, turbiditischen Resedimenten (Kalkbrekzien, Echinodermen-Spatkalke, Kieselkalke). Ammoniten und Belemniten treten relativ häufig auf.
        Alter
        frühes Hettangien - Callovien
        Mächtigkeit
        200-500 m, max. 300 m (Ibele & Behrmann 2007)
        Geografische Verbreitung
        Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Stammerspitze
        Typusregion
        Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen).
        Kommentar
        -
        • Mezzaun-Member

          Herkunft des Namens

          Piz Mezzaun (GR), Madulain

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Wechsellagerung von blau- bis hellgrau anwitterndem kieseligem Kalk und Mergel im oberen Teil der Allgäu-Formation. Die Kalkturbidite (Resedimente) enthalten zentimeterdicken Hornsteinknollen und -bändern und sind grobkönirger im unteren Teil der Einheit.
          Alter
          Aalénien - Callovien
          Mächtigkeit
          10-350 m, 150 m der Typlokalität (Furrer et al. 2015).
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Blaisun-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Piz Blaisun (GR), La Punt-Chamues-ch

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Ziegelrote Mergelkalke und dunkle, zimtbraune Manganschiefer, mit Ammoniten und Posidonien.
          Alter
          frühestes Toarcien - mittleres Toarcien
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Trupchun-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Piz Trupchun (GR), S-chanf

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Dickbankige, kalkreiche Resedimente (Fukoidenkalk, Kieselkalk, Kalkbrekzie).
          Alter
          spätes Hettangien - frühestes Pliensbachien
          Mächtigkeit
          150-500 m
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Culmet-Kalk Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Piz Culmet bei Alp Ramoz (GR), Alvaneu

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Dickbankige bis massige, hellgraue Kalke mit sehr wenigen Fossilien (Bivalven, Ostracoden, Echinoderme, Peloide) an der Basis der Allgäu-Fm. der Ortler- und Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten). Vereinzelt treten Adern oder Knollen aus dunklem Chert auf.
          Alter
          Hettangien - Hettangien
          Mächtigkeit
          7-10 m (Furrer et al. 1985)
          Geografische Verbreitung
          Leitbank der zentralen Ortler-Decke und der Aroser Dolomiten.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          Der Culmet-Kalk bildet eine Leitbank über der typischen Kössen-Formation.
        • Schattwald-Schichten Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Schattwald (Tirol, Österreich)

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Wechsellagerung von bunten, siltführenden Tonsteinen, Siltsteinen, Mergeln und Kalken an der Basis der Allgäu-Fm. des Rätikons und der Aroser Dolomiten. Die Gesteine sind häufig laminiert, selten normal gradiert, und enthalten oft viele Intraklasten und wenige Zentimeter grosse, fladenförmige, vielfach von Bivalven angebohrte Gerölle aus aufgearbeitetem grauem Zirmenkopf-Kalk. Daneben können auch grossflächig ausgebildete Trockenrisse auftreten. Fossilien sind nicht selten. Kalkbänke führen oft reichlich Foraminiferen, Brachiopoden, Bivalven und Echinidenstacheln.
          Alter
          Rhät - Hettangien
          Mächtigkeit
          6-10 m (Furrer et al. 1985)
          Geografische Verbreitung
          Lechtal-Decke des Rätikons und Montafons (typische bunte Ausbildung), sowie Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke ; braune und graue Mergel und Siltsteine).
          Typusregion
          -
          Kommentar
          Die Unterlage der Schattwald-Schichten wird meist vom Zirmenkopf-Kalk der Kössen-Formation gebildet.
      • Agnelli-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Val d'Agnel = Val d'Agnelli (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        An der Basis dunkle, dünnbankige spikulitische Kalke ähnlich der Allgäu-Formation. Gegen oben treten zunehmend massige, leicht kieselige Kalke mit Bändern und Knollen aus Chert auf. Die Obergrenze ist charakterisiert durch synsedimentäre Spaltenfüllungen aus rötlichen Crinoidkalken (ähnlich Hierlatz-Kalk-Typ) sowie durch einen Hartgrund mit einer Fe-Mg-Kruste, Knollen und verkrusteten Ammoniten.
        Alter
        Sinémurien - frühes Toarcien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
        • Adnet-Kalk Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Adnet bei Hallein (Salzburg, Österreich)

          Rang
          lithostratigraphische Formation
          Status
          gültiger formeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Heterochrone, rote Knollenkalke mit dünnen, mergeligen Einschaltungen und Ammoniten in Steinkernerhaltung (Ammonitico Rosso-Typ). Oftmals treten auch braunschwarze Fe-Mn-Krusten auf.
          Alter
          Sinémurien - frühes Toarcien
          Mächtigkeit
          Bis max. 50 m (Furrer et al. 1985)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Hierlatz-Kalk Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Hierlatz bei Hallstatt (Österreich)

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Lokale Ausbildung der Agnelli-Fm. der Tschirpen-Decke, bestehend aus dickbankigem, schräggeschichtetem, meist rotem Echinodermenkalk. Eine leichte Verkieselung ist nicht selten.
          Alter
          Sinémurien - Pliensbachien
          Mächtigkeit
          2-10 m (Furrer et al. 1985)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
      • Kössen-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Kössen in Tirol (Nördliche Kalkalpen)

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Wechsellagerung schwarzer Tone mit dunklen bis ebenso schwarzen, geringmächtigen, oft fossilreichen Kalkbänken. Charakteristisch ist die braunrote Anwitterungsfarbe der im frischen Zustand dunklen Gesteine (Pyrite) sowie die spezifische Fauna der Invertebraten (Avicula contorta), Fische, Reptilien und Spurenfossilien.
        Alter
        Spätes Norien - Rhät
        Mächtigkeit
        200-350 m (Furrer et al. 1985)
        Geografische Verbreitung
        Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke); Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
        • Zirmenkopf-Kalk Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Kleiner Zirmenkopf, WNW Schesaplana

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Dickbankige bis massige Riffkalke sowie Riffschuttkalke und lagunäre Kalke im Dach der Kössen-Fm. Dünne, dunkelgraue bis olive Tonhäute oder Mergellagen markieren die Bankung.
          Alter
          Spätes Norien - Rhät
          Mächtigkeit
          30-50 m (Furrer et al. 1985), bis über 160 m im Schesaplana-Gebiet (Allemann 2002, inkl. Ramoz-Einlagerungen).
          Geografische Verbreitung
          Rätikon
          Typusregion
          Rätikon (GR)
          Kommentar
          Oberstes Member
        • Mitgel-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Piz Mitgel (GR), Filisur

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Mittelbankige bis massige, hellgraue Kalke und gelbe, kalkige Dolomite im oberen Teil der Kössen-Fm. Wechsellagerungen von dünnbankigen Kalken und gelben, kalkigen Dolomiten sowie geringmächtige Einschaltungen von teilweise siltführenden, dunkelgrauen und oliven Mergeln. Fossile sind relativ selten.
          Alter
          Spätes Norien - Rhät
          Mächtigkeit
          20-50 m (Furrer et al. 1985)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Ramoz-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Alp Ramoz (GR), Alvaneu

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Wechsellagerung von dunkelgrauen bis oliven Mergeln und dunkelgrauen, dünn- bis mittelbankigen Kalken, die wiederholt von mehreren Metern mächtigen Einschaltungen von dickbankigen bis massigen, hellgrauen Kalken unterbrochen werden. Daneben treten auch braune Siltsteine, Korallenkalke, oolithische Kalke und gelb anwitternde, kalkige Dolomite auf. Fossilien (z.T. Kalkschwämme, Echiniden, Wirbeltierreste, Kotpillen, Wohn- und Fressbauten) sind im unteren Teil recht häufig, werden aber gegen oben seltener.
          Alter
          Spätes Norien - Rhät
          Mächtigkeit
          20-100 m (Furrer et al. 1985)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          Aroser Dolomiten (GR)
          Kommentar
          Mittleres Member
        • Schesaplana-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Schesaplana (GR), Seewis im Prättigau

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Gelblich anwitternder, tonreicher, schiefriger Brachipodenkalk (unten) und heller, massiger, schlecht gebankter Korallenkalk (oben) («Karpatische Fazies») im unteren Teil der Kössen-Fm.
          Alter
          Spätes Norien - Rhät
          Mächtigkeit
          30-50 m (Leupold et al. 1935), 25-90 m (Furrer et al. 1985, Allemann 2002)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          Rätikon (GR)
          Kommentar
          -
        • Alplihorn-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Älplihorn (GR), 10 km S Davos (fälschlicherweise ohne Umlaut auf die Landeskarte geschrieben zur Zeit der Definition der Einheit)

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Basales Member der Kössen-Formation, bestehend aus hellgelb anwitterndem, im Bruch dunkelblauem, tonigem Kalkschiefer (unten) und dünnbankigem, knolligem, dunklem Kalk mit rotgefärbten Schichtflächen (oben). Fossilreich, mit typischer schwäbischer Bivalvenfauna.
          Alter
          Spätes Norien - Rhät
          Mächtigkeit
          80-120 m (Furrer et al. 1985) ; 58 m am Fil da Stidier (Tinzenhorn ; Stecher 2008)
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          Ducangebiet (GR) (Silvretta-Decke)
          Kommentar
          Unterstes Member
      • «Hauptdolomit» (undifferenziert) Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Vorwiegend dickbankige, oft monotone Dolomite. Selten werden sie durch geringmächtige Kalkschichten unterbrochen, die seitlich wieder in Dolomite übergehen können. Die Hauptmasse der Gesteine besteht aus mittel- bis hellgrauen, fossilarmen, meist stark rekristallisierten Dolomiten. Häufig findet man aber auch monomikte und polymikte Dolomitbrekzien, fossilführende Schichten mit Bivalven (u.a. Megalodonten), Gastropoden, Ostracoden und Foraminiferen sowie Sedimentstrukturen (Frassspuren, Stromatolithe).
        Alter
        Norien - Norien
        Mächtigkeit
        300−1500 m
        Geografische Verbreitung
        Oberes Val Müschauns, Piz Nair, Val Plavna
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Ungliedbare Ausbildung der Hauptdolomit-Gruppe der Ortler-, S-charl- und Quattervals-Decke, die sich im Quattervals- und Terza-Element mit anderen Formationen der Hauptdolomit-Gruppe verzahnt.
      • Raibl-Gruppe Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        Raibl = Cave del Predil (Seebachtal = Val del Rio del Lago, Friul, Italia)
        Rang
        lithostratigraphische Gruppe
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Heterogene Einheit bestehend aus: gelblich braunen, seltener grünlichen oder roten Tonsteinen und Feinsandsteinen (besonders im unteren Teil), Dolomiten, Kalken, sowie - im oberen Teil - Gips, Rauhwacken und Brekzien.
        Alter
        Spätes Ladinien - Carnien
        Mächtigkeit
        0-500 m (Ibele & Behrmann 2007) ; 300 oder 400 m im Landwasser-Ducan-Gebiet
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Veneto (Italia)
        Kommentar
        -
        • Fanez-Formation Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Fanezfurgga (GR), SE Davos Monstein

          Rang
          lithostratigraphische Formation
          Status
          gültiger formeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Obere Einheit der Raibl-Gruppe, bestehend aus einer Abfolge von rotem Sandstein, Tonschiefer, orangem Dolomit und polymikter Dolomit-Brekzie.
          Alter
          Carnien - Carnien
          Mächtigkeit
          25−65 m (Furrer et al. 1985) ; max. ca. 80 m in den südöstlichen Engadiner Dolomiten (Frank 1986) [bis 300 m nach Leupold et al. 1935, jedoch für die gesamte Raibl-Gruppe?]
          Geografische Verbreitung
          Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
          Typusregion
          Ducankette (GR)
          Kommentar
          Früher als Teil der «Mingèr-Schichten» s.l.
          • Valbella-Member Detailanzeige

            Herkunft des Namens
            Valbella (GR), Val Müstair ?
            Rang
            lithostratigraphisches Member
            Status
            informeller Begriff
            Gültiger Name
            Kurzbeschreibung
            Oberes Member der Fanez-Fm., bestehend aus polymikten Dolomit-Brekzien mit bunter, dolomitischer Matrix.
            Alter
            Carnien - Carnien
            Mächtigkeit
            -
            Geografische Verbreitung
            -
            Typusregion
            -
            Kommentar
            Je nach Autor wird sie auch als «Hauptdolomit-Basisbrekzie» betrachtet.
          • «Fanez-Dolomit» Detailanzeige

            Herkunft des Namens

            Fanezfurgga (GR), Davos

            Rang
            lithostratigraphisches Member
            Status
            inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
            Gültiger Name
            Kurzbeschreibung
            Hellgraue, dünnbankige, stromatolithische Dolomite (ähnlich wie in der Mingèr-Fm.) im mittleren Teil der Fanez-Fm. Lokal treten auch Evaporite auf.
            Alter
            Carnien - Carnien
            Mächtigkeit
            -
            Geografische Verbreitung
            -
            Typusregion
            -
            Kommentar
            Ähnlich «Mingèr-Dolomit».
            • Stugl-Gips Detailanzeige

              Herkunft des Namens

              Val da Stugl (GR)

              Rang
              lithostratigraphisches Member
              Status
              informeller Begriff
              Gültiger Name
              Kurzbeschreibung
              Lokales Gipsvorkommen im Dach des «Fanez-Dolomit».
              Alter
              Carnien - Carnien
              Mächtigkeit
              Bis 100 m (Leupold et al. 1935). Ca. 250 m.
              Geografische Verbreitung
              SE-Seite des Mäschengrates, zwischen Igls Plans und Mäschenfurgga/Chrummhüreli.
              Typusregion
              Ducankette (GR)
              Kommentar
              -
            • Innerchrachen-Schicht Detailanzeige

              Herkunft des Namens
              -
              Rang
              lithostratigraphische Bank
              Status
              lokaler Begriff (informell)
              Gültiger Name
              Kurzbeschreibung
              Knolliger Emersionshorizont im mittleren bis oberen Teil der Fanez-Fm.
              Alter
              -
              Mächtigkeit
              2,3 bis 3,7 m (Frank 1986)
              Geografische Verbreitung
              Ducangebiet.
              Typusregion
              -
              Kommentar
              -
          • Mezdi-Member Detailanzeige

            Herkunft des Namens

            Piz Mezdi (GR), Val Müstair

            Rang
            lithostratigraphisches Member
            Status
            gültiger formeller Begriff
            Gültiger Name
            Kurzbeschreibung
            Bunte, dichte Tonstein-Sequenz mit zwischengeschalteten, dunklen, oolithischen Muschelkalken sowie orangen, verwitterten Dolomiten im mittleren Teil der Fanez-Fm. Echinoderme sind verbreitet.
            Alter
            Carnien - Carnien
            Mächtigkeit
            12−20 m am Piz Mezdi, ca. 16 m am Ofenpass (Frank 1986, Furrer et al. 1985) ; oft tektonisch gestört
            Geografische Verbreitung
            Nur in den südlichen Engadiner Dolomiten entwickelt (südlich der Ofenpassstrasse ; sog. Südfazies).
            Typusregion
            Val Müstari (GR) (S-charl-Decke)
            Kommentar
            Mittleres Member
          • Cluozza-Member Detailanzeige

            Herkunft des Namens

            Val Cluozza (GR), S Zernez

            Rang
            lithostratigraphisches Member
            Status
            gültiger formeller Begriff
            Gültiger Name
            Kurzbeschreibung
            Leithorizont (unteres Member) der Fanez-Fm., bestehend aus linsenartigen meist roten, seltener grünen oder grauen, Sand- und Siltsteinbänken (Arkose). Gegen oben zunehmend gröber werdende Siliziklastika mit einer dolomitischen, fossilreichen Bank an der Basis und starker Oxidation von oben her (Rotfärbung). Siliziklastika weisen zudem kleinräumige Kreuzschichtungen mit flacher Schrägschichtung auf.
            Alter
            Carnien - Carnien
            Mächtigkeit
            5 m in den Südöstlichen Engadiner Dolomiten bis max. 10,5 m im Ducan (Frank 1986, Furrer et al. 1985) ; ca. 8 m (Leupold et al. 1935)
            Geografische Verbreitung
            -
            Typusregion
            -
            Kommentar
            Gilt als wichtiger und deutlich unterscheidbarer siliziklastischer Korrelationshorizont.
        • Mingèr-Formation Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Val Mingèr (GR), Scuol

          Rang
          lithostratigraphische Formation
          Status
          gültiger formeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Untere Einheit der Raibl-Gruppe: an der Basis, Rauhwacken mit mehreren Einschaltungen aus dünnen, feinkörnigen Dolomitbänken (sowie lokal alkali-basaltische Intrusionen und Gipskörper) ; darüber dünnbankige, stromatolithische Dolomite.
          Alter
          Spätestes Ladinien - Frühes Carnien
          Mächtigkeit
          Max. ca. 220 m in den südöstlichen Engadiner Dolomiten, ca. 170 m im Ducangebiet, ca. 120 m in der Val S-charl (Frank 1986) ; 120−230 m (Furrer et al. 1985) ; [bis 400 m im Ducangebiet (Leupold et al. 1935)]
          Geografische Verbreitung
          Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
          Typusregion
          Val Mingèr (GR), Seitental des Val S-charl
          Kommentar
          -
          • «Mingèr-Dolomit» Detailanzeige

            Herkunft des Namens

            Val Mingèr (GR), Scuol

            Rang
            lithostratigraphisches Member
            Status
            inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
            Gültiger Name
            Kurzbeschreibung
            Oberes Member der Mingèr-Fm., bestehend aus hellem, dünnbankigem, stromatolithischem Dolomit. Einschaltungen von dunklen Tonsteinen und mergeligen gelben Dolomiten mit feiner Bankung treten im unteren Teil auf.
            Alter
            Spätes Ladinien - Frühes Carnien
            Mächtigkeit
            -
            Geografische Verbreitung
            -
            Typusregion
            -
            Kommentar
            -
          • Mora-Member Detailanzeige

            Herkunft des Namens

            Val Mora (GR)

            Rang
            lithostratigraphisches Member
            Status
            informeller Begriff
            Gültiger Name
            Kurzbeschreibung
            Unteres Member der Mingèr-Formation, bestehend aus Rauhwacken und bunten Tonschiefern, mit mehreren Einschaltungen aus dünnen feinkörnigen Dolomitbänken, die teils sehr ähnlich sind wie im liegenden Parai-Alba-Mb. (Altein-Fm.). Alkali-basaltische Intrusionen in Form von Sills und Dykes treten am Piz dal Döss Radond auf. Lokal kommen Gipskörper vor (Alp da Munt).
            Alter
            Spätes Ladinien - Frühes Carnien
            Mächtigkeit
            Mindestens 20 m in wenig gestörten Profilen (Frank 1986, Furrer et al. 1985).
            Geografische Verbreitung
            -
            Typusregion
            -
            Kommentar
            Früher als «obere Rauhwacke» bezeichnet.
            • Alp-da-Munt-Gips Detailanzeige

              Herkunft des Namens

              Alp da Munt (GR)

              Rang
              lithostratigraphische Einheit
              Status
              lokaler Begriff (informell)
              Gültiger Name
              Kurzbeschreibung
              -
              Alter
              -
              Mächtigkeit
              -
              Geografische Verbreitung
              Alp da Munt, Männli
              Typusregion
              -
              Kommentar
              -
            • Praspöl-Tuff Detailanzeige

              Herkunft des Namens

              Praspöl (GR)

              Rang
              lithostratigraphische Einheit
              Status
              lokaler Begriff (informell)
              Gültiger Name
              Kurzbeschreibung
              -
              Alter
              -
              Mächtigkeit
              -
              Geografische Verbreitung
              -
              Typusregion
              -
              Kommentar
              -
            • Döss-Radond-Vulkanite Detailanzeige

              Herkunft des Namens

              Piz dal Döss Radond (GR)

              Rang
              lithostratigraphische Einheit
              Status
              lokaler Begriff (informell)
              Gültiger Name
              Kurzbeschreibung
              Basische Vulkanite der Mingèr-Fm.
              Alter
              -
              Mächtigkeit
              -
              Geografische Verbreitung
              Östliche Turettaskette und Piz Lad (Umbrailgebiet).
              Typusregion
              -
              Kommentar
              "Ähnliche Eruptivgesteine sind im Unterostalpin am Murtiröl (Furrer 1985), im Berninagebiet (Piz Alv, Sassalbo) und in der Tschirpen-Decke bekannt (Naef 1987)." (Frank 1986)
      • Fuorn-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Il Fuorn (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Heterogene Abfolge aus grünen, roten oder hellgrauen, quarzreichen Sand- und Siltsteinen, braunen, karbonatischen Sandsteinen und gelbem, sandigem Dolomit. Lokal mit Evaporitlagen (Val di Gess).
        Alter
        Frühe Trias - Frühes Anisien
        Mächtigkeit
        Max. 70-75 m in den Engadiner Dolomiten. Sehr reduziert im Unterostalpin.
        Geografische Verbreitung
        Alle ober- und unterostalpine Einheiten in Graubünden. Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
        Typusregion
        Turettas-Kette in der Val Müstair (GR) (S-charl-Decke)
        Kommentar
        Entspricht dem (Alpiner bzw. Tiroler) «Buntsandstein» der Früheren Autoren.
        • Punt-la-Drossa-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Punt la Drossa (GR), Val dal Fuorn

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Gelbbraune, gutgebankte, karbonatreiche Sandsteine im oberen Teil der Fuorn-Fm. Sandige Kalke und Dolomite, Rauwacken («untere Rauhwacke») und Siltschiefer treten auch auf.
          Alter
          Frühe Trias - Frühes Anisien
          Mächtigkeit
          Bei Punt la Drossa 27 m mächtig (Furrer et al. 1985). 20-25 m (Leupold et al. 1935). Mittelwert: ca. 10-12 m.
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          Früher als Member des «alpinen Muschelkalkes» betrachtet (Hirsch 1966).
        • «Pflanzen-Quarzit» Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Zyklische Abfolge von gradierten, lauchgrünen, nahezu karbonatfreien Sandsteinen, im mittleren Teil der Fuorn-Fm. («alpiner Buntsandstein»). Lokal mit Pflanzenresten im Dach.
          Alter
          Frühe Trias - Frühes Anisien
          Mächtigkeit
          20 m in der Ducankette, bis 40 m im Landwasser (Leupold et al. 1935).
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • «Unteres Member» Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Braune, karbonatreiche Sandsteine und Siltlagen der Basis der Fuorn-Fm., teils vergleichbar mit der liegenden Chazforà-Formation.
          Alter
          Frühe Trias - Frühe Trias
          Mächtigkeit
          Ca. 27 m
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          Unteres Member
      • Chazforà-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Hochebene Chazforà (GR), NW Piz Turettas

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Obere Einheit der Val-Müstair-Gruppe («Münstertaler Verrucano»), bestehend aus massigen bis gebankten, meist graugrünen Konglomeraten, Sand- und Siltsteinen mit Komponenten aus permischen Vulkaniten (Ruina-Formation) und aus dem kristallinen Grundgebirge in verschiedenen Verhältnissen. Die Lithologien zeigen eindeutig fluviatile Sedimentationsgefüge und die Korngrösse wird von der Basis bis zur Obergrenze der Formation generell kleiner.
        Alter
        Spätes Perm - Frühe Trias
        Mächtigkeit
        Bis zu 650 m im Typusgebiet (Furrer et al. 1985) , ca. 350 m am Spi da Vau.
        Geografische Verbreitung
        Taunter Pizza, Piz Lad, Il Fuorn, Val S-charl, Val d’Uina, Avignatal, Jaggl (S-charl-Decke), S-chanf, Alp Chaschauna, Alpe Trela (Ortler-Decke), Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
        Typusregion
        Turettas-Kette in der Val Müstair (GR) (S-charl-Decke)
        Kommentar
        Entspricht dem oberen Teil des «Münstertaler Verrucano», sowie dem basalen Teil des «Alpiner Buntsandstein» der früheren Autoren.
        • Tuors-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Val Tuors (GR), 4 km ENE Bergün

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Feinkörnige, gut gebankte Sandsteine, verzahnt mit dicken Konglomeratlagen mit eckigen Quarzadern, im oberen Teil der Chazforà-Fm. des Ducan- und Landwassergebiets.
          Alter
          Frühe Trias - Frühe Trias
          Mächtigkeit
          200 m (Furrer et al. 1985)
          Geografische Verbreitung
          Albula-, Ducan- und Landwassergebiet.
          Typusregion
          Albulagebiet (GR) (Silvretta-Decke)
          Kommentar
          -
        • Val-Püra-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Val Püra (GR), oberhalb Alp Chaschauna

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Lokale Basalbrekzie der Chazforà-Fm. in der Region S-chanf und Federia.
          Alter
          Spätes Perm - Spätes Perm
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Region S-chanf und Federia.
          Typusregion
          Val Chaschauna (GR)
          Kommentar
          -
  • Arosa-Melange Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Gruppe
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Verschuppte, häufig invers gelagerte Flysch-Abfolge mit Olistholithen der tektonisch überlagernden Gesteinsserien (Unterostalpin).
    Alter
    Spätes Cénomanien - Frühes Turonien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • «Cenomanbrekzien-Serie» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Normal gelagerter schiefriger Tonstein, Mergel und Kalk mit gradierten Brekzienlagen in der Arosa-Mélange.
      Alter
      Cénomanien - Cénomanien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Fercheneck-Dolomit Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Fercheneck ?=? Färcha (LI)

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Invers gelagerter Dolomit-Olistolith in der Arosa-Mélange.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Verspala-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Verspala (Österreich), NW Tilisunahütte

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Dünn- bis dickbankiger, grüngrau anwitternder, grauer, harter Flyschsandstein (Turmalin-dominiert, Chromit-haltig) mit Zwischenlagen von grauen kalkigen Peliten. Enthält Olistholithen aus Kalk und Radiolarit.
    Alter
    Spätes Cénomanien - Coniacien
    Mächtigkeit
    220 m (Burger 1978) oder sogar 250 m (Lüdin 1987) an der Verspala. Ca. 20 m am Haupterhorn (Lüdin 1987)
    Geografische Verbreitung
    Rätikon (Zerneuerjöcjle, Verajöchle, Verspala, Gargellen, Rätschenjoch, Tilisuna-Alp), Haupterhorn und Arosa-Gegend (Urdenfürggli, Furka Obersäss, Mutta).
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Lavagna-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    In Anlehnung an ähnliche Sedimente im Ligurischen Apennin (Val Lavagna) benannt.
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    unbekannter Status
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Schwarze bis dunkelgraue kieselige Schiefer.
    Alter
    Aptien - Albien
    Mächtigkeit
    Max. ca. 20 m am Hörnligrat (Lüdin 1987).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Appennino ligure (Italia)
    Kommentar
    -
  • Palombini-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    In Anlehnung an ähnliche Sedimente im Ligurischen Apennin benannt.
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von dunklen, kieseligen Tonschiefern und Phylliten mit grauen, kieseligen, mikritischen Kalklagen («Palombini»).
    Alter
    Spätes Tithonien - Barrémien
    Mächtigkeit
    Ca. 80 m am Hörnligrat (Arosa-Decke, Lüdin 1987), max. 30 m in der Platta-Decke (Manatschal & Nievergelt 1997).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Appennino ligure (Italia)
    Kommentar
    cf. Formation de la Replatte (Lemoine & Tricart 1986)
  • Calpionellenkalk der Arosa-Decke Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Roter, grünlicher oder grauer, pelagischer Kalk (Calpionellenkalk, Aptychenkalk), mit einzelnen Dolomit-Quarzbrekzien.
    Alter
    Tithonien - Berriasien
    Mächtigkeit
    Über 20 m im Gebiet von Arosa bis max. knapp 30 m am Rätschenjoch (Lüdin 1987).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Radiolarit der Arosa-Decke Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Mehr oder weniger gut gebankter roter und grüner Radiolarit, bunter Kieselschiefer (meist rot, selten grün), sowie einigen Brekzienbänken.
    Alter
    Oxfordien - Kimméridgien
    Mächtigkeit
    Einige Meter bis max. 20-30 m (Lüdin 1987).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Totalp-Ophiolith Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Ophiolitische Abfolge der Arosa-Decke, mit spilitischer, N-MORB tholeiitischer Basalt (Kunz 1991).
    Alter
    Bathonien - Oxfordien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Ophicalcit der Arosa-Decke Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Rote und graugrüne Ophicalcite, sowie polymikte Brekzien mit chloritisierter Matrix.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Totalp-Serpentinit» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Totalphorn (GR)

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Hauptgestein ist ein dunkelgrüner Serpentinit, bald massig, bald geschiefert, das im wesentlichen aus Serpentinmineralen (Chrysotil, Lizardit), Relikten von Olivin und Pyroxen und etwas Erz (Magnetit, Picotit) besteht. (Streckeisen 1986)
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Bis oberhalb Selfranga.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -