Abtwil-Konglomerat

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 240 G: 210 B: 195
Rang
lithostratigraphische Bank
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
lokaler Begriff (informell)
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch
Abtwil-Konglomerat
Französisch
Conglomérat d'Abtwil
Italienisch
Conglomerato di Abtwil
Englisch
Abtwil Conglomerate
Herkunft des Namens

Abtwil (SG)

Historische Varianten
Kalknagelflue von Abtwyl (Deicke 1864), Abtwiler Kalknagelfluh (Ludwig 1922 und 1930a, Tanner 1944), Abtwiler Kalk-Dolomit-Nagelfluh (Hofmann 1973a), Abtwil-Konglomerat (Bürgisser 1980), Abtwiler (Degersheimer) Kalknagelfluh (Bl. Bischofszell).
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Konglomeratische Ausbildung des «Appenzellergranit»-Leitniveaus (Basisbank der OSM-II).
Geomorphologischer Ausdruck
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Mächtigkeit
-

Komponenten

Lithologien
  • Konglomerat (Psephite, Rudit) : grain > 2 mm (psephite / rudite: elements = gravel, boulder, block)
Mineralien
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Fossilien
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Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
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Untergrenze
-
Stratigraphische Diskussion
Das «Appenzellergranit»-Leitniveau stellt einen isochronen Leithorizont im proximalen Hörnli-Schuttfächer dar, der einem einmaligen Ereignis zugeordnet wird (Büchi & Welti 1950, Pavoni 1956, Hottinger et al. 1970, Bürgisser 1980). Während Büchi & Welti (1950) davon ausgingen, dass das Degersheim-Konglomerat und der Meilener Kalk sowie Teile des Hüllistein- und des Abtwil-Konglomerats das Resultat eines einzelnen, katastrophalen Murgangs infolge Auslaufens eines durch einen Bergsturz gestauten inneralpinen Sees war, postuliert Bürgisser (1980) mehrere kurz aufeinander folgende Murgänge (Schlammströme), die infolge Weitertransports des feinkörnigen Materials aus einem Bergsturz am damaligen Alpenrand entstanden. Dabei war das Ablagerungsmilieu teils terrestrisch, teils lakustrisch. Beim Abtwil-Konglomerat handelt es sich demnach um ein fluviatiles Rinnensediment mit einem Anteil an aufgearbeitetem Bergsturzmaterial.

Alter

Alter Top
Langhien
Bermerkungen zu Top
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Alter Basis
Langhien
Bermerkungen zu Basis
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Datierungsmethode
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Geografie

Paläogeografie
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Typusregion
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Typlokalität
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Typusprofil
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Referenzprofile
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Point of interest
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Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
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Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Mittelländische Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
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Bemerkung zur Metamorphose
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Referenzen

Erstdefinition
Deicke J. C. (1864): Über die Bildung der Molassegesteine in der Schweiz. , N. Jb. Mineral. Geol. Paläont. (1864), 659-664

S.661: Ausser den Schalen von Tierresten gehören auch viele Kalksteine zu dem Aragonit. Wir finden daher auch Mollassengesteine, die keine oder nur wenige organische Reste einschliessen, deren Grundmasse durch ein Kalkzement sehr fest verbunden ist. Zu diesen Gesteinen gehören die Kalknagelflue mit Geröllen von der Grösse einer Wallnuss von Schrotwyl bei Büren im Kanton Freiburg, die zu Mühlsteinen verwendet werden; ferner die Kalknagelflue von Degersheim und andere Gegenden des Toggenburg, die Kalknagelflue von Abtwyl im Kanton St. Gallen u.s.f.

Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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