Honegg-Mergel

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Darstellung, Status

Index
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CMYK-Farbe
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RGB-Farbe
R: 195 G: 155 B: 110
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
Formelle Definition durch Schlunegger (1995).
SKS-Datum
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Kommentar
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Nomenklatur

Deutsch
Honegg-Mergel
Französisch
Marne de la Honegg
Italienisch
Marna della Honegg
Englisch
Honegg Marl
Herkunft des Namens

Gipfel der Honegg (BE), Eriz

Historische Varianten
Bresseren-Schichten (Beck 1923), Honegg-Mergel (Haus 1937), Honegg Mergel Formation (Schlunegger 1995), Honegg-Mergel-Formation (Jordi 2012).
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung

- Geröllspektrum: Flyschgesteine auffallend, Nummulitenkalk lokal vorhanden - Schwerminerale: reich an Apatit, Epidot, Staurolith, Zirkon und Turmalin etwa gleichverteilt.

Sandiger, lehmgelber, teils braunfleckiger, seltener grünlich und gesprenkelter Mergel, der häufig pedogenetisch gebildete Kalk- und Limonitkonkretionen enthält. Vielerorts sind dünne Bänke oder Rinnenfüllungen aus hellbräunlichem, grobkörnigem, «granitischem» Sandstein eingeschaltet. Lokal tritt auch Kalknagelfluh (Kaltbach-Nagelfluh) in Form von Rinnenfüllungen auf, die bis zu 50 cm grosse Komponenten führt und im Vergleich zur Honegg-Nagelfluh einen hohen Anteil an Flysch- und Nummulitenkalkgeröllen aufweist.

Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
500 - 600 m (Haus in Habicht 1987). Ca. 240 m am Typuprofil im Prässerebach (Schlunegger et al. 1993, Schlunegger 1995).

Komponenten

Lithologien
  • Kalknagelfluh
  • Mergelstein
  • Nagelfluh
  • flysch
Mineralien
-
Fossilien
  • Spurenfossilien
  • Säugetiere

Hierarchie und Abfolge

Übergeordnete Einheit
Untergeordnete Einheiten
Hangendes
    -
Liegendes
Laterales Äquivalent
Obergrenze
-
Untergrenze
Gradueller, lateraler und vertikaler Übergang zur Thun-Formation. Die Grenze wird dort gezogen, wo die siltig-tonigen Sedimente des Honegg-Mergels die kristallinreichen Konglomerate der Thun-Formation an Mächtigkeit übertreffen (Schlunegger 1995).
Stratigraphische Diskussion
-

Alter

Alter Top
frühes Aquitanien
Bermerkungen zu Top

Rickenbach bis Boudry-2 = MP29-MN1

Alter Basis
spätes Chattien
Bermerkungen zu Basis

Fornant 6 = MP28 im Prässerebach

Datierungsmethode

Kleinsäuger der Zonen MP28 bis höchstens MN1 (Spätes Chattien – Frühes Aquitanien ; Jordi 2012). Da der Honegg-Mergel am Nordhang des Hohgants jedoch sukzessive Schichten der Honegg-Nagelfluh ersetzt, dürfte er dort älter sein.

Geografie

Paläogeografie
Zwischen Thun und Schangnau.
Typusregion
Typlokalität
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Typusprofil
  • Prässerebach (BE)
    Merkmale des Ortes
    • upper boundary
    • lower boundary
    • typical facies
    Zugänglichkeit des Ortes
    • river bed
    Koordinaten
    • (2623750 / 1178800)
    Notizen
    • Schlunegger 1995 Fig. 2.6: 290 m (davon 50 m tektonisch dupliziert) zwischen Thun-Fm. (unten) und Gitzischöpf-Nagelfluh (oben).
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Nordalpine Vorlandbecken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Schwemmebene («Überschwemmungsfazies»).
Sequenz
Der Honegg-Mergel folgt mit ziemlich raschem Wechsel über der bunten Honegg-Nagelfluh (bzw. der Thun-Formation nach Schlunegger (1995)), scheint sich aber gegen Norden, beispielsweise am Nordhang des Hohgants, lateral mit dieser zu verzahnen, also sukzessive ältere Schicht der Honegg-Nagelfluh zu ersetzen. Zwischen Bumbach und dem Kemmeribodenbad streicht der Honegg-Mergel diskordant unter die Ralligen-Hilferen-Schuppe bzw. den subalpinen Flysch.
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Subalpine Molasse
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
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Bemerkung zur Metamorphose
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Referenzen

Neubearbeitung
Schlunegger Fritz (1995): Magnetostratigraphie und fazielle Entwicklung der Unteren Süsswassermolasse zwischen Aare und Limmat. , Inauguraldissertation Universität Bern, 185 S.

Die Honegg Mergel Formation besteht aus einer Abfolge mächtiger gelber Flyschmergel mit eingeschalteten linsenförmigen, tief erodierten und schlecht sortierten Grobkonglomeraten (Fig. 2.6). Die Konglomerate fallen durch den Reichtum an Flyschgeröllen auf, welche hauptsächlich aus nordpenninischen Flyschdecken bezogen werden (Gasser 1967). Zusätzlich enthalten einige Konglomeratbänke Gerölle mit einer reichen Nummulitenfauna.

Wichtige Publikationen
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Material und Varia

Anwendungen
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  • Kaltbach-Nagelfluh Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Kaltbach = Chaltbach (BE)

    Rang
    lithostratigraphische Einheit
    Status
    lokaler Begriff (informell)
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Grobblockige Kalknagelfluh in Form von Rinnenfüllungen innerhalb des Honegg-Mergels. Diese unterscheidet sich von der Honegg-Nagelfluh durch einen hohen Anteil an Flysch- und Nummulitenkalkgeröllen.
    Alter
    spätes Chattien - frühes Aquitanien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
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    Typusregion
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    Kommentar
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