Aathal-Schotterkomplex

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Darstellung, Status

Index
qsA
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 195 G: 220 B: 185
Rang
lithostratigraphische Subgruppe
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Aathal-Schotterkomplex
Französisch
Complexe graveleux de l'Aathal
Italienisch
-
Englisch
Aathal Gravel Complex
Herkunft des Namens

Aathal (ZH)

Historische Varianten
Aathal-Schotter (Welten 1982, Graf 2009 S.103, Keller & Krayss 2010, Wildberger et al. 2011)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
"qsA Aathal-Schotter Auf dem Gemeindegebiet Bassersdorf im äussersten Südwesten des Blattes Winterthur sind – an wenigen Stellen aufgeschlossen, meist aber unter letzteiszeitlicher Moräne versteckt – teilweise zu Nagelfluh verkittete eiszeitliche Schotter zu finden, die im mittleren und oberen Glatttal grosse Verbreitung haben und dort als Aathal-Schotter bezeichnet werden. Lagerung, Kornverteilung und die gute Rundung der Kies- und Geröllkomponenten, speziell im basalen Teil des Schotterkomplexes, dokumentieren eine weiträumige fluviatile Schüttung. Das Geröllspektrum des im frischen Zustand grauen Aathal-Schotters zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Gangquarzen und Kristallingeröllen sowie wenig Verrucano aus (Wyssling 2008, S. 21). Während im Zürcher Oberland diese Schotter meist über älteren Seeablagerungen folgen (vgl. Atlasblatt Uster, Wyssling 2007), scheinen sie im Gebiet Bassersdorf direkt dem Fels der OSM aufzuliegen. Früher wurden die Aathal-Schotter von einigen Autoren als frühletzteiszeitlich eingestuft, heute hält man sie mehrheitlich für deutlich älter und ordnet sie einer der mittelpleistozänen Vereisungen zu." Wildberger et al. 2011 S.30
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
-

Komponenten

Lithologien
  • Kies : grains > 2 mm (visible to the naked eye ; rock = rudite: conglomerate or breccia)
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Mittleres Pleistozän
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Mittleres Pleistozän
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
Becken von Uster: Wangenerwald, Hardwald, Strassberg.
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
-
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Hochterrasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Graf Hansruedi (2009): Stratigraphie von Mittel- und Spätpleistozän in der Nordschweiz. , Beitr. Geol. Karte Schweiz (N.F.) 168, 198 S.

S.103: Aathal-Schotter / Hagenholz-Vorstoss Die Füllung des glazialen Beckens von Uster (subglaziale Sedimente, Seeablagerungen) wird durch den glazifluviatilen Aathal-Schotter überlagert, der sich über den Wangenerwald, Hardwald und Strassberg nach Nordwesten fortsetzt. Ins Gebiet Hagenholz zwischen Bassersdorf und Kloten sind glazigene Ablagerungen [Hagenholz-Till] in den Schotter eingeschaltet, die vermutlich den Maximalstand des betreffenden Gletschervorstosses markieren. Sie definieren den Hagenholz-Vorstoss. Ein Teil des Aathal-Schotters wurde talaufwärts, «hinter» den Tilleinschaltungen abgelagert und wird daher als Rückzugsbildung interpretiert. Vielleicht ist deshalb der Aathal-Schotter der Typuslokalität als Rückzugsbildung zu interpretieren.
Neubearbeitung
Preusser Frank, Graf Hans Rudolf, Keller Oskar, Krayss Edgar, Schlüchter Christian (2011): Quaternary glaciation history of northern Switzerland. , E&G Quaternary Science Journal 60/2-3, 282-305

Along the central basin axis between Greifensee and Pfäffikersee gravel deposits occur that reach a thickness of 30 m and are partially cemented (‘Aathal-Schotter’). These sediments are exposed in the Aa Valley but have also been found in drillings farther north, up to the village of Kloten. Plant remains and debris of snails found in the basal part of the gravel imply a warm period preceding the deposition of the gravel. In its upper part, the gravel contains lenses of till that are interpreted to represent an advancing glacier. The unit is expected to represent proglacial sediments because it is actually covered by till. An unconformity documented by sand and silt separates this lower from an upper till unit attributed to the Last Glaciation.
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Hardwald-Schotter Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Hard(wald) (ZH) bei Kloten

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Alter, meist verkitteter Schotter (sandiger, wenig siltiger Kies bis Grobkies) und tillartige Schichten.
    Alter
    Mittleres Pleistozän - Mittleres Pleistozän
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Glattal zwischen Dietlikon und Opfikon.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Buhn-Schotter Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Hügel Buhn = Buen (ZH)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Lokale Bezeichnung des Aathal-Schotters in Zürich-Seebach.
    Alter
    Mittleres Pleistozän - Mittleres Pleistozän
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Erosionsrelikt des Buhn-Hügels in Zürich-Seebach.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Hagenholz-Till Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Hagenholz (ZH), mittleres Glattal

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    -
    Alter
    Mittleres Pleistozän - Mittleres Pleistozän
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -