Quarzitnagelfluh

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 215 G: 200 B: 135
Rang
lithostratigraphisches Member
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch
Quarzitnagelfluh
Französisch
Poudingue quartzitique
Italienisch
Puddinga quarzosa
Englisch
Quartzite Molasse Conglomerate
Herkunft des Namens
-
Historische Varianten
Polygene Nagelfluh, Napf-Nagelfluh, Austernnagelfluh [sic], «Basisnagelfluh» (Büchi 1957), Quarzitnagelfluh (Geyer et al. 2003), «Basiskonglomerat» (Bitterli et al. 2011).
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

„Die Quarzitnagelfluh setzt sich aus einzelnen oder mehreren amalgamierten, meist sehr schlecht sortierten, sandig gebundenen, massigen Konglomeratlagen zusammen, die z.T. von gelblich-grauem, teils knauerigem, häufig Gerölle füh­rendem Sandstein unterbrochen sind. Gelegentlich ist grossmassstäbliche Schräg­schichtung zu erkennen und selten enthält die Quarzitnagelfluh Austern. Die Gerölle erreichen Durchmesser von wenigen Zentimetern bis 35 cm – nach Niggli (1913) am Fuchsloch südlich Safenwil sogar bis 50 cm – und sind in ihrer Zusammensetzung mit dem konglomeratischen Typ des Staffelbach-Grobsand­steins vergleichbar.“ [Graf et al. 2012 S.24]

Geomorphologischer Ausdruck
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Mächtigkeit
Variiert sehr stark, kann lokal sehr mächtig sein oder stellenweise sogar ganz fehlen. Einzelne Konglomeratlagen: 1 - 5 m, amalgamierten Konglomeratlagen: 16 – 20 m.

Komponenten

Lithologien
  • Konglomerat (Psephite, Rudit) : grain > 2 mm (psephite / rudite: elements = gravel, boulder, block)
  • Quarznagelfluh
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
Mineralien
-
Fossilien
  • Holz
  • Ostreideen
  • Haizähne
  • Säugetiere

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Im unmittelbar Liegenden der Quarzitnagelfluh treten vermehrt alpine Gerölle und plattige, gelbliche Schlammsteingerölle in der Sandsteinabfolge der St.-Gallen-Formation auf.
Stratigraphische Diskussion
In den sandigen Lagen zwischen der Quarzitnagelfluh sind selten Selachierzähne zu finden, was auf eine Ablagerung im Flachwasser hindeutet. An einzelnen Lokalitäten treten zudem gehäuft Austernreste, eingeschwemmte Süsswasserfischzähne, selten Kleinsäugerzähne und häufig auch Schwemmholzreste auf.

Alter

Alter Top
Burdigalien
Bermerkungen zu Top
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Alter Basis
Burdigalien
Bermerkungen zu Basis
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Datierungsmethode

Die Quarzitnagelfluh kann an der Kleinsäugerfundstelle Dürrenäsch-Stalten (653750/241440), wo sie als Gerölle führender Knauersandstein vorliegt, mit MN4b (Ottnangien) datiert werden.

Geografie

Paläogeografie
Jurasüdfuss, Klettgau ...
Typusregion
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Typlokalität
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Typusprofil
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Referenzprofile
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Point of interest
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Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
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Sequenz
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Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
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Referenzen

Erstdefinition
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Neubearbeitung
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Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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