Erlenholz-Nagelfluh

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 255 G: 230 B: 195
Rang
lithostratigraphische Einheit
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
informeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
Je nach Autor/Interpretation wird die Erlenholz-Nagelfluh an der Basis der ÖHningen-Schichten (Hofmann 1951 und 1973a), oder an der Basis der Konglomeratstufe (Büchi 1960, Hofmann 1975) gestellt.

Nomenklatur

Deutsch
Erlenholz-Nagelfluh
Französisch
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Italienisch
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Englisch
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Herkunft des Namens

Erlenholz (SG)

Historische Varianten
Erlenholz-Nagelfluh (Hofmann 1951, Habicht 1987), Erlenholz-cgl. (Bolliger 1998a)
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
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Geomorphologischer Ausdruck
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Mächtigkeit
Max. 8 m (Hofmann 1951).

Komponenten

Lithologien
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Mineralien
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Fossilien
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Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
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Untergrenze
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Stratigraphische Diskussion
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Alter

Alter Top
frühes Serravallien
Bermerkungen zu Top
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Alter Basis
spätes Langhien
Bermerkungen zu Basis
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Datierungsmethode
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Geografie

Paläogeografie
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Typusregion
Typlokalität
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Typusprofil
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Referenzprofile
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Point of interest
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Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
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Herkunftstyp
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Bildungsbedingungen
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Sequenz
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Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
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Metamorphosefazies
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Bemerkung zur Metamorphose
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Referenzen

Erstdefinition
Hofmann Franz (1951): Zur Stratigraphie und Tektonik des st.gallisch-thurgauischen Miozäns (Obere Süsswassermolasse) und zur Bodenseegeologie. , Inaugural-Dissertation Univ. Zürich, 88 S.
Neubearbeitung
Habicht J. K. A. (1987): Schweizerisches Mittelland (Molasse). , Internationales Stratigraphisches Lexikon Vol.1 Fasc.7b

ERLENHOLZ-NAGELFLUH (OSM ; «Tortonien») Hofmann, F. (1951): Zur Stratigraphie und Tektonik des st.gallisch-thurgauischen Miozäns (Ob. Süsswassermolasse) und zur Bodenseegeologie. - Ber. st. gall. natw. Ges. 74 p.30. Als Erlenholz-Nagelfluh bezeichnet Hofmann eine maximal 8 m mächtige, im Sittertal W und NNW von St. Gallen aufgeschlossene Nagelfluhbank, die fast unmittelbar über dem >>> Malmkalk-Blockhorizont liegt und diesen sogar an einer oder mehreren Stellen zu erodieren scheint. Typlokalität: Erlenholz, LK-Blatt 1075 Rorschach, Koord. 745.080/ 257.500. Weitere Aufschlüsse an der Sitter N Bernhardzell und im Tüfen-tobel (Tiefenbachtobel der Siegfriedkarte) südlich Engelburg. Nach der SAXER'schen Karte (1964) ist die Nagelfluhbank im Chatzenstrebel (Kat-zenstrebel der Siegfriedkarte) N Rotmonten als deren Fortsetzung zu betrachten. Die Erlenholz-Nagelfluh liegt stratigraphisch ca. 65 m unter der >>> Ramschwag-Nagelfluh und wurde ursprünglich (Hofmann 1951) an die Basis der Unteren Öhninger Mergel gestellt, später an die Basis der Kon-glomeratstufe, wie aus Büchi 1960: 461 gefolgert werden kann. Im Zuge der Neueinstufung der Ramschwag-Nagelfluh unter den Bentonithorizont von Bischofszell wurde die Erlenholz-Nagelfluh von Hofmann 1973a: 86 an die Basis der >>> Öhninger Zone und 1975: 8 in den Basisbereich der >>> Konglomeratstufe plaziert. Nach älterer Ansicht liegt sie im ungefähren Streichen der >>> Degersheimer Kalknagelfluh und könnte als deren Fortsetzung angesehen werden (vgl. Falkner & Ludwig 1903a: 557-558 sowie Büchi & Hofmann 1946: 340). Diese Ansicht lässt sich auch nach der neueren geologischen Karte (Blatt 1075 Rorschach des «Geologischen Atlas der Schweiz l:25 000») durchaus vertreten. Danach würde also die ursprüngliche Ansicht von Büchi & Hofmann zu Recht bestehen, wonach die >>> Degersheimer Kalknagelfluh («Appenzeller Granit») unmittelbar über dem >>> Malmkalk-Blockhorizont liegt und dass beide genetisch eng miteinander verknüpft sind (Bücm & Hofmann 1946: 342). Nach Falkner & Ludwig 1903a: 558 ist die Nagelfluh bei Katzenstre-bel (die wahrscheinliche Fortsetzung der Erlenholz-Nagelfluh) auffallend arm an kristallinen Gerollen und zeichnet sich durch ihre bedeutende Festigkeit aus. Fossilinhalt und Alter: Im ungefähren Niveau der Erlenholz-Nagelfluh liegt die Fundstelle Katzenstrebel (LK-Blatt 1075 Rorschach, Koord. 746.175/256.680, Meereshöhe ca. 730 m), welche u.a. auch eine Säugerfauna geliefert hat, die nach B. engesser (mündliche Mitteilung) mit derjenigen von Sansan verglichen werden kann. Danach wäre das Alter der Erlenholz-Nagelfluh oberes Langhien oder unteres Serravallien. Literatur: Büchi 1960: 491; Büchi & Hofmann 1946: 338-340; Falkner & Ludwig 1903a: 557-558; Hofmann 1951: 30, 53, 55, 60, 1973a: 86, 87; Hofmann et al. 1975: 8; Saxer 1964: Karte.
Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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