Radiolaritreiche Nagelfluh

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Darstellung, Status

Index
o3R
CMYK-Farbe
-
RGB-Farbe
R: 190 G: 150 B: 105
Rang
lithostratigraphisches Member
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
inkorrekter Begriff (jedoch informell gebraucht)
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch
Radiolaritreiche Nagelfluh
Französisch
Radiolaritreiche Nagelfluh
Italienisch
Radiolaritreiche Nagelfluh
Englisch
Radiolarite-rich Conglomerate
Herkunft des Namens
Erstauftreten von Radiolarit-Geröllen.
Historische Varianten
Radiolarit-reiche Serie (Stürm 1973, Frei 1979), Radiolaritreiche Nagelfluh (Schlunegger 1995, Hantke 2006).
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

„Die Radiolaritreiche Nagelfluh (Schlunegger 1995) besteht aus einer Wechsellagerung von Nagelfluh, Sandstein und Mergel, wobei die Nagelfluh etwa 60% der Abfolge ausmacht. Die Gerölle der Nagelfluhen bestehen zu über 50 % aus Gesteinen der Radiolarit-Aptychenkalk-Gruppe; der Anteil an Radiolarit und brekziösem Begleitgut liegt über 20%. Rote, ver­witterungs­resistente Radiolarite alleine machen 5 - 10% der Gerölle aus. Gerölle von Mocausa-Konglomerat sind spärlich. Sie zeichnen sich durch einen höheren Anteil an Radiolaritkomponenten aus als jene aus der Bunten Nagelfluh und stammen aus Äquivalenten der Simmen-Decke.“ [Hantke 2006 S.24]

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
320 m (Schlunegger 1995), bis 400 - 500 m.

Komponenten

Lithologien
  • Kalknagelfluh
  • Sandstein (Psammit, Arenit) : grains 1/16 mm - 2 mm
  • Mergelstein
Mineralien
-
Fossilien
  • Blätter
  • Pflanzen : Plantae

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Die Liegendgrenze zur Weggis-Formation wird mit dem Erscheinen der ersten roten Radiolaritgeröllen gezogen. Dazu niedriger Zirkon-Gehalt, hoher Spinell- und Chert-Gehalt (Stürm 1973).
Stratigraphische Diskussion
Die Radiolaritreiche Nagelfluh mit hohem Cr-Gehalt stammt von einem südpenninischen, ophiolithreichen Element (Stürm 1973). Die spärlichen Vorkommen von Geröllen von Mocausa-Konglomerat stammen aus Äquivalenten der Simmen-Decke.

Alter

Alter Top
spätes Oligozän
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
spätes Oligozän
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode
-

Geografie

Paläogeografie
-
Typusregion
Typlokalität
-
Typusprofil
-
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
-
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Subalpine Molasse Molassebecken
  • Oberrhein-Graben
    • Laufen-Becken
  • Molasse du Jura
    • Delémont-Becken
  • Mittelländische Molasse
  • Subalpine Molasse
  • Molasse Schüttungen
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
Stürm Bruno (1973): Die Rigi-Schüttung - Sedimentpetrographie, Sedimentologie, Paläogeographie, Tektonik. , Inaugural-Dissertation, Universität Zürich

S.52: Die Radiolaritreiche Serie weist eine durchschnittliche Mächtigkeit von 400 m auf. Sie beginnt mit dem Kristallin-Einsatz [sic ; Radiolarit-Einsatz!]. Im unteren Teil (Uebergangszone I) treten Nagelfluhen auf, die geröllpetrographisch zwischen Weggiser NF und Radiolarit NF stehen. Der mittlere und obere Teil fällt mit der stratigraphischen Verbreitung des eigentlichen Radiolarit-NF Typs zusammen. Sedimentpetrographisch unterschiedet sich die Radiolaritreiche Serie von der Weggiser Serie s.l. vor allem durch den niedrigeren Zirkon-Gehalt (47 gegenüber 60%), den höheren Spinell-Gehalt (10 gegenüber 15% [sic]), sowie den höheren Chert-Gehalt (39 gegenüber 24%).

Neubearbeitung
Schlunegger Fritz (1995): Magnetostratigraphie und fazielle Entwicklung der Unteren Süsswassermolasse zwischen Aare und Limmat. , Inauguraldissertation Universität Bern, 185 S.
Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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