OMM-I

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 205 G: 210 B: 140
Rang
lithostratigraphische Subgruppe
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch

OMM-I

Französisch

OMM-I

Italienisch

OMM-I

Englisch

OMM-I

Herkunft des Namens
-
Historische Varianten
Muschelsandstein (Gümbel 1861), Mainzerstufe = Mainzer-Stufe = Mayencien (Moesch 1867), Untere Abteilung der Oberen Meeresmolasse (Burdigalien) (Büchi 1957), Untere Abteilung der OMM (Burdigalien) (Büchi 1958)
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Die erste marine Transgression des Miozäns ist durch Flachwassersedimente, z.T. mit erhöhter Salinität (Glaukonitgehalt, Mikrofauna, Scutellenreichtum des Muschelsandsteins) geprägt. Die maximale Reichweite dieser ersten Transgression wurde mit der Ablagerung des Muschelsandsteins erreicht. Danach folgte eine Regression, die lokal zur Ablagerung eines fluvioterrestrischen bis brackischen Zwischenkomplexes führte.
Geomorphologischer Ausdruck
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Mächtigkeit
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Komponenten

Lithologien
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
Mineralien
  • Glaukonit
Fossilien
  • Vertebraten

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Obere Meeresmolasse (OMM)
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
Liegendes
USM-II USM-III
Laterales Äquivalent
Obergrenze
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Untergrenze
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Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
Burdigalien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
spätestes Aquitanien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
18.5 Ma (Sr-Isotope an einer Kammmuschelschale bei Jona/SG ; Fischer 1988).

Geografie

Paläogeografie
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Typusregion
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Typlokalität
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Typusprofil
-
Referenzprofile
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Point of interest
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Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Subalpine Molasse Mittelländische Molasse Molassebecken
  • Oberrhein-Graben
  • Molasse du Jura
  • Mittelländische Molasse
  • Subalpine Molasse
  • Molasse Schüttungen
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
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Neubearbeitung
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Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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  • Luzern-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Lädelisteinbruch in Luzern (LU)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Olivgrüner oder gelb- bis beigegrauer, bankiger bis plattiger, glaukonitführender Sandstein, der eine oft monotone, massig wirkende, strukturlose Abfolge ohne Fossilien und Gerölle aufbaut. Der Sandstein ist teils weich, teils liegt er in Form harter Sandsteinbänke vor. Im basalen Abschnitt treten gelegentlich lokale Aufarbeitungs- und Muschelsandsteinlagen mit alpinen Geröllen auf. Ein regional verfolgbarer Leithorizont aus Muschelsandstein (Safenwil- bzw. Bisig-Muschelsandstein) bildet das Dach der Luzern-Formation.
    Alter
    Burdigalien - Burdigalien
    Mächtigkeit
    Ca. 700 m im Westen (Rümlig, Entlen), reduziert auf 350 - 400 m im Osten (Goldingertobel) (Keller 1987). 80 - 900 m ; 90 - 180 m (Büchi 1957, Kt. Aargau) ; ca. 350 - 365 m bei St. Gallen (Hammer 1984).
    Das Löwendenkmal wurde im marinen Sandstein der Luzern-Formation ausgemeisselt (Gletschergarten, Luzern, Koord. 2666265 / 1212300 ; 24.08.2015 – A. Morard).
    Das Löwendenkmal wurde im marinen Sandstein der Luzern-Formation ausgemeisselt (Gletschergarten, Luzern, Koord. 2666265 / 1212300 ; 24.08.2015 – A. Morard).
    Geografische Verbreitung
    Typische Ausbildung zwischen Napf und Bodensee.
    Typusregion
    Luzern und Umgebung.
    Kommentar
    -
    • Safenwil-Muschelsandstein Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Safenwil-Blatten (AG)

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Regional verfolgbarer Leithorizont im Dach der Luzern-Formation (OMM-I) bestehend aus meist hartem bis sehr hartem, plattigem, gelblich-grauem Sandstein mit alpinen Geröllen und Schlammsteingeröllen. Der Safenwil-Muschelsandstein ist meist deutlich schräggeschichtet, zeigt häufig Wellenrippeln und seine Basis ist meist rinnenförmig eingeschnitten. Auffallend sind neben den Mollusken die meist massenhaft vorkommenden Trümmer von irregulären Seeigeln (Scutella sp.).
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      Bis zu mehreren Metern mächtig.
      Geografische Verbreitung
      Vom Raum Lenzburg (AG) über Entfelden (AG), Safenwil (AG), Brittnau (AG), Roggliswil (LU) und Madiswil (BE). Safenwil (AG), Kölliken (AG), Zofingen (AG), Reiden (LU), Dagmersellen (LU), Uerkheim (AG), Schöftland (AG), Staffelbach (AG) und Triengen (LU).
      Typusregion
      -
      Kommentar
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    • «Gemischtenergetische Einheit» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (nicht mehr verwendet)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wellendominiert-gemischtenergetischer oberer Teil der Luzern-Formation, welcher durch regressive Prielsequenzen und terrestrische Ablagerungen charakterisiert ist.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Ganzes Verbreitungsgebiet der Luzern-Formation.
      Typusregion
      -
      Kommentar
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      • «Burdigaler Zwischenkomplex» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphisches Member
        Status
        inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Oberer, limnischer Teil der Luzern-Formation bestehend aus bunten und braunen Mergeln mit Gerölleinstreuungen, Kohle und verkieseltem Holz.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        110 m in der Umgebung von St. Gallen (Eugster et al. 1960).
        Geografische Verbreitung
        Hofstetten - Falkenwald (SG) - St. Georgen (SG) - Freudenberg.
        Typusregion
        -
        Kommentar
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    • Biserhof-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Biserhof (SG), St. Georgen

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bunte (Kalk-)Nagelfluh.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
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    • Kamelenberg-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Kamelenberg / Kammelenberg (SG), östlich St. Georgen

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Bunte (Kalk-)Nagelfluh.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
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    • «Gezeitendominierte Einheit» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Gezeitendominierter mittlerer Teil der Luzern-Formation, der durch eine unregelmässige Wechsellagerung aus Sandsteinen und heterolithischen Lagen charakterisiert ist.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      Ganzes Verbreitungsgebiet der Luzern-Formation.
      Typusregion
      -
      Kommentar
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      • «Mittlere Plattensandsteine» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        -
        Alter
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        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
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        Typusregion
        -
        Kommentar
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        • «Obere Flözgruppe» Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          -
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
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          Typusregion
          -
          Kommentar
          -
      • Ringelsberg-Nagelfluh Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Hügel Ringelsberg / Ringelberg (SG), 1 km südwestlich St. Georgen

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Bunte (Kalk-)Nagelfluh im mittleren Teil der Luzern-Fm. in der Umgebung von St-Gallen.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Ca. 13 m in der Tiefbohrung St.Gallen (Naef 2015).
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
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      • Blatten-Muschelsandstein («Obere Seelaffe») Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Blatten (SG), östlich Rorschach

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Kreuzgeschichteter Sandstein voll Muscheltrümmer.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        In veränderter Fazies bis an die Urnäsch.
        Typusregion
        -
        Kommentar
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      • «Untere Plattensandsteine»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Plattensandsteine der OMM-I, die zwischen der Unteren und Oberen Seelaffe liegen.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Diese Unteren Plattensandsteine entsprechen den Mittleren Plattensandsteinen von Hantke 2004 !
      • Hauteten-Nagelfluh Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Hauteten (AR), am Zusammenfluss der Sitter und des Wattbaches

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Bunte Nagelfluh mit einem vielfältigen Geröllspektrum.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        Ca. 23 m in der Tiefbohrung St.Gallen (Naef 2015).
        Geografische Verbreitung
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        Typusregion
        -
        Kommentar
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      • «Untere Seelaffe» Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Harter Muschelsandstein.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Vom Rheintal bis ins Schaugentobel (Goldach bei St. Gallen): Schaugentobel-Rossbüchel-Landegg.
        Typusregion
        -
        Kommentar
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      • «Unterste Plattensandsteine»

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        informeller Begriff
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Plattensandsteine der OMM-I, die zwischen dem Basiskonglomerat und der Unteren Seelaffe liegen.
        Alter
        -
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        -
        Typusregion
        -
        Kommentar
        Diese Untersten Plattensandsteine entsprechen den Unteren Plattensandsteinen von Hantke 2004 !
        • «Untere Flözgruppe» Detailanzeige

          Herkunft des Namens
          -
          Rang
          lithostratigraphische Einheit
          Status
          lokaler Begriff (informell)
          Gültiger Name
          Kurzbeschreibung
          -
          Alter
          -
          Mächtigkeit
          -
          Geografische Verbreitung
          -
          Typusregion
          -
          Kommentar
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    • «Wellendominierte regressive Einheit» Detailanzeige

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Wellendominierter unterer Teil der Luzern-Formation, welcher durch die Assoziation von Küstenebene- und Schlickwattsedimenten charakterisiert ist.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      "In den Profilen westlich der Stadt Luzern können in der wellendominierten regressiven Serie jeweils alle vier regressiven Grosssequenzen beobachtet werden; am Zürichsee (Bäch) ist es gerade noch eine (die oberste) und östlich des Zürichsees fehlt diese Serie vollständig." (Keller 1987)
      Typusregion
      Subalpine Molasse.
      Kommentar
      -
    • «Basisbänke der OMM-I»

      Herkunft des Namens
      -
      Rang
      lithostratigraphische Einheit
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Die ersten Ablagerungen der OMM liegen mit scharfer Grenze auf den fluvioterrestrischen Sedimenten der USM. Die Basissandsteine bzw. -konglomerate sind meist stark glaukonitisch und können auch als Muschelsandstein entwickelt sein. Darüber folgt eine monotone Abfolge von fossilarmen, plattigen Sandsteinen.
      Alter
      -
      Mächtigkeit
      -
      Geografische Verbreitung
      -
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
      • Aufarbeitungslagen, lokale Muschelsandsteinhorizonte Detailanzeige

        Herkunft des Namens
        -
        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        unbekannter Status
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Lokal verbreitete Aufarbeitungslagen im basalen Bereich der Luzern-Formation bestehend aus grauem oder gelblich-braunem, z.T. gebanktem Sandstein mit dünnen, siltig-feinsandigen Bändern. Darin eingelagert finden sich bis faustgrosse alpine Gerölle, Gerölle bunter USM-Mergel, Tongallen sowie Kalkkonkretionen (Caliche). Vereinzelt treten zudem Lagen von lokalem Muschelsandstein auf, die häufig eine rinnenförmige Basis besitzen, oft Wellenrippeln und Schrägschichtung zeigen sowie alpine Gerölle und Schlammsteingerölle führen.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Oftringen (AG), Zofingen (AG), Safenwil (AG), Mühletal (AG), Brittnau (AG), Wikon (LU), Hirschthal (AG) und Muhen (AG), Riedtal (AG), Reiden (LU), zwischen Talcherain (AG) und Chilchberg (AG), bei Hubel nördlich Pfaffnau (LU).
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Wenigerweier-Nagelfluh Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Wenigerweier (SG)

        Rang
        lithostratigraphische Bank
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Basale bunte Nagelfluh der OMM in der Gegend von St. Gallen.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        5 m im Toggenburg und im Osten, 20 m an der Sitter und an der Steinach, 40 m E der Goldach und an der Urnäsch (Doppelbank),
        Geografische Verbreitung
        Über 70 km vom oberen Zürichsee und Goldingertobel über Wattwil und südlich an St. Gallen vorbei bis zum Bodensee verfolgbar.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
      • Buechberg-Sandstein Detailanzeige

        Herkunft des Namens

        Buechberg (SG), Thal [non: Buechberg (SG) - Untereggen ; non: Buechberg (SZ)]

        Rang
        lithostratigraphische Einheit
        Status
        lokaler Begriff (informell)
        Gültiger Name
        Kurzbeschreibung
        Transgressiver Sandstein an der Basis der OMM der Ostschweiz, der Glaukonit, Bryozoenreste und Foraminiferen enthält und durch einen hohen Kalkgehalt, Wellenrippeln, Schrägschichtung und Rinnenfüllungen charakterisiert ist.
        Alter
        Burdigalien - Burdigalien
        Mächtigkeit
        -
        Geografische Verbreitung
        Bodenseegebiet.
        Typusregion
        -
        Kommentar
        -
  • Sense-Formation Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Fluss Sense = Singine (BE)/(FR)

    Rang
    lithostratigraphische Formation
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Bläulich, gelb- bis olivgrauer, Glaukonit-führender, massig-bankiger Fein- bis Mittelsandstein, der von dünnplattig-feinschichtigem Sand- und Siltstein mit blau- bis gelbgrauen, z.T. brekziösen Mergelzwischenlagen überlagert wird. Ein Muschelsandsteinhorizont («Leithorizont 2a») erlaubt die Zweiteilung der Abfolge. Neben einem basalen Konglomerat (Scherli-Nagelfluh, «Leithorizont 1») treten gelegentlich andere, lokale Horizonte wie ein Muschelsandstein/–konglomerat und z.T. Balaniden-führende und polymikte Nagelfluhen auf.
    Alter
    spätestes Aquitanien - frühes Burdigalien
    Mächtigkeit
    Ca. 320 - 450 m, ist jedoch grösseren Schwankungen unterworfen. Generell nimmt die Mächtigkeit von Norden nach Süden zu.
    Sense-Schichten (und Liegendes)
    Sense-Schichten (und Liegendes)
    Grüner Sandstein der Sense-Schichten
    Grüner Sandstein der Sense-Schichten
    Geografische Verbreitung
    Mängistorfberg (BE), im Gebiet zwischen dem Scherligrabe (BE) und der Berner Altstadt, bei der Nydeggbrücke (BE), zwischen Ulmizberg (BE) und Köniz (BE), am Gurten (BE), beim Aargauerstalden (BE), westlich von Säriswil (BE), im Weidhusgrabe bei Innerberg (BE), Frieswil (BE), im Gebiet Sense–Schwarzwasser–Bütschelbach, Ostermundigen (BE), im Nordabhang des Grauholzes (BE), an der Nordseite des Bantigers (BE), am Thorberg (BE), beiderseits des Lindentals (BE), an der Stockeren (BE), im Gebiet der Lutzeren (BE), Krauchthal (BE), Stettlen (BE), Boll (BE), am Hätteberg (BE).
    Typusregion
    Sense- und Schwarzwasserschlucht (BE)
    Kommentar
    Der Übergang zwischen Sense- und Luzern-Formation findet um die Aare/Emme statt.
    • Meinisberg-Muschelsandstein Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Meinisberg (BE), am Südfuss des Bütterberges

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Leithorizont im Dach der Sandsteinabfolge der Chnebelburg-Schichten (bzw. der Sense-Formation), bestehend aus (hell)grünlichem glaukonithaltigem Kalksandstein mit vielen Schalentrümmern. Die Muscheltrümmer sind an einzelnen Stellen nestartig im Muschelsandstein angereichert. Gelegentlich beginnt der Meinisberg-Muschelsandstein unten mit einer ca. 0.5 m mächtigen Muschelbank.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      5-15 m (Rutsch & Schlüchter 1973, Gruner et al. 2013)
      Geografische Verbreitung
      Bei der Chnebelburg am Jäissberg (BE), auf dem Bucheggberg (SO) zwischen Balm b. Messen und Biezwil.
      Typusregion
      Berner Seeland (BE)
      Kommentar
      -
    • Grès coquillier de la Molière Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Tour de la Molière (FR) - Murist

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      informeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Niveaux de grès coquilliers durs à stratification entrecroisée irrégulière (dunes sous-marines), situés dans la partie inférieure de la Formation de la Singine (OMM-I).
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      -
      Carrière de la Tour de la Molière
      Carrière de la Tour de la Molière
      Carrière de la Molière
      Carrière de la Molière
      Grès coquillier de la Molière
      Grès coquillier de la Molière
      Grès coquillier de la Molière
      Grès coquillier de la Molière
      Geografische Verbreitung
      Seiry (Tour de la Molière), Bollion, Châbles, Murist.
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -
    • Scherli-Nagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Scherligrabe (BE), bei Niederscherli

      Rang
      lithostratigraphische Bank
      Status
      lokaler Begriff (informell)
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Quarzitreiche Nagelfluhbank an der Basis der Sense-Formation. Häufig füllt dieses Konglomerat Erosionsrinnen in der Unterlage auf.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      0,5 - 2 m (Becker 1972) ; max. bis ca. 7 - 8 m.
      Geografische Verbreitung
      Setzt sich vom Scherligrabe (BE) bis 500 m südlich von Mengestorf (BE) fort und lässt sich in Form von Geröllschnüren östlich und nördlich davon bis in die Südflanke des Mängistorfbergs (BE) weiter verfolgen. Am Ostende der Dalmazibrücke (BE) als Geröll-führende Sandsteine (laterale Ausläufer).
      Typusregion
      Sensegebiet, Berner Mittelland (BE).
      Kommentar
      Der Scherlibach quert zwei unterschiedliche Quarzitnagelfluhe durch: bei Niederscherli wurde die Scherli-Nagelfluh (Basis der Sense-Schichten) definiert, während es sich bei Oberscherli um die Bütschelbach-Nagelfluh (Basis der Belpberg-Schichten) handelt.
    • Brüttelen-Muschelnagelfluh Detailanzeige

      Herkunft des Namens

      Brüttelen (BE), ca. 10 km westlich Aarberg

      Rang
      lithostratigraphisches Member
      Status
      gültiger formeller Begriff
      Gültiger Name
      Kurzbeschreibung
      Leithorizont an der Basis der Sandsteinabfolge der Chnebelburg-Schichten (bzw. der Sense-Formation), bestehend aus Geröll-führendem Kalksandstein mit Schalentrümmern und Steinkernen von Mollusken. Die Gerölle bestehen hauptsächlich aus verschiedenfarbigen Quarziten, Graniten, Gneisen und Hornsteinen, während Kalkgerölle eher selten auftreten.
      Alter
      Burdigalien - Burdigalien
      Mächtigkeit
      1 - 10 m (Rutsch & Schlüchter 1973): 1,5 m am Jäissberg, ca. 10 m an der Strasse Balm-Lüterswil (Gruner et al. 2013).
      Geografische Verbreitung
      Berner Seeland: Brüttelen (BE), am Jäissberg (BE), an der Strasse Balm b. Messen (SO) – Lüterswil (SO), am Frienisberg (BE), Saurenhorn (BE), Schnottwil (SO), westlich von Säriswil (BE), im Weidhusgrabe bei Innerberg (BE), Frieswil (BE) + Chräjeberg (Madretsch).
      Typusregion
      -
      Kommentar
      -