Hauptdolomit-Gruppe (Ostalpin)

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Darstellung, Status

Index
t5
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 250 G: 175 B: 35
Rang
lithostratigraphische Gruppe
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch

Hauptdolomit-Gruppe (Ostalpin)

Französisch

Groupe de la Dolomie Principale

Italienisch

Gruppo della Dolomia Principale

Englisch
Hauptdolomite Group
Herkunft des Namens
-
Historische Varianten
Norien auct., Hauptdolomit (Gümbel 1857, Leupold et al. 1935, Mader 1987, Heitzmann & Auf der Maur 1989), Hauptdolomit = Grande Dolomie (Theobald 1864), Dolomit der Casanna (Théobald 1864), Hauptdolomit = Norische Stufe (Cornelius 1935), Hauptdolomit = Norischer Dolomit (Stöcklin 1949)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

im oberen Teil des «alpinen Keupers»

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
10-700 m (Leupold et al. 1935)

Komponenten

Lithologien
-
Mineralien
-
Fossilien
  • Gastropoden

Hierarchie und Abfolge

Alter

Alter Top
Norien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Norien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
-
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
-
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
Die Subsidenz ist durch die Sedimentation kontrolliert. Es lagern sich weit verbreitet flachmariner Hauptdolomit und Plattenkalk in großer Mächtigkeit ab (BRANDNER 1984, CZURDA & NICKLAS 1970).
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Krabajoch Inntal-Decke Murtiröl :
= Seja-Kristallin = Bugliauna-Schuppe Lechtal-Decke
  • Madrisa-Schuppe
  • Schesaplana
  • Gorvion
  • Augstenberg
  • Ochsenkopf
  • Heubühl
  • Drei-Schwestern
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
-
Neubearbeitung
Ibele Tobias, Behrmann Jan (2007): Geologie und Strukturentwicklung der Blankuskopf- und Wildberggruppe im südlichen Brandnertal (Rätikon, Österreich). , Vorarlberger Naturschau 20, 123-154

Bei der im Arbeitsgebiet als Hauptdolomit kartierten Lithologie handelt es sich um einen sowohl in der Verwitterungsfarbe als auch im Anschlag hellen, grauen bis weißlichen, angewittert auch dunkelgrauen oder gelblichgrauen Dolomit mit regelmäßiger Bankung im Bereich weniger Dezimeter bis Meter. Er kann stark geklüftet und calcitgeädert sein und zeigt häufig Intrabrekzien. S.135

Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Murtèr-Plattenkalk Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Murtèr (GR), 5 km SW Zernez

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Gut und regelmässig gebankte, hellgraue, mikritische Kalke mit Lumachellen im Dach der Hauptdolomit-Gr., mit Chertkonkretionen (teilweise verkieselte Lumachellen) und seltene Dolomitlagen. Im oberen Teil treten Einlagerungen von Mergelkalken und meist dunklen Tonlagen auf.
    Alter
    Spätes Norien - Spätes Norien
    Mächtigkeit
    120 m (Furrer et al. 1985) ; 100-150 m (Trümpy 1997)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Engadiner Dolomiten (GR)
    Kommentar
    -
    • «Oberer Plattenkalk»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Dünngebankte, dunkle Kalke und Kalkschiefer, mit Tonschieferlagen. Lumachellenkalke und Oolithe treten auch vor.
      Alter
      Norien - Norien
      Mächtigkeit
      80-200 m (Dössegger et al. 1982)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Unterer Plattenkalk»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gut gebankte Kalke mit Dolomitlagen.
      Alter
      Norien - Norien
      Mächtigkeit
      50-140 m (Dössegger et al. 1982)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Murteret-Dolomit Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Murteret (GR), Zernez

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Regelmässige Wechsellagerung von dünn- bis dickgebanktem Dolomit im oberen Teil der Hauptdolomit-Gruppe, mit sparitischen Pseudomorphen von Anhydritknollen.
    Alter
    Norien - Norien
    Mächtigkeit
    50-300 m (Furrer et al. 1985) ; 100-200 m im Gebiet der Kalkfazies bis 900 m gegen Norden (Trümpy et al. 1997)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Engadiner Dolomiten (GR)
    Kommentar
    -
  • Diavel-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz dal Diavel (GR) bzw. Üerts dal Diavel

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von dünnplattigen Kalken und grauen, grobgebankten Kalken (mit Zahlreichen sedimentären Strukturen), sowie Mergelzwischenlagen. Seltene Chertbildungen treten meist als Kieselschnüre und kieselige Adern auf.
    Alter
    Norien - Norien
    Mächtigkeit
    20-180 m (Furrer et al. 1985) ; Max. 180 m (Dössegger et al. 1982, Trümpy et al. 1997)
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Engadiner Dolomiten (GR)
    Kommentar
    -
  • Quattervals-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Piz Quattervals (GR), Zernez

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Dunkelgraue, dünnbankige, teilweise verkieselte, mergelige Kalke im unteren Teil der Hauptdolomit-Gr. Die Bänke zeigen homogene oder im mm-Bereich laminierte Gefüge. Dolomit ist äusserst selten. Häufiges Auftreten von Brekzien (Komponenten oft mit rechteckiger Form im Querschnitt), Lumachellen, Dolomitisierungserscheinungen und Chertbildungen. Fossilien treten vereinzelt oder angehäuft in Lumachellen auf. Chert findet man sowohl diffus verteilt als auch konzentriert in Chertbändern, Quarzsphärolithen und silifizierten Fossilien.
    Alter
    Norien - Spätes Norien
    Mächtigkeit
    Bis zu 400 m (Hess 1953, Furrer et al. 1985, Trümpy et al. 1997) für die «Quattervalsschichten» ; möglicherweise bis 700-800 m für die gesamte Formation.
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Engadiner Dolomiten (GR)
    Kommentar
    Ursprünglich wurden die Quattervals- und Pra-Gratà-Schichten als zwei eigenständige Formationen betrachtet.
    • Crappa-Mala-Mergel Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Crappa Mala = «schlechte Wand» (GR), Val Cluozza, Zernez

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wechsellagerung von graubraunen Mergeln, schwarzen Tonsteinen, tonigen braunschwarzen dünnplattigen Kalken und hellgrauen, teils knolligen Kalken, im oberen Teil der Quattervals-Fm. Die Crappa-Mala-Mergeln sind überall tektonisiert. Es treten zudem reichlich Foraminiferen, Ostracoden sowie Limonitkonkretionen auf.
      Alter
      Norien - Norien
      Mächtigkeit
      10-60 m ; 30-50 m (Somm 1965) ; ca. 50 m (Trümpy et al. 1997)
      Geografische Verbreitung
      Quattervals-Gebiet und nördliche Engadiner Dolomite (S-charl-Decke).
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)
      Kommentar
      Der Crappa-Mala-Mergel kann stellenweise noch als einziger Vertreter der Quattervals-Formation innerhalb der ungegliederten Hauptdolomit-Formation erkannt werden und gilt also als wichtiger Leithorizont.
    • «Quattervals-Kalk» s.s. Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Piz Quattervals (GR), Zernez

      Rang
      regionale Fazies
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Charakteristische kalkige Fazies des mittleren Teils (und Hauptmasse) der Quattervals-Fm.: Wechsellagerung von schwarzen Kalkschiefer und härteren, hell anwitternden Kalkbänken.
      Alter
      Norien - Norien
      Mächtigkeit
      300 m (Pozzi 1959), bis zu 400 m (Hess 1953, Dössegger et al. 1982, Furrer et al. 1985, Trümpy et al. 1987)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Engadiner Dolomiten (GR)
      Kommentar
      -
    • Pra-Grata-Member Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Cima di Prà Grata (Italia), in der M.-del-Ferro-Gruppe

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Auffallend regelmässige Wechsellagerung von hell angewitterten, dickbankigen, mikrosparitischen Kalken und Dolomiten mit dünnbankigen, dunkelgrauen Kalken im unteren Teil der Quattervals-Fm. Die Kalke entsprechen mehr oder weniger denjenigen der Rest der Formation, mit denselben Brekzien und Verkieselungen. Die Dolomite gleichen denjenigen der Hauptdolomit-Fm., sind aber oft dünner gebankt. Häufig überwiegen in den tieferen Teilen des Pra-Grata-Mb. die Kalke und in den höheren Teilen die Dolomite.
      Alter
      Mittleres Norien - Mittleres Norien
      Mächtigkeit
      200-300 m (Hess 1953), 250 m (Pozzi 1959), ? (Dössegger et al. 1982), 50-200 m (Furrer et al. 1985)
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Monte del Ferro / Stelvio (Italia) (Quattervals-Decke)
      Kommentar
      Früher als eigenständige Formation betrachtet.
  • Müschauns-Dolomit Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Val Müschauns (GR) - S-chanf

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Massig gebankter, mikrosparitischer (zuckerkörniger) Dolomit im basalen Teil der Hauptdolomit-Gr., mit dünnbankigen, teils kalkigen Einschaltungen.
    Alter
    Frühes Norien - Frühes Norien
    Mächtigkeit
    300-400 m (Hess 1953), 350 m (Pozzi 1959), 400 m (Furrer et al. 1985), bis 500 m (Trümpy et al. 1997
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Engadiner Dolomiten (GR)
    Kommentar
    -