Nördliche Kalkalpen

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tektonisches Gebiet
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
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SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch
Nördliche Kalkalpen
Französisch
Alpes Calcaires Septentrionales
Italienisch
Alpi Calcaree Settentrionali
Englisch
Northern Calcareous Alps
Herkunft des Namens
-
Historische Varianten
Rhätischen Schubmasse p.p. (Rothpletz 1902, Rothpletz 1905), Alpes Calcaires Septentrionales (Hirsch 1966, Trümpy 1976), kalkalpine Überschiebungsdecke (Trümpy 1972), Alpi Calcaree Settentrionali (Dal Piaz et al. 1992a), Nördliche Kalkalpen (Gruber et al. 2010)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Die Nördlichen Kalkalpen unterteilt man klassischerweise von den höchsten zu den tiefsten Einheiten in Juvavikum, Tirolikum und Bajuvarikum (MANDL 1999, FAUPL & WAGREICH 2000). Dabei handelt es sich vorwiegend um triassische Plattform karbonate großer Mächtigkeit und Jura- bis Unterkreide-Ablagerungen geringerer Mächtigkeiten und geringeren Karbonatgehaltes (TOLLMANN 1976). (Ibele & Behrmann 2007)

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
-

Komponenten

Lithologien
-
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
-
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
-
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
Rhätikon
Typusregion
-
Typlokalität
-
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
-
Herkunftstyp
-
Bildungsbedingungen
Im Raum der Nördlichen Kalkalpen setzt die Sedimentation im Skyth terrestrisch mit dem alpinen Buntsandstein ein und geht mit dem Anis in die marine Sedimentation des alpinen Muschelkakes über. Dabei greift das Meer von Osten her zunehmend nach Westen vor (TOLLMANN 1976, SCHLAGER & SCHÖLLENBERGER 1974, BRANDNER 1984, LEIN 1987). Im Ladin kommt es dann zu divergenter, synsedimentärer Tektonik, die den Sedimentationsraum in Becken und Schwellen unterteilt. In den Becken kommen Partnachschichten, auf den Schwellen der Wettersteinkalk, bzw. seine, in Vorarlberg etwas abweichende Form des Arlbergkalk zur Sedimentation. Gleichzeitiger Meeresspiegelrückgang führt zum seitlichen expandierenden des Arlbergkalks nach oben (TOLLMANN 1976, BRANDNER 1984). Im Karn kommt die divergente Tektonik zur Ruhe, es folgt ein Auffüllen der Becken und teilweises Verlanden des Sedimentationsraumes (BRANDNER 1984, LEIN 1987). Im Nor kontrolliert die Sedimentation die Subsidenz. Es lagern sich weit verbreitet fl achmariner Hauptdolomit und Plattenkalk in großer Mächtigkeit ab (BRANDNER 1984, CZURDA & NICKLAS 1970). Im Rät tritt wieder divergente Tektonik auf, die zur Beckensedimentation der Kössener Schichten und zur Schwellensedimentation des Rätkalks führt (TOLLMANN 1976, BRANDNER 1984). Andauern dieser Divergenten Tektonik, die im Zusammenhang mit dem Rift des Piemont -Ligurischen Ozeans nordwestlich des Sedimentationsraumes steht, führt im Lias zu verbreiteter Beckensedimentation der Allgäuschichten (EBERLI 1988). Sie wird ab dem Dogger von tiefmarin-ozeanischer Sedimentation abgelöst, die erst Radiolarite und zur Jura-Kreide-Wende hin dann Aptychenkalke ablagert. Die Aptychenkalke gehen im Verlauf der Unterkreide in Tone und mergelige Tone über, welche dann ab dem Cenoman zunehmend von synorogenen Klasstikas abgelöst werden und so den Übergang des weitläufi g divergenten in ein weitläufi g konvergentes tektonisches Umfeld anzeigen (MAY & EISBACHER 1999).
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Nördliche Kalkalpen
  • Krabajoch
  • Inntal-Decke
  • Lechtal-Decke
    • Madrisa-Schuppe
    • Schesaplana
    • Gorvion
    • Augstenberg
    • Ochsenkopf
    • Heubühl
    • Drei-Schwestern
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
-
Neubearbeitung
-
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Juvavikum Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    tektonisches Gebiet
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Höchste Einheit der Nördliche Kalkalpen.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Tirolikum Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    tektonisches Gebiet
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Mittlere Einheit der Nördliche Kalkalpen
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Krabachjoch-Decke Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Krabajoch (Österreich)

      Rang
      Decke
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Obere tirolische Decke der Nördliche Kalkalpen (Oberostalpin).
      Alter
      Trias - Trias
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Inntal-Decke Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Inntal (Österreich)

      Rang
      Decke
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Untere tirolische Decke der Nördliche Kalkalpen (Oberostalpin). Die stratigraphische Abfolge ist charakterisiert durch mächtige triassische Ablagerungen (bis 1700m mitteltriassische Plattform- und Beckensedimente und über 2000 m peritidale Sedimente der Hauptdolomit-Gruppe).
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Ca. 100 km lang und 10-20 km breit zwischen Arlberg und Unterinntal.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Bajuvarikum Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    tektonisches Gebiet
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Tiefste, nordwestlichte Einheit der Nördliche Kalkalpen
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Die bajuvarischen Decken der Nördlichen Kalkalpen lassen sich nach W bis ins Rätikon verfolgen, wo sie in Form von nach W aushebenden antiklinalen Halbfenstern und synklinalen Halbklippen enden (Eisbacher & Brandner 1995).
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
    • Lechtal-Decke Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Lechtal (Österreich), Vorarlberg

      Rang
      Decke
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Hochbajuvarische Decke der Nördliche Kalkalpen (Oberostalpin), die durch Schollen- und Schuppenbau mit Bruchtektonik gekennzeichnet ist. Die stratigraphische Abfolge ist charakterisiert durch mächtig entwickelte und weit verbreitete, jurassische und kretazische Beckensedimente, sowie Schwellensedimente («Zürser Schwelle»).
      Alter
      Spätes Karbon - Späte Kreide
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Rhätikon, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Nach Gruber et al. (2010) stellt die Lechtal-Decke ein Teil der primären Sedimentauflage der Silvretta-Decke dar.
      • Madrisa-Schuppe Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Madrisa (GR)

        Rang
        tektonische Zone
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Dünne oberostalpine Scholle in Verkehrtlage zwischen die Arosa-Decke und die Silvretta-Decke.
        Alter
        Perm - Trias
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Südöstliches Rätikon, nördlich von Klosters.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Schesaplana-Schuppe Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        tektonische Schuppe
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Gorvion-Schuppe Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Gorvion = Gorfion (Liechtenstein)/(Österreich)

        Rang
        tektonische Schuppe
        Status
        gültig
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Augstenberg-Schuppe Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Augstenberg (Liechtenstein)

        Rang
        tektonische Schuppe
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Ochsenkopf-Schuppe Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Ochsenkopf (Liechtenstein)/(Österreich)

        Rang
        tektonische Schuppe
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Heubühl-Schuppe Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Heubühl = Heubüal (LI), Saminatal

        Rang
        tektonische Schuppe
        Status
        gültig
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Südliche Schuppe der Lechtal-Decke mit eine Abfolge von «Buntsandstein» (Chazforà-/Fuorn-Fm.) bis Hauptdolomit.
        Alter
        Spätes Perm - Norien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Drei-Schwestern-Schuppe Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Drei Schwestern (AT/LI)

        Rang
        tektonische Schuppe
        Status
        gültig
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Nördliche Schuppe der Lechtal-Decke mit eine Abfolge von «Muschelkalk» (S-charl-/Ducan-Fm. bzw. Gutenstein-/Reiflingen-Fm.) bis Hauptdolomit.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Rhätikon
        Kommentar
        Westliche Fortsetzung der Allgäu-Lechtal-Einheit (Hirsch 1966).
    • Allgäu-Decke Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Allgäu (Deutschland)/(Österreich)

      Rang
      Decke
      Status
      gültig
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Tiefbajuvarische Decke der Nördliche Kalkalpen (Oberostalpin).
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • Walsertal-Zone Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        Walsertal (Österreich)
        Rang
        tektonische Zone
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Melange-Zone mit wenige Ophiolithe, die eine Fortsetzung der Arosa-Decke zwischen Lichtenstein und dem Allgäu (direkt den Rhenodanubischen Flysch überlagernd) darstellt.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
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      • Falkenstein-Zug Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        tektonische Zone
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -