Villigen-Formation

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Darstellung, Status

Index
i6
CMYK-Farbe
30 / 20 / 10 / 0
RGB-Farbe
R: 190 G: 200 B: 220
Rang
lithostratigraphische Formation
Gebrauch
Element ist in Gebrauch
Status
gültiger formeller Begriff
SKS-Notiz
-
SKS-Datum
-
Kommentar
-

Nomenklatur

Deutsch

Villigen-Formation

Französisch

Formation de Villigen

Italienisch

Formazione di Villigen

Englisch

Villigen Formation

Herkunft des Namens

Villigen (AG)

Historische Varianten
Villiger Formation (Gygi 1969), Malmkalke vom Villiger Geissberg (Wildi 1983)
Nomenklatorischer Kommentar
-

Synonyme

Synonyme
Nicht-Synonyme
Verwechslungsgefahr

Beschreibung

Beschreibung
Geschichtete, mikritische, teilweise knollige und glaukonitische Kalksteine mit zahlreiche Fossilien (Ammoniten, Bivalven, Schwämme). Die Kalksteine weisen z.T. mergelige Zwischenlagen auf oder treten wechsellagernd mit Mergel auf.
Geomorphologischer Ausdruck
-
Mächtigkeit
Ca. 50 m (Graf et al. 2006).

Komponenten

Lithologien
  • Kalkstein
  • mikritischer Kalk
Mineralien
  • Glaukonit
Fossilien
  • Ammoniten
  • Schwämme
  • Bivalven

Hierarchie und Abfolge

Alter

Alter Top
Frühes Kimméridgien
Bermerkungen zu Top
-
Alter Basis
spätes Oxfordien
Bermerkungen zu Basis
-
Datierungsmethode

Biostratigraphie: Ammoniten der oberen Hypselium-Subzone bis Galar-Subzone

Geografie

Paläogeografie
Aargauer- (inkl. Lägern) und Schaffhauser Jura
Typusregion
Typlokalität
  • Villigen (AG)
Typusprofil
Referenzprofile
-
Point of interest
-

Paläogeografie und Tektonik

Paläogeografie
Schwäbisches Becken,
Herkunftstyp
  • sedimentäre
Bildungsbedingungen
Schwäbische (Becken-) Fazies
Sequenz
-
Tektonische Einheit (bzw. Überbegriff)
Jura
  • Süddeutschland
  • Schwarzwald
Metamorphose
unmetamorph
Metamorphosefazies
-
Bemerkung zur Metamorphose
-

Referenzen

Erstdefinition
-
Neubearbeitung
-
Wichtige Publikationen
-

Material und Varia

Anwendungen
-
  • Wangental-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Wangental (SH), Wilchingen

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von gut gebankten, mikritischen Kalksteinen mit mergeligen Lagen im oberen Teil der Villigen-Formation.
    Alter
    Kimméridgien - Kimméridgien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Klettgau und Randen-Gebiet
    Typusregion
    Wangental an der deutsch-schweizer Grenze
    Kommentar
    Das Wangental-Member geht im Kanton Aargau in das Letzi-Member über.
  • Letzi-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Hügel Letzi, nord-östlich Effingen (AG)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Das Letzi-Member besteht aus gutgeschichteten, mikritischen Kalksteinen mit wenigen Bivalven und Ammoniten im oberen Teil der Villigen-Formation.
    Alter
    Frühes Kimméridgien - Frühes Kimméridgien
    Mächtigkeit
    ca. 20 m
    Geografische Verbreitung
    Aargauer Jura
    Typusregion
    Aargauer Jura
    Kommentar
    -
  • «Knollen-Bank» Detailanzeige

    Herkunft des Namens
    -
    Rang
    lithostratigraphische Bank
    Status
    informeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Dünner, leicht glaukonitischer Leithorizont an der Grenze zwischen Wangen- und Letzi-Member, bzw. zwischen Küssaburg- und Wangental-Member (innerhalb der Villigen-Formation).
    Alter
    spätes Oxfordien - Frühes Kimméridgien
    Mächtigkeit
    einige Dezimeter mächtig
    Geografische Verbreitung
    Aargauer Jura
    Typusregion
    -
    Kommentar
    -
  • Küssaburg-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Ruine Küssaburg / Küssaberg, SE Bechtersbohl (unteres Klettgau-Tal, Süddeutschland)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Fossilarme, feinkörnige Bankkalke des mittleren Teils der Villigen-Formation, welche im obersten Abschnitt Echinodermen enthalten.
    Alter
    Oxfordien - Oxfordien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Klettgau
    Typusregion
    unteres Klettgau-Tal, Süddeutschland
    Kommentar
    Das Küssaburg-Member geht im Kanton Aargau in das Wangen-Member über.
  • Wangen-Member (sensu Gygi 1969) Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Ehemalige Steinbrüche in Wangen bei Olten (SO); die heutige Definition der Einheit entspricht jedoch dieser Lokalität nicht mehr.

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Gut geschichtete, mikritische, graue Kalksteine des mittleren Teils der Villigen-Formation. Lokal treten im oberen Teil des Members ungeschichtete, kreidige, weisse Kalksteine mit mittlerer Porositiät auf. Selten sind Makro-Fossilien (Bivalven, Ammoniten) enthaltend.
    Alter
    spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
    Mächtigkeit
    10 – 12 m (Gygi 2000c).
    Geografische Verbreitung
    Aargauer Jura (inkl. Lägern) bis westlich von Olten: Effingen, Bözberg, Geissberg, Würenlingen.
    Typusregion
    Aargauer Jura
    Kommentar
    An der Typlokalität stellen die Solothurner «Wangener Schichten» (sensu Moesch 1867) ein distales Äquivalent der Balsthal-Formation dar (Gygi 2000c). Das Wangen-Member sensu Gygi 1969 basiert auf einer ähnlichen, jedoch etwas älteren Fazies des Aargauer Juras.
  • Hornbuck-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Hügel Hornbuck (Deutschland), E Griessen / Klettgau [non: Hornbuck (AG) wo die Villigen-Fm. jedoch auch auftritt !]

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Wechsellagerung von mergeligen, Kieselschwämme-führenden Kalksteinen und Mergeln im unteren Teil der Villigen-Formation.
    Alter
    Oxfordien - Oxfordien
    Mächtigkeit
    -
    Geografische Verbreitung
    Klettgau, Randen-Gebiet.
    Typusregion
    Hornbuck, N von Riedern am Sand, Unterklettgau-Tal, Süddeutschland
    Kommentar
    Das Hornbuck-Member geht nördlich des Rheins in das Crenularis-Member über (wahrscheinlich auch übergehend in das Geissberg-Member). In Südwestdeutschland wird der Begriff Lochen-Subformation (Oberjura-Massenkalk-Formation) verwendet.
  • Crenularis-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Namengebendes Fossil: Echinoidenart Hemicidaris crenularis Agassiz.

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Knollige Kalksteine der unteren Villigen-Formation. Die Kalke sind dünngebankt, bioklastisch und glaukonitisch. Selten führen sie Ammoniten, z.T. Silex führend.
    Alter
    spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
    Mächtigkeit
    ca. 3 - 4.5 m
    Geografische Verbreitung
    Von Oftringen im Westen bis Lägern im Osten und im Aargauer Tafel-Jura
    Typusregion
    Aargauer Jura
    Kommentar
    -
  • Geissberg-Member Detailanzeige

    Herkunft des Namens

    Geissberg, bei Villigen (AG)

    Rang
    lithostratigraphisches Member
    Status
    gültiger formeller Begriff
    Gültiger Name
    Kurzbeschreibung
    Basales Member der Villigen-Formation, an der Transition aus dem Effingen-Member, bestehend aus mikritischen Kalksteinen mit Mergelzwischenlagen. Spärliches Auftreten von Fossilien (Bivalven, Ammoniten).
    Alter
    spätes Oxfordien - spätes Oxfordien
    Mächtigkeit
    Ca. 15 - 20 m mächtig
    Geografische Verbreitung
    Aargauer Jura
    Typusregion
    Nördlicher Kt. Aargau
    Kommentar
    Die «Geissberg-Schichten» im Sinne von Moesch entsprechen der ganzen Villigen-Formation.