«Untere Seelaffe»

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Darstellung, Status

Index
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RGB-Farbe
R: 205 G: 210 B: 140
Rang
lithostratigraphische Bank
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
lokaler Begriff (informell)
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch
«Untere Seelaffe»
Französisch
«Untere Seelaffe»
Italienisch
«Untere Seelaffe»
Englisch
«Untere Seelaffe»
Herkunft des Namens
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Historische Varianten
Untere Seelaffe (Studer 1853, Renz 1937b, Büchi & Hofmann 1945, Büchi 1955, Habicht 1987), Seelaffe von Schaugentobel-Rossbüchel (Büchi & Hofmann 1945), untere Seelaffe von St. Gallen (Büchi et al. 1965)
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Harter Muschelsandstein.
Geomorphologischer Ausdruck
Geländekante.
Mächtigkeit
2-7 m (Habicht 1987)

Komponenten

Lithologien
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • Muschelsandstein
Mineralien
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Fossilien
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Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
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Untergrenze
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Stratigraphische Diskussion
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Alter

Alter Top
Burdigalien
Bermerkungen zu Top
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Alter Basis
Burdigalien
Bermerkungen zu Basis
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Datierungsmethode
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Geografie

Paläogeografie
Vom Rheintal bis ins Schaugentobel (Goldach bei St. Gallen): Schaugentobel-Rossbüchel-Landegg.
Typusregion
Typlokalität
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Typusprofil
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Referenzprofile
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Point of interest
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Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpines Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentär
Bildungsbedingungen
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Sequenz
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Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
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Metamorphosefazies
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Bemerkung zur Metamorphose
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Referenzen

Erstdefinition
Renz Hans (1937): Zur Geologie der östlichen sanktgallisch-appenzellischen Molasse. , Jahrh. d. sanktgall. natur. Ges. 69 (1937 und 1938), 1-128

S.13: Bei Unterbilchen, an der Landegg und bei Krinnen-Schlipf besonders klar aufgeschlossen, legt sich über die unteren Plattensandsteine ein durchschnittlich 3-5 m mächtiger, sehr charakteristischer Muschelsandsteinhorizont, den wir als die untere Seelaffe bezeichnen wollen.
Neubearbeitung
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

UNTERE SEELAFFE (OMM ; «Burdigalien») Renz, H. H. (1937b): Zur Geologie der östlichen st. gallisch-appenzellischen Molasse. - Jb. st. gall. natw. Ges. 69, p.13. Originalzitat: «Bei Unterbilchen, an der Landegg und bei Krinnen-Schlipf besonders klar aufgeschlossen, legt sich über die unteren Plattensandsteine ein durchschnittlich 3-5 m mächtiger, sehr charakteristischer Muschelsandsteinhorizont, den wir als die untere Seelaffe bezeichnen wollen.» Synonyma: Seelaffe Schaugentobel-Rossbüchel Büchi & Hofmann 1945a: 188; Seelaffe von Rossbüchel-Schlipf Renz 1937b: 14. Non Seelaffe an der Goldach Falkner & Ludwig 1903a: 508. Typlokalität und Typprofil: Als geeignete Lokalitäten kommen die im Originalzitat erwähnten, auf LK-Blatt 1075 Rorschach gelegenen in Frage. Lithologie: In typischer Ausbildung harter Muschelsandstein, vgl. Artikel >>> Seelaffe. Mächtigkeit: 2 m (Goldach), mindestens 7 m (Rossbüchel), 5 m (Können), 2-3 m (Schlipf); Reduktion infolge Versandung liegender und hangender Teile nach Osten hin. Stratigraphischer Verband: Liegendes: >>> Zone der untersten Plattensandsteine; Hangendes: >>> Zone der unteren Plattensandsteine. Verbreitung, Fazies und Paläogeographie: Die untere Seelaffe bildet zwischen Buchen und Schaugentobel (Goldach) einen im Streichen auf rund 10 km Länge verfolgbaren, geschlossenen Leithorizont. Weiter westlich wird sie von der >>> Hauteten-Nagelfluh abgelöst. Die typische Fazies der unteren Seelaffe wurde nach Büchi 1955 in einem muschelreichen Küstensaum abgelagert, die sandige, geröllführende Fazies im Rheintal dürfte in einer Meeresbucht unter dem Einfluss W-E gerichteter Strömungen entstanden sein. Bezeichnenderweise fehlen am Westrande des Hörnli-Fächers typische Seelaffen völlig. Fossilinhalt und Alter: Reichlich Muscheltrümmer (Cardien, Ostreen, Pectiniden). Fossillisten mit Angabe der Fundorte: Büchi 1950: 42, 1955: 261, 283. Die untere Seelaffe ist Bestandteil des Schichtenstosses der seit Rutsch 1929 und Ludwig 1930a und b zum Budigalien gerechnet wird. Literatur: Bücm 1950: 38-40,42,77, 1955:260,261,270-272,283,292-296, Tf.XIII; Büchi & Hofmann 1945a: 176, 179-181, 188-190, 193, Tf.VIII; Falkner & Ludwig 1903a: 508; Renz 1937b: 13, 14, 21; Saxer 1964: Karte, 1965: 8, 9, Tf.I.
Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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