• Lechtal-Decke Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Lechtal (Österreich), Vorarlberg

    Rang
    Decke
    Status
    gültig
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Hochbajuvarische Decke der Nördliche Kalkalpen (Oberostalpin), die durch Schollen- und Schuppenbau mit Bruchtektonik gekennzeichnet ist. Die stratigraphische Abfolge ist charakterisiert durch mächtig entwickelte und weit verbreitete, jurassische und kretazische Beckensedimente, sowie Schwellensedimente («Zürser Schwelle»).
    Alter
    Spätes Karbon - Späte Kreide
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Rhätikon, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Nach Gruber et al. (2010) stellt die Lechtal-Decke ein Teil der primären Sedimentauflage der Silvretta-Decke dar.
    • Madrisa-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Madrisa (GR)

      Rang
      tektonische Zone
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dünne oberostalpine Scholle in Verkehrtlage zwischen die Arosa-Decke und die Silvretta-Decke.
      Alter
      Perm - Trias
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Südöstliches Rätikon, nördlich von Klosters.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Schesaplana-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Gorvion-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gorvion = Gorfion (Liechtenstein)/(Österreich)

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Augstenberg-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Augstenberg (Liechtenstein)

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Ochsenkopf-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Ochsenkopf (Liechtenstein)/(Österreich)

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Heubühl-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Heubühl = Heubüal (LI), Saminatal

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Südliche Schuppe der Lechtal-Decke mit eine Abfolge von «Buntsandstein» (Chazforà-/Fuorn-Fm.) bis Hauptdolomit.
      Alter
      Spätes Perm - Norien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Drei-Schwestern-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Drei Schwestern (AT/LI)

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Nördliche Schuppe der Lechtal-Decke mit eine Abfolge von «Muschelkalk» (S-charl-/Ducan-Fm. bzw. Gutenstein-/Reiflingen-Fm.) bis Hauptdolomit.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Rhätikon
      Kommentar
      Westliche Fortsetzung der Allgäu-Lechtal-Einheit (Hirsch 1966).
  • «Gosau von Stanz» Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Lokale Ausbildung der Gosau-Gruppe im Dach der Lechtal-Decke (Nördliche Kalkalpen).
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Lech-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Lech (Österreich)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Klastische synorogene Sedimente der Kreide.
    Alter
    Frühe Kreide - Cénomanien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Ammergau-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Ammergebirge (bayerische Kalkalpen)
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Dünnbankige, im Gesamtbild aber massig wirkende Aptychenkalke von weißlich-gelblicher Farbe, scharfkantigem, muscheligem Bruch und sparitischer Internstruktur.
    Alter
    Später Jura - Frühe Kreide
    Mächtigkeit
    bis 250 m (Ibele & Behrmann 2007)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Ammergebirge (Bayerische Nördliche Kalkalpen)
    Kommentar
    -
  • Blais-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Munt Blais (GR) bei S-chanf

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Auffällig bunte Serie aus meist regelmässig dünnbankigem Chert, Radiolarit, kieseligem Tonstein, und radiolarien- und aptychenführendem Kalk und Mergel. Unten in der Formation treten grüne, graugrüne bis schwarze Radiolarite und Cherts sowie rote und braunrote Radiolarite und Kalke auf. Oben kommen rote, verschieferte, mikritische Kalkbänke und Mergelbänke vor, stellenweise voller Aptychen (Plattas-Kalk). Eine teils beobachtbare Feinschichtung wird durch wechsellagerndes Ton-, Kalk- und Kieselmaterial verursacht.
    Alter
    Callovien - Tithonien
    Mächtigkeit
    15-30 m, bis max. 40 m ; ca. 20 m (Trümpy et al. 1997)
    Geografische Verbreitung
    S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
    Typusregion
    Val Trupchun (GR)
    Kommentar
    Aptychenkalke treten im oberen Teil der Einheit häufig auf.
    • Plattas-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kleines abflussloses Becken von Plattas (GR) NNE Piz dal Corvs

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      unbekannter Status
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bunter, aptychenführender Kalk des oberen Teils der Blais-Formation, mit Chert und Knollen, sowie Eisen- und Mangankrusten. Neben Aptychen treten Belemniten und Crinoide häufig auf.
      Alter
      Tithonien - Tithonien
      Mächtigkeit
      1-5 m
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Ruhpolding-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Zellerber e Ruhpolding
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Intensiv rote, kalkige Tonsteine.
    Alter
    Oxfordien - Tithonien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Bayerische Nördliche Kalkalpen.
    Kommentar
    -
  • Allgäu-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen, Deutschland)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Braune bis dunkelgelbliche Wechsellagerung von bioturbierten Fleckenmergeln und tonigen Kalken, mit eingelagerten karbonatischen, turbiditischen Resedimenten (Kalkbrekzien, Echinodermen-Spatkalke, Kieselkalke). Ammoniten und Belemniten treten relativ häufig auf.
    Alter
    frühes Hettangien - Callovien
    Mächtigkeit
    200-500 m, ca. 300 m im Val Trupchun (Trümpy et al. 1997), max. 300 m (Ibele & Behrmann 2007)
    Geografische Verbreitung
    Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Stammerspitze
    Typusregion
    Allgäu (Bayerische Nördliche Kalkalpen).
    Kommentar
    -
    • Mezzaun-Member

      Herkunft des Namens

      Piz Mezzaun (GR), Madulain

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von blau- bis hellgrau anwitterndem kieseligem Kalk und Mergel im oberen Teil der Allgäu-Formation. Die Kalkturbidite (Resedimente) enthalten zentimeterdicken Hornsteinknollen und -bändern und sind grobkörniger im unteren Teil der Einheit.
      Alter
      mittleres Toarcien - Callovien
      Mächtigkeit
      10-350 m, 150 m an der Typlokalität (Furrer et al. 2015).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Blaisun-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Blaisun (GR), La Punt-Chamues-ch

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Ziegelrote Mergelkalke und dunkle, zimtbraune Manganschiefer, mit Ammoniten und Posidonien.
      Alter
      frühestes Toarcien - mittleres Toarcien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Trupchun-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Val Trupchun (GR), S-chanf

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige, kalkreiche Resedimente (Fukoidenkalk, Kieselkalk, Kalkbrekzie).
      Alter
      frühes Sinémurien - spätes Pliensbachien (= Domérien)
      Mächtigkeit
      150-300 m (Eberli 1985, Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      (Ortler-Decke)
      Kommentar
      -
    • Spadlatscha-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Spadlatscha (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Regelmässige Wechsellagerung von dünn- bis mittelbankigen Kalken und gelbbraun anwitternden Mergeln (in typischer Fleckenmergel-Fazies) in der unteren Teil der Allgäu-Fm. der Ela-Decke. Die Kalke und Mergel führen fein verteilten oder in Konkretionen und Ammonitensteinkernen angereicherten Pyrit, der oberflächlich meist in rostroten Limonit umgewandelt ist. Neben vielen Fressbauten treten häufig Cephalopoden wie Ammoniten, Nautiliden, Aulacoceratiden und Belemniten auf. Im mikritischen oft etwas knolligen Kalk können zudem noch weitere Fossilien beobachtet werden.
      Alter
      spätes Sinémurien - frühestes Pliensbachien
      Mächtigkeit
      Max. 30 m (Eberli 1985)
      Geografische Verbreitung
      Piz Mitgel, ...
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Stidier-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Grat Fil da Stidier (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Abfolge von mittel- bis dickbankigen, kieseligen und spätigen Kalken mit dichtstehenden, unregelmässigen Knollen und Lagen von braunem Chert an der Basis der Allgäu-Fm. der Ela-Decke. Die Basis bildet ein 0.5−3 m mächtiger, dünn- bis mittelbankiger, graubrauner Echinodermenkalk. Dieser führt oft max. 2 mm grosse Intraklasten aus gelb anwitterndem, kalkigem Dolomit. Es konnten kleine Belemniten, Knochenreste und ein Haizahn gefunden werden. Im oberen Teil des Echinodermenkalks treten Chertknollen auf, die zum eigentlichen Chertkalk überleiten.
      Alter
      frühes Sinémurien - spätes Sinémurien
      Mächtigkeit
      10-20 m (Eberli 1985)
      Geografische Verbreitung
      Tritt nur in den Bergüner Stöcken ( Piz Ela, Corn da Tinizong, Piz Mitgel) auf.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Naira-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Pizza Naira (GR)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Monotone Abfolge von dünn- bis mittelbankigen, blaugrauen Kalken im mittleren Teil der Allgäu-Fm. der Ortler-Decke und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten), die nur selten von dünnen Mergellagen unterbrochen werden. Sie führen einzelne unregelmässige Verkieselungen und seltene Fossilien (u.a. unvollständig verkieselte Gastropoden und Ammoniten).
      Alter
      spätes Hettangien - frühes Sinémurien
      Mächtigkeit
      10-50 m in der Ortler-Decke (Dössegger et al. 1982), oft intensiv verfaltet (und dann bis 100 m, z.B. in der Schiahorn-Decke)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Der Naira-Kalk unterscheidet sich durch seine einförmigen, nur schwach kieseligen blaugrauen Kalke und das Fehlen von Mergeln von der übrigen Allgäu-Formation.
    • Alpisella-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Valle Alpisella (Italia), Livignio

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basaler Teil der Allgäu-Formation der Ortler-Decke und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten), bestehend aus einer regelmässigen Wechsellagerung von dünn- bis mittelbankigen, dunkelgrauen bis schwarzen, kieseligen Kalken und Mergeln, die oft viele isolierte Kieselschwammnadeln enthalten und teils als Spikulite ausgebildet sein können. Lokal wird die Wechsellagerung von Resedimenten (dam-mächtige Megabrekzien, geringmächtige Turbidite) unterbrochen und kann im oberen Teil durch Mangan braun gefärbt sein. Zudem tritt eine reiche Fauna von u.a. Radiolarien, Kieselschwämmen, Korallen, Ammoniten und Decapoden (unvollständig verkieselt) auf.
      Alter
      frühes Hettangien - spätes Hettangien
      Mächtigkeit
      20-100 m (Furrer et al. 1985); 10-15 m ; 20-60 m (Dössegger et al. 1982)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)/(Italia)
      Kommentar
      Die Alpisella-Schichten unterscheiden sich von der übrigen Allgäu-Formation durch ihre dunklere Farbe, die recht häufigen Fossilien und durch das seltenere Auftreten von Fressbauten und dunkleren Hornsteinknollen.
      • Chaschauna-Megabrekzie Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Chaschauna (GR), S-chanf

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Verschiedene chaotische Megabrekzien und Konglomerate, die bank- oder linsenartig in die untere Allgäu-Formation der Ortler-Decke eingelagert sind oder auch direkt auf schichtparallel oder diskordant abgeschnittenen Gesteinen der Kössen-Formation und Hauptdolomit-Gruppe liegen. In der meist grauen, crinoidführenden Matrix liegen unsortiert mm- bis dam-grosse, eckige bis gerundete Komponenten verschiedenster Lithologien, die vorwiegend aus der Kössen-Formation stammen dürften. Komponenten und deren Fossilien sind randlich verkieselt.
        Alter
        Früher Jura - Früher Jura
        Mächtigkeit
        Bis zu 40 m.
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Culmet-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Culmet (GR), bei Alp Ramoz

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige bis massige, bunte (rote, gelbe, beige und hellgraue) Kalke mit sehr wenigen Fossilien (Bivalven, Ostracoden, Echinoderme, Peloide) an der Basis der Allgäu-Fm. der Ortler- und Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten). Vereinzelt treten Adern oder Knollen aus dunklem Chert auf.
      Alter
      Hettangien - Hettangien
      Mächtigkeit
      7-10 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      Leitbank der zentralen Ortler-Decke (Engadiner Dolomiten) und der Schiahorn-Decke (Aroser Dolomiten).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Der Culmet-Kalk bildet eine Leitbank über der typischen Kössen-Formation.
    • Schattwald-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schattwald (Tirol, Österreich)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von bunten, siltführenden Tonsteinen, Siltsteinen, Mergeln und Kalken an der Basis der Allgäu-Fm. des Rätikons (Lechtal-Decke) und der Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke). Die Gesteine sind häufig laminiert, selten normal gradiert, und enthalten oft viele Intraklasten und wenige Zentimeter grosse, fladenförmige, vielfach von Bivalven angebohrte Gerölle aus aufgearbeitetem grauem Zirmenkopf-Kalk. Daneben können auch grossflächig ausgebildete Trockenrisse auftreten. Fossilien sind nicht selten. Kalkbänke führen oft reichlich Foraminiferen, Brachiopoden, Bivalven und Echinidenstacheln.
      Alter
      Rhät - Hettangien
      Mächtigkeit
      6-10 m (Eberli 1985, Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      Lechtal-Decke des Rätikons und Montafons (typische bunte Ausbildung), sowie Aroser Dolomiten (Schiahorn-Decke ; braune und graue Mergel und Siltsteine).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Die Unterlage der Schattwald-Schichten wird meist vom Zirmenkopf-Kalk der Kössen-Formation gebildet.
  • Adnet-Kalk Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Adnet bei Hallein (Salzburg, Österreich)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Heterochrone, rote Knollenkalke mit dünnen, mergeligen Einschaltungen und Ammoniten in Steinkernerhaltung (Ammonitico Rosso-Typ). Oftmals treten auch braunschwarze Fe-Mn-Krusten auf.
    Alter
    Sinémurien - frühes Toarcien
    Mächtigkeit
    Bis max. 50 m (Furrer et al. 1985)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Kössen-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Kössen in Tirol (Nördliche Kalkalpen)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung schwarzer Tone mit dunklen bis ebenso schwarzen, geringmächtigen, oft fossilreichen Kalkbänken. Charakteristisch ist die braunrote Anwitterungsfarbe der im frischen Zustand dunklen Gesteine (Pyrite) sowie die spezifische Fauna der Invertebraten (Avicula contorta), Fische, Reptilien und Spurenfossilien.
    Alter
    Spätes Norien - Rhät
    Mächtigkeit
    Ca. 300 m (Dössegger et al. 1982), 200-350 m (Furrer et al. 1985)
    Geografische Verbreitung
    Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke); Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke), Stammerspitze
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Zirmenkopf-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kleiner Zirmenkopf, WNW Schesaplana

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dickbankige bis massige Riffkalke sowie Riffschuttkalke und lagunäre Kalke im Dach der Kössen-Fm. Dünne, dunkelgraue bis olive Tonhäute oder Mergellagen markieren die Bankung.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Furrer et al. 1985), bis über 160 m im Schesaplana-Gebiet (Allemann 2002, inkl. Ramoz-Einlagerungen).
      Geografische Verbreitung
      Rätikon
      Typusregion
      Rätikon (GR)
      Kommentar
      Oberstes Member
    • Mitgel-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Mitgel (GR), Filisur

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Mittelbankige bis massige, hellgraue Kalke und gelbe, kalkige Dolomite im oberen Teil der Kössen-Fm. Wechsellagerungen von dünnbankigen Kalken und gelben, kalkigen Dolomiten sowie geringmächtige Einschaltungen von teilweise siltführenden, dunkelgrauen und oliven Mergeln. Fossile sind relativ selten.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Dössegger et al. 1982), 20-50 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Das Mitgel-Mb. unterscheidet sich von den übrigen Membern der Kössen-Fm. durch die überwiegenden Kalke und Dolomite und das Zurücktreten der Mergellagen. Im Gegensatz zum Schesaplana-Mb. enthält es nur noch selten Korallen- und Brachiopodenkalke.
    • Ramoz-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Alp Ramoz (GR), Alvaneu

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Heterogene Wechsellagerung von dunkelgrauen bis oliven Mergeln und dunkelgrauen, dünn- bis mittelbankigen Kalken, die wiederholt von mehreren Metern mächtigen Einschaltungen von dickbankigen bis massigen, hellgrauen Kalken unterbrochen werden. Daneben treten auch braune Siltsteine, Korallenkalke, oolithische Kalke und gelb anwitternde, kalkige Dolomite auf. Fossilien (z.T. Kalkschwämme, Echiniden, Wirbeltierreste, Kotpillen, Wohn- und Fressbauten) sind im unteren Teil recht häufig, werden aber gegen oben seltener.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      20-100 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Aroser Dolomiten (GR)
      Kommentar
      Vom ähnlich ausgebildeten Alplihorn-Mb. unterscheidet es sich nur durch die fehlenden oder selten auftretenden herbstlaubfarbenen Schiefertone und die häufigeren dickbankigen bis massigen Kalke; vom Schesaplana-Mb. durch das seltene Auftreten von gebankten Korallen- und Brachiopodenkalken; vom Mitgel-Mb. und Culmet-Kalk durch die häufigen und mächtigen Mergellagen.
    • Schesaplana-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schesaplana (GR), Seewis im Prättigau

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gelblich anwitternder, tonreicher, schiefriger Brachipodenkalk (unten) und heller, massiger, schlecht gebankter Korallenkalk (oben) («Karpatische Fazies») im unteren Teil der Kössen-Fm.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      30-50 m (Leupold et al. 1935); wenige Meter bis über 100 m (Dössegger et al. 1982); 25-90 m (Furrer et al. 1985, Allemann 2002)
      Geografische Verbreitung
      Val Tisch
      Typusregion
      Rätikon (GR)
      Kommentar
      -
    • Alplihorn-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Älplihorn (GR), 10 km S Davos (fälschlicherweise ohne Umlaut auf die Landeskarte geschrieben zur Zeit der Definition der Einheit)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basales, toniges Member der Kössen-Formation mit charakteristischen schwarzen, bunt anwitternden Schiefertone: hellgelb anwitterndem, im Bruch dunkelblauem, tonigem Kalkschiefer (unten) und dünnbankigem, knolligem, dunklem Kalk mit rotgefärbten Schichtflächen (oben ; massigere Korallen- und Brachiopodenkalke fehlen). Fossilreich, mit typischer schwäbischer Bivalvenfauna.
      Alter
      Spätes Norien - Rhät
      Mächtigkeit
      80-120 m (Furrer et al. 1985) ; 58 m am Fil da Stidier (Tinzenhorn ; Stecher 2008)
      Geografische Verbreitung
      Val Tisch.
      Typusregion
      Ducangebiet (GR) (Silvretta-Decke)
      Kommentar
      Unterstes Member
  • Hauptdolomit-Gruppe (Ostalpin) Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Gruppe
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Heller, grauer bis weißlicher Dolomit mit regelmäßiger Bankung im Bereich weniger Dezimeter bis Meter. Er kann stark geklüftet und calcitgeädert sein und zeigt häufig Intrabrekzien.
    Alter
    Norien - Norien
    Mächtigkeit
    10-700 m (Leupold et al. 1935)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Bayerische Alpen (Deutschland)
    Kommentar
    -
    • Murtèr-Plattenkalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Murtèr (GR), 5 km SW Zernez

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gut und regelmässig gebankte, hellgraue, mikritische Kalke mit Lumachellen im Dach der Hauptdolomit-Gr., mit Chertkonkretionen (teilweise verkieselte Lumachellen) und seltene Dolomitlagen. Im oberen Teil treten Einlagerungen von Mergelkalken und meist dunklen Tonlagen auf.
      Alter
      Spätes Norien - Spätes Norien
      Mächtigkeit
      120 m (Furrer et al. 1985) ; 100-150 m (Trümpy 1997)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)
      Kommentar
      -
      • «Oberer Plattenkalk»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Dünngebankte, dunkle Kalke und Kalkschiefer, mit Tonschieferlagen. Lumachellenkalke und Oolithe treten auch vor.
        Alter
        Norien - Norien
        Mächtigkeit
        80-200 m (Dössegger et al. 1982)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Unterer Plattenkalk»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Gut gebankte Kalke mit Dolomitlagen.
        Alter
        Norien - Norien
        Mächtigkeit
        50-140 m (Dössegger et al. 1982)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Murteret-Dolomit Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Murteret (GR), Zernez

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Regelmässige Wechsellagerung von dünn- bis dickgebanktem Dolomit im oberen Teil der Hauptdolomit-Gruppe, mit sparitischen Pseudomorphen von Anhydritknollen.
      Alter
      Norien - Norien
      Mächtigkeit
      50-300 m (Furrer et al. 1985) ; 100-200 m im Gebiet der Kalkfazies bis 900 m gegen Norden (Trümpy et al. 1997)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)
      Kommentar
      -
    • Diavel-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz dal Diavel (GR) bzw. Üerts dal Diavel

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von dünnplattigen Kalken und grauen, grobgebankten Kalken (mit Zahlreichen sedimentären Strukturen), sowie Mergelzwischenlagen. Seltene Chertbildungen treten meist als Kieselschnüre und kieselige Adern auf.
      Alter
      Norien - Norien
      Mächtigkeit
      20-180 m (Furrer et al. 1985) ; Max. 180 m (Dössegger et al. 1982, Trümpy et al. 1997)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)
      Kommentar
      -
    • Quattervals-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Quattervals (GR), Zernez

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dunkelgraue, dünnbankige, teilweise verkieselte, mergelige Kalke im unteren Teil der Hauptdolomit-Gr. Die Bänke zeigen homogene oder im mm-Bereich laminierte Gefüge. Dolomit ist äusserst selten. Häufiges Auftreten von Brekzien (Komponenten oft mit rechteckiger Form im Querschnitt), Lumachellen, Dolomitisierungserscheinungen und Chertbildungen. Fossilien treten vereinzelt oder angehäuft in Lumachellen auf. Chert findet man sowohl diffus verteilt als auch konzentriert in Chertbändern, Quarzsphärolithen und silifizierten Fossilien.
      Alter
      Norien - Spätes Norien
      Mächtigkeit
      Bis zu 400 m (Hess 1953, Furrer et al. 1985, Trümpy et al. 1997) für die «Quattervalsschichten» ; möglicherweise bis 700-800 m für die gesamte Formation.
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)
      Kommentar
      Ursprünglich wurden die Quattervals- und Pra-Gratà-Schichten als zwei eigenständige Formationen betrachtet.
      • Crappa-Mala-Mergel Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Crappa Mala = «schlechte Wand» (GR), Val Cluozza, Zernez

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Wechsellagerung von graubraunen Mergeln, schwarzen Tonsteinen, tonigen braunschwarzen dünnplattigen Kalken und hellgrauen, teils knolligen Kalken, im oberen Teil der Quattervals-Fm. Die Crappa-Mala-Mergeln sind überall tektonisiert. Es treten zudem reichlich Foraminiferen, Ostracoden sowie Limonitkonkretionen auf.
        Alter
        Norien - Norien
        Mächtigkeit
        10-60 m ; 30-50 m (Somm 1965) ; ca. 50 m (Trümpy et al. 1997)
        Geografische Verbreitung
        Quattervals-Gebiet und nördliche Engadiner Dolomite (S-charl-Decke).
        Typusregion
        Engadiner Dolomiten (GR)
        Kommentar
        Der Crappa-Mala-Mergel kann stellenweise noch als einziger Vertreter der Quattervals-Formation innerhalb der ungegliederten Hauptdolomit-Formation erkannt werden und gilt also als wichtiger Leithorizont.
      • «Quattervals-Kalk» s.s. Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Quattervals (GR), Zernez

        Rang
        regionale Fazies
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Charakteristische kalkige Fazies des mittleren Teils (und Hauptmasse) der Quattervals-Fm.: Wechsellagerung von schwarzen Kalkschiefer und härteren, hell anwitternden Kalkbänken.
        Alter
        Norien - Norien
        Mächtigkeit
        300 m (Pozzi 1959), bis zu 400 m (Hess 1953, Dössegger et al. 1982, Furrer et al. 1985, Trümpy et al. 1987)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Engadiner Dolomiten (GR)
        Kommentar
        -
      • Pra-Grata-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Cima di Prà Grata (Italia), in der M.-del-Ferro-Gruppe

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Auffallend regelmässige Wechsellagerung von hell angewitterten, dickbankigen, mikrosparitischen Kalken und Dolomiten mit dünnbankigen, dunkelgrauen Kalken im unteren Teil der Quattervals-Fm. Die Kalke entsprechen mehr oder weniger denjenigen der Rest der Formation, mit denselben Brekzien und Verkieselungen. Die Dolomite gleichen denjenigen der Hauptdolomit-Fm., sind aber oft dünner gebankt. Häufig überwiegen in den tieferen Teilen des Pra-Grata-Mb. die Kalke und in den höheren Teilen die Dolomite.
        Alter
        Mittleres Norien - Mittleres Norien
        Mächtigkeit
        200-300 m (Hess 1953), 250 m (Pozzi 1959), ? (Dössegger et al. 1982), 50-200 m (Furrer et al. 1985)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Monte del Ferro / Stelvio (Italia) (Quattervals-Decke)
        Kommentar
        Früher als eigenständige Formation betrachtet.
    • Müschauns-Dolomit Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Val Müschauns (GR) - S-chanf

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Massig gebankter, mikrosparitischer (zuckerkörniger) Dolomit im basalen Teil der Hauptdolomit-Gr., mit dünnbankigen, teils kalkigen Einschaltungen.
      Alter
      Frühes Norien - Frühes Norien
      Mächtigkeit
      300-400 m (Hess 1953), 350 m (Pozzi 1959), 400 m (Furrer et al. 1985), bis 500 m (Trümpy et al. 1997
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)
      Kommentar
      -
  • Raibl-Gruppe Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Raibl = Cave del Predil (Seebachtal = Val del Rio del Lago, Friul, Italia)
    Rang
    lithostratigraphische Gruppe
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Heterogene Einheit bestehend aus: gelblich braunen, seltener grünlichen oder roten Tonsteinen und Feinsandsteinen (besonders im unteren Teil), Dolomiten, Kalken, sowie - im oberen Teil - Gips, Rauhwacken und Brekzien.
    Alter
    Spätes Ladinien - Carnien
    Mächtigkeit
    0-500 m (Ibele & Behrmann 2007) ; 300 oder 400 m im Landwasser-Ducan-Gebiet ; ursprüngliche Mächtigkeit: 150-200 m (Trümpy et al. 1997)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Veneto (Italia)
    Kommentar
    -
    • Fanez-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Fanezfurgga (GR), SE Davos Monstein

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Obere Einheit der Raibl-Gruppe, bestehend aus einer Abfolge von rotem Sandstein, Tonschiefer, orangem Dolomit und polymikter Dolomit-Brekzie.
      Alter
      Carnien - Carnien
      Mächtigkeit
      25−65 m (Furrer et al. 1985) ; max. ca. 80 m in den südöstlichen Engadiner Dolomiten (Frank 1986) [bis 300 m nach Leupold et al. 1935, jedoch für die gesamte Raibl-Gruppe?]
      Geografische Verbreitung
      Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), Arosa (Aroser-Dolomiten-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
      Typusregion
      Ducankette (GR)
      Kommentar
      Früher als Teil der «Mingèr-Schichten» s.l.
      • Valbella-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        Valbella (GR), Val Müstair ?
        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberes Member der Fanez-Fm., bestehend aus polymikten Dolomit-Brekzien mit bunter, dolomitischer Matrix.
        Alter
        Carnien - Carnien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Je nach Autor wird diese Brekzie als «Hauptdolomit-Basisbrekzie» betrachtet.
      • «Fanez-Dolomit» Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Fanezfurgga (GR), Davos

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Hellgraue, dünnbankige, stromatolithische Dolomite (ähnlich wie in der Mingèr-Fm.) im mittleren Teil der Fanez-Fm. Lokal treten auch Evaporite auf.
        Alter
        Carnien - Carnien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Ähnlich «Mingèr-Dolomit».
        • Stugl-Gips Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Val da Stugl (GR)

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Lokales Gipsvorkommen im Dach des «Fanez-Dolomit».
          Alter
          Carnien - Carnien
          Mächtigkeit
          Bis 100 m (Leupold et al. 1935). Ca. 250 m.
          Geografische Verbreitung
          SE-Seite des Mäschengrates, zwischen Igls Plans und Mäschenfurgga/Chrummhüreli.
          Typusregion
          Ducankette (GR)
          Kommentar
          -
        • Innerchrachen-Schicht Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphische Bank
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Knolliger Emersionshorizont im mittleren bis oberen Teil der Fanez-Fm.
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          2,3 bis 3,7 m (Frank 1986)
          Geografische Verbreitung
          Ducangebiet.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
      • Mezdi-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Piz Mezdi (GR), Val Müstair

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Bunte, dichte Tonstein-Sequenz mit zwischengeschalteten, dunklen, oolithischen Muschelkalken sowie orangen, verwitterten Dolomiten im mittleren Teil der Fanez-Fm. Echinoderme sind verbreitet.
        Alter
        Carnien - Carnien
        Mächtigkeit
        12−20 m am Piz Mezdi, ca. 16 m am Ofenpass (Frank 1986, Furrer et al. 1985) ; oft tektonisch gestört
        Geografische Verbreitung
        Nur in den südlichen Engadiner Dolomiten entwickelt (südlich der Ofenpassstrasse ; sog. Südfazies).
        Typusregion
        Val Müstari (GR) (S-charl-Decke)
        Kommentar
        Mittleres Member
      • Cluozza-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Val Cluozza (GR), S Zernez

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Leithorizont (unteres Member) der Fanez-Fm., bestehend aus linsenartigen meist roten, seltener grünen oder grauen, Sand- und Siltsteinbänken (Arkose). Gegen oben zunehmend gröber werdende Siliziklastika mit einer dolomitischen, fossilreichen Bank an der Basis und starker Oxidation von oben her (Rotfärbung). Siliziklastika weisen zudem kleinräumige Kreuzschichtungen mit flacher Schrägschichtung auf.
        Alter
        Carnien - Carnien
        Mächtigkeit
        5 m in den Südöstlichen Engadiner Dolomiten bis max. 10,5 m im Ducan (Frank 1986, Furrer et al. 1985) ; ca. 8 m (Leupold et al. 1935)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Gilt als wichtiger und deutlich unterscheidbarer siliziklastischer Korrelationshorizont.
    • Mingèr-Formation Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Val Mingèr (GR), Scuol

      Rang
      lithostratigraphische Formation
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Untere Einheit der Raibl-Gruppe: an der Basis, Rauhwacken mit mehreren Einschaltungen aus dünnen, feinkörnigen Dolomitbänken (sowie lokal alkali-basaltische Intrusionen und Gipskörper) ; darüber dünnbankige, stromatolithische Dolomite.
      Alter
      Spätestes Ladinien - Frühes Carnien
      Mächtigkeit
      Max. ca. 220 m in den südöstlichen Engadiner Dolomiten, ca. 170 m im Ducangebiet, ca. 120 m in der Val S-charl (Frank 1986) ; 120−230 m (Furrer et al. 1985) ; [bis 400 m im Ducangebiet (Leupold et al. 1935)]
      Geografische Verbreitung
      Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
      Typusregion
      Val Mingèr (GR), Seitental des Val S-charl
      Kommentar
      -
      • «Mingèr-Dolomit» s.s. Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Val Mingèr (GR), Scuol

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberes Member der Mingèr-Fm., bestehend aus hellem, dünnbankigem, stromatolithischem Dolomit. Einschaltungen von dunklen Tonsteinen und mergeligen gelben Dolomiten mit feiner Bankung treten im unteren Teil auf.
        Alter
        Spätes Ladinien - Frühes Carnien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Mora-Member Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Val Mora (GR)

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Unteres Member der Mingèr-Formation, bestehend aus Rauhwacken und bunten Tonschiefern, mit mehreren Einschaltungen aus dünnen feinkörnigen Dolomitbänken, die teils sehr ähnlich sind wie im liegenden Parai-Alba-Mb. (Altein-Fm.). Alkali-basaltische Intrusionen in Form von Sills und Dykes treten am Piz dal Döss Radond auf. Lokal kommen Gipskörper vor (Alp da Munt).
        Alter
        Spätes Ladinien - Frühes Carnien
        Mächtigkeit
        Mindestens 20 m in wenig gestörten Profilen (Frank 1986, Furrer et al. 1985).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Früher als «obere Rauhwacke» bezeichnet. Gilt oftmals als plastischer Abscherhorizont.
        • Alp-da-Munt-Gips Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Alp da Munt (GR)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Lokales, linsiges Gipsvorkommen der Raibl-Gruppe.
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Alp da Munt, Männli
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Praspöl-Tuff Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Praspöl (GR)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          -
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Döss-Radond-Vulkanite Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Piz dal Döss Radond (GR)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Basische Vulkanite (Diabas, Diabastuff) der Mingèr-Fm.
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Östliche Turettaskette und Piz Lad (Umbrailgebiet).
          Typusregion
          -
          Kommentar
          "Ähnliche Eruptivgesteine sind im Unterostalpin am Murtiröl (Furrer 1985), im Berninagebiet (Piz Alv, Sassalbo) und in der Tschirpen-Decke bekannt (Naef 1987)." (Frank 1986)
  • Arlberg-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Arlbergpass (Österreich), zwischen Vorarlberg und Tirol

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Unten Tonstein und dunkler gebankter Kalk, darüber dunkler grobbankiger Kalk, gegen oben vermehrt dolomitisch. Manchmal auch im Rifffazies.
    Alter
    Mittleres Ladinien - Frühes Carnien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Rhätikon
    Kommentar
    -
    • «Obere Arlberg-Schichten» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Oberes Member der Arlberg-Fm., bestehend aus einer zyklische dolomitische Abfolge.
      Alter
      Spätes Ladinien - Frühes Carnien
      Mächtigkeit
      Über 300 m am Flexenpass (Hirsch 1966)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Arlbergdolomit» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Arlbergpass , zwischen Vorarlberg und Tirol (Österreich)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Massiver Dolomit, der lateral der oberen Teil des Arlberg-Kalkes ersetzt.
      Alter
      Mittleres Ladinien - Spätes Ladinien
      Mächtigkeit
      60 m am Flexenpass, bis 200 m im Lechgebiet (Hirsch 1966) ; 200-220 (Leupold et al. 1935)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Mittelladinienniveau»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      obsoleter Begriff (nicht mehr verwendet)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Trennhorizont zwischen Arlberg-Kalk (unten) und Arlberg-Dolomit (oben), bestehend aus einer heller, grober Dolomitbrekzie. gefolgt von dunklem und grauem Dolomit.
      Alter
      Mittleres Ladinien - Mittleres Ladinien
      Mächtigkeit
      30-60 m (Leupold et al. 1935).
      Geografische Verbreitung
      Ducankette und Landwassergebiet, sowie südöstlichen Unterengadiner Dolomiten.
      Typusregion
      Ducan-Kette (GR)
      Kommentar
      -
    • «Arlbergkalk» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Arlbergpass, zwischen Vorarlberg und Tirol (Österreich)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dunkelblauer, grau anwitternder, korallogener, aber dennoch gutgebankter Kalk, der durch weisse Kalzit- und Dolomitkonkretionen oft geflecktes Aussehen bekommt.
      Alter
      Mittleres Ladinien - Mittleres Ladinien
      Mächtigkeit
      170-200 m, max. ca. 400 m (Ibele & Behrmann 2007). 150-200 m (Leupold et al. 1935) ; 50 m im Klostertal und max. 20 m am Flexenpass (Hirsch 1966)
      Geografische Verbreitung
      Kratzerjoch (Typlokalität), Klostertal, Flexenpassgebiet, Lechgebiet. Gegen Osten wird der Arlberg-Kalk durch der Wetterstein-Kalk ersetzt.
      Typusregion
      Vorarlberg (Nordtirol)
      Kommentar
      -
  • Partnach-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Partnachklamm = Schlucht der Partnach (Deutschland), Bayern
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Unterer, mergeliger Teil des «alpinen Keupers», bestehend aus schwarzem, feinsplittrigem und häufig als Griffelschiefer ausgebildetem Ton mit lokal eingestreuten, hellbraun bis gelblich verwitternden, zum Teil kalkigen Hornsteinkonkretionen.
    Alter
    Ladinien - Ladinien
    Mächtigkeit
    Bis 200 m (Hirsch 1966) ; max. 100 m. (Ibele & Behrmann 2007) ; 200-500 m
    Geografische Verbreitung
    Vom Fürstentum Liechtenstein bis Innsbruck ; Nördliche Kalkalpen.
    Typusregion
    Bayern (Deutschland)
    Kommentar
    Diese pelitische Abfolge kann als interner Abscherungshorizont spielen.
  • Reifling-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Grossreifling (Steiermark, Österreich), im Ennstal (lateinisch: Anisus)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Oberer Teil des «Alpiner Muschelkalks» der Nördliche Kalkalpen: mikritischer graubrauner Crinoidenkalk, darüber Wechsellagerung von Tuffit- und Knollenkalklagen, oben dolomitischer Knollenkalk.
    Alter
    Spätes Anisien - Frühes Ladinien
    Mächtigkeit
    60-120 m
    Geografische Verbreitung
    Nördliche Kalkalpen.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Diese Fazies errinnert an die hemipelagische Ablagerungen von Hallstatt-Schreyeralm.
    • «Pietra Verde» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Cinérites acides de la limite Anisien-Ladinien, souvent décrites comme grès fin ou comme quartzite verdâtre.
      Alter
      Spätes Anisien - Frühes Ladinien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Schafcalanda (Rhätikon).
      Typusregion
      Südtirol
      Kommentar
      -
    • «Daonella-Schichten»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Knollige Kalke mit Daonella und Protrachyceras reitzi die im oberen Teil der Reifling-Fm. mit die Partnach-Mergeln wechsellagern.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Encrinitenbank» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Vollständig dolomitisierter Trochitenkalk im unteren Teil der Reiflingen-Formation.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Madrisa-Zone, östliches Rhätikon.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Gutenstein-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Gutenstein (Österreich)
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Unterer Teil des «alpinen Muschelkalkes», bestehend aus grauem gewürmeltem Kalk, oben mit spätigen gebänderten Dolomitlagen.
    Alter
    Anisien - Frühes Ladinien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Ausgedehnte Verbreitung in die ganzen Nördlichen Kalkalpen.
    Typusregion
    Niederösterreich
    Kommentar
    -
  • Reichenhall-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Bad Reichenhall (Deutschland), Oberbayern

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Gelblich-braune sandige und mürbe Rauhwacken, sowie Dolomit, Dolomitbrekzie und evaporitischer Tonstein, an der Grenze zwischen dem «Buntsandstein» (Fuorn-Fm.) und dem «Muschelkalk».
    Alter
    Olénékien - Anisien
    Mächtigkeit
    0 bis 30 m (Ibele & Behrmann 2007) ; 10-100 m
    Geografische Verbreitung
    Nördliche Kalkalpen.
    Typusregion
    Karwendel
    Kommentar
    Die «Reichenhall-Schichten» sensu Guembel 1861 wurden ursprünglich als Synonym der «Gutenstein-Schichten» sensu von Hauer 1853 betrachtet. Bildet ein der wichtigen Abscherhorizonte der Lechtal-Decke.
  • Fuorn-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Il Fuorn (GR)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Heterogene Abfolge aus grünen, roten oder hellgrauen, quarzreichen Sand- und Siltsteinen, braunen, karbonatischen Sandsteinen und gelbem, sandigem Dolomit. Lokal mit Evaporitlagen (Val di Gess).
    Alter
    Frühe Trias - Frühes Anisien
    Mächtigkeit
    Max. 70-75 m in den Engadiner Dolomiten. Sehr reduziert im Unterostalpin.
    Geografische Verbreitung
    Alle ober- und unterostalpine Einheiten in Graubünden. Ducan-Landwassergebiet (Silvretta-Decke), S-charl, Schlinig, Jaggl (Quattervals-Decke, Terza-Decke, S-charl-Decke), Valle Leverone, Federia Pian dei Morti (Languard-Decke), Tschirpen (Tschirpen-Decke), Uertsch, Toissa, Gualdauna, Bergün (Ela-Decke), Murtiröl, Mezzaun, Padella, Schlattain, Alv, Garone, Sassalbo (Bernina-Decke), Carungas, Grevasalvas, Bardella, Nair (Err-Decke)
    Typusregion
    Turettas-Kette in der Val Müstair (GR) (S-charl-Decke)
    Kommentar
    Entspricht dem (Alpiner bzw. Tiroler) «Buntsandstein» der Früheren Autoren.
    • Punt-la-Drossa-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Punt la Drossa (GR), Val dal Fuorn

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gelbbraune, gutgebankte, karbonatreiche Sandsteine im oberen Teil der Fuorn-Fm. Sandige Kalke und Dolomite, Rauwacken («untere Rauhwacke») und Siltschiefer treten auch auf.
      Alter
      Frühe Trias - Frühes Anisien
      Mächtigkeit
      Bei Punt la Drossa 27 m mächtig (Furrer et al. 1985). 20-25 m (Leupold et al. 1935). Mittelwert: ca. 10-12 m.
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Früher als Member des «alpinen Muschelkalkes» betrachtet (Hirsch 1966).
      • Evaporiti dei Gessi Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Gess = I Gessi (GR)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokale evaporitische Ablagerungen im Dach der Fuorn-Fm. der südlichen Bernina-Decke (Stretta).
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Ca. 30 m (Furrer et al. 1985).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Untere Rauhwacke»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Helle bis gelbe Rauwacke mit dünne mikritische Dolomitlagen an der Grenze zwischen detritischer und karbonatischer Triassedimente des Ostalpins in der Region Albulapass-Livignio.
        Alter
        Spätes Anisien - Frühes Ladinien
        Mächtigkeit
        20-25 m (Leupold et al. 1935).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Ersetzt die S-charl-Fm. in der Bernina-Decke und südliche Err-Decke.
    • «Pflanzen-Quarzit» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Zyklische Abfolge von gradierten, lauchgrünen, nahezu karbonatfreien Sandsteinen, im mittleren Teil der Fuorn-Fm. («alpiner Buntsandstein»). Lokal mit Pflanzenresten im Dach.
      Alter
      Frühe Trias - Frühes Anisien
      Mächtigkeit
      20 m in der Ducankette, bis 40 m im Landwasser (Leupold et al. 1935).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Unteres Member» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Braune, karbonatreiche Sandsteine und Siltlagen der Basis der Fuorn-Fm., teils vergleichbar mit der liegenden Chazforà-Formation.
      Alter
      Frühe Trias - Frühe Trias
      Mächtigkeit
      Ca. 27 m
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Unteres Member
  • Präbichl-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Präbichl (Österreich)
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    Perm - Frühe Trias
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • «Kristberg-Schichten» Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Kristberg (Österreich)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Lokales Vorkommen von spätkarbonische Ablagerungen (transgressive, grobklastische Sedimente) am Südrand der Lechtal-Decke bzw. am nordwestlichen Rand der Silvretta-Decke.
    Alter
    Late Pennsylvanian - Assélien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Rellstal, Bartholomäberg (Montafon).
    Typusregion
    Montafon (Österreich)
    Kommentar
    -