• nappe d'Ardon Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Ardon (VS)

    Rang
    Decke
    Status
    gültig
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Nappe à structure interne complexe, constituée d'une série sédimentaire exclusivement crétacée, décollée de la couverture jurassique de la partie interne du massif du Mont Blanc.
    Alter
    Frühe Kreide - Frühe Kreide
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Rive gauche de la vallée de la Lizerne et vignobles surplombant le village d'Ardon.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    La nappe d'Ardon s'enracinerait sur la partie interne du massif du Mont Blanc (Epard in: Sartori et Epard 2011).
  • Helvetischer Kieselkalk Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung (bzw. Abfolge) von schwarzblauem (bräunlich anwitterndem), sehr hartem, echinodermenreichem, kieseligem Kalk mit Spongiennadeln und Bryozoa und kieselige Mergelschiefer. Charakteristische «mauerartige» Schichtung bzw. brotlaibartigen Knollen.
    Alter
    Frühes Valanginien - Spätes Hauterivien
    Mächtigkeit
    15 - 600 m, ca. 100 m (Linder 2002)
    Geografische Verbreitung
    Vorarlberg (A) bis Westschweiz, Autochthon bis Südhelvetikum.
    Typusregion
    Pilatus (LU, OW, NW).
    Kommentar
    Die Einheit setzt sich aus zwei genetisch analogen Sequenzen zusammen, die jeweils an der Basis mit schiefrigem Kalkmergel beginnen, in mächtigen Kieselkalk übergehen, und mit einer Echinodermenbrekzie enden.
    • «Oberer Teil des Helvetischen Kieselkalkes» (s.l.) Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gemeint ist der obere Teil des Helvetischen Kieselkalkes. Umfasst die «Oberer Kieselkalkschiefer», den «Oberen Kieselkalk» (s.s.), sowie die «Obere Echinodermenbrekzie».
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • «Echinodermenbrekzie des Oberen Kieselkalkes» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberster, meistens grobspätiger und dickgebankter Teil des Helvetischen Kieselkalkes.
        Alter
        Hauterivien - Hauterivien
        Mächtigkeit
        15 m (Kopp 1962), 20 - 30 m (Jordi 2012)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Gebankte Abteilung des Oberen Kieselkalkes» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Monotone Wechselfolge von mittelgebanktem Kieselkalk und dünnen, schieferigen Zwischenlagen im oberen Teil des Helvetischen Kieselkalkes.
        Alter
        Spätes Hauterivien - Spätes Hauterivien
        Mächtigkeit
        60 (W Hohgantkette) bis 140 m (E Hohgantkette) (Jordi 2012)
        Geografische Verbreitung
        Vorarlberg, Ost-, Zentral- und Westschweiz
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Wurde bei der Definition bei Funk 1969 als Schichtglied der Formation des Helvetischen Kieselkalkes ausgeschieden. Eine Benennung mit Oberer oder Unterer ist weder notwendig noch erlaubt.
      • «Schyniges Band» (oberes ...)

        Herkunft des Namens
        schynig = scheinig, hell
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        obsoleter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokale helle glaukonithaltige Mergelzwischenlage an der Basis des Oberen Kieselkalkes.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        ca. 10-20 m ; bis zu 30 m (Mojon 1982).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Lidernen-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Liderner Plänggeli (SZ), am Chaiserstock

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bräunlicher, glaukonitisch-sandiger Kalk und Mergel, fossilführend und zudem oft grobe Quarzkörner führend. Vorkommen in der Mitte oder in der oberen Hälfte des Helvetischen Kieselkalkes.
      Alter
      Frühes Hauterivien - Spätes Hauterivien
      Mächtigkeit
      Oft nur ca. 1-1,5 m ; 9 - 25 m in der S-Fazies (Schindler 1959)
      Geografische Verbreitung
      Ganze Schweiz
      Typusregion
      Zentralschweiz, W Vierwaldstättersee
      Kommentar
      Wo das Lidernen-Mb. fehlt (Südfazies), ist eine Gliederung in Unterer und Oberer Kieselkalk nicht möglich.
    • «Unterer Teil des Helvetischen Kieselkalkes» (s.l.)

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gemeint ist der untere Teil des Helvetischen Kieselkalkes. Umfasst die «Kieselkalkschiefer» und den «Unteren Kieselkalk» (s.s.), d.h. die Anteile unterhalb des Lidernen-Members. Stellenweise folgt noch eine geringmächtige Echinodermenbrekzie darüber.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      2-100 m (Mojon 1982)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • «Echinodermenbrekzie des Unteren Kieselkalkes» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Spätige, meist mittel- bis dickgebankte Abfolge von braun bis ockerbraun anwitternden Kalken im Dach des «Unteren Kieselkalkes».
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        4-15 m in der Randkette (Mojon 1982), 15-20 m (Jordi 2012)
        Geografische Verbreitung
        Vorarlberg, Ost-, Zentral- und Westschweiz: Randkette (Hohgant, Pilatus), Axen- und Drusberg-Decke.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        In Funk 1969 noch als eigene Einheit ausgeschieden innerhalb der Formation des Helvetischen Kieselkalkes. Unterscheidet sich von der «Echinodermenbrekzie des Oberen Kieselkalkes» durch feinere Echinodermenfragmente, sowie das beinahe Fehlen von Bryozoen.
      • «Gebankte Abteilung des Unteren Kieselkalkes»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Sehr eintönig, feinkörnige, regelmässig gebankte verkieselte Kalke (arenitischer Echinodermen-Spongien-Biomikrit mit «Mäuerchenkalkestruktur») im unteren Teil des Helvetischen Kieselkalkes.
        Alter
        Frühes Hauterivien - Frühes Hauterivien
        Mächtigkeit
        bis 250 m (Mojon 1982) ; 120-180 m (Jordi 2012) ; bis 400 m (Funk 1969)
        Geografische Verbreitung
        Vorarlberg, Ost-, Zentral- und Westschweiz
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Wurde bei der Definition bei Funk 1969 als Schichtglied (member) der Formation des Helvetischen Kieselkalkes ausgeschieden. Eine Benennung mit "Oberer" oder "Unterer" ist weder notwendig noch erlaubt.
      • «Schieferige Abteilung des Unteren Kieselkalkes»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Ausgeprägte mergelig-schieferige Abfolge im basalen Bereich des «Unteren Kieselkalkes».
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        26-140 m (Jordi 2012), davon 6-20 m unter die «Crioceras-Schichten» und 60-120 m eigentlichen «Basisschiefer des unteren Kieselkalkes».
        Geografische Verbreitung
        Randkette, Axen-Decke.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
        • «Untere Kieselkalkschiefer» (s.s.) Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Die «Kieselkalkschiefer» machen den grössten Teil der mergelig-schiefrig ausgebildeten Basis der Helv. Kieselkalk-Fm. aus.
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Vorarlberg, Ost-, Zentral- und Westschweiz
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • «Goldswiler-Platten» Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Goldswil bei Interlaken (BE)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Ton- und Quarz-reicherer, biodetritischer Teil des unteren Kieselkalk-Schiefers, mit Karbonatdissolution (Stylolithen).
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Harderfalte zwischen Ringgenberg und Goldswil.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • «Ringgenberg-Schichten» Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Ringgenberg (BE)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Dieser informelle Begriff bezeichnet grau-gelblicher, plattiger bis schiefriger, leicht spikulitischer Mikrit im Hangenden der Gemsmättli-Bank (Helvetischer-Kieselkalk).
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          40 m an der Schratteflue (Mojon 1982)
          Geografische Verbreitung
          Im Raum Interlaken-Brienzersee. Weiter im Osten: Bauen-Brisen, Schiferenegg, Brienzer Rothorn, Augstmatthorn, Schratteflue, Schafmatt.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
    • Rahberg-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Rahberg = Raaberg (SG), NE Ende des Mattstock

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dunkler, feinkörniger, inwendig dunkel grünlichgrauer Kalk mit vielen glasigen Quarzkörnern und feinen, dunkelgrünen Glaukonitkörnchen. Verwittert sandig und enthält schwarzgraue, phosphoritartige Knollen und massenhaft Versteinerungen, namentlich Discoideen.
      Alter
      Frühes Hauterivien - Frühes Hauterivien
      Mächtigkeit
      5 - 15 cm
      Geografische Verbreitung
      Ostschweiz
      Typusregion
      westliche Churfirsten, Säntisgebiet
      Kommentar
      Vermutlich eine jüngere Weiterentwicklung der Mangelsedimentationsphase an der Valanginian-Hauterivian-Grenze, welche mit der Obersäss-Bank in den Churfirsten beginnt und in der weit verbreiteten Gemsmättli-Bank ihren Höhepunkt hat. Das grobsandige Pygurus-Member (Betlis-Formation) wie auch das grobsandige Palis-Member (Helvetischer Kieselkalk) treten auch in diesem Kontext regional auf.
    • Palis-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Alp Palis = Paliis (SG), Churfirsten

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Echinodermenbiomikrit, oft verkieselt (Unterschied zu Pygurus-Member) mit bimodalem Quarzsand, an der Basis des Helvetischen Kieselkalkes.
      Alter
      Valanginien - Frühes Hauterivien
      Mächtigkeit
      Bis 6.5 m (Haldimann 1977).
      Geografische Verbreitung
      Sehr lokal auftretend, z.B. im Nordteil des Südhelvetikums der Ostschweiz
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Die Matrix ist Kieselkalk-artig und nicht Betlis-Kalk-artig wie beim Pygurus-Member. Entspricht den «Horizont C» der Gemsmättli-Bank.
    • Gemsmättli-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Bergrücken Gemsmättli (OW), am Pilatus

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basale Abfolge des Helvetischen Kieselkalkes, bestehend aus einem Hartgrund mit Phosphoritbildungen, einer Fossilschicht (Kondensationshorizont, u.a. mit Crioceraten) und einer Glaukonitbank.
      Alter
      Frühes Valanginien - Spätes Valanginien
      Mächtigkeit
      0,5-1 m (Stauffer 1920), bis 4 m am Niederhon / Hohgant (Mojon 1982).
      Geografische Verbreitung
      Vorarlberg (A), Ost- und Zentralschweiz.
      Typusregion
      Pilatus (OW)
      Kommentar
      Entspricht den «Crioceras-Schichten» des Justistals (sensu Kaufmann 1886, non Escher 1854).
      • «Horizont C» der Gemsmättli-Bank Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberer Teil (Hauptmasse) der Gemsmättli-Bank, bestehend aus grobsiltigem bis grobsandigem, echinodermenfürendem, glaukonitischem Biomikrit.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Bis 4 m (Mojon 1982).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Horizont B» der Gemsmättli-Bank Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokaler, fossilreicher Kondensationshorizont (glaukonitischer Biomikrit, z.T. phophoritisiert) des mittleren Teil der Gemsmättli-Schicht.
        Alter
        Spätes Valanginien - Spätes Valanginien
        Mächtigkeit
        Max. einige Dezimeter (Mojon 1982).
        Geografische Verbreitung
        Nur lokal im Raume Niederhorn - Hohgant und Risetenstock - Pilatus.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Horizont A» der Gemsmättli-Bank Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Phosphoritisch-limonitische Kruste im angebohrten Dach der Betlis-Formation, die als Basis der Gemsmättli-Bank betrachtet wird. Lokal durch eine Omissionsfläche ersetzt.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Einige Zentimeter (Mojon 1982).
        Geografische Verbreitung
        Nordfazies der Randkette (Justistal, Sichle, Urmiberg, Pilatus, Rigi-Hochflue, Bärenfallen/Zilistock).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
  • Betlis-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Betlis (SG), am Walensee

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Braun anwitternder, grobkörniger, biogener, sparitischer Kalk (oberer Teil des ehem. «Valanginien calcaire» in küstennahe Fazies) mit lagenweise angereicherten Kieselknauern. Mergelige Einschaltungen (Spitzern-Member) und Kondenstationshorizonte (Büls-Bank) an der Basis, grobsandige Lagen im Dach (Pygurus-Member).
    Alter
    Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
    Mächtigkeit
    50 - 90 m, oder sogar bis 100 - 150 m (Linder 2002)
    Geografische Verbreitung
    Vorarlberg (A) bis Berner Oberland (im nördlichen und mittleren Helvetikum): z.B. am Urmiberg. [Pilatus, Bärenstock, Hochflue] Auch in der Westschweiz vorhanden (St-Maurice). Im südlichen Helvetikum wird die Betlis-Formation durch den Diphyoides-Kalk ersetzt.
    Typusregion
    Westliche Churfirsten (SG)
    Kommentar
    -
    • Pygurus-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      Namengebendes Fossil: Echinoidengattung Pygurus (insb. P. rostratus Agassiz).
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Oberstes, bräunlich anwitterndes, grobsandiges Member der Betlis-Formation, bestehend aus einem pelletführenden, neritischen, eisenhaltigen Echinodermenkalk mit charakteristischem Gehalt an grobdetritischem Quarzsand.
      Alter
      Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
      Mächtigkeit
      15 - 30 m
      Geografische Verbreitung
      WSW-ENE-streichende Längszone in einem relativ externen Schelfbereich beschränkt; regional gehäuft vorkommend und kann dazwischen auch ganz fehlen. Entlang der nördlichen Begrenzung dieser Zone werden durch das Auftreten von intraformationellen Brekzien synsedimentäre, tektonische Bewegungen angezeigt.
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/AG)
      Kommentar
      Nicht identisch mit den ebenfalls grobsandigen Palis-Schichten von Haldimann 1977, welche zum Helvetischen Kieselkalk gehören.
    • «Oberer Betliskalk»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      Frühes Valanginien - Spätes Valanginien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Büls-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Hinterbüls (SG), Churfristen

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kondenstationshorizont (Phopsphorit) das die Betlis-Formation trennt bzw. das die Basis des "Oberen Betliskalk" markiert.
      Alter
      Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
      Mächtigkeit
      Max. 5 m (Föllmi et al. 2007).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Unterer Betliskalk»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Sandiger, bioklastischer Kalk (Grain- und Packstone), reich an Echinodermen, Bryozoen, Bivalven, Brachiopoden, benthische Foraminiferen und Kalkalgen.
      Alter
      Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
      Mächtigkeit
      Max. 100 m (Föllmi et al. 2007).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Spitzern-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      Spitzeren (SE Rigi-Hochfluh)
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von gelblich anwitternden Kalken und Mergeln, wobei im unteren Teil des Members eher Kalkbänke («Spitzernkalk») und im oberen Teil eher die Mergellagen («Spitzernmergel») dominieren.
      Alter
      Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
      Mächtigkeit
      10 - 50 m
      Geografische Verbreitung
      Alpstein - Thunersee; nur im Raum Vierwaldstättersee bis zum Hohgant (Strasser 1982).
      Typusregion
      Randkette, Zentralschweiz
      Kommentar
      -
  • Öhrli-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Öhrli (AI), Alpstein

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Kalkabfolge (unterer Teil des ehem. «Valanginien calcaire») mit zwischengelagerten dunkelgrauen Mergel- und Tonschiefer. Im unteren Teil tritt ein rostbrauner, bröckeliger Sandkalk auf, während der obere Teil aus charakteristischem hellgrauem, biogenem und oolithischem Kalk besteht.
    Alter
    Mittleres Berriasien - Spätes Berriasien
    Mächtigkeit
    Bis 250 m (max. 160 m in der Säntis-Decke).
    Öhrlikopf (AI).
    Öhrlikopf (AI).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Alpstein (AI/AR/SG)
    Kommentar
    Die "Unteren Öhrlimergel" werden nicht mehr der Öhrli-Formation zugerechnet, da ihre Fazies der Palfris-Formation entspricht und dieser zugeordnet werden muss.
    • «Oberer Öhrli-Kalk» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Öhrli (AI), Alpstein

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Hellgrau anwitternder, gut gebankter, spätiger Kalk im oberen Teil der Öhrli-Formation, reich an gerollten Bioklasten und oolithische Lagen. Lokales Auftreten von kleinen Biohermen.
      Alter
      Spätes Berriasien - Valanginien
      Mächtigkeit
      Max. 100 m (Föllmi et al. 2007)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/SG)
      Kommentar
      -
    • «(Oberer) Öhrli-Mergel» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Öhrli (AI), Alpstein

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Fossil- und kalkreiche Mergelzwischenlage im mittleren Teil der Öhrli-Formation.
      Alter
      Spätes Berriasien - Spätes Berriasien
      Mächtigkeit
      30 - 40 m
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/SG)
      Kommentar
      Die «Oberen Öhrli-Mergel» sind kalkreicher als die «Unteren Öhrli-Mergel» (heute als Palfris-Formation betrachtet). Beide mergeligen Zwischenlagen zeugen eigentlich von der laterale Verzahnung der Öhrli- und Palfris-Fm.
    • «Unterer Öhrli-Kalk» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Öhrli (AI), Alpstein

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Rostbräunlich anwitternder, bröckeliger, sandiger Kalk (Packstone und Grainstone mit Peloiden, Dasycladaceen, benthische Foraminifera, Koralen und Echinodermen) im unteren Teil der Öhrli-Formation.
      Alter
      Mittleres Berriasien - Spätes Berriasien
      Mächtigkeit
      Max. 50 m (Föllmi et al. 2007).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/SG)
      Kommentar
      -
  • Palfris-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Alp Palfris (SG), Gemeinde Wartau

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Monotone, dunkle, graubraune Mergel- und Tonschiefer (ehem. «Valanginien schisteux») mit einzelnen bioklastischen Kalklagen. Oft verschuppt und verfaltet, da direkt über einer Überschiebung liegend.
    Alter
    Frühes Berriasien - Spätes Berriasien
    Mächtigkeit
    Mittelwert von ca. 150 m (80 - 170 m in der Wildhorn-Decke, max. 50 m in der Säntis-Decke); schwankt tektonisch bedingt zwischen wenigen Metern und 400 m (Zwahlen 1993).
    "Valanginien schisteux"
    "Valanginien schisteux"
    Geografische Verbreitung
    Ostschweiz und Vorarlberg (A), bis ins Berner Oberland.
    Typusregion
    Pragelpass-Gebiet (SZ).
    Kommentar
    Die Definition ist gegenüber der ursprünglichen von Heer auf die Mergel des Berriasian reduziert. Die unteren Öhrlimergel (Heim 1907) werden zur Palfris-Formation gezählt, da lithologisch kaum unterscheidbar (uOeM regional etwas sandreicher).
  • Zementstein-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Für die Zementindustrie abgebaut.
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Regelmässige Wechsellagerung von schwarzgrauen Mergeln und helleren, dünnbankigen Mergelkalken.
    Alter
    Frühes Berriasien - Mittleres Berriasien
    Mächtigkeit
    Bis 120 m (Föllmi et al. 2007) oder sogar 350 m.
    Geografische Verbreitung
    Ganze Schweiz. In fazieller Hinsicht - als Kalk-Mergel-Wechsellagerung im Sinne M. Gerbers (1930) - ist das Auftreten der Zementstein-Formation eher auf den mittel- bis südhelvetischen Bereich beschränkt.
    Typusregion
    Walenseegebiet / Churfirsten bzw. Alvier-Gruppe (SG)
    Kommentar
    -
    • Gassen-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Hinter Gassenstock (GL), Glärnisch

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Helle Einlagerungen von Echinodermen-Kalkarenit (gelegentlich oolithisch) in der dunklen mergeln der Zementstein-Formation, die als Rinnen-fühlende resedimentierte Calciturbidite von der Troskalk-Plattform gedeutet werden.
      Alter
      Berriasien - Berriasien
      Mächtigkeit
      Max. 35 m
      Geografische Verbreitung
      Glärnischgebiet
      Typusregion
      Glärnischgebiet (GL)
      Kommentar
      Durch Vermergelung geht der Gassen-Kalk sowohl seitlich als auch gegen oben in die Mergelschieferfazies der Zementstein-Formation über.
    • Graspass-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Graspass (BE) in den Engelhörnern (zwischen Tannenspitze und Engelburg = Sattelspitze)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kalkige oder dolomitische Brekzie und bläulichgrau anwitternde Mergel (mit Peloide, Milioliden, Gastropoden, Kalkalgen und brackisch-lakustrische Sedimente) an der Basis der Zementstein-Formation.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      Mehrere Dezimeter bis 5 - 12 m (Arbenz & Müller 1920).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Berner Oberland (BE)
      Kommentar
      -