Tristel-Formation

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Darstellung, Status

Index
Cu, FT, c4-6
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 155 G: 205 B: 165
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch

Tristel-Formation

Französisch
Formation de Tristel
Italienisch
Formazione di Tristel
Englisch

Tristel Formation

Herkunft des Namens

Felsschwelle Tristel (GR) im Hochtal

Historische Varianten
Tristelbreccie (Lorenz 1901), Tristelkalk (Trümpy ----), Tristelschichten = Urgo-Apt (Cadisch et al. 1919, Gees 1954, Cadisch et al. 1968), Tristelschichten = Tristelkalk bzw. Tristelbreccie (Cadisch 1922), Urgo-Apt / Tristelkalk (Häfner 1926), Tristel-Schichten (Cadisch 1947, Gürler 1995 S.26), Tristel-Schichten = höhere Unterkreide (Dössegger 1987, Trümpy et al. 1997), Tristelschichten (Allemann & Blaser 1951), Tristelschichten = Urgo-Aptien (Cadisch et al. 1968), calcaires de Tristel (Trümpy 1970), Tristel-Formation (Schwizer 1983, Friebe 2007), Tristelformation (Bertle 2002), Tristel Formation (Bertle 2004), Tristelkalk Formation (Loprieno et al. 2011)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Crétacé inférieur à faciès "préflysch" ; the input of quartz grains increases while the carbonate clasts become scarce at the highest portions of the Tristel Formation (Bertle 2004)
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
20-25 m im Nüziders-Fenster (Eberhard 1984).

Komponenten

Lithologien
-
Mineralien
-
Fossilien
  • Rhynchonelliden
  • Algen
  • Foraminiferen

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Frühes Aptien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Spätes Barrémien
Bermerkungen zu Basis
Mittleres Barrémien (Friebe 2007)
Datierungsmethode
Spätes Barrémien - Frühes Aptien (Schwizer 1983) ; Mikrofauna mit Kleinforaminiferen, kleinen Dasycladaceen und Echinodermen- Bruchstücken (Beckmann in: Eberhard 1986, Bertle 2004).

Geografie

Paläogeografie
-
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
  • Saderer Joch = Zadresjoch
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    • fossil site
    Koordinaten
    • (2836100 / 1201760)
    Notizen
    • Bertle 2004

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
-
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Postrift Sedimente in «präflysch»-Fazies (Zoophycos).
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Falknis-Decke Tasna-Decke Sulzfluh-Decke
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Lorenz Th. (1901): Geologische Studien im Grenzgebiete zwischen helvetischer und ostalpiner Facies. II. Der südliche Rhätikon. , Ber. Natf. Ges. Freiburg i. Br. 12, 34-

S.15: In der mannigfachen Gesteinsfolge [der unteren Kreide] ist ein Horizont, der uns ein absolut sicheres Erkennen dieser Schichten erlaubt. Es ist dies eine polygene Breccie mit einer wohl charakterisierten Mikrofauna und -flora. Ich nenne sie nach der Felsschwelle «Tristel» LK. P. 2092, Koord. 765/157 2133 im Hochtale, wo ich zuerst diese glückliche Entdeckung machte. [...] Die Grundmasse ist ein spätiger, oolithischer, teils fein-, teils grobbreceiöser, feinkörniger, dunkler Kalk von grauer Verwitterungsfarbe. Bei Tristel ist die Breccie sehr fein. Man erkennt dort als vorherrschende Komponenten triasische Dolomite. Nach Westen gegen die hintere Grauspitze zu wird die Breccie gröber. Die Komponenten erreichen das grösste Mass von 1-3 cm3. Unter den triasischen Dolomiten und Kalken erkennt man einen dunklen, grünschwarzen, sehr bituminösen, feldspathaltigen Schiefer. In gleicher Menge findet man einen lichtbraunen, rötlichen oder weissen feinkörnigen Glimmersandstein, bezw. Quarzit und einen hellgrünen Sericitschiefer, der im Mikroskop neben Quarz viel Feldspat zeigt.

Neubearbeitung
-
Wichtige Publikationen
  • Schwizer Benno (1983): Die Tristel-Formation - Vergleichende Untersuchung in Graubünden, Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. , Unpubl. Diss. Univ. Bern, 186 Seiten
  • Allemann Franz (2002): Erläuterungen zur geologischen Karte des Fürstentums Liechtenstein 1:25 000. , Regierung des Fürstentums Liechtenstein (Vaduz), 129 S.

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Minschun-Brekzie Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Ostflank des Piz Minschun (GR)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Lokale grobe polymikte Brekzie an der Basis der Tristel-Formation, wo diese direkt über Tasna-Kristallin liegt.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Unterengadiner Fenster.
    Typusregion
    -
    Kommentar
    Nicht zu verwechseln mit weitere polymikte Konglomerate und Transgressionsbrekzien im Gebiet um den Piz Minschun (z.B. in den Couches Rouges und an der Basis des Flyschs).