Safenwil-Muschelsandstein

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 195 G: 200 B: 130
Rang
lithostratigraphisches Member
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch

Safenwil-Muschelsandstein

Französisch

Grès coquillier de Safenwil

Italienisch
Arenaria a conchiglia di Safenwil
Englisch

Safenwil Shelly Sandstone

Herkunft des Namens

Safenwil-Blatten (AG)

Historische Varianten
Safenwil-Muschelsandstein (Graf et al. 2012, Jost et al. 2016)
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Leithorizont aus hartem bis sehr hartem, plattigem, gelblich-grauem, meist schräggeschichtetem Sandstein mit alpinen Geröllen und Schlammsteingeröllen. Enthält neben den Mollusken Trümmer von irregulären Seeigeln.
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
Bis zu mehreren Metern mächtig.

Komponenten

Lithologien
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
Mineralien
-
Fossilien
  • Holz
  • Ostreideen
  • Mollusken
  • Echinoideen
  • Haizähne
  • Säugetiere
  • Pectiniden
  • Bivalven

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Unterlagert wird der Safenwil-Muschelsandstein in der Regel von bräunlich-gelben, siltig-feinsandigen Bändern sowie von Sandstein, der sehr viele bräunlich-gelbe Schlammsteingerölle führt. (Blatt Schöftland)
Stratigraphische Diskussion
Das Ablagerungsmilieu des Safenwil-Muschelsandsteins ist ähnlich wie das der liegenden lokalen Muschelsandsteinhorizonte an der Basis der Luzern-Formation (tidales Milieu). Eine nochmalige Zunahme der Energie in Form von Strömung und Wellen ist wahrscheinlich. Auffallend ist die grosse Häufigkeit der irregulären Seeigel, die meist im Sand und Schlamm eingegraben lebten. Untersuchungen im Gebiet der benachbarten Atlasblätter Wohlen, Langenthal und Sursee lassen vermuten, dass die Muschelsandsteine mindestens vom Raum Lenzburg über Entfelden, Safenwil, Brittnau, Roggliswil und Madiswil («Bisig-Muschelsandstein», Gerber & Kopp 1990, Gerber 1994) gleichen Alters und Ursprungs sind (J. Jost, mündl. Mitt.).

Alter

Alter Top
Burdigalien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Burdigalien
Bermerkungen zu Basis
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Datierungsmethode
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Geografie

Paläogeografie
Vom Raum Lenzburg (AG) über Entfelden (AG), Safenwil (AG), Brittnau (AG), Roggliswil (LU) und Madiswil (BE). Safenwil (AG), Kölliken (AG), Zofingen (AG), Reiden (LU), Dagmersellen (LU), Uerkheim (AG), Schöftland (AG), Staffelbach (AG) und Triengen (LU).
Typusregion
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Typlokalität
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Typusprofil
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Referenzprofile
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Point of interest
  • Kuzenhöhle (AG)
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • quarry
    Koordinaten
    • (2639750 / 1238050)

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Tidales Milieu. Eine nochmalige Zunahme der Energie in Form von Strömung und Wellen ist wahrscheinlich.
Sequenz
Der Safenwil-Muschelsandstein liegt im Dach der Luzern-Formation (OMM-I), angrenzend an die hangende St.-Gallen-Formation (OMM-II).
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
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Bemerkung zur Metamorphose
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Referenzen

Erstdefinition
Graf H.R., Jost J., Eberhard M., Kruysse H., Kempf O. (2012): Blatt 1109 Schöftland. , Geologischer Atlas der Schweiz 1:25‘000, Erläuterungen 150

S.17: Der Safenwil-Muschelsandstein besteht aus meist hartem bis sehr hartem, plattigem, gelblich-grauem Sandstein mit alpinen Geröllen und Schlammsteingeröllen. Auffallend sind neben den Mollusken die meist massenhaft vorkommenden Trümmer von irregulären Seeigeln (Scutella sp.). Der Safenwil-Muschelsandstein wird bis zu mehrere Meter mächtig, ist meist deutlich schräggeschichtet (Fig.3) und zeigt häufig Wellenrippeln. Seine Basis ist meist rinnenförmig ins Liegende eingeschnitten. Unterlagert wird der Safenwil-Muschelsandstein in der Regel von bräunlich-gelben, siltig-feinsandigen Bändern sowie von Sandstein, der sehr viele bräunlich-gelbe Schlammsteingerölle führt.

Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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