Lichtensteig-Formation

Zur Übersicht

Darstellung, Status

Index
m3L
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 250 G: 220 B: 160
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Lichtensteig-Formation
Französisch
Formation de Lichtensteig
Italienisch
Formazione di Lichtensteig
Englisch
Lichtensteig Formation
Herkunft des Namens

Lichtensteig (SG) im Toggenburg

Historische Varianten
Untere (Stufe der) OSM (Tanner 1944), Unteres Tortonien (Büchi 1950), Basiszone der OSM (Büchi 1958), Lichtensteiger Schichten (Hottinger et al. 1970), Basiszone = Lichtensteiger Schichten (Hofmann 1993).
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Geröllpetrographie (Habicht 1987): Flyschsandstein, Sandkalk, Dolomit, Kristallingesteine (u.a. roter Granit, Ophiolit).

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
500 - 550 m (Büchi 1959).

Komponenten

Lithologien
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • Mergelstein
  • Nagelfluh
Mineralien
-
Fossilien
  • Säugetiere
  • Helicideen

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Fluvioterrestrisches Äquivalent der OMM.
Stratigraphische Diskussion
OSM-I

Alter

Alter Top
Langhien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
spätestes Burdigalien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
Hörnli-Schuttfächer (d.h. proximaler, hauptsächlich konglomeratischer Teil der Hörnli-Schüttung).
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
  • Oberer Rickenbach (SG)
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2720300 / 1238450)
    Notizen
    • Büchi & Welti 1951 S.202, Habicht 1987
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Hottinger L., Matter A., Nabholz W., Schindler C. (1970): Erläuterungen zu Blatt 1093 Hörnli. , Geologischer Atlas der Schweiz 1:25'000, 57

S.8: Die Lichtensteiger Schichten, welche der Basiszone der OSM von Büchi (1958a) entsprechen, sind nur in der SE-Ecke des Kartenblattes in der Umgebung von Lichtensteig aufgeschlossen. Sie sind nach Büchi (1959) 500 - 550 m mächtig. Ihr Kontakt zu der liegenden Oberen Meeresmolasse befindet sich ausserhalb des Kartenblattes; auf letzterem sind bloss die oberen 400 m der Lichtensteiger Schichten anzutreffen. Die Lichtensteiger Schichten bestehen nach Büchi & Welti (1951) zu 90% aus Nagelfluh. Die einzelnen, teilweise 20 m mächtigen Nagelfluhbänke werden im allgemeinen durch dünne, weniger als 5 m mächtige, gelbbraune und bunte Mergel- und Mergelsandstein-Horizonte unterbrochen (Tafel II, Profil Schmassmann). Gelegentlich liegt Nagelfluhbank direkt auf Nagelfluhbank, ohne trennende Mergelzwischenlage oder bloss mit Resten der ursprünglich vor Ablagerung der oberen Nagelfluhbank vorhanden gewesenen mächtigeren Mergelhorizonte. Diese wurden offensichtlich vor der Sedimentation der hangenden Nagelfluhbank erodiert, in den meisten Fällen wohl durch dasselbe Hochwasser, welches dann bei nachlassender Transportkraft die Konglomerate ablagerte. Rinnen und Kolkmarken der Nagelfluhen in den liegenden Mergeln sind häufig und ein deutlicher Beweis für die Erosion, die jeder neuene Schüttung einer Nagelfluhlage voranging. Durch solche Amalgamierung zweier oder mehrerer Nagelfluhbänke wird eine schienbare Mächtigkeit der "einzelnen" Nagelfluhbänke von bis 50 m erreicht. Auf Blatt Hörnli besteht kein lückenlos aufgeschlossenes Profil durch die Lichtensteiger Schichten. Die besten Aufschlüsse finden sich in den Hängen NW Lichtensteig.

Neubearbeitung
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

LICHTENSTEIGER SCHICHTEN (OSM ; «Tortonien») Hottinger et al. (1970b): Erläuterungen: Geologischer Atlas der Schweiz 1:25000, Blatt 1093 Hörnli (Nr. 57), p.8. Originalzitat: «Die Lichtensteiger Schichten, welche der Basiszone der OSM von Büchi (1958a) entsprechen, sind ... in der Umgebung von Lichtensteig aufgeschlossen ..., (sie) bestehen nach Büchi & Welti (1951) zu 90% aus Nagelfluh.» Synonyma: Untere (Stufe der) OSM Tanner 1944: 33, 53. Unteres Tortonien Büchi 1950: 87, >>> Basiszone der OSM Büchi 1957b: 36. Lithologie: Die bis 20 m mächtigen Nagelfluhbänke werden durch dünne gelbbraune und bunte Mergel- und Mergelsandstein-Horizonte unterbrochen. Gelegentlich liegt Nagelfluh auf Nagelfluh an Erosionsflächen. Geröllbestand: Volumenmässig stehen Flyschsandsteine und Sandkalke obenan. Trias-Dolomite sind zahlreich unter den kleinen Geröllen. Kristallingerölle (darunter rote Granite und Ophiolithe) nach Geröllzählungen bis 24%, am höchsten in der basalen Nagelfluh. Typlokalität: Lichtensteig im Toggenburg (LK-Blatt 1093 Hörnli). Typprofil: Oberer Rickenbach (LK-Blatt 1113 Ricken), siehe Büchi & welti 1951: 202). Das Profil umfasst nicht die ganze Serie. Mächtigkeit: 500 - 550 m (BÜCHI 1960, Tab. I). Stratigraphischer Verband: Liegendes: Fluvioterrestrisches Äquivalent der OMM. Hangendes: >>> Degersheimer Kalknagelfluh. Verbreitung, Fazies und Paläogeographie: In typischer, nagelfluhreicher Ausbildung auf den zentralen Hörnli-Schuttfächer beschränkt. Im Sittertal besteht das durch Leithorizonte verfolgbare Schichtpaket fast ausschliesslich aus Mergeln mit einigen wenigen Nagelfluhbänken (BÜCHI 1950). Auch nach W zu nimmt gegen das Zürichseegebiet hin der Nagelfluh-Anteil rasch auf 30% ab zugunsten von Mergeln (Büchi 1958a: 78). Das Ablagerungsmilieu verändert sich entsprechend von fluviatilterrestrisch zu limnisch (im weiteren Sinne). Daraus und aus lokalen Schwankungen des Nagelfluhanteils im Schüttungszentrum lässt sich schliessen, dass die Grobklastika von divergierenden Schüttungsarmen des Ur-Rheins von SE her geliefert wurden (Büchi 1950: 89, Hofmann 1959b: 71). Aus dem Gesagten geht hervor, dass man die Bezeichnung «Lichtensteiger Schichten» vielleicht als Lokalbezeichnung für die Nagelfluhfazies betrachten sollte und dass anderseits >>> «Basiszone der OSM» als regionalere, auch für die Randteile des Hörnli-Schuttfächers geltende stratigraphische Unterabteilung weiterhin vorzuziehen ist. Fossilführung und Alter: Graue und kohlige Mergel mit Heliciden und Knochenresten von Säugern wurden von Büchi gefunden. Die Zuweisung zum «Tortonien» erfolgte jedoch aufgrund lithostratigraphischer Kriteria. Nach heutiger Kenntnis ist sie ungültig. Literatur: Büchi 1950: 87, 89, 1957b: 36, 1958a: 78, 1960: Tab.I; Büchi & welti 1951: 202; Hofmann 1959b: 71; hottinger et al. 1970b: 8; Tanner 1944: 33, 51-54, 57-59.

Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Lichtensteig-Tuffhorizont Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Lichtensteig (SG)

    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Aschenführender roter Mergel der OSM-I im zentralen Hörnlischuttfächer.
    Alter
    -
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -