• Campo-Decke Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Val di Campo = Val da Camp (GR)

    Rang
    Decke
    Status
    gültig
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wurde füher als «Mittelostalpin» interpretiert, d.h. strukturell und faziell am Übergang zwischen Unter- und Oberostalpin.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    SE der Engadin-Störung
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Blais-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Munt Blais (GR) bei S-chanf

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Auffällig bunte Serie aus meist regelmässig dünnbankigem Chert, Radiolarit, kieseligem Tonstein, und radiolarien- und aptychenführendem Kalk und Mergel. Unten in der Formation treten grüne, graugrüne bis schwarze Radiolarite und Cherts sowie rote und braunrote Radiolarite und Kalke auf. Oben kommen rote, verschieferte, mikritische Kalkbänke und Mergelbänke vor, stellenweise voller Aptychen (Plattas-Kalk). Eine teils beobachtbare Feinschichtung wird durch wechsellagerndes Ton-, Kalk- und Kieselmaterial verursacht.
    Alter
    Callovien - Tithonien
    Mächtigkeit
    15-30 m, bis max. 40 m ; ca. 20 m (Trümpy et al. 1997)
    Geografische Verbreitung
    S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
    Typusregion
    Val Trupchun (GR)
    Kommentar
    Aptychenkalke treten im oberen Teil der Einheit häufig auf.
    • Plattas-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kleines abflussloses Becken von Plattas (GR) NNE Piz dal Corvs

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      unbekannter Status
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bunter, aptychenführender Kalk des oberen Teils der Blais-Formation, mit Chert und Knollen, sowie Eisen- und Mangankrusten. Neben Aptychen treten Belemniten und Crinoide häufig auf.
      Alter
      Tithonien - Tithonien
      Mächtigkeit
      1-5 m
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Allgäu-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen, Deutschland)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Braune bis dunkelgelbliche Wechsellagerung von bioturbierten Fleckenmergeln und tonigen Kalken, mit eingelagerten karbonatischen, turbiditischen Resedimenten (Kalkbrekzien, Echinodermen-Spatkalke, Kieselkalke). Ammoniten und Belemniten treten relativ häufig auf.
    Alter
    frühes Hettangien - Callovien
    Mächtigkeit
    200-500 m, ca. 300 m im Val Trupchun (Trümpy et al. 1997), max. 300 m (Ibele & Behrmann 2007)
    Geografische Verbreitung
    Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Stammerspitze
    Typusregion
    Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen).
    Kommentar
    -
    • Mezzaun-Member

      Herkunft des Namens

      Piz Mezzaun (GR), Madulain

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von blau- bis hellgrau anwitterndem kieseligem Kalk und Mergel im oberen Teil der Allgäu-Formation. Die Kalkturbidite (Resedimente) enthalten zentimeterdicken Hornsteinknollen und -bändern und sind grobkörniger im unteren Teil der Einheit.
      Alter
      mittleres Toarcien - Callovien
      Mächtigkeit
      10-350 m, 150 m an der Typlokalität (Furrer et al. 2015).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Blaisun-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Blaisun (GR), La Punt-Chamues-ch

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Ziegelrote Mergelkalke und dunkle, zimtbraune Manganschiefer, mit Ammoniten und Posidonien.
      Alter
      frühestes Toarcien - mittleres Toarcien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Trupchun-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Val Trupchun (GR), S-chanf

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige, kalkreiche Resedimente (Fukoidenkalk, Kieselkalk, Kalkbrekzie).
      Alter
      frühes Sinémurien - spätes Pliensbachien (= Domérien)
      Mächtigkeit
      150-300 m (Eberli 1985, Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      (Ortler-Decke)
      Kommentar
      -
    • Spadlatscha-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Spadlatscha (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Regelmässige Wechsellagerung von dünn- bis mittelbankigen Kalken und gelbbraun anwitternden Mergeln (in typischer Fleckenmergel-Fazies) in der unteren Teil der Allgäu-Fm. der Ela-Decke. Die Kalke und Mergel führen fein verteilten oder in Konkretionen und Ammonitensteinkernen angereicherten Pyrit, der oberflächlich meist in rostroten Limonit umgewandelt ist. Neben vielen Fressbauten treten häufig Cephalopoden wie Ammoniten, Nautiliden, Aulacoceratiden und Belemniten auf. Im mikritischen oft etwas knolligen Kalk können zudem noch weitere Fossilien beobachtet werden.
      Alter
      spätes Sinémurien - frühestes Pliensbachien
      Mächtigkeit
      Max. 30 m (Eberli 1985)
      Geografische Verbreitung
      Piz Mitgel, ...
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Stidier-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Grat Fil da Stidier (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Abfolge von mittel- bis dickbankigen, kieseligen und spätigen Kalken mit dichtstehenden, unregelmässigen Knollen und Lagen von braunem Chert an der Basis der Allgäu-Fm. der Ela-Decke. Die Basis bildet ein 0.5−3 m mächtiger, dünn- bis mittelbankiger, graubrauner Echinodermenkalk. Dieser führt oft max. 2 mm grosse Intraklasten aus gelb anwitterndem, kalkigem Dolomit. Es konnten kleine Belemniten, Knochenreste und ein Haizahn gefunden werden. Im oberen Teil des Echinodermenkalks treten Chertknollen auf, die zum eigentlichen Chertkalk überleiten.
      Alter
      frühes Sinémurien - spätes Sinémurien
      Mächtigkeit
      10-20 m (Eberli 1985)
      Geografische Verbreitung
      Tritt nur in den Bergüner Stöcken ( Piz Ela, Corn da Tinizong, Piz Mitgel) auf.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Naira-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Pizza Naira (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Monotone Abfolge von dünn- bis mittelbankigen, blaugrauen Kalken im mittleren Teil der Allgäu-Fm. der Ortler-Decke und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten), die nur selten von dünnen Mergellagen unterbrochen werden. Sie führen einzelne unregelmässige Verkieselungen und seltene Fossilien (u.a. unvollständig verkieselte Gastropoden und Ammoniten).
      Alter
      spätes Hettangien - frühes Sinémurien
      Mächtigkeit
      10-50 m in der Ortler-Decke (Dössegger et al. 1982), oft intensiv verfaltet (und dann bis 100 m, z.B. in der Schiahorn-Decke)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Der Naira-Kalk unterscheidet sich durch seine einförmigen, nur schwach kieseligen blaugrauen Kalke und das Fehlen von Mergeln von der übrigen Allgäu-Formation.
    • Alpisella-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Valle Alpisella (Italia), Livignio

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basaler Teil der Allgäu-Formation der Ortler-Decke und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten), bestehend aus einer regelmässigen Wechsellagerung von dünn- bis mittelbankigen, dunkelgrauen bis schwarzen, kieseligen Kalken und Mergeln, die oft viele isolierte Kieselschwammnadeln enthalten und teils als Spikulite ausgebildet sein können. Lokal wird die Wechsellagerung von Resedimenten (dam-mächtige Megabrekzien, geringmächtige Turbidite) unterbrochen und kann im oberen Teil durch Mangan braun gefärbt sein. Zudem tritt eine reiche Fauna von u.a. Radiolarien, Kieselschwämmen, Korallen, Ammoniten und Decapoden (unvollständig verkieselt) auf.
      Alter
      frühes Hettangien - spätes Hettangien
      Mächtigkeit
      20-100 m (Furrer et al. 1985); 10-15 m ; 20-60 m (Dössegger et al. 1982)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)/(Italia)
      Kommentar
      Die Alpisella-Schichten unterscheiden sich von der übrigen Allgäu-Formation durch ihre dunklere Farbe, die recht häufigen Fossilien und durch das seltenere Auftreten von Fressbauten und dunkleren Hornsteinknollen.
      • Chaschauna-Megabrekzie Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Chaschauna (GR), S-chanf

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Verschiedene chaotische Megabrekzien und Konglomerate, die bank- oder linsenartig in die untere Allgäu-Formation der Ortler-Decke eingelagert sind oder auch direkt auf schichtparallel oder diskordant abgeschnittenen Gesteinen der Kössen-Formation und Hauptdolomit-Gruppe liegen. In der meist grauen, crinoidführenden Matrix liegen unsortiert mm- bis dam-grosse, eckige bis gerundete Komponenten verschiedenster Lithologien, die vorwiegend aus der Kössen-Formation stammen dürften. Komponenten und deren Fossilien sind randlich verkieselt.
        Alter
        Früher Jura - Früher Jura
        Mächtigkeit
        Bis zu 40 m.
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Culmet-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Culmet (GR), bei Alp Ramoz

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige bis massige, bunte (rote, gelbe, beige und hellgraue) Kalke mit sehr wenigen Fossilien (Bivalven, Ostracoden, Echinoderme, Peloide) an der Basis der Allgäu-Fm. der Ortler- und Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten). Vereinzelt treten Adern oder Knollen aus dunklem Chert auf.
      Alter
      Hettangien - Hettangien
      Mächtigkeit
      7-10 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      Leitbank der zentralen Ortler-Decke (Engadiner Dolomiten) und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Der Culmet-Kalk bildet eine Leitbank über der typischen Kössen-Formation.
    • Schattwald-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schattwald (Tirol, Österreich)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von bunten, siltführenden Tonsteinen, Siltsteinen, Mergeln und Kalken an der Basis der Allgäu-Fm. des Rätikons (Lechtal-Decke) und der Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke). Die Gesteine sind häufig laminiert, selten normal gradiert, und enthalten oft viele Intraklasten und wenige Zentimeter grosse, fladenförmige, vielfach von Bivalven angebohrte Gerölle aus aufgearbeitetem grauem Zirmenkopf-Kalk. Daneben können auch grossflächig ausgebildete Trockenrisse auftreten. Fossilien sind nicht selten. Kalkbänke führen oft reichlich Foraminiferen, Brachiopoden, Bivalven und Echinidenstacheln.
      Alter
      Rhät - Hettangien
      Mächtigkeit
      6-10 m (Eberli 1985, Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      Lechtal-Decke des Rätikons und Montafons (typische bunte Ausbildung), sowie Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke ; braune und graue Mergel und Siltsteine).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Die Unterlage der Schattwald-Schichten wird meist vom Zirmenkopf-Kalk der Kössen-Formation gebildet.
  • Kössen-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Kössen in Tirol (Nördliche Kalkalpen)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung schwarzer Tone mit dunklen bis ebenso schwarzen, geringmächtigen, oft fossilreichen Kalkbänken. Charakteristisch ist die braunrote Anwitterungsfarbe der im frischen Zustand dunklen Gesteine (Pyrite) sowie die spezifische Fauna der Invertebraten (Avicula contorta), Fische, Reptilien und Spurenfossilien.
    Alter
    Spätes Norien - Rhät
    Mächtigkeit
    Ca. 300 m (Dössegger et al. 1982), 200-350 m (Furrer et al. 1985)
    Geografische Verbreitung
    Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke); Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Zirmenkopf-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kleiner Zirmenkopf, WNW Schesaplana

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige bis massige Riffkalke sowie Riffschuttkalke und lagunäre Kalke im Dach der Kössen-Fm. Dünne, dunkelgraue bis olive Tonhäute oder Mergellagen markieren die Bankung.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Furrer et al. 1985), bis über 160 m im Schesaplana-Gebiet (Allemann 2002, inkl. Ramoz-Einlagerungen).
      Geografische Verbreitung
      Rätikon
      Typusregion
      Rätikon (GR)
      Kommentar
      Oberstes Member
    • Mitgel-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Mitgel (GR), Filisur

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Mittelbankige bis massige, hellgraue Kalke und gelbe, kalkige Dolomite im oberen Teil der Kössen-Fm. Wechsellagerungen von dünnbankigen Kalken und gelben, kalkigen Dolomiten sowie geringmächtige Einschaltungen von teilweise siltführenden, dunkelgrauen und oliven Mergeln. Fossile sind relativ selten.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Dössegger et al. 1982), 20-50 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Das Mitgel-Mb. unterscheidet sich von den übrigen Membern der Kössen-Fm. durch die überwiegenden Kalke und Dolomite und das Zurücktreten der Mergellagen. Im Gegensatz zum Schesaplana-Mb. enthält es nur noch selten Korallen- und Brachiopodenkalke.
    • Ramoz-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Alp Ramoz (GR), Alvaneu

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Heterogene Wechsellagerung von dunkelgrauen bis oliven Mergeln und dunkelgrauen, dünn- bis mittelbankigen Kalken, die wiederholt von mehreren Metern mächtigen Einschaltungen von dickbankigen bis massigen, hellgrauen Kalken unterbrochen werden. Daneben treten auch braune Siltsteine, Korallenkalke, oolithische Kalke und gelb anwitternde, kalkige Dolomite auf. Fossilien (z.T. Kalkschwämme, Echiniden, Wirbeltierreste, Kotpillen, Wohn- und Fressbauten) sind im unteren Teil recht häufig, werden aber gegen oben seltener.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      20-100 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Aroser Dolomiten (GR)
      Kommentar
      Vom ähnlich ausgebildeten Alplihorn-Mb. unterscheidet es sich nur durch die fehlenden oder selten auftretenden herbstlaubfarbenen Schiefertone und die häufigeren dickbankigen bis massigen Kalke; vom Schesaplana-Mb. durch das seltene Auftreten von gebankten Korallen- und Brachiopodenkalken; vom Mitgel-Mb. und Culmet-Kalk durch die häufigen und mächtigen Mergellagen.
    • Schesaplana-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schesaplana (GR), Seewis im Prättigau

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gelblich anwitternder, tonreicher, schiefriger Brachipodenkalk (unten) und heller, massiger, schlecht gebankter Korallenkalk (oben) («Karpatische Fazies») im unteren Teil der Kössen-Fm.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Leupold et al. 1935); wenige Meter bis über 100 m (Dössegger et al. 1982); 25-90 m (Furrer et al. 1985, Allemann 2002)
      Geografische Verbreitung
      Val Tisch
      Typusregion
      Rätikon (GR)
      Kommentar
      -
    • Alplihorn-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Älplihorn (GR), 10 km S Davos (fälschlicherweise ohne Umlaut auf die Landeskarte geschrieben zur Zeit der Definition der Einheit)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basales, toniges Member der Kössen-Formation mit charakteristischen schwarzen, bunt anwitternden Schiefertone: hellgelb anwitterndem, im Bruch dunkelblauem, tonigem Kalkschiefer (unten) und dünnbankigem, knolligem, dunklem Kalk mit rotgefärbten Schichtflächen (oben ; massigere Korallen- und Brachiopodenkalke fehlen). Fossilreich, mit typischer schwäbischer Bivalvenfauna.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      80-120 m (Furrer et al. 1985) ; 58 m am Fil da Stidier (Tinzenhorn ; Stecher 2008)
      Geografische Verbreitung
      Val Tisch.
      Typusregion
      Ducangebiet (GR) (Silvretta-Decke)
      Kommentar
      Unterstes Member
  • Fanez-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Fanezfurgga (GR), SE Davos Monstein

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Obere Einheit der Raibl-Gruppe, bestehend aus einer Abfolge von rotem Sandstein, Tonschiefer, orangem Dolomit und polymikter Dolomit-Brekzie.
    Alter
    Carnien - Carnien
    Mächtigkeit
    25−65 m (Furrer et al. 1985) ; max. ca. 80 m in den südöstlichen Engadiner Dolomiten (Frank 1986) [bis 300 m nach Leupold et al. 1935, jedoch für die gesamte Raibl-Gruppe?]
    Geografische Verbreitung
    Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
    Typusregion
    Ducankette (GR)
    Kommentar
    Früher als Teil der «Mingèr-Schichten» s.l.
    • Valbella-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      Valbella (GR), Val Müstair ?
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Oberes Member der Fanez-Fm., bestehend aus polymikten Dolomit-Brekzien mit bunter, dolomitischer Matrix.
      Alter
      Carnien - Carnien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Je nach Autor wird diese Brekzie als «Hauptdolomit-Basisbrekzie» betrachtet.
    • «Fanez-Dolomit» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Fanezfurgga (GR), Davos

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Hellgraue, dünnbankige, stromatolithische Dolomite (ähnlich wie in der Mingèr-Fm.) im mittleren Teil der Fanez-Fm. Lokal treten auch Evaporite auf.
      Alter
      Carnien - Carnien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Ähnlich «Mingèr-Dolomit».
      • Stugl-Gips Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Val da Stugl (GR)

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokales Gipsvorkommen im Dach des «Fanez-Dolomit».
        Alter
        Carnien - Carnien
        Mächtigkeit
        Bis 100 m (Leupold et al. 1935). Ca. 250 m.
        Geografische Verbreitung
        SE-Seite des Mäschengrates, zwischen Igls Plans und Mäschenfurgga/Chrummhüreli.
        Typusregion
        Ducankette (GR)
        Kommentar
        -
      • Innerchrachen-Schicht Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Knolliger Emersionshorizont im mittleren bis oberen Teil der Fanez-Fm.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        2,3 bis 3,7 m (Frank 1986)
        Geografische Verbreitung
        Ducangebiet.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Mezdi-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Mezdi (GR), Val Müstair

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bunte, dichte Tonstein-Sequenz mit zwischengeschalteten, dunklen, oolithischen Muschelkalken sowie orangen, verwitterten Dolomiten im mittleren Teil der Fanez-Fm. Echinoderme sind verbreitet.
      Alter
      Carnien - Carnien
      Mächtigkeit
      12−20 m am Piz Mezdi, ca. 16 m am Ofenpass (Frank 1986, Furrer et al. 1985) ; oft tektonisch gestört
      Geografische Verbreitung
      Nur in den südlichen Engadiner Dolomiten entwickelt (südlich der Ofenpassstrasse ; sog. Südfazies).
      Typusregion
      Val Müstari (GR) (S-charl-Decke)
      Kommentar
      Mittleres Member
    • Cluozza-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Val Cluozza (GR), S Zernez

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Leithorizont (unteres Member) der Fanez-Fm., bestehend aus linsenartigen meist roten, seltener grünen oder grauen, Sand- und Siltsteinbänken (Arkose). Gegen oben zunehmend gröber werdende Siliziklastika mit einer dolomitischen, fossilreichen Bank an der Basis und starker Oxidation von oben her (Rotfärbung). Siliziklastika weisen zudem kleinräumige Kreuzschichtungen mit flacher Schrägschichtung auf.
      Alter
      Carnien - Carnien
      Mächtigkeit
      5 m in den Südöstlichen Engadiner Dolomiten bis max. 10,5 m im Ducan (Frank 1986, Furrer et al. 1985) ; ca. 8 m (Leupold et al. 1935)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Gilt als wichtiger und deutlich unterscheidbarer siliziklastischer Korrelationshorizont.
  • Mingèr-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Val Mingèr (GR), Scuol

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Untere Einheit der Raibl-Gruppe: an der Basis, Rauhwacken mit mehreren Einschaltungen aus dünnen, feinkörnigen Dolomitbänken (sowie lokal alkali-basaltische Intrusionen und Gipskörper) ; darüber dünnbankige, stromatolithische Dolomite.
    Alter
    Spätestes Ladinien - Frühes Carnien
    Mächtigkeit
    Max. ca. 220 m in den südöstlichen Engadiner Dolomiten, ca. 170 m im Ducangebiet, ca. 120 m in der Val S-charl (Frank 1986) ; 120−230 m (Furrer et al. 1985) ; [bis 400 m im Ducangebiet (Leupold et al. 1935)]
    Geografische Verbreitung
    Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
    Typusregion
    Val Mingèr (GR), Seitental des Val S-charl
    Kommentar
    -
    • «Mingèr-Dolomit» s.s. Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Val Mingèr (GR), Scuol

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Oberes Member der Mingèr-Fm., bestehend aus hellem, dünnbankigem, stromatolithischem Dolomit. Einschaltungen von dunklen Tonsteinen und mergeligen gelben Dolomiten mit feiner Bankung treten im unteren Teil auf.
      Alter
      Spätes Ladinien - Frühes Carnien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Mora-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Val Mora (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Unteres Member der Mingèr-Formation, bestehend aus Rauhwacken und bunten Tonschiefern, mit mehreren Einschaltungen aus dünnen feinkörnigen Dolomitbänken, die teils sehr ähnlich sind wie im liegenden Parai-Alba-Mb. (Altein-Fm.). Alkali-basaltische Intrusionen in Form von Sills und Dykes treten am Piz dal Döss Radond auf. Lokal kommen Gipskörper vor (Alp da Munt).
      Alter
      Spätes Ladinien - Frühes Carnien
      Mächtigkeit
      Mindestens 20 m in wenig gestörten Profilen (Frank 1986, Furrer et al. 1985).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Früher als «obere Rauhwacke» bezeichnet. Gilt oftmals als plastischer Abscherhorizont.
      • Alp-da-Munt-Gips Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Alp da Munt (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokales, linsiges Gipsvorkommen der Raibl-Gruppe.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Alp da Munt, Männli
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Praspöl-Tuff Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Praspöl (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Döss-Radond-Vulkanite Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz dal Döss Radond (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Basische Vulkanite (Diabas, Diabastuff) der Mingèr-Fm.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Östliche Turettaskette und Piz Lad (Umbrailgebiet).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        "Ähnliche Eruptivgesteine sind im Unterostalpin am Murtiröl (Furrer 1985), im Berninagebiet (Piz Alv, Sassalbo) und in der Tschirpen-Decke bekannt (Naef 1987)." (Frank 1986)
  • Altein-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Altein (GR), 3,5 km N Davos Wiesen

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Unterschiedlich gebankte, feinkörnige, dunkel- bis hellgraue Dolomite und Kalke, z.T. Chertknollen im mm- bis dm-Bereich. Braunrote Tonlagen und Stylolithe sind häufig. Lokale Zwischenlagerung von dünnbankigen, bituminösen Kalken im mittleren Teil (Landwasser- und westlichen Ducangebiet).
    Alter
    Ladinien - Ladinien
    Mächtigkeit
    Im Ducangebiet nimmt die Mächitgkeit von SW nach NE zu, bis max. 90 m (Leupold et al. 1935, Frank 1986) ; mindestens 60 m in den nördlichen Engadiner Dolomiten und ca. 40 m in den südlichen Engadiner Dolomiten (Frank 1986) ; nur einige Meter im nordöstlichen Engadiner Dolomit (Furrer et al. 1985).
    Geografische Verbreitung
    Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke)
    Typusregion
    Landwassergebiet (GR) (Silvretta-Decke)
    Kommentar
    Wurde manchmal mit die Prosanto-Fm. als «Altein-Gruppe» zusammengefasst.
    • Parai-Alba-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Parai Alba (= Weisse Wand) (GR), SSW Piz Chazforà im Val Mora

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dünnbankiger, gelber bis hellgrauer, feinkörniger Dolomit (Mikrit) mit wenigen Millimetern dicken Lagen von rotbraunem Ton (vulkanogenen Aschenlagen) im oberen Teil der Altein-Fm. (bzw. als einzige durchgehende Fazies in den Unterengadiner Dolomiten). Stromatolithe, Wellenrippeln und Trockenrisse treten selten auf.
      Alter
      Ladinien - Ladinien
      Mächtigkeit
      Von 25 m im nördlichen Engadiner Dolomit, bis 40 m im südlichen Engadiner Dolomit (Furrer et al. 1985). Ca. 50 m (Trümpy et al. 1997).
      Geografische Verbreitung
      Ofenpassgebiet (S-charl-Decke), Engadin, S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke). Fehlt in der Silvretta-Decke.
      Typusregion
      Turettaskette (GR) (S-charl-Decke)
      Kommentar
      Früher als eigenständige Formation betrachtet.
    • «Altein-Dolomit» s.s. Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Altein (GR), 3,5 km N Davos Wiesen

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Hellgrau anwitternder Dolomit mit häufigen Verkieselungen im unteren Teil der Altein-Fm. (bzw. als einzige durchgehende Fazies in der Silvretta-Decke).
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Vallatscha-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Südgrat des Piz Vallatscha (GR), nördlich Ofenpass

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Mittel- bis dickbankige, sparitische, hell- bis mittelgraue Dolomitgesteine mit Stromatolithen und Pseudmorphen nach Sulfatmineralen, oft mit Kalkalgen (Diploporen) und Gastropoden-führenden Bänken. Häufig Internalbrekzien.
    Alter
    Ladinien - Ladinien
    Mächtigkeit
    60-250 m (Furrer et al. 1985) ; bis 250 m in die Engadiner Dolomite
    Geografische Verbreitung
    Ofenpassgebiet (S-charl-Decke), Valle die Fraele (Ortler-Decke), Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
    Typusregion
    Ofenpassgebiet (GR)
    Kommentar
    Die Vallatscha-Fm. im heutigen Sinn (= sensu Eichenberger 1986) beinhaltet beides, die Turettas-Formation und die Vallatscha-Formation von Dössegger & Müller 1976. Die erste Einheit wird nun als Member der revidierten Vallatscha-Fm. betrachtet.
    • Tiaun-Brekzie Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Tiaun (GR), Schmitten

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Oberstes Member der Vallatscha-Fm. im Ducan-Landwassergebiet, bestehend aus Dolomitbrekzien mit typischem weissem, grobkörnigem Zement. Durchschneiden oft mehrere Bänke oder folgen ehemaligen Sulfatgesteinen.
      Alter
      Ladinien - Ladinien
      Mächtigkeit
      2−30 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Landwassergebiet (GR)
      Kommentar
      Oberstes Member im Ducan-Landwassergebiet
    • «Vallatscha-Dolomit» s.s. Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Vallatscha (GR), nördlich Ofenpass

      Rang
      regionale Fazies
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Charakteristische Fazies der Vallatscha-Fm. aus dickbankigem, aschgrauem, sparitischem Diploporen-Dolomit.
      Alter
      Ladinien - Ladinien
      Mächtigkeit
      60-100 m im S-charl-Unterbau (Dössegger & Müller 1976), ca. 200 m im Ortler-Element (Dössegger et al. 1982) ; Zuckerkörniger/Grobspätiger Dolomit ist an der Typlokalität auf 15 m reduziert.
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Ofenpassgebiet (GR)
      Kommentar
      -
    • Turettas-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Turettas (GR), Val Müstair

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Unteres Member der Vallatscha-Fm. in der S-charl-Decke, bestehend aus dunklem, dünnbankigem, laminiertem Dolomit. Manchmal bituminös („Stinkdolomit“) oder konglomeratisch in hellgrauen, oolithischen, Dolomite-führenden Bänken mit Mächtigkeiten im Zentimeterbereich.
      Alter
      Ladinien - Ladinien
      Mächtigkeit
      60−70 m (Furrer et al. 1985) ; 20-70 m (Trümpy et al. 1997) ; 75 m im Schlinigtal (Stutz & Walter 1983)
      Geografische Verbreitung
      Münstertalgebiet (Piz Turettas, Piz d'Aint, Piz d'Astras, S-charlpass).
      Typusregion
      Turettas-Kette (GR)
      Kommentar
      Unteres Member in der S-charl-Decke.
      • «Lad-Schichten» Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Münstertaler Piz Lad (GR) [non: Unterengadiner Piz Lad]

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        -
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Graue Netzrauhwacken und Wechsellagerungen von Gips/Anhydrit mit Dolomit im [?] oberen Teil des Turettas-Members.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Ca. 60 m (Dössegger & Müller 1976)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Stratigraphische Stellung unsicher: zwischen Turettas- und Vallatscha-Dolomit (wie aus Dössegger & Müller 1976 scheint) oder eher der Garone-Fm. bzw. den Ravais-ch-Mb. entsprechend?
    • Landwasser-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Fluss Landwasser (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Feinkörnige, mittelbankige Dolomite mit stromatolitischen Lagen und seltenen Kalkalgen (Dasycladaceen) im unteren Teil der Vallatscha-Fm.
      Alter
      Ladinien - Ladinien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Landwassergebiet (GR)
      Kommentar
      Im N und W Landwassergebiet ist das Landwasser-Mb. der Vallatscha-Fm. mit dem Sertig-Mb. der S-charl-Fm. lateral verzahnt.
    • Lavinèr-Brekzie Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Laviner (GR)

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dolomitbrekzie die senkrechte und schichtparallele Spalten der S-charl-Formation füllt.
      Alter
      Trias - Trias
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Piz Bial, Piz d'Alp Val, Piz Lavinèr, Piz Jenatsch.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • S-charl-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    S-charl (GR), Val S-charl / Unterengadin

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Normale, kalkreiche Fazies des «alpinen Muschelkalkes», bestehend aus hellgrauem, dünnbankigem Dolomit wechsellagernd mit dunkelgrauem (auch lila oder gelbem) homogenem Kalk z.T. mit Flaserschichtung und unterschiedlichen Anteilen an Dolomit.
    Alter
    Spätes Anisien - Frühes Ladinien
    Mächtigkeit
    Stark variierende Mächtigkeit (Dössegger & Müller 1976): zwischen 80 m am Ofenpass und 420 m im Ducangebiet. 50-70 m im S-charl Unterbau (Dössegger et al. 1982). 240-340 m nach Furrer et al. 1985.
    Geografische Verbreitung
    Val S-chanf (S-chanf-Decke), Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Engadiner Dolomit
    Typusregion
    Unterengadiner Dolomiten (GR)
    Kommentar
    In der Bernina-Decke und südlichen Err-Decke ist die S-charl-Fm. durch die «Untere Rauhwacke» ersetzt.
    • Crap-Cotschen-Tuffit Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Blutrote Tuffe und Tuffite im oberen Teil der S-charl-Fm. bzw. des Turettas-Mb.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Sertig-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Hinterer Sertig (GR), S-chanf

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Oberes Member der S-charl-Fm., bestehend aus dickbankigem Kalkstein. Gelegentlich oolithische Bänke und selten bivalvenreiche Bänke (Lumachellen) im Zentimeterbereich (Tempestite).
      Alter
      Spätes Anisien - Frühes Ladinien
      Mächtigkeit
      Bis zu 120 m im Ducangebiet (Furrer et al. 1985) ; 150-200 m (Furrer et al. 2015)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Ravais-ch-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Ravais-ch = Raveis-ch (GR), Bergün/Bravuogn

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Unteres Member der S-charl-Decke, bestehend aus gelbem, frühdiagenetischem Dolomit mit feiner Bankung. Sandige Zwischenlagen an der Basis, oder lokal Rauwacken («mittlere Rauhwacke»).
      Alter
      Spätes Anisien - Frühes Ladinien
      Mächtigkeit
      20-50 m bzw. 180-200 m (Furrer et al. 2015).
      Geografische Verbreitung
      Landwassertal
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • «Ravais-ch-Rauwacke» s.s. Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Ravais-ch = Raveis-ch (GR), Bergün/Bravuogn

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        20-50 m (Furrer 1985), 180-200 m (Furrer et al. 2015)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
  • Fuorn-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Il Fuorn (GR)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Heterogene Abfolge aus grünen, roten oder hellgrauen, quarzreichen Sand- und Siltsteinen, braunen, karbonatischen Sandsteinen und gelbem, sandigem Dolomit. Lokal mit Evaporitlagen (Val di Gess).
    Alter
    Frühe Trias - Frühes Anisien
    Mächtigkeit
    Max. 70-75 m in den Engadiner Dolomiten. Sehr reduziert im Unterostalpin.
    Geografische Verbreitung
    Alle ober- und unterostalpine Einheiten in Graubünden. Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
    Typusregion
    Turettas-Kette in der Val Müstair (GR) (S-charl-Decke)
    Kommentar
    Entspricht dem (Alpiner bzw. Tiroler) «Buntsandstein» der Früheren Autoren.
    • Punt-la-Drossa-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Punt la Drossa (GR), Val dal Fuorn

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gelbbraune, gutgebankte, karbonatreiche Sandsteine im oberen Teil der Fuorn-Fm. Sandige Kalke und Dolomite, Rauwacken («untere Rauhwacke») und Siltschiefer treten auch auf.
      Alter
      Frühe Trias - Frühes Anisien
      Mächtigkeit
      Bei Punt la Drossa 27 m mächtig (Furrer et al. 1985). 20-25 m (Leupold et al. 1935). Mittelwert: ca. 10-12 m.
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Früher als Member des «alpinen Muschelkalkes» betrachtet (Hirsch 1966).
      • Evaporiti dei Gessi Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Gess = I Gessi (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokale evaporitische Ablagerungen im Dach der Fuorn-Fm. der südlichen Bernina-Decke (Stretta).
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Ca. 30 m (Furrer et al. 1985).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Untere Rauhwacke»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Helle bis gelbe Rauwacke mit dünne mikritische Dolomitlagen an der Grenze zwischen detritischer und karbonatischer Triassedimente des Ostalpins in der Region Albulapass-Livignio.
        Alter
        Spätes Anisien - Frühes Ladinien
        Mächtigkeit
        20-25 m (Leupold et al. 1935).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Ersetzt die S-charl-Fm. in der Bernina-Decke und südliche Err-Decke.
    • «Pflanzen-Quarzit» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Zyklische Abfolge von gradierten, lauchgrünen, nahezu karbonatfreien Sandsteinen, im mittleren Teil der Fuorn-Fm. («alpiner Buntsandstein»). Lokal mit Pflanzenresten im Dach.
      Alter
      Frühe Trias - Frühes Anisien
      Mächtigkeit
      20 m in der Ducankette, bis 40 m im Landwasser (Leupold et al. 1935).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Unteres Member» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Braune, karbonatreiche Sandsteine und Siltlagen der Basis der Fuorn-Fm., teils vergleichbar mit der liegenden Chazforà-Formation.
      Alter
      Frühe Trias - Frühe Trias
      Mächtigkeit
      Ca. 27 m
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Unteres Member
  • Pastori-Serie Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Passo dei Pastori (GR)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    -
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Vielfältige Kristallinserie, bestehend aus Biotit-Glimmerschiefer bis -gneis, Amphibolit und Marmor, stark von Pegmatiten injiziert.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Passo dei Pastori (Hess 1953), Piz Rims (Schmid 1973)
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Mürasciola-Amphibolit Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Corn da Mürasciola (GR)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -