Chaschauna-Megabrekzie

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 185 G: 135 B: 125
Rang
lithostratigraphisches Member
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
lokaler Begriff (informell)
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch

Chaschauna-Megabrekzie

Französisch
Mégabrèche du Piz Chaschauna
Italienisch
Megabreccia del Piz Chaschauna
Englisch

Chaschauna Megabreccia

Herkunft des Namens

Piz Chaschauna (GR), S-chanf

Historische Varianten
Chaschauna-Breccien (Dössegger et al. 1982, Eberli 1985), Chaschauna-Breccie (Dössegger 1987, Trümpy et al. 1997), Chaschauna megabreccia (Sulser & Furrer 2008)
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Verschiedene chaotische Megabrekzien und Konglomerate, die im Ortler-Element zwischen der Engadiner Linie und der Valle di Livigno bank- oder linsenartig in die untere Allgäu-Formation eingelagert sind oder aber auch direkt auf schichtparallel oder diskordant abgeschnittenen Gesteinen der Kössen-Formation und Hauptdolomit-Gruppe liegen. In der meist grauen, äusserst selten auch roten und crinoidführenden Matrix liegen unsortiert millimeter- bis dekametergrosse, eckige bis gerundete Komponenten verschiedenster Lithologien, die hauptsächlich aus der Kössen-Formation stammen dürften. Neben schwarzen Tonsteinen, oliven Mergeln, gelben kalkigen Dolomiten, Lumachellen, oolithischen Kalken, Brachiopoden- und Korallenkalken der Älplihorn-, Schesaplana- und Ramoz-Member finden sich massige korallen- und megalodontenführende Kalke des Zirmenkopf-Members in meter- bis dekametergrossen Einzelblöcken oder Gleitschollen. Charakteristisch ist die randliche Verkieselung der Komponenten und deren Fossilien.

Geomorphologischer Ausdruck
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Mächtigkeit
Bis zu 40 m.

Komponenten

Lithologien
  • Brekzie : conglomerate with angular components
Mineralien
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Fossilien
  • Korallen
  • Crinoideen
  • Brachiopoden
  • Bivalven

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Trupchun-Member
Laterales Äquivalent
Obergrenze
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Untergrenze
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Stratigraphische Diskussion
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Alter

Alter Top
Früher Jura
Bermerkungen zu Top
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Alter Basis
Früher Jura
Bermerkungen zu Basis
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Datierungsmethode
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Geografie

Paläogeografie
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Typusregion
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Typlokalität
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Typusprofil
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Referenzprofile
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Point of interest
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Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
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Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
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Sequenz
Bank- oder linsenartige Einlagerung des Members in die untere Allgäu-Formation im Ortler-Element zwischen der Engadiner Linie und dem Valle di Livigno.
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Ortler-Decke
Metamorphose
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Metamorphosefazies
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Bemerkung zur Metamorphose
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Referenzen

Neubearbeitung
Trümpy R., Schmid S.M., Conti P., Froitzheim N. (1997): Erläuterungen zur Geologische Karte 1:50'000 des Schweizerischen Nationalparks (Geologische Spezialkarte 122). , Nationalpark-Forschung in der Schweiz 87, 40 Seiten

S.23: Chaschauna-Breccie Breccien mit spärlichem, meist kalkigem Bindemittel. Die eckigen Blöcke aus Hauptdolomit oder Kössener Schichten können Hausgrösse erreichen. Die Innenstruktur ist in der Regel chaotisch; "normal" Konglomerate und Turbidite treten oft im Dach der Breccienlagen auf. Die Breccien liegen oft an der Basis der Allgäu-Formation, können aber auch in Beckensedimente eingeschaltet sein. Die interessantesten Vorkommen finden sich am Chaschauna-Grat und am Motto, wo auch die Beziehungen zur jurassischen Bruchtektonik gut erkennbar sind (Eberli 1987, Froitzheim 1988).
Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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