OMM-II

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 225 G: 210 B: 145
Rang
lithostratigraphische Subgruppe
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch

OMM-II

Französisch

OMM-II

Italienisch

OMM-II

Englisch

OMM-II

Herkunft des Namens
-
Historische Varianten
Obere Abteilung der Oberen Meeresmolasse = Helvétien (Büchi 1957), Obere Abteilung der OMM = Helvétien (Büchi 1958, Büchi et al. 1965)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Die zweite und letzte marine Transgression des Miozäns reichte am weitesten am Rand des Molassebeckens. Gleichzeitig verstärkte sich die Geröllabfuhr aus den Alpen (mit beckenaxialem Strömungstransport meistens nach Osten).
Geomorphologischer Ausdruck
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Mächtigkeit
-

Komponenten

Lithologien
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Mineralien
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Fossilien
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Hierarchie und Abfolge

Hangendes
    -
Liegendes
OMM-I
Laterales Äquivalent
Obergrenze
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Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Burdigalien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Burdigalien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
-
Typusregion
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Typlokalität
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Typusprofil
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Referenzprofile
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Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Subalpine Molasse Mittelländische Molasse Molassebecken
  • Oberrhein-Graben
    • Laufen-Becken
  • Molasse du Jura
    • Delémont-Becken
  • Mittelländische Molasse
  • Subalpine Molasse
  • Molasse Schüttungen
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
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Neubearbeitung
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Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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375
  • St.-Gallen-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    St. Gallen (SG)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Plattensandsteine und graublaue Schiefermergel. Grauer bis beiger, weicherer und harter, Glaukonit-führender und gegen oben Bryozoen-führender Sandstein mit wenigen alpinen Geröllschnüren und oft massenhaft auftretenden, plattigen, grauen bis gelblichen Schlammsteingeröllen. Zwischengelagert findet sich grauer, z.T. auch gelblich-brauner Siltstein, selten auch dunkelgrauer siltiger Feinsandstein. Die Basis der Sandsteinabfolge bildet häufig der Staffelbach-Grobsandstein. Innerhalb der Abfolge treten gelegentlich eine Quarzitnagelfluh sowie lokale limnische Sedimente auf.
    Alter
    Burdigalien - Burdigalien
    Mächtigkeit
    0 - 400 m ; ca. 150 m bei St.-Gallen (Hammer 1984) ; ca. 110 m in der Tiefbohrung St.-Gallen (Naef 2015).
    Geografische Verbreitung
    Grossteil des schweizerischen Molassebeckens, ursprünglicher Südrand erodiert, im Gebiet der aufgeschobenen subalpinen Molasse wahrscheinlich nicht abgelagert. Zumindest ein oberer Teil altersäquivalenter Schichten transgrediert nach NW und N über ältere Molasseschichten hinweg ins Juragebiet auf Schichten von Jura-Alter.
    Typusregion
    Umgebung von St.Gallen (Urnäsch, Sitter).
    Kommentar
    -
    • «Obere Grenznagelfluh» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bunte (Kalk-)Nagelfluh im Dach der St.-Gallen-Formation. Lokal mit Plattensandstein und Mergel.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      10 - 30 m (Büchi & Hofmann 1945) ; ca. 14 m in der Tiefbohrung St. Gallen (Naef 2015) ; maximale Mächtigkeit in der Steinachschlucht (Eugster et al. 1960).
      Geografische Verbreitung
      Gegen E bis in die Gegend von Goldach. Lässt sich als Geröllschnur bis zum Bodensee verfolgen.
      Typusregion
      Umgebung von St. Gallen (Urnäsch, Sitter).
      Kommentar
      -
      • «Goldbrunnen-Schichten» Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Goldbrunnen (SG) bei St. Fiden

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Schiefermergel und Plattensandsteine im Dach der St.-Gallen-Formation, die ein laterales Äquivalent der Oberen Grenznagelfluh darstellen.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Zwischen St. Gallen und Goldach.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • «Limnischer Horizont» (OMM-II) Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Lithologisch und faziell sehr stark variabler, limnischer Einschub im höheren Teil der marinen St.-Gallen-Formation, der an verschiedenen Orten stets in vergleichbarer stratigraphischer Position vorkommt. Der limnische Einschub liegt als stark mergeliger bis kalkiger oder dunkelgrauer, mergelig-feindetritischer Horizont vor. Meist handelt es sich jedoch um Aufarbeitungslagen z.T. mit alpinen Geröllen und sehr vielen Schlammsteingeröllen. Gelegentlich treten Calicheknöllchen auf.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      Wenige Meter mächtig.
      Geografische Verbreitung
      Mauensee (LU), Gontenschwil (AG), Unterkulm (AG), Schmiedrued (AG)
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Obere Plattensandsteine»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Plattensandstein des oberen Teils der St.-Gallen-Formation, oft von blaugrauen Mergeln begleitet.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      Ca. 24 m in der Tiefbohrung St. Gallen (Naef 2015).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Quarzitnagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Komplex aus einzelnen oder mehreren amalgamierten, meist sehr schlecht sortierten, sandig gebundenen, massigen Konglomeratlagen der Napf-Schüttung, die z.T. von gelblich-grauem, teils knauerigem, häufig Gerölle-führendem Sandstein unterbrochen sind. Gelegentlich ist eine grossmassstäbliche Schrägschichtung zu erkennen. Die Gerölle erreichen Durchmesser von wenigen cm bis 50 cm, wobei grüne Quarzitgerölle, wie auch beim konglomeratischen Typ des Staffelbach-Grobsandsteins, am häufigsten auftreten. Selten führt die Quarzitnagelfluh Austern.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      Variiert sehr stark, kann lokal sehr mächtig sein oder stellenweise sogar ganz fehlen. Einzelne Konglomeratlagen: 1 - 5 m, amalgamierten Konglomeratlagen: 16 – 20 m.
      Geografische Verbreitung
      Jurasüdfuss, Klettgau ...
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Dreilinden-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Dreilinden (SG), Geländerippe südlich St. Gallen (N-Hang des Freudenbergs)

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bunte Nagelfluh der Hörnli-Schüttung im mittleren Teils der St.-Gallen-Formation, lokal fossilführend oder mit Plattensandsteinlagen.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      Ca. 28 m in der Tiefbohrung St. Gallen (Naef 2015).
      Geografische Verbreitung
      Lässt sich als Geröllschnur bis zum Bodensee verfolgen.
      Typusregion
      Umgebung von St. Gallen (Urnäsch, Sitter).
      Kommentar
      -
    • «Zone der Schiefermergel» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Monotone Wechselfolge von wenigen mm dicken Sandstein- und Mergellagen im unteren Teil der St.-Gallen-Formation. Lokal mit Plattensandsteinen, Fossilhorizonten (Turritellen, Pecten) oder einzelnen Geröllschnüren.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      20 - 120 m (Büchi & Hofmann 1945) ; ca. 30 m in der Tiefbohrung St. Gallen (Naef 2015).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Staffelbach-Grobsandstein Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Staffelbach (AG)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Lokaler Leithorizont aus grobkörnigem, locker gelagertem bis hartem, teilweise kiesigem Sandstein mit zahlreichen alpinen Geröllen und Schlammsteingeröllen, welcher die Basis der St.-Gallen-Formation (OMM-II) bildet. Der Staffelbach-Grobsandstein ist lokal teilweise auch als Konglomerat ausgebildet. Häufigste Gerölle sind grüne Quarzite, eigentlich Arkosen mit chloritisch-serizitischer Matrix, die aus dem Verrucano stammen dürften. Immer wieder treten umgelagerte, stark verwitterte inkohlte und pyritisierte Holzreste auf.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      Wenige cm bis rund 3 m, kann aber auch lokal fehlen oder atypisch ausgebildet sein.
      Geografische Verbreitung
      Safenwil (AG), Kölliken (AG), Uerkheim (AG), Zofingen (AG), Reiden (LU), Dagmersellen (LU), Staffelbach (AG), Hirschthal (AG), Schöftland (AG), Triengen (LU), Kirchleerau (AG).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Freudenberg-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Freudenberg (SG), Anhöhe südlich der Stadt St. Gallen.

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kalknagelfluh der Hörnli-Schüttung an der Basis der St.-Gallen-Formation im Typusgebiet. Plattensandstein oder grauer Mergel treten manchmal an der Basis vor. Lokal besitzt die Freudenberg-Nagelfluh ausgesprochenen Seelaffe-Charakter (= Muschelnagelfluh).
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      1 - 20 m (Büchi & Hofmann 1945) ; 14 m in der Tiefbohrung St. Gallen (Naef 2015).
      Geografische Verbreitung
      Lässt sich als Geröllschnur bis zum Bodensee verfolgen.
      Typusregion
      Umgebung von St. Gallen (Urnäsch, Sitter).
      Kommentar
      -
    • Gitzigrabe-Grobsandstein Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Gitzigrabe (BE)

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      Vorschlag
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Lokale basale grobsandige Ausbildung der St-Gallen-Formation.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • Kalchstätten-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Kalchstätten (BE)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Unterer Teil des Guggisberg-Schuttfächers, bestehend aus Kalk- und Austern-Nagelfluh, sowie untergeordnete Mergel und Sandsteine.
    Alter
    spätes Burdigalien - Langhien
    Mächtigkeit
    450 - 550 m beim Guggershorn (Delta-Zentrum), ca. 350 m an der Gibelegg und ca. Ca. 200 m in Oberschrot (Schmid 1970).
    Geografische Verbreitung
    Belpberg (Frasson 1947), Guggisberg (Schmid 1970), Montévraz (Emmenegger 1962).
    Typusregion
    Guggisberg-Gebiet (BE)
    Kommentar
    Die Formation umfasst sowohl die proximale als auch die distalere Fazies der Guggisberg-Schüttung (mit untergeordneten Einflüssen der Napf-Schüttung).
    • Schwendelberg-Schichten Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Schwendelberg (BE)

      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gelbliche, z.T. wirr geschichtete, Geröll-führende Sandsteine, wechselnd mit gelben oder grüngrauen Mergeln und Nagelfluhbänken. Sowohl in den Sandsteinen als auch in den Konglomeratbänken tritt Crassostrea gryphoides (Schloth.) stellenweise massenhaft auf.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      Ca. 100 m (Schmid 1970).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Guggisberg (BE)
      Kommentar
      -
    • Pfadflüe-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Pfadflüe (BE)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Kalknagelfluh-Abfolge der Guggisberg-Schüttung mit Riesenrippeln.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      250 - 300 m an der Nordseite von Guggisberg, ca. 350 m zwischen Guggershorn und Schwendelberg, 450 - 500 m auf der Südseite des Guggisberg-Gebietes (Schmid 1970).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • Walenhus-Konglomeratbank Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Walenhus (BE)

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        -
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Dachbank des Pfadflüe-Konglomerates.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Guggisberg-Gebiet (BE)
        Kommentar
        -
      • Loni-Fossilbank Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Lonje / Lonibächlein (BE)

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        -
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Fossilhorizont innerhalb einer Wechsellagerung von bläulichen Mergeln und feinkörnigen Sandsteinen im mittleren Teil des Pfadflüe-Konglomerates.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        0,5 m (Schmid 1970)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Guggisberg-Gebiet (BE)
        Kommentar
        -
      • Pfadflüe-Konglomeratbank Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Pfadflüe (BE)

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Grobe Basisbank des Pfadflüe-Konglomerates, mit Riesenrippeln.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        50 - 60 m (Schmid 1970)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        Guggisberg-Gebiet (BE)
        Kommentar
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    • «Mergel und Sandsteinschichten» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Mittlerer Teil der Kalchstätten-Formation mit ausgeprägtem Fazieswechsel: Mergel und Sandsteine werden östlich von Guggisberg grösstenteils durch das Pfadflüe-Konglomerat ersetzt.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      Maximale Mächtigkeit westlich der Sense (hauptsächlich Sandsteine). Ca. 60 - 150 m an der Nordseite von Guggisberg (Schmid 1970). Die Mächtigkeit nimmt gegen Osten ab.
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      Guggisberg-Gebiet (BE)
      Kommentar
      -
      • Schwalmeren-Fossilbank Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Schwalmeren (BE)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Leithorizont mit Fossilien (u.a. Austern und Pectiniden).
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Schwarzwassergebiet (BE).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • «Basiskonglomerat» (der Kalchstätten-Formation)

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Feingeröllige Kalknagelfluh bis konglomeratischer Sandstein an der Basis der Kalchstätten-Formation mit nussgrossen Geröllen, die sehr stark verkittet sind.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      1 - 2 m (Schmid 1970).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
  • «Niedermatt-Schichten» Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Niedermattgraben (BE), nördlich Signau

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechselfolge von Sandstein- und Konglomeratlagen mit häufigen lateralen und vertikalen Variationen. Der Sandstein liegt z.T. als Knauersandstein vor. Typisch ist zudem olivgrauer, glimmerreicher, weicher Feinsand- bis Siltstein, untergeordnet tritt auch toniger Mergel auf. In eingeschalteten polymikten Nagelfluhen finden sich vielfach inkohlte Holzreste.
    Alter
    Burdigalien - Burdigalien
    Mächtigkeit
    Ca. 170 m
    Geografische Verbreitung
    Südöstlich des Luterbachs (BE), im Egg-Graben im obersten Teil des Biembachs (BE), östlich von Bigenthal (BE), im Blasenfluegebiet (BE), im Schwändigraben südlich der Blasenflue (BE), am nördlichen Hürnberg (BE).
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Belpberg-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Belpberg (BE)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Durch rasche laterale Fazieswechsel gekennzeichnete Abfolge, deren unterer mergeliger Abschnitt aus plattigem, z.T. massigem Fein- bis Mittelsandstein, Mergelsandstein und sandig bis tonigem, blau- oder gelbgrauem Mergel besteht und von einem oberen, sandigen Abschnitt aus Mittel- bis Grobsandstein überlagert wird. Lokal dienen die Utzigen Schichten bzw. die Ulmiz-Nagelfluh als Trennhorizont. Meist bildet die Bütschelbach-Nagelfluh bzw. der «Untere Muschelsandstein» die Basis und die Sädel- bzw. Luterbach-Nagelfluh das Dach der Serie.
    Alter
    Burdigalien - Burdigalien
    Mächtigkeit
    250 - 300 m (ohne Miteinbezug der Grenzhorizonte), wobei tendenziell eine Mächtigkeitsabnahme gegen Nordosten hin stattfindet. Die gesamte Abfolge der Belpberg-Schichten (inkl. Grenzhorizonte) ist am Gurten bis ca. 150 m, am Ulmizberg ca. 180 m, am Belpberg ca. 200 m mächtig. (Pfister & Wegmüller 1994: 465-500 m)
    Geografische Verbreitung
    Zwischen Sense und Emme (Rutsch 1928a). Subalpine Molasse: Giebelegg-Schuppe südlich Riggisberg.
    Typusregion
    Belpberg und Längenberg (BE)
    Kommentar
    -
    • Sädel-Kalknagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Weiler Sädel (BE) auf dem Belpberg

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Schlecht sortierte, Kristallingeröll-führende Kalknagelfluh im Dach der Belpberg-Formation, durch grobe Gerölle aus Flyschsandkalk charakterisiert (Guggisberg-Schüttung).
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      Min. 30 m am Belpberg (Beck & Rutsch 1958), ca. 20 m am Bütschelegg (Rutsch 1947).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • «Obere Belpbergschichten»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      -
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • «Belpberg-Muschelsandstein» Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Belpberg (BE)

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        "Grobkörniger, an Muscheltrümmern reicher, zuweilen durch zahlreiche kleine Lücken kavernös aussehender, geröllführender Kalksandstein." (Rutsch 1928)
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        6 - 10 m (Rutsch 1928).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Lateral geht der Muschelsandstein in eine polygene Nagelfluhfazies bzw. in einen fossilführenden Schiefermergel über.
      • «Sandstein- und Mergelfolge» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Abfolge von blaugrauen Schiefermergeln und mergeligem Sandstein im oberen Teil der Belpberg-Schichten mit mehreren Fossilhorizonten im Dach.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        65 - 95 m (Rutsch 1928)
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
        • «Petrefaktenlager» Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          Muschelreiche Horizonte im oberen Teil der Belpberg-Formation.
          Alter
          Burdigalien - Langhien
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          Imihubel, Bütschelegg, Lisiberg. Rüschegg, Längenberg, Belpberg, Lochenberg, Hürnberg, Worb, Schwendlengraben, Bärbachgraben, Siglisbachgraben.
          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
    • «Untere Belpbergschichten»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      "Wiederholter Wechsel von bunter Nagelfluh mit Sandsteinen und Mergeln, Schichten die rasche fazielle Wechsel durchmachen." (Rutsch 1928)
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      Über 150 m (Rutsch 1928).
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • Utzigen-Muschelsandstein Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Utzigen (BE), Vechingen

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        unbekannter Status
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Horizont aus fossilreichem Muschelsandstein und Mergel innerhalb der Belpberg-Schichten, der gegen Südwesten seine Fortsetzung in einer polymikten Nagelfluh (Ulmiz-Nagelfluh) findet, bzw. faziell in diese übergeht.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        6 - 7 m (Gerber 1926)
        Geografische Verbreitung
        Im Radelfingengraben (BE) südöstlich von Utzigen
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Ulmiz-Quarzitnagelfluh Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Ulmiz (BE), Köniz

        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        unbekannter Status
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Über weite Strecken durchgehend verfolgbarer Quarzitnagelfluhhorizont, der rund 100 - 130 m über der Basis der Belpberg-Schichten liegt und u.a. Gangquarz-, Quarzit- sowie Hornsteingerölle enthält. Meist führt diese Quarzitnagelfluh weniger als 10% Kalk- und Sandsteingerölle. Lateral findet sie ihre Fortsetzung in einem Fossilien-führenden Muschelsandstein (Utzigen-Schichten), bzw. geht faziell in diesen über.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        Bis 5 - 8 m mächtig.
        Geografische Verbreitung
        Die eigentliche Ulmiz-Nagelfluh lässt sich von der Typlokalität am Ulmizberg bis in die Südabdachung des Liesbergs verfolgen. Im Gummersloch (BE), auf der Nordseite des Gurtentäli (BE), in der Gegend von Oberbalm (BE) – Borisried (BE).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
    • Bütschelbach-Quarzitnagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Bütschelbach (BE), Rüeggisberg

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Typische Quarzitnagelfluh an der Basis der Belpberg-Schichten, die sich lateral auf kurze Distanz in einzelne dünne Gerölllagen («Geröllschnüre») auflösen und gar ganz auskeilen kann, oder auch in eine Muschelsandsteinfazies («Unterer Muschelsandstein») übergehen kann.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      0 - 3 m (Ruscth & Schlüchter 1973). Bis zu 4 m.
      Die Bütschelbach-Nagelfluh (Basis der Belpberg-Schichten) mit liegende Sense-Schichten (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
      Die Bütschelbach-Nagelfluh (Basis der Belpberg-Schichten) mit liegende Sense-Schichten (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
      Die Bütschelbach-Nagelfluh mit erosive Basis und flachliegende feinere Ablagerungen im Dach (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
      Die Bütschelbach-Nagelfluh mit erosive Basis und flachliegende feinere Ablagerungen im Dach (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
      Gerölle der Bütschelbach-Nagelfluh (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
      Gerölle der Bütschelbach-Nagelfluh (Schliermatt, 1 km SE Kehrsatz, Koord. 2603200 / 1194550 ; 10.09.2015 - A. Morard).
      Geografische Verbreitung
      Vom Gebiet zwischen Schwarzwasser und Bütschelbach bis in die Gegend von Oberscherli (BE) bzw. bis zum SE-Fuss des Ulmizbergs (BE) verfolgbar. Fehlt jedoch meist am Ulmizberg (BE) und am Gurten (BE). Südöstlich von Kehrsatz beim Falkenhus (BE), westlich unterhalb von Vorder Märchligen (BE), auf der Ostseite des Gümligentals (BE), im Gebiet nördlich des Bantigers (BE).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      Im Gegensatz zu anderen Horizonten verläuft die Bütschelbach-Nagelfluh isochron und stellt deshalb einen besonders bedeutenden Grenzhorizont dar.
    • «Unterer Muschelsandstein» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      unbekannter Status
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Grobkörniger, Glaukonit-führender, feinkonglomerathaltiger Sandstein mit Muschelschalentrümmern an der Basis der Belpberg-Schichten. Dieser grobsandige Grenzhorizont wittert z.T. plattig und mit rauer, löcheriger Oberfläche an und bildet im Gelände häufig eine markante Rippe. Lokal liegt er auch als steil schräg geschichteter, Geröll- und wenig Fossilien-führender Grobsandstein vor.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Am Dentenberg (BE; Osthang des Gümligetals, nördlich von Utzleberg), auf der Ostseite des Lindentals (BE; vom Stämpach östlich von Boll bis zum Muelerewald nördlich von Lindental, östlich Matte, im Cholgraben SE Lindental) und in der Umgebung des Thorbergs (BE; Undere Geisme, Muelerewald, Oberhalb Strasse Thorberg–Schwändi, NNE Schwändi, Wysstanne). Auf der Westseite des Lindentals nicht nachweisbar, da faziell ausgekeilt.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -