• Tomül-Decke Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Tomül (GR), zwischen Vals und Safiental

    Rang
    Decke
    Status
    gültig
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Mächtige Abfolge des Walliser-Troges («nordpenninisch»), bestehend aus Bündnerschiefer, «Präflysch»- und Flysch-Ablagerungen.
    Alter
    Kreide - Kreide
    Mächtigkeit
    Rund 1600 m (Wyss & Wiederkehr 2017)
    Geografische Verbreitung
    Vom Nufenengebiet nach Norden zum Safiental, dann durch Viamala, Heinzenberg, Domleschg bis zum Stätzerhorn / Fulenberg.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    In der Tomül-Decke sind in den einzelnen Formationen von S nach N rasche sedimentäre Fazieswechsel zu erkennen (Steinmann 1994b).
    • Gempi-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gempifluh = Gämpiflue (GR), 3,5 km E St Antönien

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Obere Schuppe der Tomül-Decke im höheren Prättigau.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Südlicher Rätikon (GR)
      Kommentar
      -
    • Vilan-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Vilan (GR), NNE Malans

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Untere Schuppe der Tomül-Decke im unteren Prättigau.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Stätzerhorn-Gruppe Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Gruppe
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Terrige-klastische Metasedimente (sandig-toniger Kalkschiefer) im obersten Teil der Tomül-Decke.
    Alter
    Santonien - Maastrichtien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Ehemaliger «Tomül-Flysch».
    • Bleis-Pintgas-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Bleis Pintgas (GR), Vaz/Obervaz

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von grauem sandigem Kalk und schwarzgrauem Tonschiefer.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Parnegl-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Alp Parnegl (GR)

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Braun anwitternder, dünnbankiger sandiger Kalk mit Lagen von dunklem Tonschiefer.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Danis-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Alp Danis (GR), Scharans

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Grünlich-grau bis beige anwitternder, grobbankiger sandiger Kalk (cf. «Ruchberg-Sandstein»).
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Raschil-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Raschil = Stätzerhorn (GR)

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Braun bis grüngrau anwitternder, dünnbankiger sandiger Kalk mit schwarzgrauen Tonschieferlagen.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Hauptkonglomerat» (der Tomül-Decke) Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Markanter, grober, kalkreicher Konglomerat an der Basis der Stätzerhorn-Gruppe.
      Alter
      Coniacien - Coniacien
      Mächtigkeit
      0-40 m (Neher in: Trümpy 1970 ; Steinmann 1994b)
      Geografische Verbreitung
      Von Splügen über Safienberg, Bruschghornnordwand, Beverin, Muttnerhöhe, Culmet, Stätzerhornkette fast zusammenhängend bis zum Heidbühl nördlich der Lenzerheide.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Trotz seiner geringen Mächtigkeit ist es die am besten kartierbare sedimentäre Lithologie der Tomül-Decke und ein wichtiger Leithorizont (Steinmann 1994b).
      • Culmet-Brekzie Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Culmet (GR), SW vom Stätzerhorn

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokales brekziöses Vorkommen des «Hauptkonglomerates» der Tomül-Decke.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Heidbühl-Brekzie Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Heidbühl = Heidbüel (GR) nördlich der Lenzerheide

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokales brekziöses Vorkommen des «Hauptkonglomerates» der Tomül-Decke.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
  • Carnusa-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Carnusahorn (GR), Safiental, 3,5 km WSW Piz Beverin

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von Kalken und mattschwarzen, karbonatfreien Tonschiefern mit mehreren konglomeratischen Horizonten. Im oberen Teil treten turbiditische Quarzsandsteine auf.
    Alter
    Turonien - Turonien
    Mächtigkeit
    200-300 m (Neher in: Trümpy 1970 ; Steinmann 1994b)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Die kalkigen Bänke innerhalb der Carnusa-Fm. werden gegen oben dicker und sandiger. Turbiditische Quarzsandsteine beschränken sich auf den oberen Teil der Formation.
    • «Safien-Quarzit»

      Herkunft des Namens

      Gemeinde Safien (GR), Safiental

      Rang
      regionale Fazies
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Quarzitische Sandsteinbänke im oberen Teil der Carnusa-Formation.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      cf. "Gault"
    • «Safien-Brekzie»

      Herkunft des Namens

      Gemeinde Safien (GR), Safiental

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      cf. Formation de Tristel
    • «Safien-Kalk» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gemeinde Safien (GR), Safiental

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Die «Safierkalke» sind ein 10-20 m mächtiges Intervall aus grobkörnigen Kalkturbiditen, das nur südlich der Koordinate 165 an der Basis der Carnusa-Fm. auftritt.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Oberer Safiental
      Kommentar
      Die «Safierkalke» wurden früher als oberstes Member des Nolla-Kalkes betrachtet (Jäckli, 1941, 1976). Nach Steinmann (1994b) ist es jedoch sinnvoller, sie an die Basis der Carnusa-Fm. zu stellen, weil sie den Beginn einer deutlich gröber detritischen Phase markieren.
  • Nolla-Kalkschiefer Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Südflank des Nollatales (GR), SW Thusis

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Hellgrauer, gut gebankter, sandiger Kalkschiefer (Bündnerschiefer), mit schiefrig-tonigen Zwischenlagen.
    Alter
    Cénomanien - Cénomanien
    Mächtigkeit
    ca. 450 m (Neher in: Trümpy 1970) ; 350-450 m (Steinmann 1994b)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Der Nolla-Kalk ist in den südlichen Gebieten an der Basis deutlich dickbankiger und sandiger als weiter nördlich.
  • Nolla-Tonschiefer Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Wildbach Nolla (GR), SW Thusis

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Schwarze Tonschiefer (black shales: Middle Cretaceous OAE) mit dünnen sandigen Bänken (untere Hälfte). In der oberen Hälfte werden turbiditische Einlagerungen immer häufiger.
    Alter
    Aptien - Albien
    Mächtigkeit
    ca. 400 m (Neher in: Trümpy 1970) ; 400-600 m, bis knapp 900 m im Profil Alp Cadriola (Steinmann 1994b)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Die quarzreichen Schüttungen werden gegen S häufiger, mit Bankmächtigkeiten von über 0,5 m südlich des Hinterrheins. In diesem Gebiet sind mehrere große turbiditische Intervalle in den Nolla-Ton. eingelagert. Dadurch geht die generell tonige Ausbildung verloren. (Steinmann 1994b)
    • Nolla-Quarzsandstein Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Crapteig im Nollatal (GR)

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Grauer, teilweise kalkiger, dichter Quarzsandstein (an der Basis) des Nolla-Tonschiefers.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Bärenhorn-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Bärenhorn (GR), im hintersten Safiental

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Schwarze, tonig-sandige bis kalkige Phyllite, meist als 10-20 cm mächtige sandig-kalkige Bänke mit 5-10 cm dicken schiefrigen Zwischenlagen. Einzelne ophiolithische Zwischenlagen.
    Alter
    Spätes Berriasien - Barrémien
    Mächtigkeit
    300-400 m (Steinmann 1994b)
    Geografische Verbreitung
    Bärenhorn, Safiental, Domleschg
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Gegen S werden Turbidite häufiger, grobkörniger und dickbankiger. Ganz im S (Monzotent-Fregeira) besteht die Bärenhorn-Fm. aus plattigen Kalkmarmoren (cf. Aul-Marmor ?).
  • «Tomül-Grüngesteinszug» Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Tomül (GR), zwischen Vals und Safiental

    Rang
    undefiniert
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Prasinit und Metabasalt (ehemaliges Grundgebirge) an der Basis der Tomül-Decke (Deckentrenner zur liegenden Grava-Decke).
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    100-200 m (Kopp 1925)
    Geografische Verbreitung
    Vom Nufenengebiet nach Piz Tomül und Safiental, bis ins Gebiet östlich des Glaspasses.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -