• Languard-Decke Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Languard (GR)

    Rang
    Decke
    Status
    gültig
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wurde füher als «Mittelostalpin» interpretiert, d.h. strukturell und faziell am Übergang zwischen Unter- und Oberostalpin.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    SE der Engadin-Störung
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • «Casanna-Schiefer» (im ursprünglichen, lokalen Sinn) Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Fuorcla Chaschauna (GR) = Casannapass [sic], [non Pass Chaschauna]

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Quarzreicher Phyllit und Glimmerschiefer der Languard-Decke.
      Alter
      Paläozoikum - Paläozoikum
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Languard-Decke
      Kommentar
      Dieser Begriff wurde oftmals für alte, schiefrige Paragesteine im faziellen / petrographischen Sinn verwendet.
  • Allgäu-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen, Deutschland)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Braune bis dunkelgelbliche Wechsellagerung von bioturbierten Fleckenmergeln und tonigen Kalken, mit eingelagerten karbonatischen, turbiditischen Resedimenten (Kalkbrekzien, Echinodermen-Spatkalke, Kieselkalke). Ammoniten und Belemniten treten relativ häufig auf.
    Alter
    frühes Hettangien - Callovien
    Mächtigkeit
    200-500 m, ca. 300 m im Val Trupchun (Trümpy et al. 1997), max. 300 m (Ibele & Behrmann 2007)
    Geografische Verbreitung
    Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Stammerspitze
    Typusregion
    Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen).
    Kommentar
    -
    • Mezzaun-Member

      Herkunft des Namens

      Piz Mezzaun (GR), Madulain

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von blau- bis hellgrau anwitterndem kieseligem Kalk und Mergel im oberen Teil der Allgäu-Formation. Die Kalkturbidite (Resedimente) enthalten zentimeterdicken Hornsteinknollen und -bändern und sind grobkörniger im unteren Teil der Einheit.
      Alter
      mittleres Toarcien - Callovien
      Mächtigkeit
      10-350 m, 150 m an der Typlokalität (Furrer et al. 2015).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Blaisun-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Blaisun (GR), La Punt-Chamues-ch

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Ziegelrote Mergelkalke und dunkle, zimtbraune Manganschiefer, mit Ammoniten und Posidonien.
      Alter
      frühestes Toarcien - mittleres Toarcien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Trupchun-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Val Trupchun (GR), S-chanf

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige, kalkreiche Resedimente (Fukoidenkalk, Kieselkalk, Kalkbrekzie).
      Alter
      frühes Sinémurien - spätes Pliensbachien (= Domérien)
      Mächtigkeit
      150-300 m (Eberli 1985, Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      (Ortler-Decke)
      Kommentar
      -
    • Spadlatscha-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Spadlatscha (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Regelmässige Wechsellagerung von dünn- bis mittelbankigen Kalken und gelbbraun anwitternden Mergeln (in typischer Fleckenmergel-Fazies) in der unteren Teil der Allgäu-Fm. der Ela-Decke. Die Kalke und Mergel führen fein verteilten oder in Konkretionen und Ammonitensteinkernen angereicherten Pyrit, der oberflächlich meist in rostroten Limonit umgewandelt ist. Neben vielen Fressbauten treten häufig Cephalopoden wie Ammoniten, Nautiliden, Aulacoceratiden und Belemniten auf. Im mikritischen oft etwas knolligen Kalk können zudem noch weitere Fossilien beobachtet werden.
      Alter
      spätes Sinémurien - frühestes Pliensbachien
      Mächtigkeit
      Max. 30 m (Eberli 1985)
      Geografische Verbreitung
      Piz Mitgel, ...
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Stidier-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Grat Fil da Stidier (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Abfolge von mittel- bis dickbankigen, kieseligen und spätigen Kalken mit dichtstehenden, unregelmässigen Knollen und Lagen von braunem Chert an der Basis der Allgäu-Fm. der Ela-Decke. Die Basis bildet ein 0.5−3 m mächtiger, dünn- bis mittelbankiger, graubrauner Echinodermenkalk. Dieser führt oft max. 2 mm grosse Intraklasten aus gelb anwitterndem, kalkigem Dolomit. Es konnten kleine Belemniten, Knochenreste und ein Haizahn gefunden werden. Im oberen Teil des Echinodermenkalks treten Chertknollen auf, die zum eigentlichen Chertkalk überleiten.
      Alter
      frühes Sinémurien - spätes Sinémurien
      Mächtigkeit
      10-20 m (Eberli 1985)
      Geografische Verbreitung
      Tritt nur in den Bergüner Stöcken ( Piz Ela, Corn da Tinizong, Piz Mitgel) auf.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Naira-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Pizza Naira (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Monotone Abfolge von dünn- bis mittelbankigen, blaugrauen Kalken im mittleren Teil der Allgäu-Fm. der Ortler-Decke und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten), die nur selten von dünnen Mergellagen unterbrochen werden. Sie führen einzelne unregelmässige Verkieselungen und seltene Fossilien (u.a. unvollständig verkieselte Gastropoden und Ammoniten).
      Alter
      spätes Hettangien - frühes Sinémurien
      Mächtigkeit
      10-50 m in der Ortler-Decke (Dössegger et al. 1982), oft intensiv verfaltet (und dann bis 100 m, z.B. in der Schiahorn-Decke)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Der Naira-Kalk unterscheidet sich durch seine einförmigen, nur schwach kieseligen blaugrauen Kalke und das Fehlen von Mergeln von der übrigen Allgäu-Formation.
    • Alpisella-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Valle Alpisella (Italia), Livignio

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basaler Teil der Allgäu-Formation der Ortler-Decke und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten), bestehend aus einer regelmässigen Wechsellagerung von dünn- bis mittelbankigen, dunkelgrauen bis schwarzen, kieseligen Kalken und Mergeln, die oft viele isolierte Kieselschwammnadeln enthalten und teils als Spikulite ausgebildet sein können. Lokal wird die Wechsellagerung von Resedimenten (dam-mächtige Megabrekzien, geringmächtige Turbidite) unterbrochen und kann im oberen Teil durch Mangan braun gefärbt sein. Zudem tritt eine reiche Fauna von u.a. Radiolarien, Kieselschwämmen, Korallen, Ammoniten und Decapoden (unvollständig verkieselt) auf.
      Alter
      frühes Hettangien - spätes Hettangien
      Mächtigkeit
      20-100 m (Furrer et al. 1985); 10-15 m ; 20-60 m (Dössegger et al. 1982)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)/(Italia)
      Kommentar
      Die Alpisella-Schichten unterscheiden sich von der übrigen Allgäu-Formation durch ihre dunklere Farbe, die recht häufigen Fossilien und durch das seltenere Auftreten von Fressbauten und dunkleren Hornsteinknollen.
      • Chaschauna-Megabrekzie Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Chaschauna (GR), S-chanf

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Verschiedene chaotische Megabrekzien und Konglomerate, die bank- oder linsenartig in die untere Allgäu-Formation der Ortler-Decke eingelagert sind oder auch direkt auf schichtparallel oder diskordant abgeschnittenen Gesteinen der Kössen-Formation und Hauptdolomit-Gruppe liegen. In der meist grauen, crinoidführenden Matrix liegen unsortiert mm- bis dam-grosse, eckige bis gerundete Komponenten verschiedenster Lithologien, die vorwiegend aus der Kössen-Formation stammen dürften. Komponenten und deren Fossilien sind randlich verkieselt.
        Alter
        Früher Jura - Früher Jura
        Mächtigkeit
        Bis zu 40 m.
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Culmet-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Culmet (GR), bei Alp Ramoz

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige bis massige, bunte (rote, gelbe, beige und hellgraue) Kalke mit sehr wenigen Fossilien (Bivalven, Ostracoden, Echinoderme, Peloide) an der Basis der Allgäu-Fm. der Ortler- und Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten). Vereinzelt treten Adern oder Knollen aus dunklem Chert auf.
      Alter
      Hettangien - Hettangien
      Mächtigkeit
      7-10 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      Leitbank der zentralen Ortler-Decke (Engadiner Dolomiten) und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Der Culmet-Kalk bildet eine Leitbank über der typischen Kössen-Formation.
    • Schattwald-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schattwald (Tirol, Österreich)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von bunten, siltführenden Tonsteinen, Siltsteinen, Mergeln und Kalken an der Basis der Allgäu-Fm. des Rätikons (Lechtal-Decke) und der Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke). Die Gesteine sind häufig laminiert, selten normal gradiert, und enthalten oft viele Intraklasten und wenige Zentimeter grosse, fladenförmige, vielfach von Bivalven angebohrte Gerölle aus aufgearbeitetem grauem Zirmenkopf-Kalk. Daneben können auch grossflächig ausgebildete Trockenrisse auftreten. Fossilien sind nicht selten. Kalkbänke führen oft reichlich Foraminiferen, Brachiopoden, Bivalven und Echinidenstacheln.
      Alter
      Rhät - Hettangien
      Mächtigkeit
      6-10 m (Eberli 1985, Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      Lechtal-Decke des Rätikons und Montafons (typische bunte Ausbildung), sowie Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke ; braune und graue Mergel und Siltsteine).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Die Unterlage der Schattwald-Schichten wird meist vom Zirmenkopf-Kalk der Kössen-Formation gebildet.
  • Alv-Brekzie Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Costa Piz Alv (GR), Val Bernina

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Bunte, chaotische Brekzien mit kantigen und kantengerundeten, rein karbonatischen Klasten verschiedener Grösse (mm- bis m-Bereich) in einer gelben bis roten, dolomitischen oder kalkigen Matrix. Mehrheitliche dolomitische Klasten stammen aus der Hauptdolomit-Gruppe, Klasten aus Lumachellen- und Korallenkalken hingegen aus der Kössen-Formation. Die mikritische Matrix führt lokal Fossilien (z.T. Belemniten, Ammoniten), welche dolomitisiert sein können. Teilweise treten schwache Vererzungen und braunschwarze Fe-Mn-Krusten auf.
    Alter
    spätes Sinémurien - Pliensbachien
    Mächtigkeit
    Normalerweise bis zu 50 m, jedoch 200-300 m and der Typlokalität (Furrer et al. 1985)
    Geografische Verbreitung
    Im Gebiet des Piz Lischana und Piz S-chalambert (S-charl-Oberbau nordöstlich Spöl), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Kössen-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Kössen in Tirol (Nördliche Kalkalpen)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung schwarzer Tone mit dunklen bis ebenso schwarzen, geringmächtigen, oft fossilreichen Kalkbänken. Charakteristisch ist die braunrote Anwitterungsfarbe der im frischen Zustand dunklen Gesteine (Pyrite) sowie die spezifische Fauna der Invertebraten (Avicula contorta), Fische, Reptilien und Spurenfossilien.
    Alter
    Spätes Norien - Rhät
    Mächtigkeit
    Ca. 300 m (Dössegger et al. 1982), 200-350 m (Furrer et al. 1985)
    Geografische Verbreitung
    Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke); Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Zirmenkopf-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kleiner Zirmenkopf, WNW Schesaplana

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige bis massige Riffkalke sowie Riffschuttkalke und lagunäre Kalke im Dach der Kössen-Fm. Dünne, dunkelgraue bis olive Tonhäute oder Mergellagen markieren die Bankung.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Furrer et al. 1985), bis über 160 m im Schesaplana-Gebiet (Allemann 2002, inkl. Ramoz-Einlagerungen).
      Geografische Verbreitung
      Rätikon
      Typusregion
      Rätikon (GR)
      Kommentar
      Oberstes Member
    • Mitgel-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Mitgel (GR), Filisur

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Mittelbankige bis massige, hellgraue Kalke und gelbe, kalkige Dolomite im oberen Teil der Kössen-Fm. Wechsellagerungen von dünnbankigen Kalken und gelben, kalkigen Dolomiten sowie geringmächtige Einschaltungen von teilweise siltführenden, dunkelgrauen und oliven Mergeln. Fossile sind relativ selten.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Dössegger et al. 1982), 20-50 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Das Mitgel-Mb. unterscheidet sich von den übrigen Membern der Kössen-Fm. durch die überwiegenden Kalke und Dolomite und das Zurücktreten der Mergellagen. Im Gegensatz zum Schesaplana-Mb. enthält es nur noch selten Korallen- und Brachiopodenkalke.
    • Ramoz-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Alp Ramoz (GR), Alvaneu

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Heterogene Wechsellagerung von dunkelgrauen bis oliven Mergeln und dunkelgrauen, dünn- bis mittelbankigen Kalken, die wiederholt von mehreren Metern mächtigen Einschaltungen von dickbankigen bis massigen, hellgrauen Kalken unterbrochen werden. Daneben treten auch braune Siltsteine, Korallenkalke, oolithische Kalke und gelb anwitternde, kalkige Dolomite auf. Fossilien (z.T. Kalkschwämme, Echiniden, Wirbeltierreste, Kotpillen, Wohn- und Fressbauten) sind im unteren Teil recht häufig, werden aber gegen oben seltener.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      20-100 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Aroser Dolomiten (GR)
      Kommentar
      Vom ähnlich ausgebildeten Alplihorn-Mb. unterscheidet es sich nur durch die fehlenden oder selten auftretenden herbstlaubfarbenen Schiefertone und die häufigeren dickbankigen bis massigen Kalke; vom Schesaplana-Mb. durch das seltene Auftreten von gebankten Korallen- und Brachiopodenkalken; vom Mitgel-Mb. und Culmet-Kalk durch die häufigen und mächtigen Mergellagen.
    • Schesaplana-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schesaplana (GR), Seewis im Prättigau

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gelblich anwitternder, tonreicher, schiefriger Brachipodenkalk (unten) und heller, massiger, schlecht gebankter Korallenkalk (oben) («Karpatische Fazies») im unteren Teil der Kössen-Fm.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Leupold et al. 1935); wenige Meter bis über 100 m (Dössegger et al. 1982); 25-90 m (Furrer et al. 1985, Allemann 2002)
      Geografische Verbreitung
      Val Tisch
      Typusregion
      Rätikon (GR)
      Kommentar
      -
    • Alplihorn-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Älplihorn (GR), 10 km S Davos (fälschlicherweise ohne Umlaut auf die Landeskarte geschrieben zur Zeit der Definition der Einheit)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basales, toniges Member der Kössen-Formation mit charakteristischen schwarzen, bunt anwitternden Schiefertone: hellgelb anwitterndem, im Bruch dunkelblauem, tonigem Kalkschiefer (unten) und dünnbankigem, knolligem, dunklem Kalk mit rotgefärbten Schichtflächen (oben ; massigere Korallen- und Brachiopodenkalke fehlen). Fossilreich, mit typischer schwäbischer Bivalvenfauna.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      80-120 m (Furrer et al. 1985) ; 58 m am Fil da Stidier (Tinzenhorn ; Stecher 2008)
      Geografische Verbreitung
      Val Tisch.
      Typusregion
      Ducangebiet (GR) (Silvretta-Decke)
      Kommentar
      Unterstes Member
  • Parait-Chavagl-Granit Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Parait Chavagl = Parait Giavagl (GR)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Parait Giavagl, Munt Cotschen, Munt Lavirun.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Languard-Orthogneis Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Languard (GR)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Grobkörniger, augiger Muskovitgneis.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Languard-Schiefer Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Languard (GR)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -