Hüllistein-Konglomerat

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 240 G: 210 B: 195
Rang
lithostratigraphische Bank
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
lokaler Begriff (informell)
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch
Hüllistein-Konglomerat
Französisch
Conglomérat d'Hüllistein
Italienisch
Conglomerato di Hüllistein
Englisch
Hüllistein Conglomerate
Herkunft des Namens

Hüllistein bei Rüti (ZH)

Historische Varianten
Nagelflue von Hüllenstein (Escher & Mousson 1862 S.15), Hüllesteiner Nagelfluh (Herbordt 1907), Hüllisteiner Nagelfluh (Pavoni 1957), Hüllistein-Konglomerat (Bürgisser 1980), "Hüllistein"-Leithorizont (Bolliger et al. 1988), Hüllistein conglomerate = Hüllistein-massflow (Bolliger 1998a), Hüllistein-Kalknaglelfuh (Bolliger 1999), Hüllistein horizon (Kälin & Kempf 2009).
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

Zu «Appenzellergranit»-Leitniveau: „Dieser einmalige und wichtigste, auf die Verschwemmung von Material eines alpinen Bergsturzes zurückzuführende Leithorizont innerhalb der OSM des Hörnli-Schuttfächers ist im Untersuchungsgebiet an verschiedenen Lokalitäten gut aufgeschlossen. Eine ausführliche Monographie dieses Niveaus hat Bürgisser (1980) erstellt. Das «Appenzellergranit»-Leitniveau besteht im Untersuchungs­perimeter aus einer 2 - 3 m dicken gebankten Schicht aus graubeigem Kalksilt­stein bis siltigem Kalkfeinsandstein, dem sogenannten Meilener Kalk (MK). Die konglomeratische Ausbildung (Hüllistein-Konglomerat) findet sich in diesem distalen Bereich des Hörnlischuttfächers nur an einer Lokalität im Sihltal bei der Station Sihlbrugg (Pavoni 1957, S.209).“ [Gubler 2009 S.19]

Leithorizont: breccia or conglomerate, interpreted to be caused by reworking of a landslide deposit at the former Alpine front [Büchi & Welti 1950, Pavoni 1956, Bürgisser 1980, 1984]

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
0 - 5 m (Pavoni 1957).

Komponenten

Lithologien
  • Kalknagelfluh
  • Konglomerat (Psephite, Rudit) : grain > 2 mm (psephite / rudite: elements = gravel, boulder, block)
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
Das «Appenzellergranit»-Leitniveau stellt einen isochronen Leithorizont im proximalen Hörnli-Schuttfächer dar, der einem einmaligen Ereignis zugeordnet wird (Büchi & Welti 1950, Pavoni 1956, Hottinger et al. 1970, Bürgisser 1980). Während Büchi & Welti (1950) davon ausgingen, dass das Degersheim-Konglomerat und der Meilener Kalk sowie Teile des Hüllistein- und des Abtwil-Konglomerats das Resultat eines einzelnen, katastrophalen Murgangs infolge Auslaufens eines durch einen Bergsturz gestauten inneralpinen Sees war, postuliert Bürgisser (1980) mehrere kurz aufeinander folgende Murgänge (Schlammströme), die infolge Weitertransports des feinkörnigen Materials aus einem Bergsturz am damaligen Alpenrand entstanden. Dabei war das Ablagerungsmilieu teils terrestrisch, teils lakustrisch. Das Hüllistein-Konglomerat besteht demnach, wie das Abtwil-Konglomerat (= fluviatiles Rinnensediment), aus durch Flusstransport aufgearbeitetem Bergsturzmaterial, wurde jedoch hauptsächlich lakustrisch abgelagert, und zwar in mehreren Phasen während und nach der Ablagerung des Meilener Kalkes.

Alter

Alter Top
Langhien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Langhien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
Gesamter Hörnli-Schuttfächer (über mehr als 500 km2, mit einer lateralen Ausbreitung > 65 km), von Abtwil (SG) bis zum oberen Zürichsee (Sihltal, Glattbrugg).
Typusregion
-
Typlokalität
-
Typusprofil
Referenzprofile
-
Point of interest

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Das Hüllistein-Konglomerat besteht aus einer Murgang-Ablagerung und wird als das Resultat eines katastrophalen Murgangs infolge des Auslaufens eines durch einen Bergsturz gestauten inneralpinen Sees interpretiert (Bürgisser 1984).
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Pavoni Nazario (1957): Geologie der Zürcher Molasse zwischen Albiskamm und Pfannenstiel. , Vjschr. natf. Ges. Zürich 102, 117

S. 252: Von Abtwil bei St. Gallen bis nach Feldbach am oberen Zürichsee, somit auf eine Erstreckung von 50 km, ist das Niveau vorwiegend durch die Hüllisteiner Nagelfluh charakterisiert, einen Nagelfluhhorizont, der durch seine dunkelgraue bis schwarze Farbe und seine Zähigkeit («Appenzeller Granit») schon früh auffiel und in der genannten Ausdehnung bereits von A. Escher von der Lindt und A. Mousson (1862) beschrieben worden ist. [...] Die Hüllisteiner Nagelfluh: Dunkelgraue, zähe, schwarze, im allgemeinen feinkörnige Kalk-Dolomit-Nagelfluh, 0 - 5  m (s. S. 158ff.).

Neubearbeitung
Kälin Daniel, Kempf Oliver (2009): High-resolution stratigraphy from the continental record of the Middle Miocene Northern Alpine Foreland Basin of Switzerland. , N. Jb. Geol. Paläont. Abh. 254/1-2, 177-235

The Hüllistein conglomerate is a unique, complex, several meters thick monomictic breccia or conglomerate (Fig. 4c), which covers an area of more than 500 km2 of the Hörnli alluvial fan (PAVONI 1955, BÜRGISSER 1980, 1981, 1984). The breccia is a debris flow deposit and has been interpreted as the result of a catastrophic outburst of an inner-Alpine lake that was dammed by a large landslide of Austroalpine nappes (BÜRGISSER 1984). The fluvial conglomerate above has the same composition and represents the reworked breccia (BÜRGISSER 1980). The distal equivalent of the Hüllistein conglomerate is represented by the up to 2 m thick Meilen limestone (Fig. 4d), which represents the deposit of a shallow lake (PAVONI 1956). The Hüllistein marker bed is the most important regional correlation horizon within the Hörnli alluvial fan.

Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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