Staffelbach-Grobsandstein

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 220 G: 205 B: 140
Rang
lithostratigraphische Bank
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch

Staffelbach-Grobsandstein

Französisch

Grès grossier de Staffelbach

Italienisch
Arenaria grossa di Staffelbach
Englisch

Staffelbach Coarse Sandstone

Herkunft des Namens

Staffelbach (AG)

Historische Varianten
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Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

„Beim Staffelbach-Grobsandstein (Fig.4) handelt es sich um einen grob­körnigen, locker gelagerten bis harten Sandstein mit zahlreichen alpinen Geröllen und Schlammsteingeröllen. Er ist lokal als Konglomerat ausgebildet. Er liegt entweder direkt auf dem Safenwil-Muschelsandstein oder über dazwischen ge­schaltetem, grauem, plattigem Ton-/Siltsteingerölle führendem Sandstein. Häufigste Gerölle sind grüne Quarzite – eigentlich Arkosen mit chloritisch-serizitischer Matrix –, die aus dem Verrucano stammen dürften. Sie sind das distale Äquiva­lent der Schüpferegg-Nagelfluh und somit Teil der Napf-Schüttung (Matter 1964).“ [Graf et al. 2012 S.22]

Geomorphologischer Ausdruck
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Mächtigkeit
Wenige cm bis rund 3 m, kann aber auch lokal fehlen oder atypisch ausgebildet sein.

Komponenten

Lithologien
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
Mineralien
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Fossilien
  • Holz
  • Echinoideen
  • Haizähne

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Der Staffelbach-Grobsandstein liegt entweder direkt auf dem Safenwil-Muschelsandstein oder über dazwischen geschaltetem, grauem, plattigem Ton-/Siltsteingerölle-führendem Sandstein.
Stratigraphische Diskussion
Der Staffelbach-Grobsandstein mit seinen grünen Quarzitgeröllen (wahrscheinlich aus dem Verrucano stammend) ist das distale Äquivalent der Schüpferegg-Nagelfluh und somit Teil der Napf-Schüttung (Matter 1964). Die Paläoökologie des Staffelbach-Grobsandsteins zeichnet ein erstaunlich vielfältiges Bild. Einerseits sind immer noch Flachwasser liebende Selachierarten des liegenden Safenwil-Muschelsandsteins vertreten, andererseits kommen zahlreiche neue Formen vor, die in tieferem Wasser leben. Eine Rekonstruktion der Verhältnisse ist dadurch schwierig. Ein tieferer, offen mariner Ablagerungsraum scheint jedoch wahrscheinlich, da flachmarine Arten durch Transport und Umlagerung leichter in tiefes Wasser gelangen können als umgekehrt. Neben gut erhaltenen Zähnen sind auch zahlreiche stark gerollte Exemplare zu finden, die auf Umlagerung und Transport hindeuten. Möglicherweise haben zu Beginn der Ablagerung der St.-Gallen-Formation grössere Aufarbeitungsprozesse stattgefunden. Zudem könnten auch Schichtlücken infolge Erosion oder verminderte Sedimentzufuhr eine Rolle gespielt haben.

Alter

Alter Top
Burdigalien
Bermerkungen zu Top
MN3b oder jünger (MN4a)
Alter Basis
Burdigalien
Bermerkungen zu Basis
MN3b oder jünger (MN4a)
Datierungsmethode

Eine genaue Datierung des Staffelbach-Grobsandsteins mithilfe von Klein­säugerzähnen ist aufgrund seiner starken Aufarbeitung problematisch. Die wenigen Kleinsäugerzahnfunde aus dem Staffelbach-Grobsandstein deuten auf ein Maximalalter von MN3b oder MN4a (Fundstelle Staffelbach-Lochmatt; Graf et al. 2012). Wichtigster Beleg ist der Zahnfund eines Elefantenartigen (Proboscidea) von Staffelbach, da aus Europa keine Funde älter als MN3b bekannt sind.

Geografie

Paläogeografie
Safenwil (AG), Kölliken (AG), Uerkheim (AG), Zofingen (AG), Reiden (LU), Dagmersellen (LU), Staffelbach (AG), Hirschthal (AG), Schöftland (AG), Triengen (LU), Kirchleerau (AG).
Typusregion
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Typlokalität
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Typusprofil
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Referenzprofile
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Point of interest
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Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
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Sequenz
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Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
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Bemerkung zur Metamorphose
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Referenzen

Erstdefinition
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Neubearbeitung
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Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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