• Drusberg-Decke Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Dru(e)sberg (SZ)

    Rang
    Decke
    Status
    gültig
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Die Hauptmasse der oberhelvetische Drusberg-Decke besteht aus Gesteinen der helvetischen Kreide. Frontalen Schuppen der Drusberg-Decke bilden der helvetische Randkette (Niederhorn, Pilatus, Bürgenstock, Urmiberg, Rigi Hochflue).
    Alter
    Kreide - Eozän
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Fluebrig–Drusberg-Element Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Fluebrig (SZ)

      Rang
      tektonische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Teil der Drusberg-Decke.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Bergkette Fluebrig–Druesberg, Sihltaler Alpen.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Rederten-Element Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Redertenstock (SZ)/(GL)

      Rang
      tektonische Einheit
      Status
      -
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Teil der Drusberg-Decke.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Bergkette Bockmattli–Zindlenspitz–Ochsenkopf.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Wiggis-Element Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Wiggis (GL)

      Rang
      tektonische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Teil der Drusberg-Decke.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Bergkette Wiggis–Fridlispitz–Riseten, Obersee Mulde, Rautispitz.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Wissenwand-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Wissenwand (SZ), südlich Muotathal

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Malm-Schuppe zwischen Axen- und Drusberg-Decke.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Niederhorn-Pilatus-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Niederhorn (BE) und Pilatus (NW)/(OW)

      Rang
      Tektonik
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Bürgenstock-Urmiberg-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Bürgenstock (NW)/(LU) und Urmiberg (SZ)

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Südliche, höhere Schuppe der Helvetische Randkette.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Hochflue-Schuppe Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Rigi Hochflue = Hoflue (SZ)

      Rang
      tektonische Schuppe
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Nördliche, tiefere Schuppe der Helvetische Randkette.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Vitznauerstock, Gersauerstock, Hochflue.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • Stad-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Alpnachstad (OW)

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Fleckiger, grüner, hell anwitternder «Globigerinenmergel», gelegentlich siltig-feinsandig oder kalkig. Lokal mit Konglomerat- oder Quarzsandsteinlagen an der Basis.
        Alter
        Lutétien - Priabonien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Helvetische Randkette der Zentralschweiz
        Kommentar
        -
        • Wängen-Kalk Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Wängenalp (OW) im Kleinschlierengebiet

          Rang
          lithostratigraphische Bank
          Status
          unbekannter Status
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Einlagerungen von grobkörnigem, bioklastischem Kalk (u.a. Lithothamnienkalk bzw. Rotalgenkalk) im Stad-Mergel.
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          einige Meter mächtig
          Geografische Verbreitung
          West- und Zentralschweiz.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Jochstock-Konglomerat Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Jochstock (OW)/(NW)/(BE), Urner Alps, 5 km S Engelberg

          Rang
          lithostratigraphische Bank
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Konglomerat bis Brekzie, vorwiegend mit Komponenten von schwach gelblich anwitterndem, biogenem Kalk (Betlis-Kalk) in dunkler, mergeliger, z.T. sandig-kalkiger Matrix.
          Alter
          spätes Eozän - spätes Eozän
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Jochpass-Gebiet bei Engelberg (OW).
          Typusregion
          Axen-Decke in den Urner Alpen
          Kommentar
          -
        • Rütenen-Konglomerat Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Rütenen (NW), östlich Beckenried

          Rang
          lithostratigraphische Bank
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Massives, grobes und schlecht sortiertes Konglomerat mit mergeliger Matrix, das in der Stad-Formation zwischengeschaltet ist. Die Gerölle stammen aus den liegenden Einheiten der Spätkreide und des Paläogens.
          Alter
          Eozän - Eozän
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Bei Rütenen/Beckenried.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Kleintal-Konglomerat Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Kleintal = Chlital (UR)

          Rang
          lithostratigraphische Bank
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Konglomerat mit Geröllen aus den liegenden Einheiten der Kreide (Betlis-Kalk bis Schrattenkalk) und des Mitteleozäns (Bürgen-Formation).
          Alter
          Priabonien - Priabonien
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Bei Chlital/Altdorf.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
      • Schrattenkalk-Formation Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Schratte ("zerissen"): Karre, wie am Schratteflue (LU) (früher "Schrattenfluh" geschrieben)

        Rang
        lithostratigraphische Formation
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Meist hellgrau anwitternder Flachwasser-Kalk der helvetischen «Mittleren Kreide», im oberen Teil mit vielfältiger Fauna (Rudisten, Korallen, Gastropoden, Muscheln und Mikrofauna).
        Alter
        Spätes Barrémien - Frühes Aptien
        Mächtigkeit
        70-200 m, bis max. 300 m
        Schrattenkalk du Miroir d'Argentine
        Schrattenkalk du Miroir d'Argentine
        Fossilien im Schrattenkalk
        Fossilien im Schrattenkalk
        Typische Karstifizierung im Schrattenkalk
        Typische Karstifizierung im Schrattenkalk
        Geografische Verbreitung
        Ganze Schweiz, Vorarlberg (A), Allgäu (D). Bildet u.a. den Gipfel des Wildhorns.
        Typusregion
        Zentralschweiz
        Kommentar
        Informell, da Schratten keine Ortsbezeichnung ist.
        • «Oberer Teil der Schrattenkalk-Formation» Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Informelle Bezeichnung für den oberen Teil des Schrattenkalkes: hellgrau anwitternder, massiger, bioklastreicher Kalk (Rudisten, Korallen, Gastropoden Muscheln und Mikrofauna).
          Alter
          Frühes Aptien - Frühes Aptien
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • Rawil-Member Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Rawilpass (VS)/(BE)

          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          informeller Begriff
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Weicheres Band inmitten des massiven Schrattenkalkes, bestehend aus einer Wechsellagerung von dunklem, mergeligem, flaserigem Kalk und braunem, grümeligem Mergel.
          Alter
          Frühes Aptien - Frühes Aptien
          Mächtigkeit
          1-2 bis 30 m
          Rawyl-Member am Säntis
          Rawyl-Member am Säntis
          Geografische Verbreitung
          Zentrale und östliche Schweizeralpen.
          Typusregion
          Berner Helvetikum
          Kommentar
          Als Member akzeptiert durch SKS vom 18.10.2007. Ein Referenzprofil in der Zentralschweiz (z.B. Lopper E) wäre wünschenswert.
        • «Unterer Teil der Schrattenkalk-Formation» Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphisches Member
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Informelle Bezeichnung für den unteren Teil des Schrattenkalkes: hellgrau anwitternder, dickbankiger, fossilarmer Kalk.
          Alter
          Spätes Barrémien - Frühestes Aptien
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
  • Stad-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Alpnachstad (OW)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Fleckiger, grüner, hell anwitternder «Globigerinenmergel», gelegentlich siltig-feinsandig oder kalkig. Lokal mit Konglomerat- oder Quarzsandsteinlagen an der Basis.
    Alter
    Lutétien - Priabonien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Helvetische Randkette der Zentralschweiz
    Kommentar
    -
    • Wängen-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Wängenalp (OW) im Kleinschlierengebiet

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      unbekannter Status
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Einlagerungen von grobkörnigem, bioklastischem Kalk (u.a. Lithothamnienkalk bzw. Rotalgenkalk) im Stad-Mergel.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      einige Meter mächtig
      Geografische Verbreitung
      West- und Zentralschweiz.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Jochstock-Konglomerat Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Jochstock (OW)/(NW)/(BE), Urner Alps, 5 km S Engelberg

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Konglomerat bis Brekzie, vorwiegend mit Komponenten von schwach gelblich anwitterndem, biogenem Kalk (Betlis-Kalk) in dunkler, mergeliger, z.T. sandig-kalkiger Matrix.
      Alter
      spätes Eozän - spätes Eozän
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Jochpass-Gebiet bei Engelberg (OW).
      Typusregion
      Axen-Decke in den Urner Alpen
      Kommentar
      -
    • Rütenen-Konglomerat Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Rütenen (NW), östlich Beckenried

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Massives, grobes und schlecht sortiertes Konglomerat mit mergeliger Matrix, das in der Stad-Formation zwischengeschaltet ist. Die Gerölle stammen aus den liegenden Einheiten der Spätkreide und des Paläogens.
      Alter
      Eozän - Eozän
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Bei Rütenen/Beckenried.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Kleintal-Konglomerat Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kleintal = Chlital (UR)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Konglomerat mit Geröllen aus den liegenden Einheiten der Kreide (Betlis-Kalk bis Schrattenkalk) und des Mitteleozäns (Bürgen-Formation).
      Alter
      Priabonien - Priabonien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Bei Chlital/Altdorf.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Niederhorn-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Niederhorn (BE)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Unten: graubrauner, z.T. kalkiger, biogener Quarzsandstein (Hohgant-Sandstein). Oben: Discocyclinen- und Lithothamnienkalke (Gemmenalp-Kalk).
    Alter
    Bartonien - Priabonien
    Mächtigkeit
    Ca. 14 - 170 m
    Gipfel des Niederhorns
    Gipfel des Niederhorns
    Geografische Verbreitung
    Wildhorn-Decke (NW der synsedimentär aktiven Hohgant-Rawil-Bruchzone), Basis der Axen-Decke, Randkette (Pilatus).
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Gemmenalp-Kalk Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gemmenalphorn (BE), am Beatenberg

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Discocyclinen- und Lithothamnienkalke bzw. Rotalgenkalke im Dach des Hohgant-Sandsteins.
      Alter
      Bartonien - Priabonien
      Mächtigkeit
      0,3 bis über 50 m (Steffen 1981)
      Geografische Verbreitung
      Wildhorn-Decke (NW der synsedimentär aktiven Hohgant-Rawil-Bruchzone), Basis der Axen-Decke, Randkette (Pilatus).
      Typusregion
      Randkette
      Kommentar
      -
    • Hohgant-Sandstein Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Hohgant (BE)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Graubrauner, z.T. kalkiger, biogener Quarzsandstein.
      Alter
      Bartonien - Priabonien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Wildhorn-Decke (NW der synsedimentär aktiven Hohgant-Rawil-Bruchzone), Basis der Axen-Decke, Randkette (Pilatus). Bildet den Gipfel des Klimsenhorns.
      Typusregion
      zentrale Randkette
      Kommentar
      Ohne die "Discus-Schicht" von Breitschmid 1978.
      • Wagenmoos-Bänke Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Wagenmoos (BE) - Beatenberg

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        gültiger formeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Drei (bis lokal vier) sukzessive, harte, plattige und quartzitische Sandsteinbänke (jeweils 3-10 m mächtig) sind im Hohgant-Sandstein zwischengeschaltet und ermöglichen eine Feingliederung dieses Members. Die Sandsteinbänke bilden jeweils den Abschluss eines Regressionszyklus.
        Alter
        frühes Priabonien - frühes Priabonien
        Mächtigkeit
        Je 3-10 m mächtige Abfolge.
        Geografische Verbreitung
        Randkette (Wildhorn-Decke) zwischen Thunersee und Hohgant.
        Typusregion
        Beatenberg / Niederhorn (BE)
        Kommentar
        -
      • Berglikehle-Bank Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Berglikehle = Chäle / Underbärgli (BE) am Sigriswilergrat

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Fossilreichen Brackwasserablagerungen innerhalb des Hohgant-Sandsteins, bestehend aus dichtem schwarzem Stinkkalk und bituminösen bis kohlführenden Mergeln.
        Alter
        spätes Eozän - spätes Eozän
        Mächtigkeit
        Ca. 10 m (Rutsch et al. 1966).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Sigriswilergrat (BE)
        Kommentar
        Boussac (1909a/b und 1912) hat gezeigt, dass die Brackwasser-/Cerithienschichten des Hohgant-Sandsteins älter sind als die Diablerets-Schichten.
      • Mürren-Brekzie Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Mürren (BE)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Kalkbrekzie mit Nummuliten an der Basis der Niederhorn-Formation.
        Alter
        spätes Eozän - spätes Eozän
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Mürren ; ähnliche geschieferte Kalkbrekzie in der Aareschlucht (Arbenz & Müller in: GFS 1934).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
  • Wildstrubel-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Wildstrubel (BE)/(VS)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    An der Basis diskontinuierlicher, geringmächtiger, glaukonitischer und phosphoritischer Sandstein (Beginn Hartgrundbildung; Küblibad-Member). Oben: stark bioturbierte, feinsandige Kalkmergel (Tierberg-Member = «Hohgant-Schiefer»).
    Alter
    Bartonien - Priabonien
    Mächtigkeit
    25 m an der Typlokalität (Menkveld-Gfeller 1994), 50 m in der Zentralschweiz (Bieri 1978, Wanner 1987), 10 m am Kistenpass (Lutz 1988)
    Geografische Verbreitung
    Wildhorn-Decke (östlich des Sanetsch-Passes und südöstlich der Hohgant-Rawil-Bruchzone), Axen-Decke (westlich der Muota), Infrahelvetikum (zwischen Reusstal und Piz Dolf).
    Typusregion
    Rawilgebiet (BE/VS)
    Kommentar
    -
    • Schimberg-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schimberg = Schimberig (LU)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Teilweise sandiger Mergel, der lokal Konglomerat mit Sandstein- und Kalkgeröllen sowie Sandlagen führt. Die Gerölle stammen aus tieferen Schichten der Kreide und des Paläogens.
      Alter
      Priabonien - Priabonien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Oft nur schwer vom Tierberg-Member zu unterscheiden.
    • Tierberg-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Tierberg (BE) - Lenk

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Das Tierberg-Member besteht aus glaukonitischem Sandstein und stark bioturbierten, feinsandigen Kalkmergeln.
      Alter
      Bartonien - Bartonien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Baut in der Westschweiz, wie auch im Berner Oberland und der Zentral- und Ostschweiz den Hauptanteil der Wildstrubel-Fm.
      Typusregion
      Rawilgebiet (BE/VS)
      Kommentar
      -
    • Küblibad-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Küblibad (BE), am Thunersee

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Diskontinuierlicher, geringmächtiger, fossilarmer, graugrüner (braunrot anwitternder), glaukonitischer und phosphoritischer Sandstein an der Basis der Wildstrubel-Formation.
      Alter
      Bartonien - Bartonien
      Mächtigkeit
      Geringmächtig (Dezimeter bis wenige Meter).
      Geografische Verbreitung
      Wildhorn-Decke (östlich des Sanetsch-Passes und südöstlich der Hohgant-Rawil-Bruchzone), Axen-Decke (westlich der Muota), Infrahelvetikum (zwischen Reusstal und Piz Dolf).
      Typusregion
      Thunersee (BE)
      Kommentar
      -
  • Klimsenhorn-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Klimsenhorn (NW), am Pilatus

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Heller Quarzsandstein, sowie graubrauner Sandkalk und Biomikrit.
    Alter
    spätes Lutétien - frühes Bartonien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Westschweiz (Rawil-Gebiet), Zentralschweiz (Randkette zwischen Thunersee und Luzernersee, Schächental bis Linthtal), Ostschweiz (Linthtal bis Kistenpass-Gebiet).
    Typusregion
    Pilatus (LU/OW/NW)
    Kommentar
    -
    • Fruttli-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Fruttli (NW), am Pilatus

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Eher massige Abfolge von sandarmem, mergeligem, mikritischem Kalk oder Wechselfolge von feinsandigen Kalksandsteinen und Sandkalken, welche beide reich an grossen Discocyclinen sind. An der Basis des Members tritt eine fossilleere, geringmächtige Quarzsandsteinbank vor.
      Alter
      spätes Lutétien - spätes Lutétien
      Mächtigkeit
      ca. 1,5 bis 15 m
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Pilatus
      Kommentar
      -
    • Band-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Bandweg am Klimsenhorn (NW), Pilatus

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Fossilleere, massige Quarzsandsteinbank ("Oberer Quarzsandstein"). Über der Quarzsandsteinbank folgt eine relativ gut gebankte Wechsellagerung von Kalksandstein bis Kalk ("Obere Perforatus-Schicht"). Mehr oder weniger glaukonitisch, z.T. stark bioturbiert.
      Alter
      spätes Lutétien - Bartonien
      Mächtigkeit
      ca. 1,5 bis 10 m
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Pilatusgebiet
      Kommentar
      -
      • «Obere Perforatus-Schicht»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        obsoleter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Oberer Quarzsandstein»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        obsoleter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Fräkmünt-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Fräkmünt (= Fräkmünd) am Klimsenhorn (NW), Pilatus

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Quarzsandstein: an der Basis schlecht gebankt mit Einlagerungen von mikritischen, nummulitenreichen Lagen («Untere Perforatus-Schicht»), danach massig, glaukonitisch, bimodal und z.T. kreuzgeschichtet («Unterer Quarzsandstein»). Gegen das Dach schlecht gebankte Kalksandsteine mit mikritischen Partien («Complanata-Schicht»). Verwitterungsfarbe : hell- bis mausgrau.
      Alter
      spätes Lutétien - Bartonien
      Mächtigkeit
      ca. 1 bis 37 m
      Geografische Verbreitung
      Wildhorn-Decke, Randkette, Autochthon im Osten
      Typusregion
      Pilatus
      Kommentar
      -
      • «Complanata-Schicht» (sensu Kaufmann 1867)

        Herkunft des Namens

        Namengebendes Fossil (Foraminiferenart): Nummulites complanata Lamarck 1804/1822 (= Nummulites millecaput Boubée 1832, obwohl eher eine jüngere Weiterentwicklung).

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        obsoleter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Graugrünliche (grau bis braun anwitternde), schlecht gebankte Kalksandsteine mit mikritischen Partien an der Basis der tertiären Abfolge. Die Nummulitenarten der complanata-Gruppe (N. perforatus und N. millecaput) treten in gesteinsbildender Häufigkeit auf.
        Alter
        mittleres Eozän - mittleres Eozän
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Waldegg / Niederhorn-Decke
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Obsolete informelle Unterteilung im Dach des Fräkmünt-Members.
      • «Unterer Quarzsandstein»

        Herkunft des Namens

        Stratigraphische Lage und lithologische Zusammensetzung.

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Massiger, glaukonitischer, bimodaler Quarzsandstein, z.T. kreuzgeschichtet.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Obsolete informelle Unterteilung im mittleren Teil des Fräkmünt-Members.
      • «Untere Perforatus-Schicht»

        Herkunft des Namens

        Foraminiferenart Nummulites perforatus Montfort 1808

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        obsoleter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Schlecht gebankter Quarzsandstein mit Einlagerungen von mikritischen Lagen mit grossen Nummuliten der perforatus- und millecaput-Gruppe.
        Alter
        mittleres Eozän - mittleres Eozän
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Obsolete informelle Unterteilung an der Basis des Fräkmünt-Members.
  • Bürgen-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Bürgenstock (NW)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Kalk, glaukonitischer Sandkalk («Grünsandkalk») und Mergel mit Nummuliten, Discocyclinen und/oder Asilinen.
    Alter
    frühestes Lutétien - spätes Lutétien
    Mächtigkeit
    Max. 54 m (Menkveld-Gfeller et al. 2016).
    Geografische Verbreitung
    Zentralschweiz (Luzernersee-Gebiet, Einsiedeln-Sihlsee-Gebiet, Reusstal bis Linthtal), Ostschweiz (Flibach/Weesen, östliches Sernftal, Weisstannental, Linthtal bis Rheintal).
    Typusregion
    Bürgenstock (NW), Alpnacher See-Gebiet
    Kommentar
    -
    • Foribach-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Foribach bei Sarnen (OW), am Südende des Muoterschwanderbergs

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gebankter, bioturbierter, sandig-glaukonitischer Kalkmikrit mit massenhaft auftretenden Discocyclinen.
      Alter
      spätes Lutétien - spätes Lutétien
      Mächtigkeit
      4.5 - 16 m
      Geografische Verbreitung
      Zentralschweiz (Luzernersee-Gebiet, Reusstal bis Linthtal).
      Typusregion
      Alpnachersee (OW)
      Kommentar
      Ein ... knolliger bis pseudokonglomeratischer Horizont befand sich ... an der Untergrenze... Beim eigentlichen Foribach-Member handelt es sich um einen feinsandigen, glaukonitführenden Kalk mit oft in grossen Mengen vorhandenen Discocyclinen, welche gegenüber den zurücktretenden Nummuliten dominieren.
    • Mattgrat-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Mattgrat (NW), am Bürgenstock

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Grauer, gebankter, bioturbierter Nummuliten-Kalk (lokal auch Austern) mit mikritischer Matrix, geringem Quarzsand- und Gaukonitgehalt und einem knollenartigen, oberen Teil (ehem. «Bürgen-Kalk»).
      Alter
      mittleres Lutétien - mittleres Lutétien
      Mächtigkeit
      5 - 13 m (Menkveld-Gfeller et al. 2016).
      Geografische Verbreitung
      Zentralschweiz (Luzernersee-Gebiet, Reusstal bis Linthtal), Ostschweiz (Linthtal bis Rheintal).
      Typusregion
      Gebiet Alpnachersee
      Kommentar
      -
      • «Konglomeratischer Horizont»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokales pseudokonglomeratisches Vorkommen im Dach des Mattgratt-Members an der Grenze mit den Foribach-Member. Es handelt sich um eine knollige Auflösung des «Bürgen-Kalkes» mit Hartgrundsbildung.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Scharti-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Scharti (NW) - Ennetbürgen

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dunkelgrüner, feinkörniger, kalkig-glaukonitischer Sandstein (massig oder mit mergeligen Wechsellagerungen an der Basis) und sandiger Kalk (ehem. «Bürgen-Grünsand»).
      Alter
      frühes Lutétien - frühes Lutétien
      Mächtigkeit
      Ca. 5 bis 25 m (Menkveld-Gfeller et al. 2016).
      Geografische Verbreitung
      Zentralschweiz (Luzernersee-Gebiet, Reusstal bis Linthtal), Ostschweiz (Toggenburg bis Rheintal).
      Typusregion
      Gebiet Alpnachersee
      Kommentar
      -
    • Steinbach-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Steinbach (SZ) Sihlsee

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kondensationshorizont mit phosphoritisierten Fossilien (Gastropoden, Bivalven, Korallen) und aufgearbeiteten Brocken von Nummulitenkalk des Einsiedeln-Members.
      Alter
      frühestes Lutétien - frühestes Lutétien
      Mächtigkeit
      Einige cm bis max. 5 m (Menkveld-Gfeller et al. 2016).
      Geografische Verbreitung
      Zentralschweiz (Einsiedeln-Sihlsee-Gebiet), Ostschweiz (Flibach bei Weesen, östliches Sernftal, Weisstannental).
      Typusregion
      Sihlsee
      Kommentar
      Altersmässig entspricht dieses Member in etwa dem Dach des Einsiedeln-Mb. mit den "Gallensis-Kalken" und evtl. bereits dem Einsetzen des Scharti-Mb. der Bürgen-Fm. Paläogeographisch sind die drei Verbreitungsgebiete aber klar getrennt.
  • Wang-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Alp Wang / Wängflue (SZ), 3 km S Oberiberg

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Dunkelgrauer bis schwarzer, bräunlich-grau anwitternder, massiger, kieselig-sandiger Kalk; gelegentlich mit sandig-schiefrigem, schwarzem Tonstein. Charakteristische Serpulidenfauna (Jereminella pfenderae Lugeon).
    Alter
    Spätes Campanien - Spätes Maastrichtien
    Mächtigkeit
    Bis 300 m (Escher von der Linth 1878) ; 130 m in der Säntis-Decke (Stacher 1980).
    Geografische Verbreitung
    Berner Oberland bis Vorarlberg (A), sowie Chaînes Subalpines (Bornes, Bauges).
    Typusregion
    Sihltaler Alpen - Iberg
    Kommentar
    -
    • «Navarella-Schichten» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Namengebendes Fossil: Navarella joaquini Ciry & Rat = Lituola grandis

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Foraminiferenreicher Glaukonithorizont im oberen Teil der Wang-Formation.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Metschstand, Schneehorn, Regenboldshorn, Räzliberg.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Schörgisknorren-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schörgisknorren (SG), NW Kobelwies

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Geringmächtiger, fossilreicher, phosphoritführender Glaukonitsandstein mit grobem Quarz an der Basis der Wang-Formation.
      Alter
      Campanien - Maastrichtien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      NE Alpstein (SG)
      Kommentar
      -
    • «Wang-Brekzie» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Lokales Aufarbeitungshorizont an der Basis der Wang-Formation, deren Komponenten hauptsächlich aus die liegende Seewen- und Garschella-Formation stammen.
      Alter
      Frühes Maastrichtien - Frühes Maastrichtien
      Mächtigkeit
      0,2 bis 30 m (Stacher 1980).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Östliches Fronalpstockgebiet (SZ)
      Kommentar
      -
  • Schrattenkalk-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Schratte ("zerissen"): Karre, wie am Schratteflue (LU) (früher "Schrattenfluh" geschrieben)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Meist hellgrau anwitternder Flachwasser-Kalk der helvetischen «Mittleren Kreide», im oberen Teil mit vielfältiger Fauna (Rudisten, Korallen, Gastropoden, Muscheln und Mikrofauna).
    Alter
    Spätes Barrémien - Frühes Aptien
    Mächtigkeit
    70-200 m, bis max. 300 m
    Schrattenkalk du Miroir d'Argentine
    Schrattenkalk du Miroir d'Argentine
    Fossilien im Schrattenkalk
    Fossilien im Schrattenkalk
    Typische Karstifizierung im Schrattenkalk
    Typische Karstifizierung im Schrattenkalk
    Geografische Verbreitung
    Ganze Schweiz, Vorarlberg (A), Allgäu (D). Bildet u.a. den Gipfel des Wildhorns.
    Typusregion
    Zentralschweiz
    Kommentar
    Informell, da Schratten keine Ortsbezeichnung ist.
    • «Oberer Teil der Schrattenkalk-Formation» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Informelle Bezeichnung für den oberen Teil des Schrattenkalkes: hellgrau anwitternder, massiger, bioklastreicher Kalk (Rudisten, Korallen, Gastropoden Muscheln und Mikrofauna).
      Alter
      Frühes Aptien - Frühes Aptien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Rawil-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Rawilpass (VS)/(BE)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Weicheres Band inmitten des massiven Schrattenkalkes, bestehend aus einer Wechsellagerung von dunklem, mergeligem, flaserigem Kalk und braunem, grümeligem Mergel.
      Alter
      Frühes Aptien - Frühes Aptien
      Mächtigkeit
      1-2 bis 30 m
      Rawyl-Member am Säntis
      Rawyl-Member am Säntis
      Geografische Verbreitung
      Zentrale und östliche Schweizeralpen.
      Typusregion
      Berner Helvetikum
      Kommentar
      Als Member akzeptiert durch SKS vom 18.10.2007. Ein Referenzprofil in der Zentralschweiz (z.B. Lopper E) wäre wünschenswert.
    • «Unterer Teil der Schrattenkalk-Formation» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Informelle Bezeichnung für den unteren Teil des Schrattenkalkes: hellgrau anwitternder, dickbankiger, fossilarmer Kalk.
      Alter
      Spätes Barrémien - Frühestes Aptien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Tierwis-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Tierwis = Tierwees (SG), im Alpstein

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Dünnbankige Wechsellagerung von braungrauem, glaukonitischem Mergel und dunkelgrauem, knolligem, feinkörnigem (Kiesel-)Kalk, oft mit verwitterten Pyritknollen. Der Mergel-Anteil nimmt gegen oben zu.
    Alter
    Spätestes Hauterivien - Spätes Barrémien
    Mächtigkeit
    20-50 m ; 30-50 m (Linder 2002)
    Tierwis-Formation an der Typlokalität
    Tierwis-Formation an der Typlokalität
    Tierwis-Formation an der Typlokalität
    Tierwis-Formation an der Typlokalität
    Geografische Verbreitung
    gesamtes Helvetikum
    Typusregion
    Alpstein (AI/AR/SG).
    Kommentar
    -
    • «Hurst-Mergel» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Hurst (SG) im Alviergebiet

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kalk-Mergel-Wechsellagerung über der Chopf-Bank, die das vermergelte Äquivalent des unteren Schrattenkalks darstellt.
      Alter
      Spätes Barrémien - Spätes Barrémien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Ostschweiz
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Da kein lithologischer Unterschied zum Drusberg-Member besteht, soll auf diesen neuen Namen verzichtet werden. Eine Beschränkung auf die Typregion (Vorschlag von Bollinger 1988) ist wenig sinnvoll. ...Schichtfolge von Kalken und Mergeln ausgeschieden, die - faziell und lithologisch weitgehend mit dem Drusberg-Mb. vergleichbar - als Formationsglied der Drusberg-Fm. statuiert und als (zeitliches) Aequivalent von Schrattenkalk betrachtet worden ist. S.19
    • Chopf-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Chopf (SG) im Alviergebiet

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Glaukonitreichere Bank im Dach der Tierwis-Formation im externen (südlichen) Faziesbereich.
      Alter
      Spätes Barrémien - Spätes Barrémien
      Mächtigkeit
      0.3 bis ca. 4 m
      Geografische Verbreitung
      Südhelvetikum in Vorarlberg (A), Ost- und Zentralschweiz (bis Berner Oberland)
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Da nicht sicher nachgewiesen ist, dass alle in der Synonymieliste aufgeführten Horizonte dieselben sind, ist der Begriff Chopfschichten vor allem für glaukonitreiche Horizonte in entsprechender Position im Südhelvetikum der Ostschweiz und mit Vorbehalt im Vorarlberg zu gebrauchen. Auf einen Gebrauch des Namens für ähnliche Horizonte in der Zentralschweiz sollte vorläufig verzichtet werden.
    • Drusberg-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      SE-Kar des Dru(e)sberg (SZ), im Muotathal

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von graubraunen Mergeln und knolligem Kalk.
      Alter
      Spätes Barrémien - Spätes Barrémien
      Mächtigkeit
      bis mehrere 100 m
      Source d la Liène au contact entre le Membre du Drusberg et le Schrattenkalk.
      Source d la Liène au contact entre le Membre du Drusberg et le Schrattenkalk.
      Geografische Verbreitung
      Schweiz, Vorarlberg, Allgäu
      Typusregion
      Drusberggebiet
      Kommentar
      -
      • «Sinuata-Bänke» Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Namengebendes Fossil (Austern): Exogyra sinuata Sowerby (Aetostreon latissima).

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Heller, leicht bräunlich anwitternder Horizont mit verkieselte Austern-Biostrome (Aetostreon latissima) im Dach des Drusberg-Members (an der Grenze mit dem Schrattenkalk).
        Alter
        Spätes Barrémien - Spätes Barrémien
        Mächtigkeit
        Bis 1,5 m (Herb in: Bayer et al. 1983). 2,5-3 m in der Gemsfairen-Scholle, bis 8-12 m am Wissen Chöpf und an den Früttlenhörner (Frey 1965).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Altmann-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Altmannsattel = Altmasattel (SG)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basales Member der Tierwis-Formation, bestehend aus schwärzlichem, glaukonitischem, sandigem Mergel und Kalk mit Pyrit, Quarz und phosphoritisierten Ammoniten (u.a. Crioceraten).
      Alter
      Spätestes Hauterivien - Frühes Barrémien
      Mächtigkeit
      0-30 m, 1 m in der Hohgantkette, 3 m am Pilatus
      Altmann-Member bei der Tierwis (SG).
      Altmann-Member bei der Tierwis (SG).
      Altmann-Member
      Altmann-Member
      Altmann-Member
      Altmann-Member
      Geografische Verbreitung
      Schweiz und Vorarlberg
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/SG).
      Kommentar
      -
      • «Belemnitenkalk»

        Herkunft des Namens
        Belemnites
        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        unbekannter Status
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Faraoni Oceanic Anoxic Event Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        OAE
        Status
        gültig
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        Spätestes Hauterivien - Spätestes Hauterivien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Knorzschicht» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        undefiniert
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        fossilreiche Bank, Basiskomplex der Altmannschichten
        Alter
        Hauterivien - Barrémien
        Mächtigkeit
        bis ca. 6 m
        Geografische Verbreitung
        Alviergebiet bis Sichelchamm (E-Schweiz)
        Typusregion
        Alviergebiet
        Kommentar
        informell aus nomenklatorischen Gründen
    • «Basisbank» (der Tierwis-Formation) Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Flachwasserfazies, ausgebildete Schicht an der Basis der Tierwis-Formation, welche lokal das Altmann-Member ersetzt.
      Alter
      Frühes Barrémien - Frühes Barrémien
      Mächtigkeit
      2-16 m
      Geografische Verbreitung
      Randkette (auf paläogeographischer Hochzone, wie z.B. beidseits des Thunersees: Sigriswiler Rothorn, Niederhorn, Wetterlatte), Vorarlberg (Wyssling 1986)
      Typusregion
      Thunerseegebiet
      Kommentar
      -
  • Helvetischer Kieselkalk Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung (bzw. Abfolge) von schwarzblauem (bräunlich anwitterndem), sehr hartem, echinodermenreichem, kieseligem Kalk mit Spongiennadeln und Bryozoa und kieselige Mergelschiefer. Charakteristische «mauerartige» Schichtung bzw. brotlaibartigen Knollen.
    Alter
    Frühes Valanginien - Spätes Hauterivien
    Mächtigkeit
    15 - 600 m, ca. 100 m (Linder 2002)
    Geografische Verbreitung
    Vorarlberg (A) bis Westschweiz, Autochthon bis Südhelvetikum.
    Typusregion
    Pilatus (LU, OW, NW).
    Kommentar
    Die Einheit setzt sich aus zwei genetisch analogen Sequenzen zusammen, die jeweils an der Basis mit schiefrigem Kalkmergel beginnen, in mächtigen Kieselkalk übergehen, und mit einer Echinodermenbrekzie enden.
    • «Oberer Teil des Helvetischen Kieselkalkes» (s.l.) Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gemeint ist der obere Teil des Helvetischen Kieselkalkes. Umfasst die «Oberer Kieselkalkschiefer», den «Oberen Kieselkalk» (s.s.), sowie die «Obere Echinodermenbrekzie».
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • «Echinodermenbrekzie des Oberen Kieselkalkes» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberster, meistens grobspätiger und dickgebankter Teil des Helvetischen Kieselkalkes.
        Alter
        Hauterivien - Hauterivien
        Mächtigkeit
        15 m (Kopp 1962), 20 - 30 m (Jordi 2012)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Gebankte Abteilung des Oberen Kieselkalkes» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Monotone Wechselfolge von mittelgebanktem Kieselkalk und dünnen, schieferigen Zwischenlagen im oberen Teil des Helvetischen Kieselkalkes.
        Alter
        Spätes Hauterivien - Spätes Hauterivien
        Mächtigkeit
        60 (W Hohgantkette) bis 140 m (E Hohgantkette) (Jordi 2012)
        Geografische Verbreitung
        Vorarlberg, Ost-, Zentral- und Westschweiz
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Wurde bei der Definition bei Funk 1969 als Schichtglied der Formation des Helvetischen Kieselkalkes ausgeschieden. Eine Benennung mit Oberer oder Unterer ist weder notwendig noch erlaubt.
      • «Schyniges Band» (oberes ...)

        Herkunft des Namens
        schynig = scheinig, hell
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        obsoleter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokale helle glaukonithaltige Mergelzwischenlage an der Basis des Oberen Kieselkalkes.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        ca. 10-20 m ; bis zu 30 m (Mojon 1982).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Lidernen-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Liderner Plänggeli (SZ), am Chaiserstock

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bräunlicher, glaukonitisch-sandiger Kalk und Mergel, fossilführend und zudem oft grobe Quarzkörner führend. Vorkommen in der Mitte oder in der oberen Hälfte des Helvetischen Kieselkalkes.
      Alter
      Frühes Hauterivien - Spätes Hauterivien
      Mächtigkeit
      Oft nur ca. 1-1,5 m ; 9 - 25 m in der S-Fazies (Schindler 1959)
      Geografische Verbreitung
      Ganze Schweiz
      Typusregion
      Zentralschweiz, W Vierwaldstättersee
      Kommentar
      Wo das Lidernen-Mb. fehlt (Südfazies), ist eine Gliederung in Unterer und Oberer Kieselkalk nicht möglich.
    • «Unterer Teil des Helvetischen Kieselkalkes» (s.l.)

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gemeint ist der untere Teil des Helvetischen Kieselkalkes. Umfasst die «Kieselkalkschiefer» und den «Unteren Kieselkalk» (s.s.), d.h. die Anteile unterhalb des Lidernen-Members. Stellenweise folgt noch eine geringmächtige Echinodermenbrekzie darüber.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      2-100 m (Mojon 1982)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • «Echinodermenbrekzie des Unteren Kieselkalkes» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Spätige, meist mittel- bis dickgebankte Abfolge von braun bis ockerbraun anwitternden Kalken im Dach des «Unteren Kieselkalkes».
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        4-15 m in der Randkette (Mojon 1982), 15-20 m (Jordi 2012)
        Geografische Verbreitung
        Vorarlberg, Ost-, Zentral- und Westschweiz: Randkette (Hohgant, Pilatus), Axen- und Drusberg-Decke.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        In Funk 1969 noch als eigene Einheit ausgeschieden innerhalb der Formation des Helvetischen Kieselkalkes. Unterscheidet sich von der «Echinodermenbrekzie des Oberen Kieselkalkes» durch feinere Echinodermenfragmente, sowie das beinahe Fehlen von Bryozoen.
      • «Gebankte Abteilung des Unteren Kieselkalkes»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Sehr eintönig, feinkörnige, regelmässig gebankte verkieselte Kalke (arenitischer Echinodermen-Spongien-Biomikrit mit «Mäuerchenkalkestruktur») im unteren Teil des Helvetischen Kieselkalkes.
        Alter
        Frühes Hauterivien - Frühes Hauterivien
        Mächtigkeit
        bis 250 m (Mojon 1982) ; 120-180 m (Jordi 2012) ; bis 400 m (Funk 1969)
        Geografische Verbreitung
        Vorarlberg, Ost-, Zentral- und Westschweiz
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Wurde bei der Definition bei Funk 1969 als Schichtglied (member) der Formation des Helvetischen Kieselkalkes ausgeschieden. Eine Benennung mit "Oberer" oder "Unterer" ist weder notwendig noch erlaubt.
      • «Schieferige Abteilung des Unteren Kieselkalkes»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Ausgeprägte mergelig-schieferige Abfolge im basalen Bereich des «Unteren Kieselkalkes».
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        26-140 m (Jordi 2012), davon 6-20 m unter die «Crioceras-Schichten» und 60-120 m eigentlichen «Basisschiefer des unteren Kieselkalkes».
        Geografische Verbreitung
        Randkette, Axen-Decke.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
        • «Untere Kieselkalkschiefer» (s.s.) Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Die «Kieselkalkschiefer» machen den grössten Teil der mergelig-schiefrig ausgebildeten Basis der Helv. Kieselkalk-Fm. aus.
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Vorarlberg, Ost-, Zentral- und Westschweiz
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • «Goldswiler-Platten» Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Goldswil bei Interlaken (BE)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Ton- und Quarz-reicherer, biodetritischer Teil des unteren Kieselkalk-Schiefers, mit Karbonatdissolution (Stylolithen).
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Harderfalte zwischen Ringgenberg und Goldswil.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
        • «Ringgenberg-Schichten» Detailanzeige

          Herkunft des Namens

          Ringgenberg (BE)

          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Dieser informelle Begriff bezeichnet grau-gelblicher, plattiger bis schiefriger, leicht spikulitischer Mikrit im Hangenden der Gemsmättli-Bank (Helvetischer-Kieselkalk).
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          40 m an der Schratteflue (Mojon 1982)
          Geografische Verbreitung
          Im Raum Interlaken-Brienzersee. Weiter im Osten: Bauen-Brisen, Schiferenegg, Brienzer Rothorn, Augstmatthorn, Schratteflue, Schafmatt.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
    • Rahberg-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Rahberg = Raaberg (SG), NE Ende des Mattstock

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dunkler, feinkörniger, inwendig dunkel grünlichgrauer Kalk mit vielen glasigen Quarzkörnern und feinen, dunkelgrünen Glaukonitkörnchen. Verwittert sandig und enthält schwarzgraue, phosphoritartige Knollen und massenhaft Versteinerungen, namentlich Discoideen.
      Alter
      Frühes Hauterivien - Frühes Hauterivien
      Mächtigkeit
      5 - 15 cm
      Geografische Verbreitung
      Ostschweiz
      Typusregion
      westliche Churfirsten, Säntisgebiet
      Kommentar
      Vermutlich eine jüngere Weiterentwicklung der Mangelsedimentationsphase an der Valanginian-Hauterivian-Grenze, welche mit der Obersäss-Bank in den Churfirsten beginnt und in der weit verbreiteten Gemsmättli-Bank ihren Höhepunkt hat. Das grobsandige Pygurus-Member (Betlis-Formation) wie auch das grobsandige Palis-Member (Helvetischer Kieselkalk) treten auch in diesem Kontext regional auf.
    • Palis-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Alp Palis = Paliis (SG), Churfirsten

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Echinodermenbiomikrit, oft verkieselt (Unterschied zu Pygurus-Member) mit bimodalem Quarzsand, an der Basis des Helvetischen Kieselkalkes.
      Alter
      Valanginien - Frühes Hauterivien
      Mächtigkeit
      Bis 6.5 m (Haldimann 1977).
      Geografische Verbreitung
      Sehr lokal auftretend, z.B. im Nordteil des Südhelvetikums der Ostschweiz
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Die Matrix ist Kieselkalk-artig und nicht Betlis-Kalk-artig wie beim Pygurus-Member. Entspricht den «Horizont C» der Gemsmättli-Bank.
    • Gemsmättli-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Bergrücken Gemsmättli (OW), am Pilatus

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Basale Abfolge des Helvetischen Kieselkalkes, bestehend aus einem Hartgrund mit Phosphoritbildungen, einer Fossilschicht (Kondensationshorizont, u.a. mit Crioceraten) und einer Glaukonitbank.
      Alter
      Frühes Valanginien - Spätes Valanginien
      Mächtigkeit
      0,5-1 m (Stauffer 1920), bis 4 m am Niederhon / Hohgant (Mojon 1982).
      Geografische Verbreitung
      Vorarlberg (A), Ost- und Zentralschweiz.
      Typusregion
      Pilatus (OW)
      Kommentar
      Entspricht den «Crioceras-Schichten» des Justistals (sensu Kaufmann 1886, non Escher 1854).
      • «Horizont C» der Gemsmättli-Bank Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberer Teil (Hauptmasse) der Gemsmättli-Bank, bestehend aus grobsiltigem bis grobsandigem, echinodermenfürendem, glaukonitischem Biomikrit.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Bis 4 m (Mojon 1982).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Horizont B» der Gemsmättli-Bank Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokaler, fossilreicher Kondensationshorizont (glaukonitischer Biomikrit, z.T. phophoritisiert) des mittleren Teil der Gemsmättli-Schicht.
        Alter
        Spätes Valanginien - Spätes Valanginien
        Mächtigkeit
        Max. einige Dezimeter (Mojon 1982).
        Geografische Verbreitung
        Nur lokal im Raume Niederhorn - Hohgant und Risetenstock - Pilatus.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • «Horizont A» der Gemsmättli-Bank Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Phosphoritisch-limonitische Kruste im angebohrten Dach der Betlis-Formation, die als Basis der Gemsmättli-Bank betrachtet wird. Lokal durch eine Omissionsfläche ersetzt.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Einige Zentimeter (Mojon 1982).
        Geografische Verbreitung
        Nordfazies der Randkette (Justistal, Sichle, Urmiberg, Pilatus, Rigi-Hochflue, Bärenfallen/Zilistock).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
  • Betlis-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Betlis (SG), am Walensee

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Braun anwitternder, grobkörniger, biogener, sparitischer Kalk (oberer Teil des ehem. «Valanginien calcaire» in küstennahe Fazies) mit lagenweise angereicherten Kieselknauern. Mergelige Einschaltungen (Spitzern-Member) und Kondenstationshorizonte (Büls-Bank) an der Basis, grobsandige Lagen im Dach (Pygurus-Member).
    Alter
    Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
    Mächtigkeit
    50 - 90 m, oder sogar bis 100 - 150 m (Linder 2002)
    Geografische Verbreitung
    Vorarlberg (A) bis Berner Oberland (im nördlichen und mittleren Helvetikum): z.B. am Urmiberg. [Pilatus, Bärenstock, Hochflue] Auch in der Westschweiz vorhanden (St-Maurice). Im südlichen Helvetikum wird die Betlis-Formation durch den Diphyoides-Kalk ersetzt.
    Typusregion
    Westliche Churfirsten (SG)
    Kommentar
    -
    • Pygurus-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      Namengebendes Fossil: Echinoidengattung Pygurus (insb. P. rostratus Agassiz).
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Oberstes, bräunlich anwitterndes, grobsandiges Member der Betlis-Formation, bestehend aus einem pelletführenden, neritischen, eisenhaltigen Echinodermenkalk mit charakteristischem Gehalt an grobdetritischem Quarzsand.
      Alter
      Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
      Mächtigkeit
      15 - 30 m
      Geografische Verbreitung
      WSW-ENE-streichende Längszone in einem relativ externen Schelfbereich beschränkt; regional gehäuft vorkommend und kann dazwischen auch ganz fehlen. Entlang der nördlichen Begrenzung dieser Zone werden durch das Auftreten von intraformationellen Brekzien synsedimentäre, tektonische Bewegungen angezeigt.
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/AG)
      Kommentar
      Nicht identisch mit den ebenfalls grobsandigen Palis-Schichten von Haldimann 1977, welche zum Helvetischen Kieselkalk gehören.
    • «Oberer Betliskalk»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      Frühes Valanginien - Spätes Valanginien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Büls-Bank Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Hinterbüls (SG), Churfristen

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kondenstationshorizont (Phopsphorit) das die Betlis-Formation trennt bzw. das die Basis des "Oberen Betliskalk" markiert.
      Alter
      Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
      Mächtigkeit
      Max. 5 m (Föllmi et al. 2007).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Unterer Betliskalk»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Sandiger, bioklastischer Kalk (Grain- und Packstone), reich an Echinodermen, Bryozoen, Bivalven, Brachiopoden, benthische Foraminiferen und Kalkalgen.
      Alter
      Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
      Mächtigkeit
      Max. 100 m (Föllmi et al. 2007).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Spitzern-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      Spitzeren (SE Rigi-Hochfluh)
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von gelblich anwitternden Kalken und Mergeln, wobei im unteren Teil des Members eher Kalkbänke («Spitzernkalk») und im oberen Teil eher die Mergellagen («Spitzernmergel») dominieren.
      Alter
      Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
      Mächtigkeit
      10 - 50 m
      Geografische Verbreitung
      Alpstein - Thunersee; nur im Raum Vierwaldstättersee bis zum Hohgant (Strasser 1982).
      Typusregion
      Randkette, Zentralschweiz
      Kommentar
      -
  • Sichel-Kalk Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Sichel / Sichle (BE), Pass am N-Ende des Justistals

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Gelblich bis bräunlich anwitternder, im frischen Bruch graubrauner, spätiger Kalk mit bandartigen Silexlagen. Harter, gut gebankter, kieseliger Kalk mit Spongiennadeln (im unteren Teil), sowie grobspätiger Echinodermenkalk und glaukonitreicher, sandiger Kalk (im oberen Teil). Ein schiefrig-kalkiger Ammonitenhorizont tritt lokal an der Basis vor, während das Dach aus einem Kondensationshorizont besteht.
    Alter
    Mittleres Valanginien - Spätes Valanginien
    Mächtigkeit
    40 bis 50 m im Gebiet des westlichen Hohgants (Jordi 2012).
    Weiche Zone des Sichel-Kalks an der Typlokalität (Oberer Justistal, Koord. 2628000 / 1177800 ; 11.07.2015 - A. Morard).
    Weiche Zone des Sichel-Kalks an der Typlokalität (Oberer Justistal, Koord. 2628000 / 1177800 ; 11.07.2015 - A. Morard).
    Geografische Verbreitung
    Berner Oberland bis Ostschweiz (mittleres bis südliches Helvetikum im paläogeographischen Sinn): z.B. am Harder. [Gehrihorn, Dreispitz, Niederhorn, Hohgant, Schafmatt, Augstmatthorn]
    Typusregion
    Oberstes Justistal (BE)
    Kommentar
    Diese Einheit bildet einen faziellen Übergang zwischen Betlis-Formation (hell, grobkörnig) und Diphyoides-Kalk (mikritisch).
  • Diphyoides-Kalk Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Namengebendes Fossil: Brachiopodenart Pygites diphyoides (d'Orbigny 1847).

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Grauer, gelblich anwitternder, dichter, plattiger Kalk mit Aptychen, Spongiennadeln und Calcisphären (distale/bathyale Fazies).
    Alter
    Valanginien - Valanginien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Berner Oberland bis Vorarlberg (südliches Helvetikum im paläogeographischen Sinn): z.B. am Brienzer Rothorn. [Wilerhorn, Gräfimattstand, Oberbauen]
    Typusregion
    Vierwaldstättersee - Glarner Tal
    Kommentar
    Informell, da kein Ortsname.
    • Wildgunten-Schicht Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      ... an der Basis des Diphyoides-Kalkes.
      Alter
      Frühes Hauterivien - Frühes Hauterivien
      Mächtigkeit
      0-1 m
      Geografische Verbreitung
      Vorarlberg.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Vitznau-Mergel Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Vitznau bzw. Vitznauerstock (LU)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von gelblich anwitterndem Mergel (vorwiegend unten) und dünnbankig-welligem, meist schiefrigem, biogenem, mikritischem Kalk. Austern treten relativ häufig vor, insbesondere im unteren, sandarmen Teil. Der Sandanteil nimmt gegen oben zu.
    Alter
    Frühes Valanginien - Frühes Valanginien
    Mächtigkeit
    Gegen 50 - 70 m; bis max. 100 m in der Hohgantkette (Haus 1937, Jordi 2012).
    Geografische Verbreitung
    Vorarlberg (A), Ostschweiz bis Berner Oberland, südliches Nord- bis Südhelvetikum
    Typusregion
    Zentralschweiz
    Kommentar
    -
  • Öhrli-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Öhrli (AI), Alpstein

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Kalkabfolge (unterer Teil des ehem. «Valanginien calcaire») mit zwischengelagerten dunkelgrauen Mergel- und Tonschiefer. Im unteren Teil tritt ein rostbrauner, bröckeliger Sandkalk auf, während der obere Teil aus charakteristischem hellgrauem, biogenem und oolithischem Kalk besteht.
    Alter
    Mittleres Berriasien - Spätes Berriasien
    Mächtigkeit
    Bis 250 m (max. 160 m in der Säntis-Decke).
    Öhrlikopf (AI).
    Öhrlikopf (AI).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Alpstein (AI/AR/SG)
    Kommentar
    Die "Unteren Öhrlimergel" werden nicht mehr der Öhrli-Formation zugerechnet, da ihre Fazies der Palfris-Formation entspricht und dieser zugeordnet werden muss.
    • «Oberer Öhrli-Kalk» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Öhrli (AI), Alpstein

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Hellgrau anwitternder, gut gebankter, spätiger Kalk im oberen Teil der Öhrli-Formation, reich an gerollten Bioklasten und oolithische Lagen. Lokales Auftreten von kleinen Biohermen.
      Alter
      Spätes Berriasien - Valanginien
      Mächtigkeit
      Max. 100 m (Föllmi et al. 2007)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/SG)
      Kommentar
      -
    • «(Oberer) Öhrli-Mergel» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Öhrli (AI), Alpstein

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Fossil- und kalkreiche Mergelzwischenlage im mittleren Teil der Öhrli-Formation.
      Alter
      Spätes Berriasien - Spätes Berriasien
      Mächtigkeit
      30 - 40 m
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/SG)
      Kommentar
      Die «Oberen Öhrli-Mergel» sind kalkreicher als die «Unteren Öhrli-Mergel» (heute als Palfris-Formation betrachtet). Beide mergeligen Zwischenlagen zeugen eigentlich von der laterale Verzahnung der Öhrli- und Palfris-Fm.
    • «Unterer Öhrli-Kalk» Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Öhrli (AI), Alpstein

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Rostbräunlich anwitternder, bröckeliger, sandiger Kalk (Packstone und Grainstone mit Peloiden, Dasycladaceen, benthische Foraminifera, Koralen und Echinodermen) im unteren Teil der Öhrli-Formation.
      Alter
      Mittleres Berriasien - Spätes Berriasien
      Mächtigkeit
      Max. 50 m (Föllmi et al. 2007).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Alpstein (AI/AR/SG)
      Kommentar
      -
  • Palfris-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Alp Palfris (SG), Gemeinde Wartau

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Monotone, dunkle, graubraune Mergel- und Tonschiefer (ehem. «Valanginien schisteux») mit einzelnen bioklastischen Kalklagen. Oft verschuppt und verfaltet, da direkt über einer Überschiebung liegend.
    Alter
    Frühes Berriasien - Spätes Berriasien
    Mächtigkeit
    Mittelwert von ca. 150 m (80 - 170 m in der Wildhorn-Decke, max. 50 m in der Säntis-Decke); schwankt tektonisch bedingt zwischen wenigen Metern und 400 m (Zwahlen 1993).
    "Valanginien schisteux"
    "Valanginien schisteux"
    Geografische Verbreitung
    Ostschweiz und Vorarlberg (A), bis ins Berner Oberland.
    Typusregion
    Pragelpass-Gebiet (SZ).
    Kommentar
    Die Definition ist gegenüber der ursprünglichen von Heer auf die Mergel des Berriasian reduziert. Die unteren Öhrlimergel (Heim 1907) werden zur Palfris-Formation gezählt, da lithologisch kaum unterscheidbar (uOeM regional etwas sandreicher).