Rigi-Formation

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 195 G: 155 B: 110
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
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SKS-Datum
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Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Rigi-Formation
Französisch
Formation du Rigi
Italienisch
Formazione del Rigi
Englisch
Rigi Formation
Herkunft des Namens

Rigi (SZ), Arth

Historische Varianten
Rigi-Nagelfluh (Früh 1888), Rigi Formation (Schlunegger 1995 S.47), Rigi-Formation (Hantke 2006).
Nomenklatorischer Kommentar
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Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

„Die Rigi-Formation (Schlunegger 1995) besteht aus einer Wechsellagerung von massigen, mehr als 20 m mächtigen Konglomerat­bänken mit dünnen, überwiegend rot gefleckten siltigen Tonen. Sie umfasst nach Schlunegger (1995) zwei Formationsglieder: Die Radiolaritreiche Nagelfluh (= Radiolarit-reiche Serie Stürm 1973, o3R) und die Bunte Rigi-Nagelfluh (= Bunte Serie s.str. Stürm 1973).“ [Hantke 2006 S.23]

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
Max. ca. 2'000 m an der Rigi (Schlunegger 1995), 1'800 - 1'900 m (Hantke 2006).

Komponenten

Lithologien
  • Konglomerat (Psephite, Rudit) : grain > 2 mm (psephite / rudite: elements = gravel, boulder, block)
  • Tonstein : karbonatfrei
Mineralien
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Fossilien
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Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Die Liegendgrenze zur Weggis-Formation wird mit dem Erscheinen der ersten roten Radiolaritgerölle gezogen.
Stratigraphische Diskussion
Petrographische und sedimentologische Vergleiche lassen erkennen, dass die Molasse rouge des Rigi-Gebietes, die Weggis-Formation und die Rigi-Formation von einem einzigen progradierenden Flusssystem, nämlich der Rigi-Schüttung, geschüttet wurden (Stürm 1973). Im Gebiet des Blattes 116 Rigi verlegte die weitergehende Progradation des Rigi-Schuttfächers die fluviatilen Faziesbereiche nach Norden, sodass die Weggis-Formation mit nordostwärts gerichteter Konglomeratschüttung und schliesslich die radial gerichtete Rigi-Formation zur Ablagerung gelangten.

Alter

Alter Top
spätes Oligozän
Bermerkungen zu Top
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Alter Basis
spätes Oligozän
Bermerkungen zu Basis
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Datierungsmethode
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Geografie

Paläogeografie
Am Rossberg (SZ/ZG)
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
  • Fischchrattengraben und Rigi Westgrat
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Koordinaten
    • (2679475 / 1213000)
    Notizen
    • Schlunegger 1995 Fig. 2.14: 2000 m zwischen Weggis-Fm. (unten) und Scheidegg-Nagelfluh (oben).
Referenzprofile
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Point of interest
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Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Hauptteil der Rigi-Schüttung, radial gerichtet.
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Subalpine Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Schlunegger Fritz (1995): Magnetostratigraphie und fazielle Entwicklung der Unteren Süsswassermolasse zwischen Aare und Limmat. , Inauguraldissertation Universität Bern, 185 S.

Die Rigi-Formation besteht aus einer Wechsellagerung von massigen, mehr als 20 m mächtigen Konglomeratbänken und dünnen, rot gefleckten, siltigen Tonen. Im Dach des Rigi Profils treten siltig-tonige Zwischenfugen stark zurück, der Durchmesser der Gerölle nimmt bis maximal 1 m zu, und die Bankung innerhalb der Konglomerate nimmt sukzessive ab.

Neubearbeitung
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Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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  • Bunte Rigi-Nagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Rigi (SZ) sowie Erstauftreten von Kristallin-Gerölle (insb. roter Granit)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von Kristallin-führender Kalk-Dolomit-Nagelfluh mit Sandsteinen und Mergeln. Die Gerölle bestehen aus Kristallingesteinen (überwiegend aus hellrotem Rigi-Granit), Mocausa-Konglomerat, Radiolarit-Aptychenkalk-Gruppe, sowie aus Flyschgeröllen.
    Alter
    spätes Oligozän - spätes Oligozän
    Mächtigkeit
    Ca. 650 m (Stürm 1973) ; 1'100 - 1'400 m (Hantke 2006).
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Rigi (LU/SZ).
    Kommentar
    -
  • Radiolaritreiche Nagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    Erstauftreten von Radiolarit-Geröllen.
    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von Kalknagelfluh (rund 60 % der Abfolge) mit Sandstein und Mergel. Im Konglomerat treten Radiolarit- (5-10%), Aptychenkalk- und Flyschgerölle vor.
    Alter
    spätes Oligozän - spätes Oligozän
    Mächtigkeit
    320 m (Schlunegger 1995), bis 400 - 500 m.
    Geografische Verbreitung
    -
    Typusregion
    Rigi (LU/SZ).
    Kommentar
    -