Degersheim-Konglomerat

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Darstellung, Status

Index
m3D
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 240 G: 210 B: 195
Rang
lithostratigraphische Bank
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
lokaler Begriff (informell)
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Degersheim-Konglomerat
Französisch
Conglomérat de Degersheim
Italienisch
Conglomerato di Degersheim
Englisch
Degersheim Conglomerate
Herkunft des Namens

Degersheim (SG)

Historische Varianten
«Appenzeller Granit» auct., Kalknagelflue von Degersheim (Deicke 1864), Degersheimer Kalknagelfluh (Büchi & Welti 1950, Büchi 1960, Eugster et al. 1960, Hottinger et al. 1970), Degersheim-Konglomerat (Bürgisser 1980).
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Nagelfluh und grobe bis feine Brekzie mit weisslichem, hartem, kalkigem Bindemittel, sowie Kalk mit eingestreuten, feinbrekziösen, dunklen Komponenten.
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
1 - 3 m (Hottinger et al. 1970).

Komponenten

Lithologien
  • Konglomerat (Psephite, Rudit) : grain > 2 mm (psephite / rudite: elements = gravel, boulder, block)
  • Brekzie : conglomerate with angular components
  • Nagelfluh
Mineralien
-
Fossilien
-

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
Das «Appenzellergranit»-Leitniveau stellt einen isochronen Leithorizont im proximalen Hörnli-Schuttfächer dar, der einem einmaligen Ereignis zugeordnet wird (Büchi & Welti 1950, Pavoni 1956, Hottinger et al. 1970, Bürgisser 1980). Während Büchi & Welti (1950) davon ausgingen, dass das Degersheim-Konglomerat und der Meilener Kalk sowie Teile des Hüllistein- und des Abtwil-Konglomerats das Resultat eines einzelnen, katastrophalen Murgangs infolge Auslaufens eines durch einen Bergsturz gestauten inneralpinen Sees war, postuliert Bürgisser (1980) mehrere kurz aufeinander folgende Murgänge (Schlammströme), die infolge Weitertransports des feinkörnigen Materials aus einem Bergsturz am damaligen Alpenrand entstanden. Dabei war das Ablagerungsmilieu teils terrestrisch, teils lakustrisch. Die Matrix des Degersheim-Konglomerats ist demnach dem feinen, detritischen Schlamm (Kalkarenit bis -lutit) des in einem ausgedehnten See sedimentierten Meilener Kalkes ähnlich.

Alter

Alter Top
Langhien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
Langhien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
Gegen Westen bis Abtwil (1 km westlich von St. Josefen).
Typusregion
-
Typlokalität
-
Typusprofil
Referenzprofile
-
Point of interest
  • Fischingen (TG)
    Merkmale des Ortes
    • typical facies
    • edifice
    Koordinaten
    • (2715440 / 1252410)
    Notizen
    • polierte Säule der Klosterkirche

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Murgangartige Überflutung des Vorlandes, nachdem ein von einem Bergsturzriegel gestauter See katastrophenartig ausgelaufen war. (Büchi & Welti 1951)
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
-
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Deicke J. C. (1854): Das Molassegebilde in der östlichen Schweiz. , Verh. st.gall.-appenz. gemeinnützige Ges. 13

S.78: Bei Degersheim im Neckarthale ist eine Kalknagelfluh eingelagert, von einigen Zoll bis höchstens 4 Fuss Mächtigkeit, die eine bedeutende Festigkeit hat.

Neubearbeitung
Hottinger L., Matter A., Nabholz W., Schindler C. (1970): Erläuterungen zu Blatt 1093 Hörnli. , Geologischer Atlas der Schweiz 1:25'000, 57

Typisch sind neben dem Bindemittel die zahlreichen fast schwarzen Dolomit- und Kalkkomponenten, vermutlich ostalpiner Herkunft (Arlbergkalke und -Dolomite, Raiblerkalke). Die kristallinen Komponenten treten stark zurück.

Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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